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Island Rundreise Juni 2025

10 Tage Rundreise rund um Island über die Island Nationalstraße N1 Læs mere
  • Stokksness

    6. juni 2025, Island ⋅ ⛅ 7 °C

    Stokksness ist eine Felsenformation an der Küste. Man kann hier unter anderem Seehunde sehen, einen Leuchtturm und eine moderne Radaranlage vermutlich vom Militär oder der Küstenwache, weil abgesperrt und mit entsprechenden Zugangsverboten-Schildern in üppiger Warnrhetorik ausgestattet.
    Und auch hier gibt es einen schwarzen Sandstrand. Der schwarze Sand ist so fein, dass man ihn problemlos in eine Sanduhr füllen könnte.
    Dann kann man hier noch einen historischen Wikingerhof betrachten. Der ist aber in keinem allzu guten Zustand. Archäologisch betreut wird das ganze Ensemble also wohl nicht.
    Im Rücken hat man die Berge und natürlich immer noch Ausläufer des Gletschers Vatnajökull.
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  • Stöðvarfjörður und Petras Steine

    6. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 5 °C

    Stöðvarfjörður ist ein kleiner Ort im Osten von Island. Eigentlich ein eher unscheinbarer kleiner Durchgangsort. Wenn man nicht vom Gas geht, ist man schon durch. Gäbe es da nicht „Steinasafn Petru“, auf Deutsch, Petras Steine-Sammlung. Eine mittlerweile rüstige alte Dame hat weit über 50 Jahre lang Steine, Mineralien und Ähnliches gesammelt, und das kann man sich hier alles ausführlich anschauen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um hier eine Kaffeepause zu machen. Eine Tasse Kaffee, eine Zimtschnecke und weiter ging es.Læs mere

  • Hotel Hallormsstadur

    6. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 3 °C

    Wir sind von der Küste weg, durch die Berge, ein Stück ins Landinnere gefahren. Das Hotel ist nach der Region benannt, in der wir uns befinden. Hallormsstadur wird auch als die „Baumschule Islands“ bezeichnet, denn es ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Islands. Das Hotel liegt in diesem Wald und sehr schön an einem großen See namens Lögurinn.
    Sahen die beiden letzten Hotels eher aus wie Kasernen, so könnte man hier an eine Schule denken. Es gibt eine Art Verwaltungsbau mit der Rezeption, dann mehrere Bauten sozusagen mit Klassenzimmern, also mit Hotelzimmern. Und es gibt auch eine kleine Turnhalle. In dem Bau sind auch Kongressräume. Wir haben nach der Ankunft erstmal den "Hottub" im Garten genossen.
    Weil das Hotel mal wieder sehr schön, aber auch einsam liegt und weit und breit nichts anderes ist, haben wir wieder im Hotel zu Abend gegessen. Diesmal ein sehr gutes reichhaltig bestücktes Buffet. Und getreu dem etwas boshaften Motto „heute Morgen noch geritten, heute Abend mit Fritten“ haben wir zum ersten Mal etwas Pferdefleisch probiert. Statt Roastbeef gab es „Roast Horse“. Das war gegartes, kaltes, aufgeschnittenes Fleisch, eben genau so wie Roastbeef. Ganz ehrlich, das war nicht unbedingt eine Offenbarung. Das Fleisch schmeckt nach fast nichts. Aber auch Roastbeef haut einen ja nicht aus den Schuhen.
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  • Schnee auf der Hochebene

    7. juni 2025, Island ⋅ 🌬 0 °C

    Wir fahren gerade über eine Hochebene. Außentemperatur 0° und Schneetreiben. Im Juni. Hier fällt im Sommer mehr Schnee, als bei uns im Winter. Ok, das ist auch nicht schwer, zu Hause fällt ja im Winter nur noch selten Schnee. Als Kind konnte ich in Nierstein noch regelmäßig im Winter mit dem Schlitten fahren. Der Klimawandel lässt grüßen.Læs mere

  • Dettifoss Islands mächtigster Wasserfall

    7. juni 2025, Island ⋅ 🌬 1 °C

    Bei ziemlich eisigem Wetter – und das im Juni – haben wir heute den Wasserfall Dettifoss besucht. Es ist wohl der größte und vor allem wasserreichste Wasserfall in Island. Bei keinem anderen der vielen Fälle hier in Island fließt so viel Wasser pro Sekunde.
    Wenn man sich die Landschaft anschaut, den Schnee, die Kälte und das Schneetreiben könnte man nicht glauben, dass wir Anfang Juni haben. Aber wir sind auch nicht mehr allzu weit weg vom Polarkreis. Gut, dass wir bekleidungsmäßig vernünftig ausgestattet sind.

    Und hier noch etwas Wissenswertes zu diesem Wasserfall:

    Dettifoss: Islands mächtigster Wasserfall

    Dettifoss liegt im Nordosten Islands im Nationalpark Vatnajökull, genauer in der Jökulsárgljúfur-Schlucht. Er gilt als der wasserreichste und einer der mächtigsten Wasserfälle Europas – und wird oft als „das Biest“ bezeichnet, im Gegensatz zum benachbarten Godafoss, „dem Schönen“.

    - Der Wasserfall wird vom Gletscherfluss Jökulsá á Fjöllum gespeist, der am größten Gletscher Europas, dem Vatnajökull, entspring.
    - Das Wasser ist reich an Sedimenten, was ihm eine charakteristische grau-weiße oder gelblich-trübe Färbung verleiht.
    - Dettifoss ist etwa 100 Meter breit und 44–45 Meter hoch.
    - Die durchschnittliche Wassermenge beträgt etwa 193 m³ pro Sekunde, kann im Sommer aber bis zu 500 oder sogar 1.500 m³ pro Sekunde erreichen.
    - Die Kraft des Wassers sorgt für eine gewaltige Gischt und eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse, oft begleitet von Regenbögen bei Sonnenschein.
    - In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei weitere beeindruckende Wasserfälle: Selfoss (ca. 1 km flussaufwärts, 10–12 m hoch, eher breit und kaskadenartig) und Hafragilsfoss (ca. 2 km flussabwärts, 27 m hoch).
    - Die Jökulsárgljúfur-Schlucht, durch die der Fluss fließt, ist bis zu 100 Meter tief und zählt zu den spektakulärsten Canyons Islands.
    - Dettifoss ist sowohl von der West- als auch von der Ostseite zugänglich, allerdings gibt es keine Brücke zwischen beiden Seiten.
    - Die Westseite ist über eine asphaltierte Straße (862) erreichbar und bietet einen gut ausgebauten Parkplatz, von dem ein kurzer Fußweg zum Wasserfall führt.
    - Die Ostseite ist nur über eine Schotterpiste (864) zugänglich, die meist nur im Sommer befahrbar ist, bietet aber den spektakuläreren Blick und ermöglicht es, näher an den Wasserfall heranzukommen.
    - Der Zugang ist kostenfrei.
    - Der Fluss transportiert täglich enorme Mengen an Geröll, Sand und Schlamm (bis zu 120.000 Tonnen pro Tag), was zu starker Erosion und einer jährlichen Rückwanderung der Fallkante um etwa einen halben bis einen Meter führ.
    - Die Kraft des Wassers ist so beeindruckend, dass der Boden rund um den Wasserfall spürbar bebt.
    - Dettifoss wurde unter anderem als Kulisse für die Eröffnungsszene im Film „Prometheus“ von Ridley Scott verwendet.
    - Die beste Reisezeit ist der Sommer, da die Straßen dann am sichersten und die Wassermengen am größten sind[1][6].
    - Der Wasserfall ist Teil vieler geführter Touren, kann aber auch individuell besucht werden.
    - Die Umgebung bietet zahlreiche Wanderwege, u.a. zu den benachbarten Wasserfällen und durch die Jökulsárgljúfur-Schlucht.

    Dettifoss ist ein Naturwunder von atemberaubender Kraft und Energie, das Besucher durch seine schiere Größe, die tosenden Wassermassen und die raue Schönheit der isländischen Landschaft in seinen Bann zieht. Wer den Norden Islands bereist, sollte diesen Wasserfall keinesfalls verpassen.
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  • Ásbyrgi der Huftritt von Sleipnir

    7. juni 2025, Island ⋅ 🌬 3 °C

    Ásbyrgi ist eine hufeisenförmige Formation in der Landschaft. Die Felsen ragen hier bis zu 100 Meter in die Höhe. Der isländischen Sage nach stammt diese hufeisenförmige Formation in der Landschaft von einem Huftritt von "Sleipnir", dem gigantischen, achtbeinigfen Pferd des Gottes Odin. Als ebendieser hier auf seinem Gaul mit den wie gesagt acht Beinen durch die Lande ritt, soll diese Spur hier in der Landschaft hinterlassen worden sein. Hier habe ich zum ersten Mal auch meine Drohne ausprobieren können.Læs mere

  • Stukustadir die keine Krater

    7. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 4 °C

    Auf den ersten Blick von oben glaubt man hier lauter kleine Vulkankrater zu erkennen. Doch die Gebilde, die man hier in Stukustadir sieht, sind sogenannte Pseudokrater, die niemals mit Magmakammern in Verbindung gestanden haben. Es handelt sich vielmehr um Dampfexplosionen in feuchten Gebieten, über die Lava darüber hinweg geflossen ist. Interessant, aber nicht wirklich spektakulär. Was den Blick von oben betrifft, dieser war nicht möglich, einmal wegen Wind und natürlich wegen des permanenten Drohnenverbots überall.Læs mere

  • Dimmuborgir die dunklen Burgen

    7. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 3 °C

    Dimmuborgir auf Deutsch „die dunklen Burgen“. Nein, es handelt sich nicht um finstere Behausungen aus "Herr der Ringe", wo allerlei Bösewichte auf Frodo und seine Kollegen lauern. Es handelt sich um bizarre Lavaformationen. Die Entstehungsgeschichte zu erklären, ist etwas kompliziert. Deshalb versuche ich es hier mal mit der kurzen Kurzfassung: Eine sehr große Masse Wasser wie ein See, über die bei einem großen Vulkanausbruch Lava drüber fließt. Die Lavaschicht direkt auf dem Wasser erkaltet schnell. Die Lavaschicht oben an der Atmosphäre auch. Aber die Lava zwischendrin bleibt heiß und flüssig. Und dann gibt es ein gewaltiges Durcheinander von Thermodynamik. Wasser verdampft, dringt von unten nach oben durch die noch flüssig heiße Lavaschicht durch. Rund um diese Dampfdurchbrüche erkaltet die Lava. Irgendwann fließt die noch heiße Lava drumherum ab und diese erkalteten Dampfschlote bleiben stehen. Genau das sieht man heute. Ich hoffe, man kann diese Kurzfassung verstehen.
    Diese Region der "Dunklen Burgen" ist groß, der längste Rundweg ist über drei Kilometer lang. Wir haben den 900 Meter langen Rundweg genommen und damit nur einen Teil des ganzen Geländes angeschaut, und das war schon sehr beeindruckend.
    Eigentlich standen heute noch zwei bis drei weitere Stationen auf der Planung unseres Reiseanbieters. Aber diese Planung war dann doch etwas zu ehrgeizig und nicht mehr zu schaffen. Nicht zuletzt auch wegen der großen Fahrstrecke und dem Wetter, das wir zwischendurch hatten. Mal sehen, was wir morgen Vormittag davon noch schaffen.
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  • Gästehaus Brekka

    7.–8. jun. 2025, Island ⋅ ☁️ 3 °C

    Unsere heutige Unterkunft ist mal etwas anderes. Sie erinnert so ein kleines bisschen an ein dänisches Ferienhaus. Nur dass man eben keine ganze Wohnung hat, sondern dann eben doch so etwas ähnlich wie ein Hotelzimmer. Aber sehr hübsch und gemütlich. Dazu ein toller Ausblick aus dem Fenster und mal was ganz anderes als die letzten Unterbringungen. Und natürlich liegt das Ganze wieder so einsam und alleine, dass man wieder nur im Hotel essen kann. Und genau das tun wir jetzt.Læs mere

  • Námafjall es blubbert, qualmt und stinkt

    8. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 2 °C

    Námafjall ist eine so genannte Solfatar-Region. Das ist ein inaktives vulkanisches Gebiet aus dem aber heißer Schlamm und Schwefelgase durch schwefelhaltiges Erdreich an die Oberfläche dringt. Es gibt blubbernde Schlamm- und Wasserlöcher und qualmende kleine Schlote – Fumarolen genannt – mit Schwefelablagerungen an den Rändern. Man riecht den Geruch nach den berühmten faulen Eiern, der aber gar nicht so schlimm und unangenehm ist.
    Und wo keine Verbotsschilder stehen und kein starker Wind weht, da kann man endlich auch mal mit der Drohne fliegen. Dass sich das lohnt, zeigen die Aufnahmen von oben.
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  • Krafla Geothermiekraftwerk

    8. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 2 °C

    Das Krafla Geothermiekraftwerk war das erste große Geothermie Kraftwerk in Island und auch das erste dieser Bauart weltweit. Gebaut Mitte der 1970er Jahre wurde hier erstmals mit sehr tiefen Bohrungen Geothermiewärme zur Dampf und Stromerzeugung sowie zur Gewinnung von heißem Wasser genutzt. Durch den Bau und Betrieb dieser Anlage hat man viel gelernt für den Bau weiterer Geothermie-Kraftwerke nicht nur auf Island, sondern weltweit.
    In einem kleinen Besucherzentrum kann man sich über die Anlage und ihre Entstehung und auch die Funktion informieren. Derzeit wird aus über 40 Bohrlöchern Geothermie-Energie gewonnen. Die Bohrlöcher sitzen jeweils unter diesen Iglus, die man hier überall in der Landschaft sieht. Und die Rohrleitungen sind tatsächlich kochend heiß, wie das kleine Video zeigt!
    Aber weitere Bohrungen auch in noch größeren Tiefen bis zu 5 km sind geplant. Und selbst als man einmal zufällig eine Magmakammer angebohrt hat, hat man auch daraus interessante wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen.
    Den eigentlichen Vulkankrater Krafla den wir besichtigen wollten, haben wir nicht gesehen. Mit dem Auto wäre das von hier aus noch mal 9 Minuten gewesen. Aber die Passstraße ist derzeit witterungsbedingt gesperrt, sodass man den Kater nur zu Fuß erreichen kann. Da wäre man einfach mindestens zwei Stunden unterwegs gewesen durch den dicksten Schnee und so weiter.
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  • Godafoss Wasserfall der Götter

    8. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 4 °C

    Godafoss, der „Wasserfall der Götter“ klingt ja erst mal gut. Ist es aber nicht, denn für die Götter ist es hier ziemlich dumm gelaufen! Denn die alten isländischen Götter wurden hier an dem Wasserfall nicht etwa verehrt, sondern schlichtweg entsorgt.
    Und das kam so: Þorgeir Ljósvetningagoði Þorkelsson - der Wikinger-Fürst der Region – heute würde man so jemanden wohl Landrat oder Ministerpräsident nennen – hatte vor circa 1000 Jahren eine schwere Entscheidung zu fällen. Es ging darum, ob das Christentum in Island in der Region eingeführt wird. Das mit dem Einführen des Christentums war damals tatsächlich massiv in Mode und wurde überall in Skandinavien mit missionarischem Eifer betrieben. Dänemark von Harald Blåtand, Norwegen und so weiter und damit eben auch in Island. Auch unser Wikingerboss entschied sich schließlich dafür, mit der ganzen Region zum Christentum zu wechseln. Und was geschah mit den alten Göttern? Der vorgenannte Häuptling hat deren Abbildungen in diesem Wasserfall versenkt und damit den alten Göttern abgeschworen. Wie zuvor erwähnt, dumm gelaufen. Aber daher hat der Wasserfall der Götter seinen Namen.
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  • Akureyri die Metropole der Nordinsel

    8. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 5 °C

    Die Stadt Akureyri ist die Metropole der Nordinsel. Sie liegt an einem Fjord mit Zugang zum Meer. Hat also einen entsprechend gut ausgestattet Hafen. Es gibt einen botanischen Garten, in dem sämtliche wilden Pflanzen, die auf Island wachsen zu finden sein sollen. Gewissermaßen ist der botanische Garten eine Art biologisches Archiv der gesamten Vegetation von Island. Man findet Bereiche mit alpinen Pflanzen, andere Bereiche mit arktischen Pflanzen und allem dazwischen.
    Außerdem wurde hier zwischen 1934 und 1936 zum allerersten Mal in Island ein Fernsehsignal empfangen. Grímur Sigurdsson war damit der allererste Isländer, der hier auf der Insel ein Fernsehbild betrachtet hat. Die Ausrüstung zum Empfang des Signals aus London hat er mit einem englischen Bekannten weitestgehend selbst zusammen gebastelt. Obendrein soll diese Stadt die herzlichsten Ampeln auf Island haben. Irgendwie sieht man, was gemeint ist.
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  • Hofsstadir - Country Hotel

    8.–9. jun. 2025, Island ⋅ ☁️ 5 °C

    Das Hofsstadir - Country Hotel ist tatsächlich auch wieder wunderschön. Die Gäste haben alle kleine einzelne Häuschen mit einem wie man sieht wunderbaren Ausblick auf das Tal und die schneebedeckten Berge im Hintergrund und das Meer in der Ferne. Richtig gemütlich. Auch das Restaurant, in dem wir gleich etwas essen werden und in dem es morgen auch das Frühstück gibt, hat eine Glas-Panoramafassade, die diesen wunderschönen Ausblick bietet.
    Wir haben uns mal was gegönnt und „Horse Steak“ zum Abendessen bestellt. Der Wirt, der auch die Bestellung aufnahm, fragte uns, wie wir das Pferdesteak gebraten haben wollen. Wir haben gesagt: "Medium". Er: „Gute Wahl, anders koche ich es auch nicht." Durchgebraten gibt’s bei ihm also nicht. Später auf seine Frage „wie war das Pferd“ antworteten wir sehr gerne „ausgezeichnet und sehr lecker“. Wir haben ihm gesagt, dass es das erste Mal war, dass wir Pferdefleisch gegessen haben. Er meinte, in seiner Jugend sei das auf Island eindurchaus übliches Essen gewesen, aber die jungen Leute auf Island würden kaum noch Pferdefleisch essen.
    Es ist jetzt 23:00 Uhr und ich habe soeben dieses Foto von der Sonne am Himmel über dem Meer gemacht. Und um 23:20 Uhr entstand das Zweite. Ein herrlicher Anblick zu einer Uhrzeit, zu der es bei uns schon stockdunkel ist.
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  • Sauðárkrókur - 91 km bis zum Polarkreis

    8. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 3 °C

    Fotos von diesem von der Sonne beschienenen Bergmassiv und dem Felsen draußen im Meer habe ich gestern auch von unserem Hotelzimmer aus gemacht. Um 23:20 Uhr. Sonnenuntergang war heute Nacht um 0:28 Uhr, Sonnenaufgang um 2:07 Uhr. Aber die Sonne ging nicht wirklich unter, die Sonne wanderte eher am Horizont von links nach rechts. Dunkel wurde es auch über Nacht gar nicht. Man hätte draußen durchgängig ein Buch lesen können. Unser Hotel liegt etwa 12 km von diesem Städtchen namens Sauðárkrókur entfernt.
    Von hier aus sind es noch 91 km bis zum nördlichen Polarkreis. Das hier ist deutlich nördlicher als Trondheim in Norwegen. Aber es ist hier einigermaßen angenehm, mit 7 Grad und Sonne. Okay, wie es hier im Winter zur Sache geht, will ich lieber nicht wissen. Aber im Moment ist es, wie zuvor erwähnt, angenehm. Und landschaftlich halt wirklich wunder wunderschön. Aber man muss auch sagen, es ist am Arsch der Welt. In dieser kleinen Stadt gibt es nur einen einzigen, sehr kleinen Supermarkt. Auch sonst ist hier wohl eher nicht viel los im Hinblick auf Infrastruktur. Und bis man irgendwo hinkommt, wo viel los ist, ist man doch schon sehr lange unterwegs. Deshalb gibt es hier wohl auch einen kleinen Flughafen. Damit geht es schneller. Denn auf Island gibt es keine Eisenbahn. Auto und Flugzeug sind die einzigen Transportmittel.
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  • Glaumbær ein Bauernhof gebaut aus Torf

    9. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 6 °C

    Über viele Jahrhunderte und bis circa 1900 wurden in Island gerade auf dem Land viele Bauernhöfe und andere Gebäude tatsächlich aus Torf gebaut. Wie man hier an diesem Freilichtmuseum sehr schön sieht, wurden Torfbatzen und Grassoden im Wechsel aufgeschichtet. So entstand eine Art Mauerwerk aus Torf und Gras.
    Es gibt mehrere Gebäude mit verschiedenen Funktionen, von der Schmiedewerkstatt, Lager- und Werkstatträumen bis zu Wohn- und Gästehäusern.
    Die Torfgebäude wurden dann ab 1900 dann Zug um Zug in der neueren Zeit durch Gebäude aus Beton abgelöst. Aber wie zuvor erwähnt, bis zum Jahr 1900 war diese Torfbauweise laut den Schilderungen hier noch üblich. Man kann sich hier gut in diese Zeit versetzen, in der Menschen in diesen Torfbauernhöfen gelebt haben, denn es ist vieles im damaligen Zustand hergerichtet. Die Küchen – es gibt mehrere – sind eher primitiv, gekocht wurde auf offenem Feuer. Aber die Schlafräume wirken durchaus behaglich.
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  • Glaumbær - warum aus Torf?

    9. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 6 °C

    Dass man bis ins 19. Jahrhundert oft Häuser aus Torf gebaut hat, liegt auch daran, dass Torf im Prinzip eine unbegrenzte Ressource war, während Holz eben durch Wälder eine begrenzte Ressource war. Und irgendwann war diese Ressource eben sehr knapp und weitgehend verbraucht, weil viele Wälder fleißig abgeholzt worden waren. Das Holz hat man verbaut oder verheizt.
    Aber hier auf dem Gelände stehen auch zwei historische Holzhäuser, die man ebenfalls besichtigen kann.
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  • Víðimýrikirka die Torfkirche

    9. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 6 °C

    Víðimýrikirka ist eine Torfkirche. So wie zuvor der Torfbauernhof. Wenige Kilometer weit weg ist auch diese Kirche aus Torf gebaut. Sie wird als typische Hofkirche beschrieben. Sprich, es ist eine Kirche, die an einem Bauernhof eigens für diesen Hof gebaut wird. Sozusagen eine private Kirche. Die kleine Kirche ist nicht nur gut in Schuss. Sie wird auch noch aktiv genutzt, genauso wie der kleine Friedhof drum herum auf dem das jüngste Grab von 2023 ist.
    Vor der Kirche stand ein Mädchen in völliger Smartphone-Starre. Sie stand, las, tippte, las, tippte. Alle anderen mussten um sie herum gehen. Sozusagen in digitaler Stasis verharrte sie, stand im Weg und damit auch mitten im schönsten Fotomotiv. Später verschwand sie dann mit dem Rest ihrer Gruppe, die um die Kirche gingen und sich alles anschauten. So konnte ich dann doch noch die Vorderseite der Kirche ohne den Digitaldroiden fotografieren.
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  • Verkehrsteilnehmer in Island

    9. juni 2025, Island ⋅ ☀️ 8 °C

    Ja, in Island muss man sich die Straßen mit verschiedenen Verkehrsteilnehmern teilen. Wir gerieten auf dieser offiziellen, aber geschotterten Landstraße in eine Herde von circa 150 bis 200 Island-Pferden, die von vier Pferdetreibern – oder wie man die hier offiziell auch immer nennt – wohl zu einer anderen Koppel überführt wurden. Wir sind bestimmt 10 Minuten hinter und zwischen Pferden gefahren, bis wir vorn durch waren. Andere Autos hielten an Pferdekoppeln an, um Pferde zu fotografieren. Bei uns kamen die Pferde zu uns :-)Læs mere

  • Hvitserkur der Basaltbrocken

    9. juni 2025, Island ⋅ ☀️ 8 °C

    Der Hvitserkur ist ein großer Basaltfelsen, der relativ einsam am Strand steht. Vermutlich Überbleibsel vulkanischer Aktivitäten, deren Auswirkungen man ja hier sehr oft auf Island findet. Auch hier sind die Strände wieder von schwarzem Sand überzogen. In der Tiefebene weht ein Sandsturm über das Land. Auch dort ist, wie man sieht, alles schwarz. Den Abstieg runter zum Strand haben wir uns gespart, denn wir wollen mit intakten Knochen nach Hause kommen.Læs mere

  • Icelandic Seal Center

    9. juni 2025, Island ⋅ ☀️ 8 °C

    In Hvammstangi an der Strandgata 1 findet man das „Icelandic Seal Center“ also das Robben-Informationszentrum. Hier erfährt man ausführlich alles über die eigentlichen Ureinwohner Islands, nämlich die Robben. Also den gemeinen Seehund, Kegelrobben, Walrösser und ähnliches Getier. Der gemeine Seehund kommt am häufigsten in isländischen Gewässern vor. Danach folgt die Kegelgruppe. Damit ähnelt Island Dänemark, wo es genau so ist. Andere Robbenarten sind deutlich seltener. Walrösser werden nur sehr selten gesichtet.
    Man lernt nicht nur viel über die Biologie der Tiere und auch über die Zeit, in der sie massiv gejagt und welche Produkte aus ihnen gemacht wurden. Man erfährt auch einiges über isländische Mythen und Sagen in Bezug auf die Robben. Alle Beschreibungen sind nicht nur in Isländisch und Englisch, sondern toller Weise auch auf Deutsch zu finden.
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  • Grábrók der erloschene Bilderbuch-Vulkan

    9. juni 2025, Island ⋅ ☁️ 10 °C

    Grábrók ist sozusagen der erloschene Bilderbuch-Vulkan. Denn genau so stellt man sich einen Vulkan vor: Einen kreisrunden kegelförmiger Berg und ein großes Kraterloch in der Mitte. Wie man ihn eben aus den Filmen kennt. Der Aufstieg ist etwas mühsam, aber dennoch bequem mit Treppen zu bewältigen. Dann hat man hier oben einen wunderbaren Ausblick, einmal in den Vulkan, aber natürlich auch in die Ferne.
    Und nebendran steht dann sozusagen noch mal der kleine Bruder. Am Fuß des Vulkans sieht man zudem Mauerreste aus Lavasteinen.
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  • Hotel Borgarnes

    9. juni 2025, Island ⋅ ⛅ 10 °C

    Das Hotel Borgarnes in der gleichnamigen Stadt liegt dieses Mal sehr zentral mitten im Stadtzentrum. Es ist ein eher großer Kasten deutlich älteren Baujahrs und ein typischer Massen-Beherbergungsbetrieb. Vor der Tür steht die erwartbare Ladung Busse, die sich entsprechend in die Rezeption ergossen haben. Wenn man an unser gestriges Country-Hotel denkt, ist die Aussicht aus unserem Zimmerfenster … seht selbst!
    Es ist also eher ein funktionelles Gebäude, in dem man schläft und frühstückt. Aber immerhin, wie zuvor erwähnt, zentrale Lage, sodass man schön durch das Städtchen bummeln kann und auch in der Nachbarschaft ein schönes Restaurant mit leckeren Hamburgern findet.
    Nach dem Abendessen sind wir noch ein wenig durch die Stadt spazieren gegangen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass wir deutlich den Eindruck haben, dass diese Stadt ihre besten Tage schon eine Weile hinter sich hat. Einige leer stehende Häuser mit Müll und Schrott davor und so weiter und sofort. Kaputte Bürgersteige und so Sachen. Anblicke, die eben den Eindruckl vermitteln, dass hier die guten Zeiten schon vorbei sind .
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