• Der Zauber des Schnees

    11. januar, Schweiz ⋅ ☀️ -6 °C

    Nach einem kleinen Frühstück planen wir einen Spaziergang durch die verschneite Landschaft. Doch draussen fällt noch immer dichter Schnee, und so verschieben wir unseren Gang auf den Nachmittag – in der Hoffnung, dass Frau Holle ihr Federbett bis dahin gründlich genug ausgeschüttelt hat.

    Währenddessen herrscht am Berg reger Betrieb: Die Pistenfahrzeuge ziehen fleissig ihre Bahnen und präparieren die Skipisten ebenso wie die Langlaufloipen, die sich gleich ums Eck an unserem Stellplatz befinden. Auch auf dem Hof unseres Gastgebers ist Leben: Die Kühe und Kälber dürfen in den Auslaufstall. Jedes Mal aufs Neue sind wir überrascht, wie zutraulich und neugierig diese Tiere sind.

    Am Nachmittag hat der Schneefall endlich ein Ende. Wir nutzen die Gelegenheit und drehen eine Runde um den Bade- beziehungsweise Stausee. Immer wieder blinzelt die Sonne durch die Wolken. Alles glitzert, und eine wohltuende Stille liegt über der Welt.

    Der Schnee legt sich wie eine weisse Decke über Farben und Formen, macht Kanten weich und Geräusche leise. Vielleicht liegt genau darin die Magie des Winters: Er vereinfacht die Welt – und beruhigt auch uns selbst.

    Ob wir morgen weiterreisen, wissen wir im Moment noch nicht. Der Wetterbericht hat erneut Schneefall angekündigt – wir lassen uns überraschen, was der Morgen bringt.
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