Start unserer Reise unter dem Motto…
January 2 in Austria ⋅ ☁️ -3 °C
… Wintertauglichkeit unseres Johneli!
Wir suchen Schnee und klirrende Kälte im Bündnerland (Graubünden), um unser neues Wohnmobil unter möglichst extremen Bedingungen zu testen. Ziel ist es herauszufinden, wie sich unser Zuhause auf Rädern bei winterlichen Temperaturen verhält – und was wir eventuell noch verbessern müssen. Dieser Testlauf ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserer grossen Reise ans Nordkap im Winter 2026/2027.
Da viele Schweizer Pässe im Winter gesperrt sind, wir den Vereina-Autoverladetunnel bewusst meiden möchten und ausserdem unsere kürzlich gekaufte Go-Box für Österreich ausprobieren wollen, entscheiden wir uns für die Anfahrt durchs Tirol ins Engadin. Was wir bei unserer – schon etwas länger zurückliegenden – Planung jedoch übersehen haben: In Tirol ist das Übernachten im Wohnmobil ausserhalb von Campingplätzen verboten. Und so kurzfristig noch einen freien Platz zu finden, war selbst eine Woche vor der Abreise unmöglich. Wir hatten alle Campingplätze entlang unserer Route angeschrieben – und nur Absagen erhalten.
Also fahren wir einfach los und lassen uns überraschen, wo wir die heutige Nacht verbringen werden.
Auf dem Weg darf unser Johneli ein neues (winziges) Land durchqueren: Liechtenstein.
Auf den österreichischen Strassen ist ordentlich Verkehr, vor allem in der Gegenrichtung – der Rückreiseverkehr hat bereits eingesetzt. Die Go-Box piepst fleissig vor sich hin: Sie scheint zu funktionieren! Auf der Passhöhe am Arlberg beginnt es leicht zu schneien. Schnee ist definitiv nötig für unseren Test, doch leider bleibt er zunächst nicht liegen.
Im Oberinntal, kurz vor Serfaus, versuchen wir unser Glück spontan bei einem Campingplatz. Und siehe da: Ein Stellplatz ist tatsächlich frei – zumindest bis morgen. Diesen schnappen wir uns ohne zu zögern.
Nach einem kurzen Spaziergang ins Dorf machen wir es uns im Wohnmobil gemütlich. Zum Abendessen gibt es eine in Urnäsch gekaufte Siedewurst mit Makkaroni und Apfelmus – ganz traditionell serviert. Genau das Richtige, um den Tag entspannt und warm ausklingen zu lassen.Read more
Immer dem Inn entlang bis nach Scuol
January 3 in Switzerland ⋅ ☀️ -3 °C
Nach einer ruhigen Nacht lassen wir den Tag gemütlich angehen. Bis zu unserem nächsten Etappenziel morgen sind es lediglich 100 Kilometer, den ersten Campingplatz für eine Nacht haben wir bereits reserviert. Wo wir heute übernachten werden, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Unsere Diesel-Zusatzheizung läuft seit der Abfahrt von zu Hause im Dauermodus. Sie schnurrt leise vor sich hin und verrichtet ihren Dienst absolut zuverlässig. Auf dieser Reise verzichten wir bewusst aufs Heizen mit Gas, da es sowohl in Tirol als auch in Graubünden keine Gastankstellen gibt – und wir keine Lust haben, ständig nach Ersatz-Gasflaschen zu suchen.
In der Nacht hat es leicht geschneit, doch liegen geblieben ist fast nichts.
Die heutige Etappe führt uns entlang des Inns bis nach Martina, wo wir erneut die Schweizer Grenze passieren. Von dort geht es auf einer kurvenreichen Strecke weiter nach Scuol. Hier finden wir einen Wohnmobilstellplatz, betrieben vom TCS, ruhig gelegen und gut organisiert.
Scuol ist bekannt für seine typischen Engadiner Häuser mit kunstvollen Sgraffiti an den Fassaden. Wir schlendern durch das Dorf, bestaunen die alten Gebäude und verlieren uns ein wenig in den verwinkelten Gassen.
Ebenso berühmt ist Scuol für seine zahlreichen Mineralquellen, die dem Ort seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung als Kur- und Erholungsort verleihen.Read more
Winterstart mit Herausforderungen!
January 4 in Switzerland ⋅ 🌙 -16 °C
Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht auf 1’300 m ü. M. beginnt unser Tag bei eisigen −13 Grad. Bevor wir weiterfahren können, steht erst einmal das Ent- und Versorgen unseres Johneli auf dem Programm – im Winter immer ein kleines Abenteuer für sich.
Beim Ablassen des Schwarzwassers dann die erste Ernüchterung: Nichts geht. Offenbar erhält die Bordelektrik in diesem Bereich keinen Strom. Da die Kälte nicht gerade zur Fehlersuche einlädt, vertagen wir das Problem auf später. Wenigstens lässt sich das Grauwasser problemlos entsorgen.
Kaum gelöst, wartet schon die nächste Herausforderung: Der Wasserhahn an der Zapfstelle ist eingefroren. Mit etwas heissem Wasser und Geduld geben wir ihm jedoch den nötigen Anstoss – und plötzlich läuft alles wieder wie es soll. Immerhin: In unserem Womo ist es angenehm warm. Die Dieselheizung läuft zuverlässig, nachts mit einer Absenkung auf 16 Grad.
Endlich können wir losfahren. Die Fahrt durch die winterliche, bergige Landschaft Richtung Samedan ist einfach traumhaft. Unser erster Campingplatz in der Schweiz liegt direkt an der Lande- und Startbahn des Flughafens St. Moritz in Samedan. Normalerweise herrscht hier wenig Betrieb, doch heute – an diesem sonnigen Sonntag – scheint grosser Abreisetag zu sein.
Bei strahlend blauem Himmel, gefrorenem Schnee und klirrender Kälte spazieren wir rund um die Piste. So viele kleine und grössere Privatjets haben wir noch nie auf einmal gesehen. Das absolute Highlight: die Landung eines Airbus A320 – ebenfalls ein Privatjet. Wer da wohl an Bord war?
Zurück bei unserem Johneli folgt die nächste Erkenntnis: Die Dieselheizung schafft es bei diesen Temperaturen nicht, die abgesenkte Nachttemperatur von 16 Grad wieder auf angenehme 20 Grad zu bringen. Ob wir etwas falsch eingestellt haben? Wir testen später nochmals. Für den Moment heizen wir zusätzlich mit Gas – und nach ein paar Stunden ist es wieder richtig gemütlich.
Den Abend lassen wir entspannt im Restaurant Piste 21 ausklingen, gleich ums Eck vom Campingplatz. Kulinarisch werden wir dort so richtig verwöhnt – ein perfekter Abschluss für diesen kalten, aber erlebnisreichen Tag.
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Das Problem mit dem Schwarzwasser bleibt ungelöst. Hier wird unser Händler helfen müssen, der allerdings erst ab dem 6. Januar wieder erreichbar ist. Zum Glück verfügt der Campingplatz über ein hervorragendes Sanitärgebäude.
Genau aus diesen Gründen sind wir unterwegs: um zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und auch mit unerwarteten Situationen umzugehen. Und sollte wirklich alles schiefgehen, könnten wir jederzeit abbrechen und in unsere kleine, gemütliche Wohnung zurückfahren.
Doch aufgeben? Das ist zum jetzigen Zeitpunkt ganz sicher keine Option.Read more

Yvi on tourWir haben das letzte Mal Diesel im Tirol getankt. Sollte kein Problem von dieser Seite her sein.
Frostige Nacht, warme Hoffnung
January 5 in Switzerland ⋅ 🌙 -9 °C
Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht bei angenehmen Temperaturen – so dachten wir zumindest – kriechen wir aus unseren warmen Betten. Doch die Realität holt uns schnell ein: In unserem Womo hat es ordentlich abgekühlt. Gerade noch 11 Grad im Innern. Brrr. Was ist passiert?
Am Abend zuvor hatten wir Johneli mit Gas auf kuschlige 20 Grad aufgeheizt und danach auf Strom umgestellt, da dieser auf dem Campingplatz im Preis inbegriffen ist. Doch offenbar reichen 3 kWh Heizleistung bei diesen eisigen Aussentemperaturen nicht aus. Draussen herrschen stolze –17 Grad. Also heisst es: zurück auf Anfang.
Gleichzeitig entscheiden wir uns, noch einen weiteren Tag auf diesem Campingplatz zu bleiben. Uns gefällt es hier sehr – und ausserdem hoffen wir, unsere technischen Herausforderungen in den Griff zu bekommen.
Zuerst nehmen wir uns erneut die Heizung vor. Also wieder mit Gas auf voller Leistung auf 15 Grad hochgeheizen und anschliessend erneut auf Strom umstellen, diesmal mit Gasunterstützung. Die Idee: Wenn der Strom es nicht schafft, springt die Gasheizung ein. Anfangs will es allerdings überhaupt nicht funktionieren. Die Heizung fährt immer wieder herunter. Offenbar ist das System überfordert – bei diesen Temperaturen sind 5 Grad Aufheizen schlicht zu viel verlangt.
Zwischendurch telefonieren wir mit unseren bekannten „Pinguianern“ Sonja & René. Wir tauschen unsere Erfahrungen aus, und auch sie bestätigen uns, dass das Ganze mit der Alde-Heizung grundsätzlich so funktionieren sollte, wie wir es uns vorgestellt hatten. Vielen Dank euch beiden für die hilfreichen Tipps!
Wir geben nicht auf. Zuerst heizen wir Johneli mit Gas auf die gewünschten 20 Grad hoch, schalten danach den Strom erneut als Hauptquelle hinzu – und siehe da: Jetzt funktioniert es! Die Temperatur bleibt konstant, die Heizung schnurrt leise vor sich hin. Wir lassen die Einstellungen nun erst einmal so bis morgen.
Vielleicht haben wir auch ein weiteres Problem gelöst: die Schwarzwasserentleerung. Die Sicherung für die elektrische Steuerung haben wir gefunden – und sie scheint defekt zu sein. Beim nächsten Entleeren tauschen wir sie aus und hoffen, dass dann alles wieder funktioniert. Den Austausch verschieben wir jedoch bewusst noch, nicht dass sich der Schieber automatisch öffnet und wir eine unfreiwillige Überschwemmung rund um unser Womo mit eher unangenehmen Gerüchen verursachen. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Die Sonne unterstützt Johneli heute immerhin ein wenig von aussen, und ein Spaziergang in der klirrenden Kälte ist ohnehin Pflicht. Die frische Winterluft tut unglaublich gut. Entlang der Flaz und des Inns spazieren wir auf verschneiten, gut präparierten Fusswegen, vorbei an den Langlaufloipen der Promulins-Arena Gravatscha – Teil der 7,5 Kilometer langen Rundloipe des Frauenlaufs Engadin Skimarathon.
Zurück am Womo schnurrt die Heizung immer noch zuverlässig, und die Temperatur hält sich stabil. Ein gutes Gefühl.
Den Abend verbringen wir gemütlich in unserem Johneli und sind gespannt, was der morgige Tag bringen wird. Uns steht wohl die bisher kälteste Nacht unserer Reise bevor.Read more

Yvi on tourDeshalb sind wir auch hier unterwegs. Die Campingplatzbetreiberin meinte, dass hier am Flugplatz in Samedan der kälteste und frostigste Ort sei im gesamten Bündnerland.
Zwangspause oder Abbruch?
January 6 in Switzerland ⋅ 🌙 -18 °C
Die Nacht war wirklich bitterkalt. Unsere Heizung lief auf Hochtouren und hatte ordentlich zu kämpfen. Am Abend dann noch eine Schreckminute: Wasseralarm beim Frostwächter. Rundum war alles nass. Zum Glück war der Frostwächter selbst in Ordnung – der Ablauf jedoch zugefroren. Also schalteten wir den Boiler aus und vertagten die Ursachenforschung auf den nächsten Tag. Trotz allem schliefen wir überraschend gut.
Der Morgen beginnt jedoch nicht besser. Die Klospülung gibt nun ebenfalls ihren Geist auf – kein Spülwasser mehr, und das verheisst bekanntlich nichts Gutes. Draussen herrschen weiterhin eisige Temperaturen, begleitet von einem schneidend kalten Wind. Nach kurzer Beratung ist der Entscheid klar und einstimmig: Wir fahren nach Hause.
Trotzdem halten wir uns an unsere ursprünglich geplante Route über St. Moritz und den Julierpass. Unweit des Lai Marmorera legen wir eine Pause ein und frühstückten gemütlich mit einem Dreikönigskuchen. Leider schafften wir nicht alles – für heute gibt es keinen König. Das verschieben wir auf morgen.
Als wäre das alles noch nicht genug, meldet sich der nächste Wasseralarm. Dieses Mal in der Durchreiche im Doppelboden – erneut alles nass. Also wieder die Wasserpumpe ausschalten. Das schmutzige Geschirr wandert ungewaschen in ein Becken, der Abwasch muss warten.
Im Unterland finden wir schliesslich eine Entsorgungsstelle für Grau- und Schwarzwasser. Wir versuchen, das Schwarzwasser über das Fallrohr abzulassen. Neue Sicherung rein, auf ON – und wieder nichts. Doch immerhin passiert etwas: Auch diese Sicherung ist nun defekt.
Mit all diesen Problemen im Gepäck freuen wir uns umso mehr auf unser Zuhause. Dort machen wir uns gleich an die Arbeit. Zuerst räumen wir den gesamten Unterboden aus und trocknen alles gründlich. Die Ursachen der Probleme sind gut sichtbar und können relativ schnell behoben werden. Wir hoffen sehr, dass diese Anpassungen nun den gewünschten Effekt bringen. Die Schwarzwasserentsorgung über das Fallrohr funktioniert zwar weiterhin nicht, über die Pumpe ist sie jedoch möglich.
Eigentlich stünde einer Weiterreise nichts im Weg. Dennoch warten wir ab, was der morgige Tag bringt, und entscheiden dann, ob wir am Donnerstag erneut aufbrechen. Natürlich halten wir euch auf dem Laufenden.
Den Abend lassen wir entspannt ausklingen – mit Spaghetti und selbstgemachter Bolognese. Ein kleines Wohlfühlessen nach einem anstrengenden Tag. Und ja, ein bisschen stolz sind wir schon auf die gelösten Probleme. Auch das Thema der Reise macht immer mehr Sinn. Ist dies doch zur Vorbereitung für die nächste Winterreise ans Nordkapp.Read more

TravelerNa, da sind ja wohl das ein oder andere Glas Rotwein zur Beruhigung angesagt 😊
Der Entscheid ist gefallen...
January 7 in Switzerland ⋅ ☁️ -4 °C
Der Wecker klingelt heute wie gewohnt, und gut gelaunt sind wir bald aus den Federn.
Der Rest des Dreikönigskuchens muss dran glauben – und wir haben eine Königin 👸.
Nach diesem kurzen Frühstück fährt Andreas mit Johneli zum Baumarkt, um noch ein paar Besorgungen für unsere Kälteprobleme und kleinere Reparaturarbeiten zu erledigen.
Im Nu sind die Arbeiten gemacht, und Andreas ist zufrieden mit dem Ergebnis.
Auch die bereits gestern vorgenommenen Anpassungen haben uns heute keinen Strich durch die Rechnung gemacht.
So fällen wir beim Nachtessen den Entscheid: Wir fahren morgen nochmals los! 🚐❄️Read more
Unser 2. Start ins Abenteuer!
January 8 in Switzerland ⋅ ❄️ -3 °C
Nach einer Nacht mit leichtem Schneefall – sogar bei uns im Unterland am Zürichsee – brechen wir motiviert und voller Vorfreude in unser Winterabenteuer auf. Der kurze Boxenstopp zu Hause war genau die richtige Entscheidung.
Im Radio wird immer wieder vor schwierigen Strassenverhältnissen gewarnt. Und tatsächlich: In der Linthebene treffen wir auf eine Schneeverwehung, die eine beachtliche Menge Schnee auf die Autobahn geweht hat. Mit Geduld und vorsichtigem Fahren meistern wir auch diese Herausforderung problemlos.
Vorbei an den Churfirsten geht es weiter, diesmal begleitet von leichtem Schneefall. Die Landschaft wirkt bereits deutlich winterlicher.
An einer Entsorgungsstelle wagen wir einen weiteren Versuch – mit Erfolg! Das Ablassen von Grau- und Schwarzwasser über die Pumpe funktioniert wieder einwandfrei. Lediglich das Schwarzwasser über das Fallrohr bleibt weiterhin ungelöst.
Schmutzwasser leer, Frischwasser voll – es kann weitergehen.
Der Tag meint es gut mit uns: Der Schneefall wird intensiver, die Strassen färben sich langsam weiss. Genau dieses Wetter haben wir uns gewünscht, denn nun kann sich Johneli endlich im Schnee bewähren.
Zur Mittagszeit erreichen wir den Stellplatz in Rona, wo wir herzlich empfangen werden. Der kräftige Schneefall hält bis in den frühen Nachmittag an. Wir sitzen gemütlich im Fahrzeug, schauen aus dem Fenster und geniessen die ruhig tanzenden Schneeflocken.
Sobald es aufhört zu schneien, zieht es Yvonne nach draussen. Sie spaziert entlang der noch nicht fertiggestellten Langlaufloipe über frisch verschneite Wege. Das leise Knirschen des Schnees unter den Füssen ist das einzige Geräusch – alles wirkt gedämpft, still und friedlich.
Da diese Region bisher nicht mit viel Schnee und Kälte gesegnet war, ist die Loipe noch im Aufbau. Nun scheint sich das Blatt zu wenden: Schneekanonen, Pistenfahrzeuge, Bagger und Traktoren sind im Dauereinsatz, um die Strecke so schnell wie möglich fertigzustellen.
Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen – mit einem heissen Fleischkäse und passenden Beilagen. Draussen setzt erneut Schneefall ein, und wir sind gespannt, wie sich die Winterlandschaft morgen präsentieren wird.Read more
Winterpause in Rona
January 9 in Switzerland ⋅ ☁️ -2 °C
Der Tag erwacht heute bei herrlichem Winterwunderwetter. Die Sonne taucht die Landschaft in ein sanftes Licht, der Schnee glitzert – auch wenn es leider nicht weiter geschneit hat. Heute ist Pausentag. Wir lassen die Seele baumeln, erledigen ein paar Arbeiten am PC, schneiden etwas am Video. Yvonne hingegen zieht es nach draussen: Sie macht sich auf, das Dorf Rona zu erkunden.
Rona ist klein und ländlich. Sehr klein sogar. 1990 lebten hier rund 58 Menschen, und auch heute dürften es nicht viel mehr sein. Man hat fast den Eindruck, dass hier mehr Tiere als Menschen zuhause sind. Die Region ist klar landwirtschaftlich geprägt, ergänzt durch einen sanften, unaufdringlichen Tourismus – ganze zwei Wohnmobilstellplätze zählen dazu 😉.
Im Dorfzentrum werde ich von treu blickenden Schafen begrüsst, die ebenso wie ich die wärmenden Sonnenstrahlen geniessen. Alles wirkt ruhig, entschleunigt, fast zeitlos. Von hier aus gehe ich weiter in Richtung des zweiten Wohnmobilstellplatzes. Er liegt etwas ausserhalb des Dorfes auf einem Biohof und ist im Winter geschlossen. Im Sommer jedoch muss dieser Ort etwas ganz Besonderes sein: ein kleiner Campingplatz direkt am Bach, auf einer Wiese, mit grossem Spiel- und Outdoorbereich – ideal für gemütliches Beisammensein.
Der Bauer ist gerade bei der Arbeit, und die Tiere wirken zufrieden und gut versorgt. Im kleinen Hofladen gäbe es allerlei Leckeres zu kaufen, doch unser Kühlschrank ist für die nächsten Tage bestens gefüllt.
Der frisch gefallene Schnee liegt noch fast unberührt da. Keine Spuren, kein Lärm – nur Stille, Sonne und das Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.
Nach dem Spaziergang knurrt der Magen, also machen wir Halt am Restaurant direkt am Stellplatz – und was sollen wir sagen? Wir werden nicht enttäuscht! Leckeres Essen und entspannte Atmosphäre – genau das Richtige!
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Heute geht ein entspannter Tag zu Ende – ohne Probleme, ohne Eile. Genau diese Tage sind es, die unterwegs besonders gut tun. Ein bisschen bummeln, gut essen, neue Eindrücke sammeln und einfach den Moment genießen.Read more

Yvi on tourDie lebendige schöne Schweiz findest du auch bei YouTube. Ja, die Schweiz ist definitiv eine Reise wert. Man muss nicht immer in die Ferne reisen.
Wo der Winter uns empfängt - Brigels
January 10 in Switzerland ⋅ ❄️ -3 °C
Nach einer weiteren ruhigen Nacht mit leichtem Schneefall brechen wir am Morgen wieder auf. Unsere Reise führt uns zunächst talwärts Richtung Thusis und anschliessend über Flims und Laax hinauf nach Brigels. Der Schneefall wird unterwegs dichter, doch die Strassen sind gut geräumt und gesalzen – zunächst kein Grund zur Sorge.
Auf den letzten Kilometern geraten wir dann doch noch ordentlich ins Schwitzen. Die Strasse nach Brigels zieht steil nach oben, Schnee liegt auf der Fahrbahn, und es ist glatt. Mehrere Autos vor uns kommen nicht mehr weiter und müssen Schneeketten montieren. Umso erstaunter sind wir, wie souverän sich unser Johneli allein mit Winterpneus nach oben kämpft. Vielleicht liegt es an den noch neuen Reifen, am vielen Gewicht auf der Hinterachse mit Zwillingsbereifung oder schlicht am Hinterradantrieb. Jedenfalls: Wir kommen hoch.
Oben angekommen sind wir kurz erleichtert – geschafft! Doch die Entspannung hält nicht lange an. Brigels ist ein typisches Bergdorf: eng, verwinkelt, und nun zusätzlich mit frischem Neuschnee auf Strassen und Rändern bedeckt. Mit Geduld, Vorsicht und sehr langsamem Tempo erreichen wir schliesslich unser Ziel. Bernhard erwartet uns bereits auf seinem Bauernhof – obwohl er nicht damit gerechnet hatte, dass wir bei diesem Wetter noch ankommen würden. In den letzten Stunden hatte es kräftig geschneit, und er musste unseren Platz erst freischaufeln. Jetzt können wir mit Gewissheit sagen: Wir haben den Schnee gefunden.
Nach einer kurzen Stärkung machen wir noch einen kleinen Spaziergang durchs Dorf und decken uns im Supermarkt mit ein paar Kleinigkeiten ein.
Brigels, auf 1289 Metern über Meer gelegen und mit rund 700 Einwohnern, trägt im Rätoromanischen den Namen Breil. Das Dorf wirkt verträumt und authentisch, geprägt von einem schönen, gut erhaltenen Dorfkern.
Als typische Berggemeinde ist Brigels bis heute stark von der Landwirtschaft geprägt. Zahlreiche Betriebe bewirtschaften ihre Felder und Alpen mit grossem Engagement und schaffen damit eine wichtige Grundlage für den Fremdenverkehr, der hier seit über hundert Jahren fest verankert ist und aus Brigels nicht mehr wegzudenken wäre.
Der alte Dorfkern mit seinen braungebrannten Holzhäusern, liebevollen Details und historischen Maiensässen verleiht dem Ort einen ganz besonderen Charme. Dazu kommt die unvergleichliche Aussicht auf die umliegenden Berge der Surselva, die zu jeder Jahreszeit beeindruckt. Brigels liegt auf einem sonnenverwöhnten Hochplateau, fernab vom Durchgangsverkehr – ein Ort, der Ruhe ausstrahlt.
Im Sommer locken Wanderungen, Mountainbike-Touren, Minigolf, Golf auf einem Panorama-Golfplatz sowie Ausflüge ins Hochtal Val Frisal, das für seine unberührte Natur und klaren Wasserläufe bekannt ist. Im Winter präsentiert sich Brigels als familienfreundliches Skigebiet mit breiten Pisten, Snowpark und gemütlichen Restaurants direkt an der Piste – ganz ohne die Hektik grosser Skiregionen.
Brigels vereint authentischen Bergdorf-Charme mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und zählt damit zu den besonders liebenswerten Orten Graubündens.
Nach dem Spaziergang wärmen wir uns drinnen mit einem dampfenden Glühwein auf – ein kräftiger Schuss Strohrum gehört einfach dazu. Draußen fällt weiterhin dichter Schnee, der Wind pfeift um die Häuser und lässt die Winterlandschaft noch wilder wirken. Später lassen wir den Tag ganz gemütlich ausklingen: Raclette und Tischgrill sorgen für Wärme, Genuss und genau das richtige Hütten-Feeling.Read more

TravelerWunderschönes Dorf Brigels, Das Bündnerland ist einfach ein Traum und erst noch frisch verschneit. Eifach toll🥰🥰🥰👍👍😄

Yvi on tourWenn wir nicht schon unseren Johneli hätten, wäre ein Kauf einer Wohnung hier nicht das Letzte!

TravelerMeine Eltern hatten eine Wohnung in Savognin jetzt gehört sie einem meiner Geschwister. Savognin darum die Liebe zum Bündnerland. ❤️❤️🥰👍
Der Zauber des Schnees
January 11 in Switzerland ⋅ ☀️ -6 °C
Nach einem kleinen Frühstück planen wir einen Spaziergang durch die verschneite Landschaft. Doch draussen fällt noch immer dichter Schnee, und so verschieben wir unseren Gang auf den Nachmittag – in der Hoffnung, dass Frau Holle ihr Federbett bis dahin gründlich genug ausgeschüttelt hat.
Währenddessen herrscht am Berg reger Betrieb: Die Pistenfahrzeuge ziehen fleissig ihre Bahnen und präparieren die Skipisten ebenso wie die Langlaufloipen, die sich gleich ums Eck an unserem Stellplatz befinden. Auch auf dem Hof unseres Gastgebers ist Leben: Die Kühe und Kälber dürfen in den Auslaufstall. Jedes Mal aufs Neue sind wir überrascht, wie zutraulich und neugierig diese Tiere sind.
Am Nachmittag hat der Schneefall endlich ein Ende. Wir nutzen die Gelegenheit und drehen eine Runde um den Bade- beziehungsweise Stausee. Immer wieder blinzelt die Sonne durch die Wolken. Alles glitzert, und eine wohltuende Stille liegt über der Welt.
Der Schnee legt sich wie eine weisse Decke über Farben und Formen, macht Kanten weich und Geräusche leise. Vielleicht liegt genau darin die Magie des Winters: Er vereinfacht die Welt – und beruhigt auch uns selbst.
Ob wir morgen weiterreisen, wissen wir im Moment noch nicht. Der Wetterbericht hat erneut Schneefall angekündigt – wir lassen uns überraschen, was der Morgen bringt.Read more
Wintersonne & Johneli‘s Backstube
January 12 in Switzerland ⋅ ☁️ -2 °C
Nach einer zusätzlichen Nacht in Brigels setzen wir heute unsere geplante Route fort – es geht hinauf auf den Lukmanierpass. Wie einige andere Schweizer Pässe ist auch er nicht wintersperrig und wird ganzjährig unterhalten. Wir sind zuversichtlich, dass die Straßen nach den letzten Schneefällen inzwischen gut geräumt sind und einer Passfahrt nichts im Wege steht.
Schon bei der Abfahrt ins Tal scheint uns die Sonne entgegen. Langsam, aber stetig kämpft sich Johneli bei leichter Steigung durch die Dörfer der Surselva. Wir passieren das imposante Kloster Disentis mit seinem Internat, ein markanter Punkt entlang der Route. Immer wieder weisen Tafeln am Straßenrand darauf hin, dass der Lukmanier geöffnet ist – allerdings mit dem Hinweis, dass es jederzeit zu Sperrungen aus Sicherheitsgründen kommen kann. Heute meint es das Glück gut mit uns.
Kurz vor der Passhöhe wird die Straße spürbar glatter und nicht mehr ganz so gut geräumt. Für einen Moment überlegen wir, die Schneeketten aufzuziehen, entscheiden uns dann aber dagegen – und schaffen es auch so sicher hinauf. Erleichtert erreichen wir die Passhöhe und halten für einen kurzen Augenblick inne.
Der ausgesuchte Übernachtungsplatz liegt nur wenige Minuten entfernt und ist problemlos zu finden. Wir stehen fast ganz alleine, lediglich ein Spaziergänger mit seinem Auto hat sich hierher verirrt. Die Stille, die Weite und die winterliche Landschaft wirken sofort entschleunigend.
Der Parkplatz ist ein idealer Ausgangspunkt für unzählige Wanderungen, sowohl im Sommer als auch im Winter. Nach dem Mittagessen zieht es Yvonne nach draußen. Sie dreht eine kurze Runde vorbei an der nächstgelegenen Alp und kehrt anschließend wieder zum Stellplatz zurück.
Währenddessen geht es mit dem Nonna Aurelia weiter: Ein Brotteig ist bereits zum Gären angesetzt. Am Abend gibt es Fondue mit frisch selbstgebackenem Brot – ein perfekter Abschluss für diesen winterlichen Reisetag. Die Vorfreude ist groß.Read more

TravelerDas sieht ja super aus das Brot und dann noch mit Fondue mmmmmmh. Ä guetä. Herrlich schöne Winterzeit. Hebets gmüetlich und liebi Grüessli 🍀🍷🥰

Yvi on tourStehen hier am Lukmanier ganz alleine und geniessen es! Ein Fondue dazu ist genau richtig.
Spontan nach Locarno
January 13 in Switzerland ⋅ ☁️ 7 °C
Die Sonne zeigt sich heute noch etwas zögerlich und schafft es nicht ganz durch die Schleierwolken. Trotzdem zieht es uns weiter Richtung Süden. Unsere ursprünglich geplante Route bis Bellinzona ändern wir spontan – und entscheiden uns stattdessen für den Wohnmobilstellplatz mitten in Locarno.
Zuvor machen wir noch Halt in Olivone, um zu ent- und versorgen. Dort gibt es eine neue Entsorgungsanlage, die wir wirklich empfehlen können – auch, wenn man nur auf der Durchreise ist. Alles ist sauber, modern und unkompliziert.
Unsere Fahrt verläuft weiterhin problemlos, und wir hoffen sehr, dass das auch so bleibt. Ein kleines Thema begleitet uns allerdings noch: Der Ablass des Schwarzwassers über das Fallrohr ist eingefroren. Über den Schlauch und die Pumpe funktioniert es zwar, dennoch warten wir darauf, dass der Schieber eisfrei wird. Eventuell müssen wir hier eine Heizung nachrüsten – das besprechen wir bei Gelegenheit mit unserem Händler.
Die Straßen sind angenehm leer, sodass wir bereits gegen Mittag den Stellplatz in Locarno erreichen. Er ist nichts Besonderes, punktet dafür aber mit seiner idealen Lage mitten in der Stadt. Auch die Zufahrt ist völlig problemlos – ein klarer Pluspunkt.
Nach dem Ankommen zieht es uns direkt hinaus. Wir schlendern am See entlang, beobachten eine Gruppe älterer Herren beim Boccia-Spiel und tauchen anschließend in die engen Gassen der Altstadt ein. Immer wieder bleiben wir stehen, werden überrascht von kleinen Boutiquen und werfen neugierige Blicke in wunderschöne, versteckte Innenhöfe.
Auf der Piazza Grande verweilen wir eine ganze Weile. Hier finden im Sommer sowohl das Musikfestival Moon and Stars als auch die berühmten Filmfestspiele von Locarno statt – allein das verleiht dem Platz eine besondere Atmosphäre.
Während unseres Rundgangs entdecken wir schließlich ein Restaurant, das uns sofort anspricht. Ganz spontan reservieren wir einen Tisch für den Abend und freuen uns schon auf Tessiner Spezialitäten und regionale Küche.
Natürlich dürfen auch kleine kulinarische Mitbringsel nicht fehlen: Amaretti wandern in unsere Tasche. Der Gedanke an einen Kaffee mit einem dieser süßen Begleiter lässt uns schon jetzt schmunzeln.
Locarno empfängt uns ruhig, charmant und mit einem Hauch von Süden – genau das, was wir uns für diesen Tag erhofft haben.Read more

Traveler😊 in Locarno waren wir anfangs Januar auch. Schaade das es ihn nicht mehr so lange gibt.

Yvi on tourJa, das finden wir auch. Vielleicht gibt es seitens der Gemeinde einen neuen Stellplatz für uns Womobilisten. Warten wir mal ab, wann dann wirklich hier gebaut wird.
Zwischen Ebene und Alpenpass
January 14 in Switzerland ⋅ ☁️ 0 °C
Die Sonne ist heute früher wach als wir. Aus irgendeinem Grund haben wir den Wecker nicht gehört. Aber Eile haben wir keine. Unser Plan ist einfach: Vor oder nach dem San-Bernardino-Tunnel einen geeigneten Übernachtungsplatz finden.
Vor der Abfahrt testen wir jedoch noch das Fallrohr des Schwarzwassers. Und siehe da – es funktioniert einwandfrei. Offenbar war das Rohr in den letzten Tagen zugefroren, weshalb wir den Tank nur über die Pumpe entleeren konnten. Wieder etwas dazugelernt auf unserer Reise.
Wir nehmen uns vor, dieses Thema mit dem Händler zu besprechen. Eine beheizte Lösung für den Schieber am Fallrohr könnte im Winterbetrieb durchaus sinnvoll sein – Erfahrung sammelt man eben nicht nur auf der Strasse, sondern auch unter dem Fahrzeug.
Gemächlich rollen wir mit Johneli durch die Magadino-Ebene in Richtung Bellinzona und weiter Richtung San Bernardino. Entlang der Autobahn fällt uns eine grosse Industriehalle ins Auge – Swiss Lachs. Spontan entscheiden wir uns für einen Halt und besuchen den dazugehörigen Shop.
Die Swiss Lachs AG züchtet hier Fisch, insbesondere Lachs, und gilt dank moderner Kreislaufanlagen-Technologie als eine der saubersten und nachhaltigsten Fischfarmen der Welt. Die Fische wachsen ohne Hormone, Antibiotika oder andere schädliche Chemikalien auf. Ein paar feine Lachsspezialitäten wandern in unsere Taschen respektive in den Kühlschrank – Delikatessen, die wir später mit Verstand und Genuss essen werden.
Die Weiterfahrt bis zum Südportal des San-Bernardino-Tunnels verläuft verkehrsfrei. Für das Mittagessen suchen wir uns einen Parkplatz und werden bei der Sport Arena im Dorf San Bernardino fündig. Auf 1’634 Metern über Meer liegt hier leider nur wenig Schnee, weshalb die Anlagen auf dieser Seite momentan nicht in Betrieb sind.
Ein Spaziergang durchs Dorf gehört natürlich dazu. San Bernardino wirkt im Wandel: Es wird renoviert, gebaut und investiert. Das einst verschlafene Bergdorf scheint sich neu zu erfinden und touristisch aufzurüsten. Auf der Dorfseite sind immerhin zwei Skilifte in Betrieb, die Schneeverhältnisse reichen dort aus. Für die fast 26 Kilometer Langlaufloipen ist der Winter jedoch zu schneearm.
Dafür laden zahlreiche Wander- und Winterwanderwege zum Unterwegssein ein, und im Winter lockt zudem ein Eisfeld zum Schlittschuhlaufen. Im Sommer bietet die Region einen Kletterpark, einen Bikepark, und viele der Winterrouten verwandeln sich in schöne Wanderwege.
Das Dorf und die Region sind zweifellos reizvoll, haben aber noch etwas Luft nach oben. Man spürt jedoch, dass daran gearbeitet wird – und wir sind zuversichtlich, dass dieser Weg Erfolg haben wird.
Schliesslich entscheiden wir uns, auf dem Parkplatz zu bleiben und hier zu übernachten. Gleich nebenan befinden sich der Werkhof und die Polizei, und alles deutet darauf hin, dass wir hier ganz legal stehen. Ein ruhiger Abschluss für einen entspannten Reisetag.Read more

Yvi on tourIch getraue mir nicht die Kilopreise zu schreiben…😂. 100 g frischer Lachs Fr. 7.50, 100g geräuchter Lachs zwischen Fr. 12.50 bis Fr. 16.00. Konnten ihn probieren und er ist wirklich sehr gut.

TravelerUi, Respekt!! Hier hatte frische Lachs einen Kilopreis von ca 40 bis 50 €! Dann lasst ihn euch schmecken 😄
Zwischen Tunnel, Therme und Entspannung
January 15 in Switzerland ⋅ ☁️ 8 °C
Der heutige Tag beginnt mit leichtem Schneefall. Wir haben grundsätzlich sehr gut geschlafen – abgesehen von einem kurzen Schrecken um 00:30 Uhr, als der Wasseralarm in der Heckgarage losging. Zum Glück konnten wir kein Leck feststellen. Vermutlich hat sich etwas Kondenswasser gebildet, das den Alarm ausgelöst hat. Danach kehrte schnell wieder Ruhe ein.
Am Morgen geht es zuerst durch den Bernardino-Tunnel. Auf den 6,6 Kilometern begegnet uns kaum ein Fahrzeug – alles ist ruhig und entspannt. Kaum auf der Nordseite, ist der Schnee verschwunden und die Sonne scheint herrlich in unser Cockpit. Ein wunderschöner Start in den Tag.
In Chur steht ein kurzer Zwischenstopp an: Unser Kochherd braucht eine kleine Reparatur. Die Gummipuffer der Topfauflagen sind bereits geschmolzen – und das nach nicht einmal einem halben Jahr. In einem Campingladen werden wir fündig. Es sind zwar nicht exakt dieselben Ersatzteile, aber sie passen und erfüllen ihren Zweck.
Unser heutiges Ziel ist die Tamina Therme in Bad Ragaz. Yvonne war hier schon mehrfach, für Andreas ist es der erste Besuch. Das imposante Gebäude ist eine wahre Prachtsbaute. Das Thermalwasser entspringt nur rund 7 Kilometer entfernt aus dem Boden und zieht Badegäste aus nah und fern an. Zur Anlage gehört auch ein exklusives Resort – für uns Normalsterbliche zwar unbezahlbar, aber dennoch sehr schön anzusehen.
Ins Thermalbad selbst gehen wir heute nicht, stattdessen entscheiden wir uns für einen reinen Saunaeintritt. Alles ist sehr edel und luxuriös gestaltet. Die Saunen sind grosszügig, und die Aufgüsse gehören hier fast schon zum Pflichtprogramm.
Erholt und tiefenentspannt bleiben wir gleich vor Ort und übernachten auf dem Parkplatz der Tamina Therme. Für grössere Fahrzeuge wie Busse oder Wohnmobile stehen hier drei ausgewiesene Parkplätze zur Verfügung – perfekt für einen ruhigen Abschluss dieses genussvollen Tages.Read more
Das Ende naht…
January 16 in Switzerland ⋅ ☁️ 0 °C
Nach einer etwas stürmischen Nacht – der Föhn machte sich deutlich bemerkbar – brechen wir heute früh auf. Weit fahren wir nicht, nur bis zur Autobahnraststätte Heidiland. Dort gönnen wir uns ein Gipfeli, dazu einen Kaffee im Womo – ein ruhiger, fast schon entschleunigter Start in den Tag.
Entlang der Churfirsten und dem Walensee führt uns der Weg anschliessend wieder heimwärts. Die Sonne begleitet uns dabei fast bis nach Hause, doch kurz vor unserer Heimat schlägt das Wetter abrupt um. Dichter Nebel legt sich über die Landschaft, zeitweise ist kaum mehr etwas zu erkennen – ein letzter, stimmungsvoller Kontrast dieser Reise.
Da wir früh unterwegs sind und kurz vor Mittag beim Verkehrsamt vorbeikommen, nutzen wir die Gelegenheit spontan: Unser Womo darf auf die Waage. So gleichen wir das effektive Gewicht direkt mit der Wiegefunktion der Hubstützen ab und können die Einstellungen korrigieren – ein kleiner, aber wichtiger Schritt für zukünftige Fahrten.
Gut zu Hause angekommen, heisst es ausräumen, verräumen und neu organisieren. Alles wird vorbereitet für das nächste Abenteuer, denn lange wird es uns sicher nicht zu Hause halten.
Fazit unserer Reise:
Mit viel Vorfreude stürzten wir uns in dieses Abenteuer. Wir testeten verschiedene Energiequellen und spielten bewusst mit Temperaturveränderungen, um das Beste aus unserem Womo herauszuholen. Bei diesen Minustemperaturen zeigte sich jedoch schnell, dass unser Wissen nicht immer mit der Realität übereinstimmt. Wir standen vor der Entscheidung: Abbruch oder eine Pause einlegen, um die Probleme zu analysieren und Lösungen zu finden. Rückblickend waren genau diese Momente besonders wertvoll, denn sie haben uns viele neue Erfahrungen beschert.
Nachdem alles geklärt war, konnten wir unsere Reise fortsetzen und schließlich ohne weitere Zwischenfälle, aber mit einem Schatz an neuem Wissen und wertvollen Erfahrungen, nach Hause zurückkehren. Diese Reise hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig Flexibilität, Ruhe und Gelassenheit sowie Vertrauen in das eigene Wohnmobil sind. Auch die Zusammenarbeit und die gegenseitige Ergänzung brachten uns immer ein Stück weiter – bis wir die Lösung gefunden hatten. Jede Herausforderung hat uns ein Stück sicherer und erfahrener gemacht.
Rückblickend war diese Fahrt weit mehr als nur eine kurze Auszeit vom Alltag. Sie war lehrreich, fordernd und zugleich bestätigend.
Wer unsere Erlebnisse noch intensiver und lebendiger miterleben möchte, findet die gesamte Tour in bewegten Bildern auf unserem YouTube-Kanal – ehrlich, nah und mitten aus dem Womo-Alltag.
https://youtube.com/playlist?list=PLtmOVZZq7O4I…Read more


























































































































































































































TravelerJohneli jetzt bist Du dran dich zu beweisen. Alles gute😂😂 Wünsche Euch eine schöne unfallfreie Fahrt durch das Engadin. 👍👍🥰