Wechselrichter defekt?!
May 22 in Finland ⋅ 🌧 15 °C
Gestern beim Kochen auf unserer Induktionsherdplatte passierte es plötzlich: Kurz bevor das Fleisch fertig gegart war, war der Strom weg. Einfach so. Kein 230-Volt-Strom mehr aus unseren Batterien.
Wir versuchten alles, was uns einfiel: Sicherungen kontrollieren, Systeme neu starten, Wechselrichter prüfen – nichts half. Der Wechselrichter blieb komplett ohne Lebenszeichen, keine Anzeige, kein Einschalten. Laut Handbuch unseres Dethleffs und nach dem Studium der Victron-Anleitung kam schnell der Verdacht auf die große Mega-Sicherung. Doch wir trauten uns nicht, diese selbst zu öffnen.
Die Stimmung war entsprechend im Keller, auch wenn wenigstens das 12-Volt-System noch funktionierte und wir den Abend mit etwas Fernsehen ausklingen lassen konnten.
Am nächsten Morgen geht es früh los. Rund 100 Kilometer zurück zum nächstgelegenen Dethleffs-Händler, den wir gleich zu Öffnungsbeginn erreichen. Nach der Schilderung des Problems dürfen wir direkt in die Werkstatt fahren.
Die Diagnose ist ernüchternd: Kein einfacher Sicherungsdefekt. Die Mega-Sicherung ist in Ordnung. Dafür findet der Techniker ein loses Kabel, das vermutlich mitverantwortlich für den Ausfall war. Nach der Fixierung keimt kurz Hoffnung auf – und tatsächlich: Landstrom funktioniert wieder, die Steckdosen im Fahrzeug sind zurück.
Doch die Freude hält nicht lange. Ohne Landstrom bleibt der Wechselrichter weiterhin ohne Funktion. Die Werkstatt vermutet nun einen Defekt am Gerät selbst. Ein Austausch über Garantie ist zwar möglich, aber Bestellung und Lieferung würden mindestens eine Woche dauern – zu lange für unsere Weiterreise, zumal auch Feiertage alles verzögern.
Nach einem Telefonat mit unserem Händler in Deutschland ist klar: Wir wollen nicht eine Woche hier bleiben. Also müssen wir umplanen, auch wenn noch offen ist, wie genau die Lösung aussehen wird.
Für den Moment entscheiden wir uns für eine Alternative: eine Powerstation oder ein ähnliches System. Überraschend schnell stellt sich das als die praktikabelste Lösung heraus.
In einem großen Elektronikmarkt werden wir gut beraten und werden tatsächlich fündig. Ein Setup, das uns vorübergehend wieder unabhängig macht: Kaffeemaschine, Laptop laden, Föhn – alles wieder möglich, ohne den fest verbauten Wechselrichter.
Unsere Stimmung hebt sich langsam wieder.
Hungrig und erleichtert geht es weiter Richtung Tagesziel. Ein Follower hatte uns eine lokale Spezialität empfohlen: Vety – ein typisch finnischer Fastfood-Snack, den wir unbedingt probieren wollen.
In Lappeenranta angekommen, passt genau das perfekt zur Situation. Bei strömendem Regen holen wir uns das Essen und sind überrascht, wie gut es schmeckt – genau das Richtige nach einem langen, turbulenten Tag.
Um etwas durchatmen zu können, fahren wir den nahegelegenen Campingplatz an. Nun heißt es: Powerstation aufladen, einrichten und testen. Für die Übergangszeit ist diese Lösung ideal und gibt uns die Freiheit, weiterzureisen, ohne auf Ersatzteile warten zu müssen.
So endet ein Tag, der mit einem Stromausfall begann und mit einer improvisierten, aber funktionierenden Lösung endete. Nicht alles läuft unterwegs nach Plan – aber genau das gehört wohl zum Reisen im Wohnmobil dazu. Trotzdem sind wir dankbar, dass uns vor Ort so schnell geholfen wurde, ebenso wie durch unseren Händler in Deutschland.
PS: Der Kaffee aus der eigenen Kaffeemaschine schmeckt heute doppelt so gut.Read more



















TravelerDieses Problem mit dem Inverter kennen wir doch Ich sag dir nachher alles 😢. Ausser, dass es bei uns im Wohnmobil noch total verbrannt gerochen hat. Schlussendlich musste bei uns der Inverter getauscht werden samt der gesamten Verkabelung.
Yvi on tourWir wissen noch nicht so recht, ob wir dies unterwegs in einer Werkstatt machen lassen wollen oder ob es besser wäre dies Mitte August bei unserem Händler zu lösen.
TravelerSolche Probleme braucht auch kein Mensch!! 😪
Yvi on tourJa, aber man wächst an seinen Aufgaben. Immer positiv bleiben!