Heute erleben wir den ersten Polartag auf unserer Reise – ein Moment, auf den wir uns schon lange gefreut haben. Hier oben, weit im Norden Finnlands, fühlt sich die Zeit plötzlich anders an.
Der Polartag ist das Gegenteil der Polarnacht: Die Sonne geht überhaupt nicht unter und bleibt 24 Stunden am Himmel. In Finnland spricht man oft von der „Mitternachtssonne“ – und jetzt verstehen wir auch warum.
Wie lange dieses besondere Naturphänomen anhält, hängt davon ab, wie weit nördlich man sich befindet. Im Süden Finnlands, etwa in Helsinki, gibt es keinen echten Polartag. Zwar wird es im Sommer kaum dunkel, doch die Sonne verschwindet kurz hinter dem Horizont.
Hier oben in Lappland, oberhalb des Polarkreises – genau dort, wo wir gerade unterwegs sind – sieht es anders aus: Die Sonne bleibt selbst nachts sichtbar und taucht die Landschaft in ein warmes, goldenes Licht. Ganz im Norden, beispielsweise in Utsjoki, dauert dieses Schauspiel sogar von etwa Mitte Mai bis Ende Juli.
Das Besondere daran lässt sich kaum in Worte fassen: Mitten in der Nacht draussen unterwegs zu sein, während die Sonne tief über dem Horizont steht, fühlt sich fast unwirklich an. Die Welt wird ruhiger, das Licht weicher und die Stimmung irgendwie magisch.
Heute sitzen wir einfach da, schauen in die Landschaft und geniessen diesen besonderen Moment. Die goldenen Farben am Horizont, die endlose Helligkeit und dieses Gefühl, dass die Nacht irgendwie vergessen hat, dunkel zu werden – genau dafür lieben wir das Reisen.Read more
TravelerIch war ja im letzten Jahr mit der Amira in Spitzbergen zwei Tage und da hast du überhaupt nicht bemerkt, dass eigentlich Nacht war! Wir haben 'über Nacht' vor einem Gletscher gelegen ... war ein irres Gefühl!!
TravelerWie verzaubert
TravelerWunderschön 👍
TravelerIch war ja im letzten Jahr mit der Amira in Spitzbergen zwei Tage und da hast du überhaupt nicht bemerkt, dass eigentlich Nacht war! Wir haben 'über Nacht' vor einem Gletscher gelegen ... war ein irres Gefühl!!