• Am Rande DER Caldera

    September 12, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Am dritten Tag sollten wir aklimatisiert genug sein für eine "große" Wanderung. Aus dem Angebot unseres Reiseführers wählen wir eine Tour aus, die uns an den Rand der Caldera des Vulkans führt; des prominentesten Vulkans, sollte ich schreiben, denn im Grunde ist die Insel ja eine reine Ansammlung von Vulkanen.

    Nach der Anfahrt und einem ersten Fußmarsch zum Start wählen wir hinauf die rote Route, die uns vor dem eigentlichen Ziel über den "Rabenfelsen" führt. So 600 Höhenmeter weiter auf einem einigermaßen angenehmen Weg durch einen lockeren Pinienwald - es duftet herrlich! - erreichen wir das Zwischenziel mit prachtvoller Aussicht auf die gegenüberliegende Volkankette "Cumbra nueva und vieja" bis hinunter in die Stadt Los Llanos und an die Küste. Den ganzen Weg sind wir allein, niemand begegnet uns. Alles sehr entspannt. 😎

    Nun könnten wir auf der blauen Route schon wieder den Abstieg angehen. Wer uns kennt, weiß aber, dass wir uns das Sahnehäubchen, die schwarze Route an den Rand des Kraters, nicht entgehen lassen wollen. Nochmal dreihundert Höhenmeter, schon sind wir oben. Klingt schlimmer als es war, es geht zwischendurch auch mal runter oder zumindest waagrecht, der Weg ist breit genug, wir müssen nirgends klettern. Die Aussicht ist wirklich prächtig! Und die Zeit ist inzwischen fortgeschritten, mehr Wanderer sind unterwegs, daher treffen wir da oben bzw. auf dem Weg dorthin doch etliche Pärchen.

    Wieder auf dem Abstieg merke ich langsam, wie meine Füße müde werden. Ich bin mit den Zehen-Treckingschuhen unterwegs, und die fordern halt doch mehr Arbeit von Füßen und Waden. Zusätzlich liegt überall Geröll, das dank meiner neuen Stöcke (Danke, Norma! 😉) keine echte Rutschgefahr bedeutet, aber doch eine ordentliche Reflexzonenmassage für die Fußsohlen darstellt. Als wir zu guter Letzt über die blaue Route unser Auto erreichen, sind wir beide schon ziemlich froh. Und zufrieden über die Leistung. Das muss belohnt werden - also fahren wir zielstrebig in die Stadt zum Café "Frida", das unser Reiseführer für Eis und Kuchen empfiehlt. Sehr zu Recht, stellen wir fest, und freundlich ist der Mann hinter der Theke auch noch! Nicht nur bedient er uns noch, eine Viertelstunde vor Geschäftschluss (16 Uhr), er gibt uns sogar ein "Azteca"-Eis zum Probieren - bei uns: dunkle Schokolade. Die Belohnung ist gelungen. 😋

    Mehr von der schönen Altstadt anschauen wollen wir ein andermal, jetzt locken unsere Casa und der Pool! Eine schöne kleine Erfrischung, ein ganz kurzes Nickerchen, und dann ist auch schon wieder Zeit fürs Abendessen. Diesmal fahren wir in eine nahegelegene Cervezeria, wo ein Belgier sein eigenes Bier braut. Leider nichts weder für Max noch mich, Cola und Fanta tun es da. Das Essen ist aber auch köstlich, und die Nachspeisen ebenso. 😇
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