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- Day 5
- Saturday, September 14, 2024 at 3:00 PM
- ⛅ 24 °C
- Altitude: 360 m
SpainPlaza de España28°39’31” N 17°54’44” W
¡Viva la Siesta!
September 14, 2024 in Spain ⋅ ⛅ 24 °C
Eine richtige Siesta zu haben, ein mir so vertrautes Mittagsschläfchen, das hat gestern ja nicht geklappt. Umso hartnäckiger poche ich heute drauf. Und entsprechend versuchen wir, den heutigen Tag zu planen: Eine nicht zu lange Wanderung am Morgen, dann Siesta, dann ein kleines Programm am verbliebenen Nachmittag. Klingt perfekt! 👍
Im Reiseführer ist eine leichte Wanderung beschrieben, die mit zweieinhalb Stunden eine relativ kurze Gehzeit hat und kindertauglich ist. Sie beginnt bei uns "ums Eck" an einem Mirador, der diesmal kein Aussichtspunkt, sondern eine Sehenswürdigkeit ist; ein örtlicher Künstler hat ein kreisrundes Mosaik auf den Waldboden gelegt, das das mystische Universum abbildet, mit ein paar Göttern und ganz vielen Sternen. Recht hübsch gemacht, leider nicht fertiggestellt und abgesperrt (wir sind einfach rein 😇
Danach laufen wir meist entspannt durch einen lockeren Pinienwald, mit ein paar schönen Felsen für Max, ein paar Anstiegen für meinen Kreislauf. Mit Fotostopps brauchen wir etwas länger als die Gehzeit, aber alles im Rahmen. Trotzdem ist es langsam Mittag geworden, und unser Hunger meldet sich. Obwohl nicht auf unserem Heimweg steuern wir dafür nochmal Puntagorda an, wo wir an unserem ersten Tag leckere und unglaublich günstige Tapas gefrühstückt hatten.
Das Mittagessen ist nicht mehr ganz so günstig, aber es geht noch. Dafür gibt es einige typsiche Gerichte, die ich natürlich probieren muss, wie die Chimarrones, ausgelassene Stücke von der Schweineschwarte (Grieben) in Gofio gewälzt. Lecker! Das "geknetete" Gofio als Beilage zu meinem Hähnchenbrustfilet war arg trocken, geschmacklich auch nicht verkehrt. 😋
Gegen Zwei Uhr sind wir dann wieder in unserer Casa, und ich kann mich wirklich für zwei Stunden hinlegen. Hurra! Das tut mir gut, auch wenn derweil nebenan die Vermieterfamilie ab und an tobt. Nach knapp zwei Stunden macht Max sich dann auch bemerkbar, und wir brechen nochmal auf.
Machbar sollte ein Besuch der "heimlichen Inselhauptstadt" Los Llanos sein (weniger Einwohner als Schwabach, fühlt sich aber viel größer an). Wir steuern ein Parkhaus neben der Plaza de España an. Die finden wir blind - heute gibt es dort ein Percussion-Festival, ganz viele Trommlerinnen und Trommler! An der von der Bühne am weitesten entfernten Ecke setzen wir uns in ein Café und essen leckere Torten. Nebenher ziehen die bunt gekleideten Trommelgruppen ein. Mal ganz interessant zu sehen, mit dem Hören langt es uns aber, sobald wir mit unseren Kalorienbomben fertig sind.
Los Llanos hat ein mehrjähriges Kunstprojekt gestartet unter dem Motto "Die Stadt ist das Museum". Teil davon sind zahlreiche große Streetart-Gemälde, die auf Gebäuden in der Innenstadt verteilt sind. Das ist ja insbesondere eines von Max' Steckenpferden, sind aber auch hübsche Bilder teilweise! Etwas außerhalb durchstreifen wir einen kleinen Park, der von Gaudis Stil inspiriert gestaltet wurde. Da sind wir seit unserer Katalonien-Reise ja Experten! Unser Urteil: Ganz hübsch. 😎 Der moderne Park nebenan mit Spielgeräten für Kinder hat allerdings mehr Besucher.
Schon auf der Rückfahrt halten wir noch im ältesten Stadtteil, der mittlerweile ein kleiner Vorort ist. Naja. Ein paar alte Herrenhäuser in verschiedenem Restaurierungszustand, und die deutsch-italienische Glasmanufaktur hat leider geschlossen. Somit sind wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang und einem Fläschchen Rotwein zuhause und freuen uns auf den nächsten Tag.Read more







