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- Day 14
- Monday, September 23, 2024 at 3:00 PM
- ☀️ 24 °C
- Altitude: 97 m
SpainCaleta Andén28°21’20” N 16°54’19” W
Sonne und Meer
September 23, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 24 °C
Wie prophetisch doch meine gestrigen Schlussworte waren! Die Wanderung, die wir uns für heute ausgesucht haben, führt uns zeitig ins Teno-Gebirge im Nordwesten der Insel. Die Landschaft ist zweigeteilt - die Bergflanken, die dem beständigen Nord-Ost-Passatwind zugewandt sind, erhalten durch Wolken viel Feuchtigkeit und sind relativ grün. Die abgewandten Seiten sind trocken und nur karg bewachsen.
Wir starten nach einer guten Stunde Anfahrt in Teno Alto (Hoch-Teno - nomen est omen 🙈) auf einen Rundweg, den wir aus der Wanderapp Komoot ausgesucht haben. Ziemlich stetig geht unser Weg talwärts, vorbei an einsamen Gehöften, aus denen uns freundliche Bäuerinnen grüßen oder weniger freundliche Hunde anbellen. Nach jeder Wegebiegung kann es sein, dass der kräftige Passat uns ordentlich kühl anbläst (ist wie beim Radeln, der Wind kommt immer von vorne 😉). Wir steigen ab in eine kleine Schlucht und von dort weiter bis auf eine Küstenstraße zum Leuchtturm Punta del Teno.
An einer kleinen Ermitage (sah nach kleiner Kirche aus) machen wir Mittagspause. Bis dahin waren wir fast drei Stunden abgestiegen, es war zwölf Uhr, da kann man Hunger haben. 😇 Laut Komoot geht es nach einem kurzen Stück auf der Straße wieder im Gelände auf den Rückweg. Der ist jedoch nicht leicht zu finden, bzw. verliert sich nach einem kurzen Stück im kratzigen Gebüsch. Max hat die größere Erfahrung, er rät von dem Weg ab, und ich folge. Wer weiß, wie der Zustand im weiteren Verlauf ist, selbst, wenn wir die ersten Dornen überwinden?
Und nun? Wir könnten mit dem Bus in die nächste Stadt fahren - wollen wir nicht. Wir könnten die Straße entlang dorthin laufen - wollen wir auch nicht. Also bleibt zähneknirschend der Rückweg auf demselben Weg, den wir gekommen sind. Und was habe ich gleich von dem geschrieben? Es ging stetig bergab ... und nun rückwärts, hurra! Das ist die Stelle mit der Prophezeihung: Habe ich geschwitzt in der Sonne bei diesem pausenlosen steilen Anstieg! 😭 Aber es hilft ja nichts! Dass wir letztlich den Aufstieg schneller hinter uns bringen als den Abstieg, das lasse ich mal hinsichtlich unseres eingeschlagenen Tempos unkommentiert... 🙃
Wieder in Teno Alto fackeln wir dann nicht lang, es geht auf halb Drei, wir haben uns ordentlich angestrengt, die verdiente Belohnung muss jetzt kommen. Mit dem Auto sind wir rasch in der "Großstadt" der Region, Buenavista del Norte. Dort finden wir am Rande der Plaza eine Cafetería, die zwar keine Milchshakes, aber gut aussehende Kuchen und Torten im Angebot hat. Ich gönne mir zwei Stückchen Torte 😇 und einen Kaffee, und damit bin ich relativ schnell mit den Strapazen versöhnt.
So sehr, dass ich vorschlage, einen knapp einstündigen Spaziergang an den Gemeindestrand etwas außerhalb noch zu machen. Gesagt, getan. Der Weg führt an einem exklusiven Golfclub vorbei, wie so oft hat dieser wirklich eine hervorragende Lage - und einen tollen Pool! An das viele Wasser, das dort verbraucht wird (auf dem Platz, nicht im Pool 😜), darf man lieber nicht denken. Am Strand gibt es zwar weder Umkleiden noch Duschen, wir gehen trotzdem ins Wasser. Verschwitzt wie wir waren, macht das Salzwasser nicht viel Unterschied. Was für eine schöne Erfrischung! Wasser ist einfach was Tolles, und hier ist es so frisch und sauber, nicht zu warm und nicht zu kalt, einfach toll. Schwarzer Vulkansand ist auch ein wenig vorhanden, zwar nur unterhalb der Felsen, aber im Wasser macht es der leichter.
Gleich ums Eck ist ein Restaurant in prachtvoller Lage. Versteht sich, dass wir da nicht vorbeigehen können. 😇 Noch ein bisschen mehr Versöhnung mit den Anstrengungen des Tages. 😋 Auch wenn danach noch der Rückweg zum Auto wartet, der das Gläschen Wein gleich wieder austreiben lässt.Read more













