• Bastian Waldorf
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Mit dem Rad nach Lichtenstein

A 12-day adventure by Bastian Read more
  • Trip start
    November 2, 2014

    Spontanität

    November 2, 2014 in Germany ⋅ ⛅ 10 °C

    Zunächst musste ich eine Route finden und sie auf Machbarkeit prüfen. Dank Google Maps kein Problem, selbst ein Stopp bei Dana war drin und Jugendherbergen gab es auf dem Weg.
    Nun musste mein Schlachtross noch hergerichtet werden. Mein altes und eigentlich viel zu schweres Rad bedurfte einiger Upgrades. Tretlager, Pedale, Klingel, Reifen und Licht wurden komplett erneuert.
    An Equipment gab es außer ein paar Klamotten und etwas Essen nicht viel. Thomas steuerte noch eine Satteltasche bei und es konnte los gehen.
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  • Nasser Auftakt

    November 7, 2014 in Germany ⋅ ⛅ 7 °C

    Sicher, ob ich es dann auch tatsächlich mache und schaffe im November, war ich eigentlich nie. Die erste Nacht hatte ich gebucht, aber sonst nichts. Mangels einer angemessenen Regenausrüstung würde es auch abgebrochen, sobald es regnet.
    Das tat es dann auch sofort am ersten Tag.
    Ich brach spät auf um mit dem Zug so nah an Heidelberg heran zu kommen, wie es mein Studententicket zu ließ . Die Tage im November sind kurz und so geriet ich direkt in eine Nachtfahrt. Die Investition in ein ordentlich Licht lohnte sich! Den Regen hielt es leider nicht ab. Leicht durchnässt kam ich mit ordentlich Energie an, sodass ich sogar noch kurz zum Schloss wandern konnte.
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  • Entlang der Neckar

    November 8, 2014 in Germany ⋅ ☀️ 12 °C

    Ein herrlicher Morgen, die Sonne scheint und mein Rad grinst mich an. Ich habe irgendwie keine Lust! Die Etappe heute soll ~110km nach Kornwestheim gehen, wo ich bei Dana unterkommen kann.
    Irgendwie musste es losgehen, also schwang ich mich aufs Rad und schaute wie weit ich kommen würde.
    Zum Navigieren nutzte ich Google-Maps und eine Openstreetmap-offline-Karte. Erstere gab mir einen Weg, der für Radfahrer nicht wirklich optimal war und Letztere benutzte ich, um das dann zu verbessern.
    Nichtsdestotrotz war der eine oder andere Hügel mehr drin, als erwartet.
    Letztendlich schaffte ich aber auch diese Etappe und konnte gut mit Dana zu Abend essen.
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  • Alte Bahnstrecke

    November 9, 2014 in Germany ⋅ ☀️ 8 °C

    Für die Wegführung erhielt ich noch einige wertvolle Tipps von Danas Vater und fuhr so mitten durch Stuttgart, mit der Zahnradbahn auf den Berg und nach wenigen Kilometern auf eine alte Bahnstrecke. Das Beste: keine überraschenden Steigungen.
    Zumindest nicht an dieser Stelle. Da ich keine topografischen Karten mitführte, unterschätzte ich die schwäbische Alp ein wenig und war sehr überrascht, wie lange es sehr steil nach oben gehen kann.
    Ich schaffte es nach Sonnenbühl, wo ich neben einem anderen Pärchen der einzige Gast in einem 300-Betten Haus war. Ich hoffte, am nächsten Tag würde es regnen.
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  • Ins falsche Tal

    November 10, 2014 in Germany ⋅ ⛅ 8 °C

    Trotz der Tatsache, dass wir nur zu dritt waren, gab es ein reichhaltiges Frühstück und wieder den Gedanken, ob ich mich wirklich auf das Rad schwingen will. Es half alles nichts, von hier kam man nicht anders weg.
    Wieder ging es auf eine längere Etappe, diesesmal Richtung Ravensburg. Tendenziell abschüssig, entlang von Flüssen und Bächen auf Radwegen.
    Zwei Schwierigkeiten gab es dann noch, einmal einen Ackerweg der quasi nicht existierte, aber laut Google die einzige Möglichkeit im Umkreis war. So schob ich mein treues Gefährt durch den frisch gepflügten Acker, einfach könnte ja jeder. Zum anderen meine Orientierung, die mir sagte ich muss am Fluss entlang und dem dritten Bach links ins Tal folgen. Dabei zählte ich wohl einen Bach zu viel und bog ein Tal zu früh ab. Zum Glück funktionierte das mit ein paar Kilometern mehr auch.
    In Ravensburg stellte ich dann fest, dass die Ravensburg, welche wunderschön über ihrem Städtchen trohnt, die Jugendherberge ist und nur steile Wege dort hoch führen.
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  • Auf nach Lichtenstein

    November 11, 2014 in Liechtenstein ⋅ ⛅ 14 °C

    Die Motivation war heute Morgen etwas leichter aufzubringen, da das große Ziel in Sicht war. Nach allem was ich nun schon in den Beinen hatte, war Aufgeben keine Alternative. Wo wir dabei sind, autsch. So langsam machte sich der zweite Tag Muskelkater breit.
    Auf herrlichen Abfahrten ging es in Richtung Bodensee. Dem folgte ich bis zur Mündung des Rheins, um diesem bis Lichtenstein zu folgen. Soweit, so einfach. Etwa 8km vor Lichtenstein stieg die Temperatur innerhalb von Sekunden um 10°. Hätte ich da schon gewusst was der Fön in den Alpen ist, hätte ich dieses Zeichen zu deuten gewusst. 5 Minuten später hatte ich 80 km/h Gegenwind, auf einem Deich ohne Windschutz.
    Irgendwann kam ich dann aber doch an. Im Zentrum fand ich dann eine Touristen-Information. Dort las ich dann, dass Hochdeutsch Amtssprache ist und fragte nach etwas landestypischem zum Essen. Ich musste dreimal nachfragen, da Lichtenstein wohl eines der wenigen Länder ist, in der man die Amtssprache nicht spricht. Typisch scheinen übrigens Kässpätzle zu sein, zum Preis von 35€ je Portion. Ich nahm dann einen Döner für 7,50€...
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  • Das kleine Finale

    November 12, 2014 in Germany ⋅ ⛅ 8 °C

    Nachdem ich am Vortag mit dem Rad durch vier Länder gefahren und gegen starken Fön angekämpft hatte, musste ich heute nach Deutschland (Konstanz) kommen. Der Grund ist simpel, dort war die nächste Bahn, die mein Rad mitnimmt.
    Dazu gab es zwei Wege, der einfache den Rhein runter und am Bodensee lang oder über den schnuckeligen Pass gegenüber Lichtenstein in ein lang gezogenes Tal. Einfach kann jeder, also begann ich diese Etappe damit nach 100 Höhenmetern mein Rad zu schieben. Nach einer Stunde war ich oben. Das Tal stellte sich leider als nicht ganz so fahrradgeeignet heraus und es wurde nochmal anstrengender als gedacht.
    Die Erleichterung war dann auch groß, als ich es nach Konstanz geschafft hatte.
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  • Rückfahrt

    November 13, 2014 in Germany ⋅ ⛅ 10 °C

    Morgens wieder ein ausreichendes Buffet gehabt und mich zur Abwechslung mit Freuden aufs Fahrrad geschwungen, es ging ja nur ein paar Kilometer zum Bahnhof. Die Fahrt als solche war ruhig. Überragender Weise war mein Rad das einzige im gesamten Zug und das Mitte November.
    Rückblickend stellte ich fest, dass ich in 5 Tagen über 500 Kilometer und einige Höhenmeter zurückgelegt habe. Ich bin stolz auf mich und meine Beine waren es auch.
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    Trip end
    November 13, 2014