• Falu Gruva

    August 3 in Sweden ⋅ ☁️ 19 °C

    Die Kupfererzmine ist zweifelsohne eine Sehenswürdigkeit in Mittelschweden. Wie auch die Stadt Falun ist sie UNESCO- Weltkulturerbe. Seit 1992 ist sie nach vielen Hundert Jahren Bergbau nicht mehr in Betrieb. Aber bis heute liefert sie die Grundstoffe für die Herstellung der berühmten Farbe falun- rot. Schätzungen zufolge könnte es noch bis etwa 2090 reichen. Natürlich sind die meisten der Holzhäuser hier in diesem Farbton gestrichen. Der Besuch der Mine war extrem interessant, allerdings haben wir die Grubenführung (da waren zu wenige Fenster drin 😉) ausgelassen. Es gab ein urgemütliches Cafe für die obligatorische Fika. Und natürlich auch interessante Geschichten wie die von dem Ziegenbock Kare, der mit roten Hörnern von der Weide zurückkehrte und der Bauer daraufhin zur Kupferader entdeckte. Oder die vom Fat Mats- einem verunglückten Bergmann, der in dem vitriolhaltigen Wasser im Bergwerk konservierte und erst über 40 Jahre später gefunden und von seiner damaligen Verlobten, sie war mittlerweile eine ältere Frau, erkannt wurde. Ein wirklich wunderbarer Ort und die Zeit verging wie im Flug.
    Am Nachmittag fuhren wir weiter Richtung Vättern- See und sind bis nach Motala gekommen. Unser Übernachtungsplatz ist am See, aber wir haben in den letzten Tagen gemerkt, dass immer mehr durch Verbotsschilder geregelt und auf die Campingplätze umgeleitet werden soll. Schade, denn gerade das Freistehen durch das Jedermanns- Recht ist ein großes Plus in einigen skandinavischen Ländern.
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