• Das BED - Mobil
  • Sandy Kostow
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  • Sandy Kostow

Finnland 2026

Und wieder ein Sommer im Norden- weil es so schön ist ☀️🌊🛳️ Read more
  • Trip start
    July 10, 2026

    Berzi - Nordstrand

    July 10 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Das BED- Mobil rollt wieder 🚐. Seit gestern wurden die letzten Reinigungs- und Packarbeiten erledigt und am späten Nachmittag ging’s los. Mal wieder bis zum Berzdorfer See. Hier haben wir vor Jahren auf dem Weg ins Baltikum schon einmal gestanden. Damals eher zufällig: spät abends angekommen und am Morgen erst den herrlichen Tagebau- See entdeckt. Heute gezielt gewählt (16€/Ü mit WC direkt am Badeplatz). Stölzels Schlafmütze 🥖mit Blick auf den See, später ein Urlaubsauftakt- Aperol an der Strandbar. Für den Kapitän die geliebte Cola. Der Sommerurlaub 2026 kann starten. Die Frage: Norden oder Süden? war ob der vergangenen Hitze überflüssig. Mein Sommer hat 20, max. 25 Grad - alles andere ist Stress. Körperlich und mental. Die Frage war eher Norwegen, Dänemark oder wieder Schweden, Baltikum oder sogar Finnland? Island, England, Irland und Schottland müssten langfristiger geplant werden, stehen aber auf der Bucketlist.
    Es ist das glücklichste Land der Welt geworden: Finnland. Vielleicht brechen wir uns ja ein großes Stück davon ab. Seid gespannt! Ach ja: natürlich herzlich willkommen (zurück), liebe Mitleser und vorab Danke für euer Interesse.
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  • Zeigt her eure Schuh….

    July 11 in Poland ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach einem erfrischenden Bad im Berzi ging es los Richtung Polen. Leider kamen wir an einem großen Schild vorbei, das ein Birkenstock- Outlet ankündigte. Wir haben noch nie „echte“ Birkenstocks besessen - vielleicht war das ein Zeichen?! Früher als Schuhwerk der „Müslifresser“ verpönt, erlangten sie in den letzten Jahren sogar den Status eines Kult- Schuhs und dafür waren nun auch wir bereit. Ein kurzer Post in den Familienchat ermöglichte auch den Daheimgebliebenen, eine Bestellung aufzugeben. Wir erhielten eine kompetente Beratung und verließen mit 4 Paaren dieser Kulttreter den Laden. Funfact: wenige Stunden vorher hatte ich den Kapitän gefragt, ob nicht noch ein Paar Schuhe zusätzlich Platz finden könnten 😂. Die Antwort erübrigt sich. Danach standen Kilometer auf dem Programm, da wir uns in Polen eigentlich nichts anschauen wollten. Wir haben es durch die verschiedensten Wetterlagen noch bis Augustow geschafft und hier auf einem Parkplatz hinter dem Markt (am WE kostenfrei) übernachtet. Nun geht es weiter Richtung Baltikum, wir lesen uns ✌🏻.Read more

  • Polen —> Litauen —> Lettland

    July 12 in Latvia ⋅ 🌧 24 °C

    Am benachbarten Obststand kauften wir heute Morgen noch ein paar Erdbeeren und Himbeeren. Erstere landeten direkt im Frühstück. Danach war das heutige Ziel Daugavpils, die zweitgrößte Stadt Lettlands. Wenn man schon einmal durch Litauen fährt, sollte man Cepelinai, ein Bier und auf jeden Fall Kepta duona probieren. Haben wir gemacht. Mit einer Stunde Zeitverschiebung kamen wir 18 Uhr in Daugavpils an. Direkt an der Ordensburg Dünaburg gibt es jede Menge kostenfreie Parkplätze. Nach der langen Fahrt tat der Spaziergang im Burggelände richtig gut. Es ist moderat warm und nach einem kräftigen Regen ziemlich schwül. Das Areal ist in Teilen hervorragend saniert. Unter anderem befindet sich hier das Rothko- Museum mit Originalen des Meisters, dessen Werke für über 90 Mio. Pfund gehandelt werden. Farbflächenbilder, von denen so einige behaupten würden, das sofort auch so zu können. Aber: leider morgen geschlossen 😕.
    Es gibt aber auch viele unsanierte, kurz vor dem Verfall stehende Gebäude zwischen großen Wohnhäusern. Ziemlich schräg. Im Womo gibt’s dann solides Abendbrot, ein Hoch auf Karstens Schlafmütze, die noch immer angenehm frisch ist! Jetzt ist noch der Abwasch zu machen und dann die Route für morgen zumindest grob zu planen. Mal sehen, wie weit wir kommen. Es ist eine Reise und der Weg gehört zum Ziel.
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  • Am Meer…

    July 13 in Estonia ⋅ ☀️ 22 °C

    Neuer Tag, neues Land. Wir reisen wie die Rockstars auf Tournee 🤙🏻🚐 und müssen überlegen, wo wir gerade sind. Und üks- kaks- kolm (eins- zwei- drei) sind wir in Estland. Die Sprache ist wirklich unrockbar 😅. Aber mit Schulenglisch kommt man gut durch. Vorher gab es noch Chicken- Schaschlik in Lettland und auch ein leckeres alkoholfreies Bier. Bier und Brot sind in den baltischen Ländern süßlicher als zuhause. Beim Bier finde ich es super, beim Brot mag ich es nicht so. Der Kapitän als echtes Süßmaul kippt auch ins lettische Bier vorsichtshalber eine 7up , falls sich noch bitterer Hopfen durchsetzt.
    Bevor wir nach Finnland fahren, wollen wir noch nach Saaremaa. Für die größte estnische Insel haben wir vor 3 Jahren keine Zeit mehr gehabt, aber laut Reiseführer soll sie eine echte Perle sein. Dafür müssen wir morgen mit der Fähre von Virtu nach Kuivastu. Heute haben wir leider mit RMK Lemme campground den für uns falschen Stellplatz gewählt. Im Wald und direkt am Strand gelegen, kostet er pro Übernachtung nur 5€. Aber wir sind vor allem wegen der Duschmöglichkeit hierher gekommen. Trockentoilette ist kostenlos, WC kostet 1€, Dusche 3€ - das ist okay. Geöffnet ist aber beides nur solange, wie der Kiosk geöffnet hat. Das muss man erstmal wissen 🤦🏻‍♀️. Schwamm drüber, Saaremaa wird es richten. Dort wächst übrigens viel Wacholder für die Gin- Herstellung. Und vielleicht finden wir dort ja auch mal 2-3 Tage Auszeit vom Rockstar- Reisen….mit warmer Dusche ohne Zeitlimit 😅.
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  • Über Muhu nach Saaremaa

    July 14 in Estonia ⋅ ⛅ 22 °C

    Mit der Fähre (20,60€) ging es heute von Virtu nach Kuivastu auf die Insel Muhu. Über diese führt der Weg nach Saaremaa. Es heißt, in Muhu leben noch die alten Traditionen der Esten. Und eine ist neben dem Stricken von Socken und Handschuhen mit kunstvollen Mustern, die traditionelle bunte Blumenstickerei. Sie erinnerte mich heute im kleinen Handarbeitsladen sehr an die ungarischen Kalocsa- Stickmuster, die früher nicht nur meine Kleidung verzierten, sondern auch von meiner Mutter geduldig auf Kissenbezüge, Tischdecken, etc. gestickt wurden. Farbenfroh, naturverbunden- das Foto dazu folgt noch. Der Reiseführer empfiehlt auf jeder Fall den Besuch des kleinen Freilichtmuseums (genau unser Ding) und der St. Katherinen- Kirche. Beides werden wir auf dem Heimweg tun. Heute führte unser Weg aber erst einmal nach Kuressaare, quasi die Inselhauptstadt, wie Bergen auf Rügen. Grüße gehen raus an unsere Lieblings- Nordlichter✌🏻.
    Ein kleiner privater Campingplatz wird für die nächsten 2-3 Tage unser Ankerplatz sein. Die Dusche hat den Test bestanden: sauber, ordentlich Wasserdruck, warm und ohne Zeitbegrenzung. Ja, über solche Kleinigkeiten freut sich das Camperherz. Morgen satteln wir die Räder für eine erste Inseltour. Mal schauen, was wir alles entdecken werden.
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  • Kuressaare

    July 15 in Estonia ⋅ ⛅ 23 °C

    Ausschlafen, Frühstück draußen bei angenehmen Sommertemperaturen unter dem Sonnensegel. Mit den Rädern brauchen wir knapp 10 Minuten und stehen im kleinen, gemütlichen Innenstädtchen. Niedrige Häuser unterschiedlichster Art, aber erkennbar nordisch, reihen sich aneinander in kleinen Gassen. Die Autos dürfen max. 30 km/h fahren. Auf die Einwohner gerechnet, hat Kuressaare die höchste Anzahl Kurplätze weltweit! An jeder Ecke ein Spa- Hotel. Wir stellen die Räder vor der Touristeninfo ab und laufen auf kleine Marktstände zu. Heidelbeeren und Pfifferlinge aus den Wäldern, Kartoffeln, Knoblauch, eingelegte Gurken. Dazwischen immer wieder Holzlöffel, gestrickte Wollhandschuhe und Socken in den typischen Mustern. Nein, ich brauche keine, denn zuhause liegen schon 2 Paar aus Haapsalu, denke ich und widerstehe tatsächlich. Ein Gewürzladen hat unfassbar viele duftende Gewürze aus aller Welt und regionale Spezialitäten wie Fichtennadel- Sirup, Wacholder- Essig oder Wein von der Insel. Wir stoppen in der orthodoxen St. Nikolai- Kirche, die am Eingang für die Sanierung sammelt und das nicht ohne Grund. Über den zahlreichen Ikonen und goldenen Heiligenbildern hängt die Farbe lose in Form kleiner heller Segel von der Decke. Eine ältere Dame zündet unentwegt Kerzen an und nickt uns immer freundlich zu. Es ist leider kein gemütlicher Ort zum Verweilen, daher setzen wir den Weg fort Richtung Arensburg (deutscher Name von K.), einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Festungen im gesamten Baltikum. Hier ist das Stadtmuseum verortet und im Sommer finden große Konzerte und Theateraufführungen auf dem weitläufigen Gelände statt. Direkt an den Schloßpark grenzt ein Stadtstrand und das Hafengelände. Hier stehen die berühmten Figuren von Suur Töll & Piret. Einem Riesen- Pärchen, welches der Sage nach den Inselbewohnern durch ihre Kraft in schwierigen Situationen geholfen hat. Er ist etwas plump dargestellt, sie kurvig, stark und in Bewegung. Was aber wichtiger ist: beide lachen und scheinen Spaß zu haben😀. Wir bleiben am Strand hängen, der Kapitän badet freiwillig. Ich liege nur da und beobachte die Menschen, höre ein wenig in ein neues Hörbuch rein, leider nicht so toll. Mir war gar nicht klar, dass digitale Stimmen auf Dauer so sehr unangenehm zu hören sind. Es fehlen Emotionen, Ausdruck und Leben. Es klingt unnatürlich. Am späten Nachmittag haben wir von der Insel noch nicht viel mehr gesehen. Aber das ist egal, wir sind im Urlaub und dürfen alles, was WIR wollen. Auf dem Rückweg noch ein schönes Erlebnis zum Thema Sprache. Ich kaufe eine Zucchini, die gewogen werden muss. Aus den Schildern in estnisch lässt sich durch gar nichts herleiten, welches die richtige Taste sein soll. Wir googeln: Zucchini = suvikõrvits. Und das bedeutet Sommerkürbis. Sprache kann wirklich faszinierend sein.Read more

  • Muhu

    July 16 in Estonia ⋅ ☁️ 24 °C

    Da wir gestern spontan unsere Fähre nach Helsinki für morgen Mittag gebucht haben (Ekeröline 130€), war heute unser letzter Tag auf den Inseln und der gehörte Muhu. Hier hat es mir fast besser gefallen als auf Saaremaa. Im historischen Dorf Koguva ist ein kleines, aber feines Freilichtmuseum zwischen noch aktiv bewohnten Privathäusern entstanden. Kernstück ist der Tooma- Bauernhof, der Geburtshaus des estnischen Schriftstellers Juhan Smuul ist. Er zeigt das Leben und Arbeiten der Menschen vor über 100 Jahren und gibt einen Einblick in die farbenprächtige textile Handwerkskunst der Frauen. Hier dominierten die Farben Gelb und Orange, letzteres wird das „Muhu- Rot“ genannt. Das Gelände ist gut in 1,5 h zu Fuß zu erkunden und der Besuch die 7€ pro Ticket absolut wert. Auch die unweit gelegene St. Katherinen- Kirche hat nicht nur ein besonderes Erscheinungsbild, sondern auch eine besondere Geschichte. Im Krieg 1941 abgebrannt, stand sie über 20 Jahre ohne Dach da und die Mauern sind entsprechend feucht und sanierungsbedürftig. Ein Dach gibt es wieder, einen Turm aber nicht. Im Kirchgarten findet man die Reste einer über 300 Jahre alten Esche, die ein paar Tage vor Weihnachten 2014 umgefallen ist. Wir fahren weiter an den Strand. Dort wächst Wacholder in rauen Mengen und wir finden eine der 30 wilden Orchideenarten der Insel. Zu guter Letzt mussten wir das typische schwarze Muhu- Brot probieren. Ein Roggen- Sauerteigbrot, innen weich, außen rundum knusprig und deutlich süßlich. Es schmeckt mit herzhaftem Belag richtig lecker. Der Bäcker muss gar keine Werbung machen, weil der Laden nie leer ist und immer wieder nachgebacken werden muss. Wir hatten auch erst beim zweiten Mal das Glück. Die Fährüberfahrt aufs Festland genossen wir bei herrlichem Wetter auf dem Sonnendeck. Überhaupt ist das Wetter perfekt bisher. Wir übernachten heute auf einem Parkplatz in Tallinn in der Nähe des Fährterminals nach Helsinki (6€/Ü) . Vielleicht erleben wir ja sogar noch einen schönen Sonnenuntergang so wie gestern Abend auf unserer späten Radrunde, mal schauen. Ja und morgen hat unsere Reise dann ihren Namen endlich zurecht und es geht yksi- kaksi- kolme nach Finnland.Read more

  • Moi Helsinki !

    July 17 in Finland ⋅ ☀️ 23 °C

    Die unruhige Nacht hängt uns noch ein wenig nach heute morgen und wir kommen nur langsam in die Gänge. Bis etwa ein Uhr traf sich eine Truppe junger Tallinner auf dem gegenüber liegenden Parkplatz, um sich gegenseitig ihre PS und Dezibel vorzuführen. Das BED- Mobil schwang im Takt und verzögerte das Einschlafen. 11 Uhr war spätester Check in am Terminal. Wir packten noch ein paar Kleinigkeiten zum Essen in den Rucksack und los ging’s in den Fährhafen. Alles digital funktionierend, leuchtete unser KFZ- Kennzeichen schon von weitem am Display auf und wir wurden automatisiert vermessen. 27 cm waren wir länger als angegeben und die Disponentin warf dem Kapitän einen strengen Blick zu. Wir sollen doch beim nächsten Mal etwas mehr angeben, er zeigte Verständnis und es konnte weiter gehen. Die „MS Finlandia“ war ein richtig große Lady und maximal komfortabel ausgestattet. Restaurants, Bars, Spielautomaten, Live- Musik, 2 große Duty free- Shops mit wahnsinnig viel Angebot an Alkohol, Kosmetik und Bekleidung. Die 2,5 Stunden vergingen wie im Flug und Helsinki begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Vor knapp 20 Jahren war ich auf Einladung von Nokia, damals ein wichtiger und überaus erfolgreicher Player auf dem Handymarkt, schon einmal für eine Woche in Lappland (Kuusamo) mit Abstecher in Helsinki. Damals nächtigten wir im schicken Hotel Kämp, die Stadt war tief verschneit und der Tag kurz. Den Campingplatz Ratila hatten wir gestern schon gebucht, da er strategisch gut liegt für die Erkundung der Stadt. Hier erwartete uns eine schöne Überraschung, denn wir trafen zufällig auf ein Pärchen aus Hamburg, deren digitalen Reiseberichten wir seit einem Jahr folgen. Habt weiter einen schönen Urlaub und eine erlebnisreiche Zeit im Baltikum 🍀 ! Für uns beginnen morgen 3 aufregende Tage in der Hauptstadt. Die Route hat uns Chatti (nach konkreter Anforderung) zusammengestellt und wir werden berichten, wie gut es funktioniert.Read more

  • Helsinki Tag 1

    July 18 in Finland ⋅ ☁️ 25 °C

    Etwas holprig und daher etwas später als geplant, starteten wir in den ersten Tag in der Hauptstadt. Mit der U- Bahn ging es ins Zentrum zum weißen Dom auf dem Senatsplatz, dem Wahrzeichen der Stadt. Da er heute geschlossen war, musste der Blick von außen genügen. Nur ein paar Meter weiter liegt der Markt Kauppatori mit zahlreichen Ständen in Nachbarschaft zur Markthalle. Wir probierten Lachs und Rentier- Streetfood in guter Qualität, aber zu deutschen Restaurantpreisen. In der Markthalle findet man ein noch abwechslungsreicheres Angebot und vor allem viel frischen Fisch, Kaviar und Meeresfrüchte. Mit einem Hop on Hop off - Bus erkundeten wir nun einen größeren Teil der Innenstadt. Wir stiegen am Stockmann aus, dem drittgrößten Kaufhaus Europas nach Harrods und dem KadeWe. Unglaublich viele große und mittlere Marken bieten alles, was das Herz begehrt und der Geldbeutel hergibt. Es folgten noch ein paar kleinere Läden und wir erinnerten uns an den Tipp, ins Fazer- Café zu gehen. Zum Kaffee gab es Pistazien- Twister und ein veganes Himbeertörtchen mit Matchacreme in Lakritzschokolade - extrem lecker 😋. Es war viel los in der Stadt und wir wollten uns etwas Entspannendes anschauen. Das Oodi war zweifelsohne das Beste zum Schluss des Tages. Die Bibliothek ist nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern das Konzept dahinter hat hoffentlich einen Preis bekommen. Auf 3 Etagen kann man einfach nur SEIN. Bücher lesen im Sitzen, Stehen, Liegen, Zocken, Spielen, Schlafen, Plotten, Drucken, Nähen, Kochen, Musikinstrumente leihen oder nutzen, Kaffee trinken, sich verabreden, Arbeiten, am Computer sitzen und.. und ..und. Täglich geöffnet für Jedermann. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen. Ich hoffe, die Bilder können einen winzigen Teil davon transportieren. Oft war Fotografieren verboten, um die Privatsphäre zu wahren. Mit vielen Eindrücken ging es zurück ins BED- Mobil zum bodenständigen Abend- Brot und Vorbereiten des Museumstages morgen.Read more

  • Helsinki Tag 2

    July 19 in Finland ⋅ ☁️ 19 °C

    Wenn man aufwacht und die Uhr 10.15 Uhr zeigt, dann hat man wahrscheinlich ausgeschlafen. Aber alle nachfolgenden Aktivitäten verzögern sich entsprechend. Kurze Erinnerung: wir haben Urlaub. Unser erstes Ziel war heute das Ateneum gegenüber dem Hauptbahnhof. Es ist Teil der Finnischen Nationalgalerie und beherbergt die bedeutendste Kunstsammlung des Landes. Es war wirklich sehenswert. Die finnischen Künstler und ihre Werke waren mir bisher alle gänzlich unbekannt. Aber wenn man genau hinschaut, findet man durchaus Gemeinsamkeiten mit den Brücke- Künstlern oder der Neuen Sachlichkeit. Ich habe viele meiner Favoriten fotografiert und hoffe, es wird nicht langweilig beim Anschauen, da viele großformatige Bilder in natura viel imposanter sind, als das ein Handy- Display könnte. Für das Ateneum spreche ich eine klare Empfehlung aus, mit der Helsinki- Card Eintritt kostenlos. Derzeit findet auch eine sehr interessante Sonderausstellung/ Retrospektive zu Eero Nelimarkka statt. Unter anderem bekannt für seine intensive Portraitmalerei, die Landschaften waren nicht mein Geschmack. Voller Eindrücke ging es weiter ins Design- und Architekturmuseum. Wenn man schon einige Museen gesehen hat, vergleicht man natürlich auch. An die thematisch vergleichbaren Museen in Kopenhagen und Stockholm reichte dieses nicht heran. Interessant, aber zu klein war die Ausstellung zu Alvar und Aino Aalto. Da hoffe ich, während der Zeit hier in Finnland noch mehr zu erleben, denn ihr cleaner nordischer Stil sieht einfach fabelhaft aus und der Einfluss des Bauhauses ist nicht zu übersehen. Zusätzliche Themen waren Craft Punk: hypermoderne ausgeflippte Häkel- Designs von Juha Vehmaanperä - sehr speziell, aber irgendwie inspirierend (bitte nicht lachen!) für den Textilunterricht 😆. Mal schauen, was im August davon noch übrig ist. Zu guter Letzt war noch Tove Janssons Moomin- Welt Ausstellungsthema. Für mich persönlich waren und sind die Moomins nicht von Interesse. Ich fand den biografischen Teil zur Künstlerin wissenswerter. Sie lebte in späteren Lebensjahren zusammen mit ihrer Partnerin , der finnischen Grafikerin Tuulikki Pietilä allein auf der Schäreninsel Klovharu in einem bescheidenen kleinen Holzhaus, was für beide so zum Arbeitsort wurde, dass sie aus Platzgründen zeitweise im Zelt schliefen. Klingt ganz und gar nicht langweilig.
    Der Tag klang aus mit einem guten Burger in der Innenstadt und nun planen wir im BED -Mobil den morgigen letzten Tag noch grob. Sollten wir uns den Wecker stellen ?
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  • Moi Moi, Helsinki 👋🏻

    July 20 in Finland ⋅ ☁️ 20 °C

    Blauer Himmel und ein paar wenigen Wolken waren ideal für den Besuch des Freilichtmuseums Seurasaari. Es liegt auf einer kleinen Insel etwas außerhalb der Stadt, die man über eine lange Holzbrücke erreichen kann. Historische Gebäude erzählen die Lebensrealität der Menschen aus verschiedenen Landesteilen, Schichten und Jahrhunderten. Es ist eher ein kleineres Gelände, welches man gut zu Fuß bewältigen kann. Die Bilder sprechen für sich, es war interessant und kurzweilig. In einem Café verkosteten wir eine kulinarische Spezialität: karelische Pirogge. Gemacht aus einem dünnen Roggenteig, gefüllt mit Milchreis und Eibutter (eher Eiersalat) obendrauf. War für mich okay, aber Kombination und Geschmack bereicherten meinen kulinarischen Kosmos nur wenig.
    Ein absolutes Muss, so sagt der Reiseführer, sei der Besuch der Felsenkirche. Das war heute der letzte Punkt auf unserer Liste, da die Museen Amos Rex, Kiasma und HAM derzeit sehr spezielle Sonderausstellungen zeigen,die mich/ uns gar nicht angesprochen haben. Die Felsenkirche ist einzigartig, ich habe zumindest bisher nichts ähnliches gesehen. Direkt in den Fels gebaut, erinnern die steinernen Wände zunächst an eine Höhle. Durch ein Dach in Form einer kupfernen Kuppel und die davon nach außen abgehenden Streben, fällt das Licht sehr gleichmäßig ein und sorgt für eine Atmosphäre, in der man sich wohl fühlt. Hat man keine Helsinki Card, kostet das ganze 8€ Eintritt, eine Kerze zum Anzünden 2€. Einen Turm oder Glocken gibt es nicht, braucht es aber auch nicht. Allein ist man wahrscheinlich selten, weil ständig Reisegruppen kommen und staunen wollen, so wie wir auch. Nach einem kurzen Abstecher in eine der zahlreichen Einkaufsmeilen, endet mit unserem Tag 3 auch das Abenteuer Helsinki. Ich würde tatsächlich jederzeit wiederkommen, denn es hat mir hier richtig gut gefallen. Eine Hauptstadt mit direkten Meerzugang hat immer viel Charme. Der Campingplatz war richtig gut angebunden und ausgestattet. In 10 Minuten sitzt man in der U- Bahn, die öffentlichen Verkehrsmittel funktionierten alle großartig, es gibt viele Museen und kulturelle Angebote. Wir haben hier mit Abstand praktisch überall eine große Auswahl an laktosefreien Speisen und Getränken bekommen. Das hat es möglich gemacht, einfach mal Kaffee trinken zu gehen oder Kuchen und Softeis zu Essen ohne Verzicht oder Probleme im Nachhinein. Das gibt es so ausgeprägt auch in Berlin nicht. Shoppen kann man in der Innenstadt eigentlich restlos alles auf kurzen Wegen und in allen Preislagen. Es gibt für alle Geschmachsrichtungen Restaurants und zahlreiche Cafés. Einen Stadtstrand zum Baden, Hafen mit täglichem Markt und sogar eine große Sauna, die täglich für alle geöffnet hat. Und es war keine anonyme Großstadt, sondern eher eine familiäre Hauptstadt. Morgen geht es für uns weiter. Die Richtung steht, wie so oft, noch nicht fest. Aber das ergibt sich, spätestens, wenn der Motor startet.
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  • Kunst, Kochen und Kuchen

    July 21 in Finland ⋅ ☁️ 15 °C

    Nachdem wir das BED- Mobil nach dem kompletten Ver- und Entsorgungsservice startklar und sauber hatten, verließen wir Rastila ( 44€/ Ü , klare Empfehlung allgemein und für Helsinki erst recht). Schon gestern Abend fielen die Temperaturen spürbar und seit heute Morgen regnete es richtig. Ich hatte gestern Abend noch einmal Artikel zu Tove Jansson gelesen. Sie ließ auf einer kleinen Schäreninsel ein Sommerhaus bauen und diese Insel gehört zu Porvoo. Die Bilder waren vielversprechend und die Stadt nur 45 km entfernt. Die zweitälteste Stadt Finnlands hat reichlich 50 T Einwohner und ist Bischofssitz. Kopfsteinpflaster- Gassen verbinden malerisch pastellfarbene Holzhäuser mit kunstvollen Eingangstüren, die sich im Fluß spiegeln. Da es regnete und die gefühlte Temperatur weiter sinken ließ, brauchten wir heute ein eher „überdachtes Programm“. Der Kapitän, der akribisch JEDES Schild an der Straße sieht und in Windeseile durchscannt, meinte, da gäbe es wohl eine Art Kunstfabrik. Taidetehdas stellte sich als ein Kunstzentrum in einem alten Fabrikkomplex heraus, was neben Büroräumen und Ateliers auch wechselnde Ausstellungen kuratiert und ein gut besuchtes Restaurant beherbergt. Weder Parkplatz noch Zutritt waren kostenpflichtig. Aktuell war eine Foto- Ausstellung aus der Fotografiska Helsinki zu sehen von Simen Johan. Die Werke waren mit verschiedenen digitalen Techniken aus der Filmproduktion bearbeitete und neu zusammengesetzte Fotografien. Täuschend echt, aber man konnte durch die eigene Allgemeinbildung klar feststellen, dass es keine realen Situationen waren. Eine weitere Ausstellung zeigte die private Kunstsammlung von Yrjö A. Jäntti, die er 1984 seiner Heimatstadt Porvoo vermachte. Ich habe versucht, mir vorzustellen, wie wohl das private Haus des Stifters damit eingerichtet ausgesehen hat. Oder anders: wo hätte ich denn das Schaf hingestellt?
    Der Regen blieb hartnäckig und wir mussten entscheiden, ob wir einfach weiterfahren oder doch dem morgigen Tag eine Chance geben. Ich erinnerte mich an den neuen Backofen, den wir an Bord hatten und der Hunger meldete sich auch. Also stehen wir am Yachthafen und haben gekocht und den ersten im Camper auf einer Gaskartusche gebackenen Apfelkuchen fabriziert. Morgen regnet es nämlich nicht und natürlich wollen wir sehen, ob die Bilder im Reiseprospekt stimmen. Bleibt gespannt!
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  • Porvoo —> Turku

    July 22 in Finland ⋅ ☁️ 18 °C

    Die Sonne wollte sich nicht so recht zeigen, aber immerhin blieb es heute trocken. Vom Parkplatz aus führte ein schöner Weg am Fluss entlang bis direkt in die Stadt. Und der Reiseführer hatte nicht zuviel versprochen, die Altstadt war wirklich zauberhaft. Kleine Lädchen und Cafés in bunten historischen Holzhäusern reihten sich aneinander und waren gut besucht heute. Wir schlenderten entlang, bewunderten die vielen handgemachten Dinge, baulichen Details und kauften sehr gezielt. Am Nachmittag führte unser Weg weiter nach Turku. Die älteste Stadt des Landes war früher sogar Hauptstadt. Vor Turku liegt mit 20.000 Inseln der größte Schärengarten der Welt, den man auf dem 250km langen Archipelago Trail, einer Ringstraße, erkunden kann. Wir haben bisher nicht konkretes geplant, hätten aber auf ein kleines Insel- Hopping doch Lust. Als wir letztes Jahr an der Westküste Schwedens unterwegs waren, hatten wir leider sehr viel Regen und konnten die Schäreninseln dort nur eingeschränkt genießen. Vielleicht klappt es ja jetzt etwas besser? Für die kommenden Tage ist das Wetter aber noch wechselhaft und wird nächste Woche erst wieder stabiler und wärmer. Wir schauen mal. Unser Übernachtungsplatz ist heute auf der kleinen Insel Ruissalo auf der vor 2 Wochen das Ruisrock- Festival stattfand. Dieses gibt es seit 1970 und bis in die 1990er Jahre war es sehr beliebt. Hier traten neben finnischen Künstlern auch Nirvana, Metallica, RHCP, Bob Dylan, Bon Jovi, PET Shop Boys und sogar Rammstein und die Puhdys auf. Irgendwann ließ das Interesse nach und das Festival wurde wieder kleiner und regionaler. Der Park, welcher Festgelände war, wird gerade wieder von Landschaftsgärtnern hergerichtet, da durch die starken Regenfälle der Boden arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. In 4 Gehminuten vom BED- Mobil stehen wir am Strand mit Haltestelle vom Wassertaxi und gleichzeitig auch Einfahrtsstrecke für die Fähren. Die Baltic Princess haben wir vorhin schon gesehen. Im Park an den Bäumen gibt es eine kleine Fotoausstellung mit ein paar coolen Festvalbildern aus den 1970ern. Wirklich schön gemacht. Nach einem soliden Camper- Abendbrot werden wir jetzt mal das Inselhopping morgen ein wenig planen. Genug Auswahl gibt es ja, wie wir wissen.Read more

  • Archipelago Trail Tag 1

    July 23 in Finland ⋅ 🌬 17 °C

    Wir haben uns heute in die Schärenlandschaft vor Turku aufgemacht auf dem sog. Archipelago Trail, einem Rundweg über einige Schäreninseln von etwa 250 km. Zunächst verbanden noch Brücken die Inseln, aber es ging bald los mit den Fähren, die, bis auf eine, alle kostenlos waren. Wartezeiten gab es für uns heute kaum. Ich hätte auch insgesamt mehr Verkehr in der Hochsaison erwartet, aber gut für uns, dass dem nicht so war. Der Blick vom Wasser auf die Schären gab noch einmal einen ganz anderen Blick frei, den man von der Landseite nicht erreichen kann. Dicht bewachsen von ziemlich hohen Bäumen und so ganz anders als die Schären vor der Westküste Schwedens, die oft als blanke Felsen aus dem Wasser ragen. Da wir ohne Frühstück aufgebrochen waren, kam uns das Oak Tree Café in Nagu sehr recht. Da es bereits 12 Uhr war, wurde es ein kleiner Brunch mit leckerem all you can eat- Buffet. Der Preis war stolz, aber die Freundlichkeit der Betreiber und das urgemütliche Ambiente ließ keinen echten Schmerz aufkommen. Auch die Kirche im Ort war einen Besuch wert. Die mittelalterliche Steinkirche beherbergt die älteste bespielbare Orgel Finnlands von 1791. Der umliegende Friedhof konnte sogar seitlich durch eine kleine Leiter an der Mauer erklommen werden. Eine Fähre später standen wir vor der St. Michael - Kirche in Korpoo. Wie auch in Nagu liegt dieses Gotteshaus auf dem St. Olav- Pilgerweg. Die Pastorin stand lächelnd davon, begrüßte uns und hatte schon Kaffee und Kuchen für Besucher vorbereitet. Das kannten wir bereits aus Schweden. Die Besonderheit dieser Kirche ist ein Lettner, der Langhaus und Chor verbindet und im 15. Jahrhundert wohl als Kanzel genutzt wurde. Man geht davon aus, dass dieser in Finnland, wahrscheinlich aber auch Nordeuropa einzigartig ist. Die Gewölbemalereien beschreiben den Kampf zwischen Gut und Böse - das alte Thema 😅. Der Plan war, in Mossala zu übernachten. Von dort geht die einzige Fähre, die man reservieren und bezahlen muss, ab. Da wir für die letzte Fahrt 18.45 Uhr noch einen Platz bekommen haben, heißt nun die Insel Iniö und wir haben im Yachthafen einen Stellplatz mit Dusche, Strom und extra Sonnenuntergang bekommen. Wir hatten heute so oft Glück 🍀 : besseres Wetter, als voraus gesagt, keine Wartezeiten, kein Verkehrschaos, das BED- Mobil lief zuverlässig, lächelnde Menschen, gutes Essen und das Geschenk, dies alles hier und heute zusammen erleben zu dürfen und zu können😊.Read more

  • Von den Inseln nach Rauma

    July 24 in Finland ⋅ ☁️ 19 °C

    Die aufgehende Sonne schien mir heute Morgen gegen halb 5 direkt ins Gesicht, weil ich gestern Abend noch so lange aufs Wasser geschaut und nicht zugezogen hatte. Also kurz raus und ein Foto gemacht. Danach wieder ins Bett und nochmal 5 Std. geschlafen. Urlaub ist so herrlich. Wir verließen die Inseln noch über 2 Fähren. Die letzte von Jumo nach Kustavi verkehrt nur 5 x täglich und wir hatten gerade die Mittagspause erwischt. Also blieb genug Zeit zum Kaffee trinken, Essen und Fotos machen. Der Beschluss lautete heute, nicht noch einmal nach Turku zu fahren. Also ging es über Uusikaupunki direkt nach Rauma in die zweite Holzhausstadt (nach Porvoo). Hier gibt es herrliche kostenfreie Stellplätze in der Marina. Ich hatte heute so einen Appetit auf Lohikeitto, die finnische Lachssuppe. Diese gibt es auch bei uns zuhause ab und an. Und auch im Camper ist das total stressfrei, weil man alles in einem einzigen Topf kocht. One pot, wie man heute gerne sagt. Früher hieß es einfach Eintopf 😂. Nur beim Einkaufen der Mengen hatte sich ich vergessen, dass der Topf im BED- Mobil doch etwas kleiner ist als zuhause 🤷🏻‍♀️.
    Nach dem Essen führte die Abendrunde noch auf dem kleinen Holzturm (18,6m), der im Hafen steht. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick auf Stadt und Umgebung. Im benachbarten Restaurant wird noch Livemusik gespielt und die große moderne Sauna nebenan ist auch gut besucht. Gemütlich hier. Wir sind gespannt auf die Stadt morgen und vor allem die farbenprächtigen Haustüren, die wir schon im Reiseführer bewundert haben.
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  • Holzhausstadt Rauma

    July 25 in Finland ⋅ ☁️ 18 °C

    Trotz der Geschäftigkeit im Yachthafen haben wir gut und lange geschlafen. Wir fahren zum Parkplatz direkt neben der Kirche und sind mit wenigen Schritten direkt im Zentrum der etwa 600 historischen Holzhäuser genannt Vanha Rauma. Da die Stadt seit 1682 von Feuern verschont blieb, sind die Häuser weitgehend gut erhalten. Zahlreiche kleine Lädchen und Cafés laden die Touristen zum Bummeln ein. Heute gibt es zusätzlich noch einen riesigen Markt und einige Bühnen, es erinnert an ein Stadtfest oder Ähnliches. Wir probieren Vanille- Munki (entspricht einem Pfannkuchen mit Vanillecreme, der einfache Munki ist ein Pfannkuchen mit Loch in der Mitte) und stöbern durch ein paar Läden. Bäckereien sehen wir hier eher selten. Deshalb waren wir froh über ein frisches Sauerteigbrot und zahlten die 6,90€ gelassen, über die wir uns zuhause richtig empören würden. In der Stadt hörten wir plötzlich einen vertrauten Dialekt, der vom Neefepark sprach. 3 Radtouristen mittleren Alters. Klar spricht man sich an. Es waren 2 Lehrerinnen aus dem Chemnitzer Umland dabei, eine arbeitete in Brand- Erbisdorf. Als wir erzählten, dass wir freiwillig BED- Kennzeichen fahren, waren sie total aus dem Häuschen und konnten das gar nicht fassen. Wir haben wirklich schön und laut gelacht. In der Kirche fand gerade ein Konzert statt, deshalb konnten wir die leider nicht besichtigen. Wir wollen weiter nach Tampere. Wäsche waschen müssten wir und auch Grau- und Schwarzwasser entsorgen. Letzteres können wir an einer ABC - Tankstelle in Nokia und in einem Einkaufscenter finden wir schließlich auch eine Filiale der Waschsalon- Kette 24 Pensula. Es wurde also kurzerhand ein kleiner Haushaltsnachmittag, aber nun ist alles erledigt und das gehört nunmal auch zum Camperleben dazu. Im kleinen Hafen in Nokia werden wir nächtigen und uns einen Plan machen, was wir morgen in Tampere unternehmen wollen.Read more

  • Tampere

    July 26 in Finland ⋅ 🌧 17 °C

    Das Regenradar meldete gnadenlos Regen - nicht durchgängig, aber immer wieder. Das schreit nach einem Museumstag. Los ging es im Stadtteil Amuri. Dort gibt es einen Museum, welches die Lebensrealität der Arbeiter von etwa 1880 bis in die 1970er anhand historischer Gebäude und Exponate erlebbar macht. Begleitet wird dies durch fiktive Bewohnerbiografien, die die eigene Fantasie anregen und die Geschichten ein Stück weit lebendig werden lassen. Auch wenn man schon einige Freilichtmuseen gesehen hat und das sind in unserem Fall so einige, Amuri ist anders. Den Abschluss machte das Zimmer einer der letzten Bewohnerinnen Lempi, die seit 1939 bis zu ihrem Tod 1973 in Amuri lebte. Das war schon bewegend, in ihr bescheidenes Zimmer zu schauen. Am Ende der Runde gibt es ein herrliches Cafe, welches man nicht unbesucht lassen sollte 😉. Unser Weg führte weiter zum Dom von Tampere. Der gewaltige blaugraue Granitbau ist relativ jung, wurde von 1902-1907 gebaut. Künstlerisch gestaltet von Magnus Enkell und Hugo Simberg ( ja, beide liefen uns schon im Ateneum über den Weg) ist dieser Ort einfach überwältigend, auch akustisch. Enkell schuf das riesige Altargemälde „Auferstehung“ , das sehr modern und zeitgemäß wirkt. Simbergs Bilder des „Verwundeten Engel“ und „Im Garten des Todes“ finden sich auf der Empore und im Seitenschiff. Der ornamentale Fries mit nackten Jungen ist speziell. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser in D aktuell Diskussionen auslösen würde- aus gegebenem Anlass! Aber natürlich ist es Kunst, die man immer im Kontext ihrer Zeit und Entstehung betrachten sollte. Die Stadt erwies sich schnell als sehr sehenswert und von Wirtschaft geprägt. Da der Regen immer wieder aufkam, war unser nächster Halt der Museumskomplex Vapriikki auf einem ehemaligen Industriegelände. Das multimuseale Erlebnis für die ganze Familie war ein geniales Konzept. Es ermöglichte je nach Interesse den gleichzeitigen Besuch verschiedener Ausstellungsthemen, u.a. Sport, Gaming, Naturkunde, Geschichte von Tampere, Radio, Post etc. in einem Gebäude auf 3 Etagen. Danach kann man sich im Restaurant treffen, gemeinsam Essen und austauschen. Sehr schlau gemacht, wenn ihr mich fragt 💡👍🏻.Read more

  • Kvarken Archipel und Vaasa- Camping

    July 27 in Finland ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Übernachtungsplatz Fjärdskär Badstrand direkt vor der Raippaluoton - Brücke war ein gute Wahl. Trotzdem waren wir ziemlich zeitig wach und fuhren direkt auf die Insel Björkö. In Svedjeham auf dem Parkplatz war es noch sehr ruhig. Wir liefen eine kleine Runde zum Aussichtsturm, der Salzstreuer genannt wird. Der Kapitän startete auf dem Weg dahin die Vogelstimmen- App und konnte u.a Erlenzeisig und Buchfink ausmachen . Der Aufstieg auf den Salzstreuer war nicht sonderlich schwierig und den unfassbar tollen Blick auf das Kvarken Archipel, die engste Stelle zwischen Schweden und Finnland im Bottnischen Meerbusen hätte ich keinesfalls verpassen wollen. Man sieht von oben deutlich die parallelen Strukturen der Moränen, die aus der letzten Eiszeit stammen. Das Land hebt sich hier jährlich um etwa 8 mm. Klingt nicht viel, aber auf die gesamte Fläche gesehen, sind das 150 Fussballfelder mehr jedes Jahr. Forscher gehen aktuell davon aus, dass in 3000 Jahren kein Wasser mehr zwischen Umea und Vaasa sein wird. Der Wald auf den umliegenden Schären ist ein sogenannter „uplift forest“, der nicht nur Felsbrocken unterschiedlichster Größen, sondern auch tiefe Löcher bereithält und sich einfach mit den Plattenerhebungen verändert. Insgesamt ein hochinteressantes Naturschauspiel, das mir heute einmal mehr gezeigt hat, wie kurz wir als Menschen hier auf dem Planeten sind im Verhältnis zur Natur.
    Den großen Rundweg um die Insel wählten wir aufgrund der plagenden Mücken ab und fuhren zurück Richtung Vaasa. Kurz nach der Brücke kauften wir noch frisch geräucherten Lachs für das Abendbrot. Da wir wieder Ver- und Entsorgen mussten, kam uns der Campingplatz in Vaasa (41€/Ü) gerade recht. Landstrom bedeutet bequemes Kochen und so konnten wir auch einige Gemüsevorräte verwerten. Ein paar Meter bis zum Badestrand in die eine und zu einer heißen Dusche in die andere Richtung sind ebenfalls richtiger Camper- Luxus. Wir können sogar die Sauna von 7-10 Uhr morgen kostenlos nutzen, auch nur wenige Schritte entfernt. Ja, man könnte das sicher länger genießen hier, aber morgen geht es tatsächlich schon weiter Richtung Oulu. Wir müssen ja irgendwann den Weg in den Norden stoppen und wieder Richtung Süden fahren, da unser Urlaub leider nicht unbegrenzt ist. Mal schauen wie weit wir es schaffen, ein wenig Zeit haben wir ja noch 😅.
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  • Im Regen nach Hailuoto

    July 28 in Finland ⋅ 🌧 16 °C

    Gestern Abend setzte ordentlicher Regen ein. Nachts ist das Geräusch auf dem Busdach gar nicht so störend - im Gegenteil! Der Regen blieb bis heute Morgen. Jeder Camper weiß, dass Abreisen im strömenden Regen Mist ist. Nassen Tisch und schmutzige Keile einräumen, Stromkabel (ordentlich) einholen, Wasser zapfen, Abwasser ablassen, man wird selber nass und schleppt den Dreck mit rein. Nützt nix 🤷🏻‍♀️.
    In Schweden wäre das IKEA- oder Biltema - Wetter gewesen.
    Wir fuhren also los in Richtung Oulu mit der Option, bei besserem Wetter etwas unterwegs anzuschauen oder zu unternehmen. Ich streamte eine neue Serie, die ich entdeckt hatte und war froh über mein gigantisches Datenvolumen in diesem Urlaub. Kurz gesagt, wir fuhren durch Jakobstad, Kalajoki und Co. durch aufgrund 🌧️. Auf einem kleinen Rastplatz wurde schnell etwas gekocht und dann gings weiter. Vorteil: wir sind tatsächlich schon in Hailuoto, der Oulu vorgelagerten Insel. In Marjaniemi am Hafen/ Leuchtturm waren leider alle Plätze belegt und wir stehen jetzt etwas abseits auf der Parkfläche eines stillgelegten Campingplatzes. Der Strand ist reichlich 100m entfernt und richtig breit 👍🏻. Wir hoffen auf gutes Wetter morgen, ein Tag Strand wäre nämlich mega. Und was auch richtig toll ist: es ist jetzt 22.20 Uhr und noch hell. Ja, mehr gibt es heute leider nicht zu berichten, keine Sensationen, aber auch keine Katastrophen. Ein ganz normaler Urlaubstag eben.
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  • Kulturhauptstadt Oulu

    July 29 in Finland ⋅ ☀️ 17 °C

    Ich weiß gar nicht so genau, wer mich geweckt hat: die Sonne oder der Kapitän mit den klappernden Kaffeetassen. Der Sonnenschein wurde begleitet von einem ganz schön frischen Wind und 15 Grad. Strandwetter für Mutige also. Wir suchten uns ein windstilles Plätzchen in den Dünen und blieben, bis der Hunger kam. Der neue Campingbackofen hatte uns ja letzte Woche einen ganz passablen Apfelkuchen gebacken und sollte heute das gleiche mit einem Pizzateig tun. Es ging damit los, dass ich vergessen hatte, den Käse vor dem Einrollen drauf zu streuen. Aber alles kein Drama. Als ich die Pizzarolle in den Silikoneinsatz drapierte, wunderte ich mich nur kurz, warum der Einsatz höher war als das Unterteil. Egal😅. Und nach gerade mal 2 Minuten dachte ich so: Mensch, man riecht schon was, ich reduziere lieber mal die Flamme. Zusammenfassung: unter dem Silikoneinsatz befand sich noch der Gittereinsatz inklusive einer Pappe (schwarz, aber gut durch) damit nix klappert 🤦🏻‍♀️. Geschmeckt hat es, das war die Hauptsache. Satt und zufrieden fuhren wir nach Oulu, Kulturhauptstadt 2026. Wir bekamen einen preiswerten Parkplatz in Zentrumsnähe und schlenderten durch die Stadt. Statt kleiner Läden findet man hier eher Kaufhäuser. Die Dichte an Restaurants und Cafes ist hoch und oft spielte Livemusik. Der Markt wurde abgebaut und die Markthalle war ebenfalls schon geschlossen. Das Hafengelände war sehr belebt und die Leute genossen gut gelaunt das schöne Wetter. Zahlreiche Brücken führen aus den umliegenden Stadtteilen ins Hafengelände. Dort stehen auch die alten Speicher, das Theater und die Bibliothek.
    Ein großer Pluspunkt ist der Strand Nallikari, etwa 4 km außerhalb der Stadt. Der ist vermutlich im Zuge des Kulturhauptstadt- Jahres ordentlich aufgehübscht worden und einen Besuch unbedingt wert. Hier haben wir auch unseren heutigen Übernachtungsplatz gefunden. Schön ruhig am Ende der Seitenstraße. Morgen soll die 20 Grad - Marke geknackt werden, mal schauen, was wir damit anfangen.
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  • Am Polarkreis in Rovaniemi

    July 30 in Finland ⋅ ☁️ 22 °C

    Rovaniemi hatten wir eigentlich zu Beginn des Urlaubs gar nicht auf der Liste. Irgendwann gab es dann den Gedanken, wenn man einmal den nördlichen Bogen über Schweden nimmt, kann man auch den Abstecher zum Polarkreis machen. Das haben wir heute gemacht und damit den point of return erreicht. Von nun an geht es heimwärts. Klingt vielleicht etwas früh, aber wir haben noch richtig viele Kilometer vor uns und waren bisher in Schweden auch noch nicht oberhalb von Uppsala. Und da wir in diesem Urlaub wahrscheinlich ohnehin nicht mehr wirklich zum „Stehenbleiben“ kommen, wird eben auch der Rest ein Roadtrip. (Vielleicht sollten wir mal bei uns im Garten campen, damit wir das Gefühl von „ein paar Tage am gleich Platz stehen“ , bekommen😉.) Heute werden wir also die letzte Nacht in Finnland stehen und morgen dann schon in Nordschweden.
    Mein Highlight heute war definitiv das Rentier auf der Straße. Über die Polarkreis- Markierung zu gehen, war dagegen nicht so spektakulär wie vermutet. Ehrlich gesagt, ist das Weihnachtsmann- Dorf rund um diesen Punkt ein furchtbar touristischer und kitschiger Ort. Für Kinder im Winter mit richtig Schnee sicherlich super, aber heute 🤦🏻‍♀️. Ich war schon froh, dass wir die Station „Teures Bild mit Santa Claus“ durch eine Abkürzung vermeiden konnten. Für das Arktikmuseum war es schon zu spät, aber wir hätten auch nicht wirklich Lust darauf gehabt.
    Wir lesen uns morgen in Schweden 🙋🏻‍♀️🙋🏻‍♂️.
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  • Finnland—> Schweden

    July 31 in Sweden ⋅ 🌬 17 °C

    „Planung ist, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen.“ Ob es Einstein war oder Ustinov, dem der Ausspruch zugeschrieben wird, ist eigentlich egal. Unser heutiger Plan sah vor, in Haaparanta gut über die Grenze nach Schweden zu kommen und dort als ersten Stopp den nördlichsten Zipfel der Ostsee zu besuchen, den Hafen von Töre. Ein kurzes Selfie im Regen, mehr war nicht drin - der Hafen war winzig und hatte offenbar den Marketingwert dieser Tatsache weder erkannt noch genutzt 🤭.Gammelstads kirkstad in Lulea zu besuchen, war das nächste Ziel. Daraus wurde leider auch nichts, weil es immer noch wie aus Eimern regnete. Wenigstens besuchten wir den Arctic Shop, ein wirklich empfehlenswerter Laden mit freundlichem Personal und einer großen Auswahl an Kunsthandwerk der Sami und anderen hochwertigen regionalen Produkten. Es war so erfrischend anders als im Santa Claus Gift- Shop gestern 😅. Heute haben wir uns selbst etwas gekauft und ich hoffe, es wird uns oft an einen herrlichen Urlaub erinnern. Was sollten wir also sinnvolleres tun, als Kilometer zu schaffen, waren wir doch wirklich noch sehr weit oben. Mittlerweile hatten wir eine Stunde zurück gewonnen und machten Rast in einer Fischräucherei. Ich hatte Lachs, der Kapitän den gleichnamigen Toast - beides war sehr gut. Satt und zufrieden fuhren wir weiter. Langsam hörte es auf zu regnen und wurde wieder etwas wärmer. Wir sind heute tatsächlich 450km gefahren und bis Umea gekommen. Morgen wollen wir uns die Stadt anschauen und nehmen den Schirm mit - da regnet es fast nie. Leider gibt es heute keine schönen Bilder, aber auch das gehört dazu.Read more

  • Von Umea auf der Höga Kusten

    August 1 in Sweden ⋅ ☀️ 22 °C

    Umea schien noch zu schlafen, als wir kurz nach 10 Uhr durch Stadt liefen. Alles war noch ziemlich ruhig und das Wochenendleben begann erst langsam. Uns fielen die zahlreichen roten Backsteingebäude auf, die teilweise auch in direkter Nachbarschaft mit modernen Bauten standen. Wenn man Shoppen will, dann ist man hier goldrichtig, denn es gibt sowohl kleine Läden als auch die großen Kaufhäuser. Im Espresso - Cafe (Kette) gab es Cappuccino mit Herz, Toast, Sauerteigbrötchen und die Caramelversion einer Zimtschnecke. ( Anm.: Ich vermisse an Finnland jetzt schon einiges, die konsequenten Infos zu Laktose und Gluten in sämtlichen angebotenen Speisen gehören definitiv dazu. Man wusste sofort, was geht oder eben nicht. Seit gestern wieder ein Würfelspiel, wie zuhause. Klingt vielleicht jetzt merkwürdig oder irrelevant, aber es war wirklich ein Gamechanger.) Am Nachmittag fuhren wir die Küste weiter nach Süden. Wir hatten wirklich keine Ahnung, wie überwältigend die Höga Kusten - Route sein würde. Eigentlich hätte man ständig anhalten und stehenbleiben wollen. Die Landschaft wurde bergig, zahlreiche Seen säumten die Straße, Lifte und Sprungschanzen tauchten plötzlich auf. Am Nachmittag rasteten wir kurz an Smitingens Havsbad in Härnösand, einem breiten Sandstrand in einem Naturreservat, in dem man auch hätte Wandern können. Wir sind heute wieder 350 km weit gekommen und haben einen richtig gemütlichen Übernachtungsplatz in Axmar im Hafen, Blick aufs Wasser vom Bett aus, ist echter Camperluxus. Morgen wollen wir uns Gävle und Falun anschauen und eine Nacht auf einem Campingplatz einchecken, Mensch und Maschine brauchen Pflege 😉.Read more

  • Gävle, die Julbock- Stadt

    August 2 in Sweden ⋅ ☁️ 19 °C

    Gävle sollte die letzte Stadt an der Ostküste Schwedens sein, bevor wir im Landesinneren weiterfahren. Es gibt einen kleinen alten Stadtkern mit einzelnen Holzhäuschen. Nicht vergleichbar mit Porvoo, aber durchaus ganz niedlich. Der Fluss Gavlean zieht sich durch die Stadt und wird durch stattliche Brücken, wie die Centralbron überquert. Im neuen Stadtteil finden sich auch am Sonntag geöffnete Einkaufszentren und Cafes. Ins Auge fällt die Architektur des 1936 - Hauses, welches im Stil des schwedischen Funktionalismus gebaut wurde. Im Dezember wird hier immer ein großer Julbock aus Stroh aufgestellt, der ganzjährig auch als Wahrzeichen genutzt wird. Wir schlendern, fotografieren, aber merken heute auch ganz deutlich, dass wir durch die letzten 3 Wochen und über 5000 km Roadtrip gesättigt sind an neuen Eindrücken. Man wird oberflächlicher, besucht nicht mehr jedes empfohlene Highlight. Das alles muss erst einmal verdaut werden. Wir haben soviel erlebt und gesehen und das wirkt nach, zumindest bei mir. Ich werde mir auf jeden Fall den Tove Jansson- Film anschauen in den nächsten Wochen. Und ein, zwei Ideen für den Unterricht im neuen Schuljahr bringe ich auch aus jedem Urlaub mit. Wir haben heute Nachmittag auf dem Campingplatz in Falun eingecheckt und es wurde erst einmal durchgeatmet, gekocht, gebacken, geduscht, usw.. Ja, es ist Stadt des berühmten „Schweden- Rot“ und vielleicht haben wir ja morgen mehr Lust auf einen Abstecher in die Stadt. Ein sicheres Zeichen für das nahende Ende des Urlaubs ist das Buchen der Fähre. Am Freitag geht es für uns von Trelleborg nach Swinemünde dann nach Hause.Read more

  • Falu Gruva

    August 3 in Sweden ⋅ ☁️ 19 °C

    Die Kupfererzmine ist zweifelsohne eine Sehenswürdigkeit in Mittelschweden. Wie auch die Stadt Falun ist sie UNESCO- Weltkulturerbe. Seit 1992 ist sie nach vielen Hundert Jahren Bergbau nicht mehr in Betrieb. Aber bis heute liefert sie die Grundstoffe für die Herstellung der berühmten Farbe falun- rot. Schätzungen zufolge könnte es noch bis etwa 2090 reichen. Natürlich sind die meisten der Holzhäuser hier in diesem Farbton gestrichen. Der Besuch der Mine war extrem interessant, allerdings haben wir die Grubenführung (da waren zu wenige Fenster drin 😉) ausgelassen. Es gab ein urgemütliches Cafe für die obligatorische Fika. Und natürlich auch interessante Geschichten wie die von dem Ziegenbock Kare, der mit roten Hörnern von der Weide zurückkehrte und der Bauer daraufhin zur Kupferader entdeckte. Oder die vom Fat Mats- einem verunglückten Bergmann, der in dem vitriolhaltigen Wasser im Bergwerk konservierte und erst über 40 Jahre später gefunden und von seiner damaligen Verlobten, sie war mittlerweile eine ältere Frau, erkannt wurde. Ein wirklich wunderbarer Ort und die Zeit verging wie im Flug.
    Am Nachmittag fuhren wir weiter Richtung Vättern- See und sind bis nach Motala gekommen. Unser Übernachtungsplatz ist am See, aber wir haben in den letzten Tagen gemerkt, dass immer mehr durch Verbotsschilder geregelt und auf die Campingplätze umgeleitet werden soll. Schade, denn gerade das Freistehen durch das Jedermanns- Recht ist ein großes Plus in einigen skandinavischen Ländern.
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