• Ashgabat

    May 16 in Turkmenistan ⋅ ⛅ 27 °C

    Historisch gesehen war Asgabat nie Teil der klassischen Seidenstraße. Die Stadt existierte zur Zeit der großen Karawanen noch nicht.
    Über Jahrhunderte hinweg bewegte sich ein stetiger Strom von Handelsleuten, Pilgernden, Flüchtenden und Diplomaten durch Zentralasien. Der Austausch ging dabei weit über den Handel mit Seide, Glas, Gold und Edelsteinen hinaus: neue Ideen, wissenschaftliche Erkenntnisse und besondere Handwerkskünste verbreiten sich entlang der Route und prägten die Entwicklung ganzer Kulturräume.
    Nach 4,5 Stunden Schlaf frühstücken wir.
    Das lauwarme Wasser reicht notdürftig zum Duschen, später beim Zähne putzen gibt es plötzlich kein Wasser mehr. Vielleicht liegt es am 8. Stock.
    Turkmenistan wird im Süden durch das Köpet Dag Gebirge zum 25km entfernten Iran begrenzt.
    Heute haben wir eine junge Führerin, die uns per Bus die Stadt zeigt. Wir dürfen uns nur um das Hotel herum bewegen, in der Stadt nur mit einem Guide. Auch darf man nicht alles fotografieren.
    Seit unserer Ankunft empfinden wir die Szenerie wie eine Filmkulisse, sie könnte auch Disneyland entsprungen sein.
    Fast alles, was man sieht ist erst nach dem großen Erdbeben von 1948 entstanden.
    Ca. 25 000 Touristen dürfen das Land mit 7 Millionen Einwohner bei 1/3 mehr Land als Deutschland jährlich besuchen. 1,3 Millionen wohnen in der Hauptstadt. Insgesamt gibt es 5x soviel Frauen wie Männer. Da die Frauen mehr Unfälle in Straßenverkehr produzieren 🤣🤣🤪🤪dürfen sie erst mit 35 Jahren und die Männer mit 17 Jahren den Führerschein machen. Die Frauen bekommen in der Prüfung auch mehr Fragen.
    1991 wurde Turkmenistan unabhängig von der Sowjetunion. Die Sprache ähnelt sehr dem türkischen, nur ca. 200 Wörter sind anders.
    Turkmenistan ist unter den top 5 der Öl- und Gas produzierenden Ländern.
    Die hohen Häuser der neuen Stadt sind alle mit weißem Marmor aus Carrara verkleidet. Jedes Haus hat eine andere Architektur. Die Gebäude der Ministerien sind gestaltet nach der Art des Ministeriums. Das Außenministerium trägt eine Weltkugel, das Bauministerium erinnert an eine Krankonstruktion, das Literaturministerium an ein Buch. Es gibt auch ein 🐎 schutzministerium und ein Aufenthaltsministerium.
    Die Straßen sind lang und breit angelegt und man sieht nur weiße 🚗, auch silberne und goldene sind erlaubt. Alte 🚗 wurden in die Provinzen verbannt.
    Turkmenistan glänzt wiederholt mit Superlativen. So steht hier der mit 133m einstmals höchste Fahnenmast der Welt, die Fahne wiegt 450kg, im Teppichmuseum befindet der sich mit über einer Tonne wiegende, größte Teppich (14×21,5m, 1,355 Millionen Knoten) und es steht hier auch das größte Indoor 🎡 der Welt.
    Durchschnittlich verdient man hier 200 Euro, man zahlt ca. 10% Steuern, 2% des Gehaltes für Energie, 1 Liter Benzin kostet 8 Cent.
    In Luxuswohnungen zu kaufen muss man bis zu 1200 Euro pro Quadratmeter für eine große Wohnung an 100 Quadratmeter bezahlen.
    Jeder fährt von A nach B mit dem Auto. Die Lebenserwartung liegt bei 75 Jahren, was vermutlich an der mangelnden Bewegung und am fetten Essen liegt.
    2 Tage im Jahr sind autofrei, es fahren dann nur Busse. Es dient dazu die Menschen zu motivieren sich zu bewegen.
    Die Frauen gehen mit 57 und die Männer mit 63 in Rente.
    Die Menschen heiraten sehr jung, auch damit die Männer dem Militärdienst entgehen. Bei der Hochzeit, die mehrere Tage und sogar eine Woche dauern kann, trägt die Braut einen ganzen Tag Schmuck, der ca. 40 kg wiegt. Damit zeigt sie, dass sie 💪 genug ist für die Ehe. Meist haben die Familien, besonders auf den Land, mehrere Kinder.
    Die Frauen lassen sich nach der Hochzeit von der Stiefmutter in Modefragen beraten, ob sie sich eher traditionell oder westlich kleiden sollen.
    Der jüngste Sohn bleibt nach der Heirat bei den Eltern wohnen und kümmert sich später um die Eltern.
    Die Kinder bis zur 5. Klasse gehen morgens, danach nachmittags in die Schule. Sie tragen grüne Kleidung, Studenten eine rote Kleidung.
    Die Ausübung der Religion ist jedem selbst überlassen, auch Atheisten werden toleriert. 87% sind Moslems.
    Die Turkmenbashi Rukhy Moschee
    ist die größte einkuppelige Moschee in Zentralasien - ihre Fläche beträgt etwa 18.000 Quadratmeter und ihre Innenhallen bieten Platz für bis zu 10.000 Gläubige, wobei die untere Halle für Männer ausgelegt ist und bis zu 7.000 Menschen aufnehmen kann und die Balkone für Frauen, mit einer Kapazität von bis zu 3.000 Menschen. Die gesamte Struktur ist aus weißem Marmor, die riesige bemalte Kuppel verdient besondere Aufmerksamkeit. Neben dem Haupteingang führen 7 weitere Eingänge zu den inneren Hallen, vor denen sich schöne Brunnen befinden. Neben der Moschee befindet sich ein Mausoleum.
    Wir essen in einem kleinen Café in der Nähe des Hotels, verschiedene kleine Teigtaschen, 1,20 Euro.
    Abends genießen wir bei einer Busfahrt die wunderschöne, farbige Beleuchtung der Stadt bei Nacht. Sehr schön beleuchtet ist ein Einkaufszentrum mit einem Springbrunnen. Es sind nur wenige Menschen unterwegs. Samstag Abend trifft man sich zum Ausgehen in der alten Stadt. Gegen 22:30 schließen die Restaurants.
    Im Theater kann man Opern- oder Schauspielaufführungen anschauen, Ballett ist zu sexistisch.
    Die Turkmenen mögen es nicht sich nach außen zu zeigen. Man trifft sich zu Hause mit der Familie und Kindern, auch für Karaoke. Man würde nicht in einem Park eine Decke ausbreiten und ein Picknick machen. Nur im Park der alten Stadt darf man einen Hund ausführen, im Park der neuen Stadt ist es verboten. Man könnte den Park verschmutzen.
    In unserem Hotel ist heute noch Livemusik und es werden kleine Spiele zur Belustigung der Besucher angeboten. Die Frauen auf der Tanzfläche haben auch ihren Spaß als wir uns unter die Tänzer mischen.
    Übernachtung im Hotel Ak Altyn.
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