Karakol
May 31 in Kyrgyzstan ⋅ ☁️ 24 °C
Die Nacht in den Jurten auf 2200m war kalt. Wir hatten uns schon mit Kleidung und dicken Decken vorbereitet. Am Fluss stehend beginnt der Tag mit Quigongübungen mit Jörg. So starten wir entspannt in den Tag. Zum Frühstück gibt es Spiegeleier mit armen Rittern (Brot). Gegen 8:45 fährt ein Teil der Gruppe zum Viehmarkt in Karakol. Wir brauchen für die 30km mit Baustellen 90 Minuten.
Der Viehmarkt ist schon in vollem Gange, verkauft werden Sch🐑afe, Kü🦬he und 🐎. Wir treffen wieder auf die Schafe mit den ausladenden Pobacken, die aus Fett bestehen und als Delikatesse gelten. Spektakulär ist wie die Tiere in die Wagen verladen werden. Auf den Transportwagen findet man oft deutsche Aufschriften. Auch ein Hufschmied ist auf den Markt zu finden. Die Pferde werden mit 2 Gurten fast hochgehoben um sie gut zu fixieren. Die Pferde haben vermutlich noch nie ein Hufeisen getragen, sie reagieren häufig sehr nervös.
Gegen 11 Uhr ist der Markt fast zu Ende.
Wir geben unser Gepäck im Hotel ab und 🏃♀️ in das Zentrum von Karakol. Im Café Giraff essen wir eine Kleinigkeit.
In der Nähe befindet sich die Kathedrale der heiligen Dreieinigkeit.
Die Geschichte der Kirche reicht bis zur Gründung von Karakol im Jahr 1869 zurück, als die ersten russischen Siedler an dieser Stelle eine kleine Kirche errichteten. Dieses ursprüngliche Bauwerk stand jedoch nicht lange, da es 1876 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Der Bau einer neuen Kirche begann 1895. Die Kirche ist mit fünf Kuppeln gekrönt und ihre Wände bestehen aus Holzstämmen, die wunderschön mit Schnitzereien und verschiedenen Gemälden verziert sind. Das Bauwerk besteht aus der widerstandsfähigen Tian Shan-Fichte.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Russland keine Holzkirchen mehr gebaut. Die Region Semiretschje, zu der Karakol bedingt gehört, war jedoch anfällig für Erdbeben, was den Bau von Holzkirchen anstelle von Ziegelkirchen erforderlich machte, die bei Erdbeben einsturzgefährdet waren.
Rund um die Kirche findet man noch alte Häuser mit Holz verkleidet.
15 Minuten entfernt befindet sich der große Bazar von Karakol. Die Stände befinden sich in Containern. Häufig finden sich mehrere Stände mit gleichen Produkten in einer Reihe. Die Mode verführt nicht zum Kaufen. Viele Einheimische sind hier unterwegs, es herrscht lebhaftes Markttreiben.
Nicht weit entfernt steht die Dunganen Moschee. Die Moschee ist ein faszinierendes Bauwerk, das eng mit der über ein Jahrhundert alten Geschichte der großen Dungan-Gemeinde in Karakol verbunden ist. 1877 wurde China von einem Bürgerkrieg zwischen chinesischen Muslimen und Anhängern traditioneller chinesischer Religionen heimgesucht. Die muslimische Bevölkerung wurde schwer verfolgt, was über 300,000 Menschen dazu veranlasste, über das Tian Shan-Gebirge nach Kirgisistan zu fliehen, wo sich viele, darunter eine beträchtliche Zahl in Karakol, niederließen. Diese chinesischen Muslime wurden als Dunganen bekannt, ein Name, der bis heute Bestand hat.
Karakol ist mit 100 000 Einwohnern die 3. größte Stadt, sie liegt auf 1800m Höhe. Überall besteht ein Reparaturbedarf, Steine fehlen im Bürgersteig, Ränder von Straßen sind kaum befestigt, in großen Löchern stecken Kisten oder Kartons.
Abendessen im Dastorkon Restaurant. Wir haben verschiedene kirgisische Gerichte, auch Pferdefleisch bestellt. In Turkmenistan würde man kein Pferdefleisch essen. Auch der Wein und Stutenmilch muss getestet werden, dies wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Kosten 12 Euro.
Übernachtung im Hotel Tagaitay.Read more
































Unglaublich tolle Bilder und Eindrücke- Danke dafür 😊 [Susanne 🍓]