Übernachtung in Jurten
May 30 in Kyrgyzstan ⋅ ☁️ 19 °C
Ich laufe 10 Minuten den steilen Gang hinunter zum See. Das Ufer ist sehr flach mit kleinen und meist großen glitschigen Steinen. Er soll ca. 16 Grad warm sein, für den Namen" warmer See " doch recht kühl. Spätestens nach dem Aufstieg ist einem wieder warm.
Zum Frühstück gibt es flüssigen Griesbrei und 2 Quarkküchlein, dazu Zitronentee, alles sehr 😋.
Wir fahren weiter am Südufer des Sees nach Osten entlang. Die Straße kann man nur als endlose Baustelle bezeichnen, es staubt und holpert ohne Ende.
Der 375 Kilometer lange Gebirgsrücken des Terskej Alatoo begrenzt den Yssyk-Kö im Süden, mit dem 5281 Meter hohen Peak Karakol hat er seine höchste Erhebung. Ein
schönes Tal am gleichnamigen Fluss mit auffälligen roten Sandsteinformation, "gebrochenes Herz und die sieben Stiere" erstrecken sich nach Süden. Der lokalen Sage zufolge sollen diese Stiere einst das Land verwüstet haben und zur Strafe zur Stein geworden sein.
An den radon-, schwefelwasserstoff-, natrium- und kalzium, chloridhaltigen Quellen wird seit 1910 gekurt. Eine Wand von Vier- und Fünftausendern mit großen Hanggletschern schließt das breite Tal nach Süden ab.
In dem Tal gibt es mehrere Camps mit Jurten, einige Bewohner aus der Umgebung verbringen hier auch ihr Wochenende. Wir treffen nicht nur auf Gauchos, die ihre Viehherden zusammenhalten, sondern auch auf Reiter, die hier für einige Tage gezeltet haben.
Wir laufen nach den Mittagessen in das Tal hinein, in der wunderschönen Landschaft haben viele Gäste Müll hinterlassen. Man hat beim Wandern nicht das Gefühl sich in Kirgistan zu befinden, sondern man könnte auch in den Alpen wandern. Erstaunlich ist, dass auf dieser Höhe, 2200m noch ein Wald steht.
Auf dem Rückweg ist ein Teil der Straße gesperrt und wir versuchen über einen steilen Schotterhang wieder auf eine höher gelegene Straße zu kommen. Ein 🚗 hält spontan und zieht die Begleiterin die letzten 2m auf die Straße. Kurze Zeit später treffen wir auf eine Baustelle, eine chinesische Firma verlegt große Wasserrohre. Wir können einen Blick auf die sehr einfachen Unterkünfte werfen.
Den Nachmittag lassen wir bei einer Tasse Kaffee ausklingen.
Jörg hat Geburtstag und wir stoßen auf ihn an, er wird mit einer hier typischen Kopfbedeckung gekrönt.
Zum Abendessen gibt es Hühnersuppe, Kartoffelbrei, Gemüse und Rindfleischgrschnetzeltes.
Einige sitzen in gemütlicher Runde noch in der großen Jurte zusammen.
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