Vichy
September 10 in France ⋅ ☁️ 18 °C
Heute hat die Markthalle geöffnet. Viele Stände sind nicht besetzt. Die Preise sind teilweise astronomisch.
Ich streife durch die sauberen Gassen von Dijon, die zusammen mit den Gebäuden in weiß erstrahlen und sammle viele Eindrücken. Neben Fachwerkhäusern findet man Häuser oder Prachtbauten unterschiedlicher Baustile. Die Größe der Altstadt ist beeindruckend, man könnte viele Tage hier verbringen ohne, dass es langweilig wird.
Gegen Mittag starte ich zum ca. 170 km entfernten Vichy. Ich folge der Weinstraße Gran Crus. Die Weinstraße führt durch den prestigeträchtigsten Teil des burgundischen Weinbaugebiets. 37 malerische Weindörfer der Côte de Nuits und Côte de Beaune, zwischen Dijon, der Hauptstadt Burgunds und Beaune und weiter, insgesamt einer Länge von 60 km. Es handelt sich um einen schmalen Streifen, der sich auf einer Nord-Süd-Achse erstreckt und nicht breiter als 2 km und nicht höher als 300 bis 400 m ist und ein besonderes Klima hat. Hier werden mit die teuersten Weine Frankreichs und vielleicht auch der Welt angebaut.
Die Weindörfer an der Route des Grands Crus bezaubern mit der besonderen Architektur der Winzerhäuser. Es sind die glitzernden Sterne, die auf den glasierten Dachziegeln der Schlösser und Kirchen glänzen und auch der weiße Stein aus Burgund, der die Gassen erleuchtet. Es ist vor allem dieser typische Charme eines französischen Dorfes mit seinen traditionellen Handwerkern und Händlern.
In Beaune halte ich kurz um Senf in der Senfmühle Fallot, die sich seit ca. 100 Jahren in Familienbesitz befindet, zu kaufen. Sie ist die letzte von ehemals hunderten von burgundischen Senfmühlen, die unabhängig geblieben ist.
Nach 2,5 Stunden erreiche ich Vichy und schlage mein Quartier am Fluss Allier, einem Zufluss der Loire, auf.
Die bereits seit der Römerzeit für ihre wohltuenden und heilenden Quellen bekannte, elegante Stadt Vichy, deren Heilbäder schon von berühmten Persönlichkeiten wie Napoleon III. besucht wurden, hat von dem Prunk der damaligen Zeit zahlreiche architektonische Schätze bewahren können. Besonders sehenswert ist der Park und die Hallen von Sources und das Casino. In der Hall von Sources kann man auch das Mineralwasser trinken.
In der Nähe des Parks befindet sich die von außen unscheinbare St. Blasius Kirche. Beim Betreten ist das Innere der Kirche dunkel. In den Moment als ich sie schon verlassen möchte wird die Kuppel für einige Minuten erleuchtet, so dass ich die schönen Bemalungen der Decke der Art deco Kirche fotografieren kann.Read more






































