Kurzaufenthalt Bangkok
March 15 in Thailand ⋅ 🌙 31 °C
Zum ersten Mal steigen wir nicht in unserem geliebten The Peninsula ab. Schon im letzten Jahr wollten wir uns von diesem Hotel wegen der hohen Zimmerraten trennen.
Haben wir nicht geschafft.
Aber dieses Jahr. Sie haben nämlich in einem Jahr nochmals 30% draufgeschaufelt.
Wir steigen östlich des Chao Phraya im Grand Eastin Sathorn ab. Mitten zwischen den anderen Hochhäusern. Wir haben ein Eckzimmer gebucht. Mit viel Fensterfläche. Auch im sehr weitläufigen Bad.
Die Aussicht aus der 19.Etage ist schon mal ganz nach unserem Geschmack.
Aus der 32. - da befindet sich die Lounge - ist sie noch etwas spektakulärer. Hier wird man eingecheckt. Hier gibt es auch die sogenannte Happy Hour am Nachmittag mit vielen kleinen „Schmeißreinchen“ und das morgendliche Frühstück. Eigentlich dürfen wir auch mit den restlichen Gästen in der 5.Etage frühstücken. Allerdings ist es da extrem voll und laut.
Das Angebot ist nett. Auf beiden Etagen. Aber wo gibt es die Thai-Mango. Bangkok ohne Mango zum Frühstück ist wie ein Auto ohne Lenkrad. Als wir das etwas enttäuscht äußern, verspricht man uns, am zweiten Morgen eine bereitzustellen. Das tun sie auch. Eine einzige Mango für uns beide. Aber sie wird serviert, als alle anderen Gäste an den Nebentischen gegangen sind.
Na ja.
Ansonsten machen wir nicht viel. Gleich am ersten Abend spazieren wir bei diesen tropischen Temperaturen bis zu „unserem“ Massagestudio, wo wir bei jedem unserer Aufenthalte unsere Knochen neu sortieren lassen.
Den nächsten Tag gehen wir ganz ruhig an. Weder Tempel noch sonstige Highlights der Stadt stehen auf dem Plan. Wir lassen uns zum Space Time Cube bringen. Eine moderne digitale Erlebniswelt mit visuellen Overkill für Auge und Hirn. Spaß hat der Besuch aber trotzdem gemacht.
Im gleichen Haus gibt es ein ausgewachsenes Shoppingcenter in dessen einem Loft eine Art Markt mit Kultureinlage stattfindet. Das ist dann eine andere Art von Overkill. Eine fürs Auge und Nase. Alles ist so schön authentisch. Ganz anders als in den sterilen Malls in den Emiraten.
Die Menschen hier konsumieren Dinge, von denen wir nicht die leiseste Vorstellung haben, was das sein könnte. Dabei dachte ich schon, wir kennen Vieles.
Zurück zum Hotel geht es mit der Hochbahn. Die ist nicht unbedingt wahnsinnig preiswerter als eine Fahrt mit Grab. Aber wir wollten sie einfach testen. Was soll ich sagen… die Bahnhöfe und Bahnsteige sind sauber, die Fahrt trotz notwendigen Umstieg so gestaltet, dass wir als Fremde nicht verloren gehen und sogar die Anschlussbahn, ohne orientierungslos durch die Gegend zu irren, finden. Eine Erfahrung die uns wieder einmal reicher gemacht hat.
Der Pool im Hotel lädt uns gar nicht ein. Der ist zwar sicher fotogen, aber das ist alles, womit er glänzt. Es ist voll und laut und das Wasser Sonnencreme-geschwängert.
Deshalb vertilgen wir in der Lounge ein paar Leckerlies: Rainer Sushi und Lachs und ich Spieße mit Erdnusssoße und scharfen Thai-Gurkensalat. Es gibt ja noch mehr. Aber den noch verbliebenen Platz im Magen wollen wir uns für einen Restaurantbesuch im ICON Siam Platz lassen.
Vom Tisch in der 32. sehen wir auch das unscheinbare Peninsula Hotel, wo der Service doch noch ein ganz anderes Niveau und ein unvergleichbares Erlebnis ist. Kurzerhand beschließen wir, der Bar des Peninsula ,direkt draußen am Chao Phraya, einen Besuch abzustatten.
Unsere Vorkenntnisse von den anderen Aufenthalten sind unser Schlüssel. Denn das Hotel befindet sich auf der anderen Seite des Flusses. Auch kennen wir den versteckten Zugang zum Peninsula Pier. Hier steigen wir auf das Hotelboot. Wer hier zusteigt, muss Hotelgast sein - denkt das Personal auf dem Boot. Sofort wird uns gekühltes Wasser serviert, das sich in einer dieser unverkennbaren Alu-Flaschen befindet.
Das wird wiederum zu unserer Eintrittskarte für weitere Bootsfahrten mit dem Hotelboot.
Aber zuerst genießen wir zwei Negronis am Ufer des Chao Phraya, wo selbst die Luft gekühlt wird. Danach nutzen wir den Hotelzubringer zum Icon Siam. Diesem supermodernen Shoppingcenter, dessen Besuch einem Erlebnis gleicht. Hier waren wir schon im letzten Jahr. Und schon damals waren wir geflashed. Wir schlendern durch die Etagen, entscheiden uns gegen Essengehen und sind gerade schon im Aufbruch, als ein Feuerwerk startet.
Auf dem Rückweg lassen wir uns wieder mit dem Hotelboot chauffieren. Und als wir den Bootsführer bitten uns noch zur anderen Seite zu bringen, ist das so gar kein Problem.
Den nächsten Vormittag nutzen wir, um nochmals alle notwendigen Einstellungen im Handy und im Computer für China zu checken und auch noch zu installieren.
Danach spazieren wir noch ein paar Straßen weiter, um uns eine einstündige Fussmassage zu gönnen.
Kurz nach 4pm geht’s mit dem Taxi Richtung Siam Mandarina Hotel. Ein einfaches Airporthotel mit grandioser (und unverstellter) Sicht auf die Start- und Landebahnen des BKK. Dieser Umzug war nötig. Denn morgen in aller Frühe beginnt nun endlich das Abenteuer China. Unser Flug geht schon 9:20am. So ersparen wir uns den Stress der Anfahrt am Morgen.
Am Abend fahren wir wieder in eine dieser Supermalls, wo shoppen eher nebensächlich ist. Es sind Erlebniscenter. So unvorstellbar gross, dass Ikea wie ein unauffälliger Shop dazwischen stehend wirkt.
Heute wollen wir das Essen im MoMoParadise, ein One-Spot-Restaurant, nachholen. Leider ist die Warteliste elend lang. Obwohl niemand davor steht, ist die so lang, dass wir anderthalb Stunden warten müssten.
Wir ziehen enttäuscht ab. Aber unterwegs habe ich einen Japaner entdeckt. Tonkatsu Wako. Hier isst man Tonkatsu. Dazu bestellt sich Rainer Ebi‘s. Zusätzlich gibt es Edamame, Reis und fein geraspeltes Kraut. Und Asahi.
Tonkatsu ist japanisches Schweineschnitzel. Das hat aber nichts mit den uns bekannten Schnitzeln gemein. Für denjenigen, die es noch nie gegessen haben, ist es kaum möglich zu erahnen, von was ich hier schwärme. Das Schnitzel ist etwa zwei Zentimeter dick, ist absolut saftig, die Konsistenz fluffig… einfach Umami.
Ein würdiger Abschluss der Zeit hier in Bangkok.Read more


























TravelerDa wir ja bekanntlich nicht soviel mit Asien am Hut haben, schreibst du hier für uns in Rätseln. 🤷♂️ Trotzdem lesen wir natürlich gerne mit und schauen uns deine tollen Bilder an. 😉
TravelerWas verstehst Du nicht?
TravelerNaja, wir verstehen das schon, können uns diese supermodernen Malls bzw. Erlebnistempel nicht so richtig vorstellen und was da abgeht. 🤷♂️