• Kunming - Die Stadt

    March 26 in China ⋅ ☀️ 25 °C

    Am nächsten Morgen bestücke ich Kunming bei AMap mit Sternchen. Also unsere Ziele, die wir heute anschauen wollen. Allerdings ganz ohne Zwang. Nur so viele wie wir schaffen.

    Zuerst geht’s zum größten und ältesten Tempel der Stadt. Dem Yuantong Buddhist Temple. Der ist mehr als 1.200 Jahre alt.
    Das Besondere ist: Er vereint gleich drei buddhistische Richtungen. Den Mahayana, Theravada und den tibetischen Buddhismus. Das drückt sich in dessen Architektur aus.
    Nun sind wir keine Auskenner der unterschiedlichen Tempelbauten. Aber den Thai-Tempel - den erkennen wir sofort.
    Der Eintritt kostet übrigens 6¥ pP, das etwa 75 Cent entspricht.

    Als Nächstes bringt uns das Taxi an den Smaragd Lake. Ein durch den See verbundener Park zum Spazierengehen und Entspannen. Der ist kostenlos und ist recht gut besucht. Was auch hier nicht fehlen darf, sind Stationen, an den man sich Kostüme der hier lebenden Minderheiten auszuleihen kann, um sich dann bei einer aufwendigen Fotosession fotografieren zu lassen. Das wird hier überall und ständig gemacht.

    Nach so viel Input fahren wir erst einmal ins größte Shoppingcenter Kunmings. Schauen uns die Architektur an und trinken aussergewöhnlich leckeren Kaffee.
    Eigentlich ist hier nichts anders als in anderen großen Malls dieser Welt. Außer dass in einigen Shops des Erdgeschosses zwischen teurer Kosmetik und edlen Klamotten einfach mal Autos verkauft werden. Und davon gibt es viele. Viele, von deren Existenz wir noch nie gehört haben.

    Noch mehr beeindruckende Architektur gibt es dann im Südosten der Stadt. Das Opernhaus und das Provinzmuseum Yunnan sind - wie so oft - schön anzusehende Bauten.

    Im letzteren, also im Provinzmuseum, versuchen wir uns etwas mit der Geschichte Yunnans zu befassen. Leider ist hier praktisch nichts für Ausländer vorbereitet. Warum auch? Wir sind wieder einmal die Einzigen. Oft hilft der Übersetzter. Aber auf eine so eine hunderte lange und turbulente Geschichte müsste man sich anderweitig schon vorher etwas vorbereiten. Wir genießen dennoch die Ausstellung. Es wird alter, filigran gestalteter Schmuck gezeigt. Aber auch viele kleinste Figuren aus Edelmetallen und Jade. Auch die Wandgestaltung ist sehr ansprechend gemacht. Erstaunlich wieder, wie gut besucht so ein Museum ist. Viele nehmen sich Zeit und lesen die wandgrossen Schriftzüge.
    Ach ja. Der Eintritt ist kostenlos.

    Eine kleine Pause legen wir dann im Hotel ein, um am frühen Abend noch zum Ethnischen Dorf zu fahren. Ein Tipp, den wir an der Rezeption bekommen haben. Das ist schon ganz nett angelegt.
    Wir kommen aber etwas spät. Es ist schon halb sieben. Obwohl der Park bis 10pm geöffnet ist, sind die Shows beendet. Wir sollen dennoch den vollen Preis für den Eintritt zahlen. Die Hälfte zu zahlen wäre ja ok. Aber die volle Summe empfinden wir dann eher als Abzocke.
    Wir schauen uns etwas im kostenlosen Teil um und fahren wieder zurück zu unserer Basis.
    Beziehungsweise ganz in die Nähe.

    In einem Bai-Restaurant soll es das Abendessen geben. Die Auswahl ist trotz Übersetzer wieder einmal ein Glücksspiel. Was wir definitiv wissen: No Chili please!
    Bu là - heißt auf Chinesisch nicht scharf. Aber Schärfe empfindet ja jeder anders. Letztendlich ist unsere Wahl ein Glücksgriff. Und bis auf das grüne Etwas, das wieder an der 🔥-Grenze kratzt, verputzen wir alles.

    Am nächsten Tag machen wir einen ganztägigen Ausflug ins Umland.
    Das wird dann ein neuer Footprint.
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