Ni hao Kunming
March 25 in China ⋅ ⛅ 22 °C
Eine Dreiviertelstunde Zugfahrt braucht‘s und schon sind wir in Kunming. Der größten Stadt Yunnans. Mit 8 Millionen Einwohnern eher nicht zu den ganz großen in China zählend.
Der Bahnhof heißt Kunmingnan.
Nan steht für Süden. Das heißt, wir brauchen ein Taxi in die City. Und genau wie schon in Mile sind die wartenden Taxifahrer wie Schmeissfliegen. Einer fasst die ganze Zeit schon meinen Koffer an. Ich bitte ihn immer und immer wieder diesen loszulassen. Aber das interessiert ihn nicht. Dann haue ich ihm einfach auf die Finger. Eine Taxi-Frau lacht sich kaputt darüber.
Ich bin genervt und frage in seinen Übersetzer, was er daran nicht versteht, wenn wir Nein sagen. Erst dann gibt er auf.
Das aber wird die einzige unschöne Erfahrung in Kunming.
Unser Didi-Auto ist wieder ein Komfortables. Ein chinesisches E-Auto. Leise und gediegen. Eine Stunde dauert die Fahrt bis wir im Hotel sind. Unterwegs tangieren wir moderne Vielstöcker. Nicht selten sind dies Wohnhäuser, die 30 bis 40 Etagen haben. Ich sag mir immer: Irgendwo müssen die Leute ja wohnen.
Im Hotel „Cachet Boutique Kunming Artime“ - was für ein Name! selbst AMap hat Probleme es zu finden - spricht man sehr gutes Englisch.
Das zugewiesene Club-Zimmer in der 3. tauschen wir gleich wieder ein. Die Aussicht auf eine gemauerte Wand haben wir nicht gebucht.
Kein Problem. Wir kriegen das Gleiche in der 6. Etage. Mit Fernsicht.
Das Haus steht in einem Art-Komplex. Was immer das auch heißt. Wahrscheinlich sind die Klinkerbauten damit gemeint.
Ok. Ich will nicht meckern, denn die Lage ist wunderbar.
Nachdem wir uns nämlich vom Reisen kurz erholt haben, spazieren wir gleich unsere Straße, die Shulin Street, gen Norden. Es sind nur wenige Schritte zum Zentrum.
Alles was wir nun sehen, ist so wie ich mir China vorgestellt habe.
Mir geht das Herz auf.
Ein schriller Mix aus (super) Moderne und Altem.
An der Jingbi Road - eine vielspurige Straße mit dem quirligen Geschehen einer Großstadt - beginnt die Nanping Fußgängerzone.
Und was für eine!
Hier gibt es alles. Noch modernere Bauten umringt von solchen chinesischen niedrigeren Häusern, wie wir Chinabesucher es sehen wollen.
Und die Passage ist extrem gut besucht. Da müssen wir erst mal schauen welchen Wochentag wir heute haben… Ah ja - Mittwoch.
Ok. Was ist hier wohl an einem Feiertag los?
Auch Kunming scheint außerhalb der Touristenpfade zu sein. Wir sind die einzigen westlichen Besucher. Der ein oder andere ruft uns ein Hallo zu. Zwei junge Mädchen trauen sich uns anzusprechen. Sie möchten ein Foto mit uns haben.
An einem Stand kaufen wir uns eine Nudelspeise. Hm. Lecker. Aber kalt. Wir wollten etwas Warmes.
Bei einer derart großen Auswahl fällt uns es dennoch schwer etwas zu kaufen. Meist wissen wir trotz Übersetzer nicht was das sein soll. An einem Schild steht „snail“.
Snail? heißt das nicht Schnecke?
Ich will gar nicht erst wissen wie Schnecke 🐌 schmeckt.
Dann entscheiden wir uns für ein Reisgericht. Da kann man nichts falsch machen.
Denken wir.
Nach dem ersten Löffel speie ich Flammen🔥 Boa!!! Ist das scharf. Also kaufen wir die gleiche Speise noch einmal. Aber bitte ohne Chili!
Als wir uns auf den Rückweg machen ist es schon dunkel. Es herrscht ein sehr angenehmes Klima - es sind immer noch über 20 Grad und der Jinbi Platz ist voller Menschen.
Die zwei Tore mittendrin sind unglaublich schön und fotogen dazu.
Sie heißen Jinma-Tor (金马坊) und Biji-Tor (碧鸡坊). Beiden wurden während der Ming-Dynastie erbaut und symbolisieren die Berge Jinma (Goldenes Pferd) und Biji (Jadefasan). Alle 60 Jahre - immer im Jahr des Hahns - überlappen sich die Schatten der Tore bei Sonnenuntergang und Mondaufgang. Sie nennen es den „Gold-Jade-Schimmer“ Effekt.
Das nächste Mal wird dieses Ereignis 2029 stattfinden.
Hm…das ist ja schon in drei Jahren😉Read more


























Traveler
🤩
TravelerOh, in Yunnan muss es so viel wunderschönes zu sehen geben, wieviel Zeit habt Ihr für die Provinz vorgesehen? Übrigens gehen nach unserer Erfahrung westliche Reisende in dem inländischen Tourismus völlig unter…
TravelerIn Yunnan sind wir 18Tage. Aber selbst das ist zu wenig 😉