Beijing - Ankunft
30. apr.–5. maj, Kina ⋅ ☀️ 27 °C
Die Hutongs - unsere Basis für die kommenden fünf Nächte - sind das historische Herz Pekings. Die grauen Ziegel der verschachtelten Häuser, die Gassen wie kleinkariertes Papier aufgeteilt - all das ist wie in Datong. Nur sind diese hier teils über 700 Jahre alt. Viele entstanden bereits während der Yuan-Dynastie im 13. und 14. Jahrhundert. Einige wurden später in der Ming-und Qing-Dynastie erweitert oder umgebaut.
Unser Boutique Hotel ist von einem Architekten aus Shanghai zu einem zauberhaften Anwesen mit sieben Zimmern umgestaltet worden.
Jeder Blick - egal aus welcher Perspektive - bettelt fotografiert zu werden.
Das Personal holt uns wenige Meter vom Hotel ab. Wieder einmal habe ich etwas in der autofreien Zone gebucht. Aber mit so einer Hilfe ist dieser Umstand nicht als negativ nennenswert. Jedenfalls ist das nicht vergleichbar mit dem Verhalten des Personals in Pingyao.
Der schmale Zugang ist versteckt. Vorn befindet sich noch ein Restaurant. Ein kleines. Ein gemütliches Ding.
„Hinten“ angekommen, eröffnet sich eine neue Welt. Eine, die man nicht erfassen kann. Die Damen sind alle nett und tragen dieses asiatische Strahlen im Gesicht. Es sieht nicht aufgesetzt aus.
Unser Zimmer befindet sich in der ersten Etage. Der Zugang über eine Hüftbreite Wendeltreppe verdeutlicht uns unser Alter.
Das Zimmer ist super klein und doch so gemütlich. Es dauert, um sich hier zu orientieren. Dennoch hat sogar ein Zweisitzer Platz. Alles hat seinen definierten Ort. Auch das Bad ist extrem ausgeklügelt gestaltet. Und die Dusche hat ein Glasdach. Das sieht am Tag total schön aus.
Ein Einmeter breiter und sehr tiefer Schrank im Bad nimmt uns schnell die Sorge wohin mit unseren Belongings. Die zwei Koffer finden in der Ecke des Zimmers Platz.
Und dann gehört noch eine Terrasse zu unserem Zimmer. Wunderschön gemacht. Mit Blick nach oben bis zum Kosmos.
Wir sind also in der Hauptstadt angekommen. Und das am 30.April. Einen Tag vor den fünftägigen Feiertagen in China. Dementsprechend erwarten wir Menschenmassen. Mit so einer Einstellung sind wir gut vorbereitet.
Mit dieser Einstellung empfinden wir es nicht so dramatisch.
Die nur ein paar Schritte vom Hotel entfernte Mittelachse im Gebiet ist zugegeben gut besucht. Hier gibt es nichts authentisches. Restaurants und Shops. Mehr nicht. Am Ende der Straße verlassen wir diese Achse und schon wird es luftiger. Wesentlich weniger Menschen sind unterwegs.
Wir schauen uns den Bell- und den Drum Tower an. Die Nord-Süd-Achse Pekings. In der Hoffnung, drin etwas zu sehen zu bekommen, kaufen wir Tickets. Die Enttäuschung ist vorprogrammiert. Denn trotz 16 jähriger Rekonstruktion vor ein paar Jahren, sind die Treppen so hoch, dass ich passe. Passen muss, wenn ich nicht auf allen Vieren hochkraxeln will. Rainer mit seinen Gazellenbeinen besteigt sie alleine.
Ja und nun?
Wir sind etwas planlos am ersten Nachmittag. Also beginnen wir schon heute die Erkundung moderner Architektur Pekings.
Ich habe da eine Liste auf der Fahrt hierher vorbereitet.
Zuerst soll’s zum CCTV Gebäude gehen.
Doch der heutige Vor-Feiertags-Feierabendverkehr erfordert Geduld. Erst müssen wir fast zwanzig Minuten auf den Didi warten und dann brauchen wir eine Stunde bis zum Ziel. Nein - dennoch nervt es heute noch nicht. So können wir in Ruhe etwas von Peking sehen. Von dem Peking, von dem es kaum Fotos im Netz gibt. Unterwegs wird aber schon klar, dass wir kein weiteres Ziel mehr ansteuern werden. Es sei denn wir chartern einen Heli 😉
Das CCTV ist gigantisch. Und steht gar nicht so frei wie man es sich vorstellt. Die Form interpretiert traditionelle Konzepte wie „Yin und Yang“ und steht für mediale Offenheit. Es zählt zu den „10 architektonischen Wundern der Welt“.
Aber es wäre nicht ich - der Planer - wenn ich nicht schon die KI bemüht hätte, uns den besten Punkt zum Fotografieren dieses Monstrums herauszusuchen. Der befindet sich in der World Mall in der 6.Etage. Genauer gesagt im Blue Frog Restaurant. Da gibt es eine Terrasse. Und die ist wahrscheinlich noch ein Geheimtipp. Denn es sind nicht einmal hundert Leute auf der Terrasse und man kann bequem fotografieren.
Ja und weil es schon abends ist würden wir gleich etwas essen. Die Tische draußen sind heiß begehrt. Also begnügen wir uns mit Plätzen im Inneren und schlemmen endlich mal westlich: Rainer herrlichen Lachs auf Salat und ich einen Wagyu Burger mit einer dicken, lecker schmeckenden Scheibe Fleischmasse.Læs mere






















Rejsende
Super 👍
Rejsende
Wow 😳🥰
Rejsende
Die ist ja total schön.🫠