• Hangzhou

    10 мая, Китай ⋅ ☁️ 27 °C

    In einem bei uns eher unbekannten Ort vor den Toren Shanghai’s namens Hangzhou machen wir zum vorletzten Mal Halt.
    Das Hotel der Luxury Collection Gruppe war schon mal ne gute Wahl. Schön und elegant ist nicht nur die Lobby sondern auch unser Zimmer. So viel Luxus tut wieder mal gut.
    Der Raum ist riesig. Es gibt einen Ankleideraum und eine vollflächige Fensterseite. Mit 150€ Zimmerrate inklusive Frühstück fast ein Schnäppchen. Das Niveau ist sehr hoch. Man spricht nicht nur Englisch - man weiß im Frühstücksrestaurant in der 22. Stage schon am zweiten Morgen, dass wir gern am Fenster sitzen und welche Getränke wir gestern hatten. Und nein. Wir sind nicht die einzigen Gäste.

    Das heutige Hangzhou ist ein wichtiger Technologie- und Innovationsstandort mit Schwerpunkten in E-Commerce, Cloud Computing und Künstlicher Intelligenz. Das zieht Arbeitskräfte an und ist der Grund für den schnellen Bevölkerungszuwachs. Momentan hat die Stadt 12.5 Millionen.

    Nun. Zum Arbeiten kommen wir nicht her. Wir schauen uns die einstige Hauptstadt des Song-Reiches wegen dem Westlake an, der auf der 1-Yuan-Note abgebildet ist.
    Die Stadt macht auf den ersten Blick einen sehr modernen und jungen Eindruck. Sauber ist es hier sowieso. So ganz nach unserem Geschmack.

    Es ist Sonntag. Nach dem herrlichen Frühstück wollen wir uns auf den Weg Richtung See machen. Der Hotelportier weist uns darauf hin, dass Didis uns an einen stark besuchten Ort nicht bringen werden. Wir sollten auf ein Taxi setzen. Für den gelten andere Regeln.
    Aha. Man lernt ja nie aus.
    Dennoch bekommt unser Taxifahrer zusätzliche Anweisungen von ihm. Den letzten knappen Kilometer müssen wir dennoch zu Fuß laufen.

    Der erste Anlaufpunkt ist die Leifeng Pagode, die auf einem kleinen Hügel direkt am Ufer steht. Der Eintritt für uns beide kostet 40 ¥, was 5€ entspricht.

    Ursprünglich wurde sie 975 n. Chr. während der Wuyue-Dynastie erbaut. Nachdem sie eh schon im Laufe der letzten tausend Jahre in einem vernachlässigten Zustand war, wurden Ziegelsteine einfach für den Selbstbedarf entwendet. 1934 kollaborierte die Pagode dann endgültig. 1999 wurde ein Nachbau beschlossen. Und 2001 war das neue 61.9 Meter hohe, fünfstöckige und sehr schön anzusehende Prachtstück fertig.
    Der Vorteil bei Neubauten liegt klar auf der Hand: Es gibt Rolltreppen und Aufzüge. So bleiben nur noch endlich viele Stufen übrig.

    Wir genießen den Rundumblick.
    Und der ist bei dieser klaren Luft fantastisch.

    Im Anschluss geht’s mit Böötchen zur einer Insel mit dem langen Namen: Three Pools Mirroring the Moon. Für den sich spiegelnden Mond sind wir wohl noch zu früh da, dennoch hat der Spaziergang etwas entspannendes. Wir beobachten Koi‘s und Entenfamilien… und erfreuen uns auch an Seerosen.
    Die Insel verlassen wir dann in der anderen Richtung und landen im wuseligen Norden der Stadt.
    Just for the records: Für beide Boots-Fahrten zahlen wir für uns beide insgesamt 120¥ (etwas 15€)

    Auch hier im Norden der Stadt herrscht sonntägliches Treiben. Erst tangieren wir eine unendlichen Reihe von Ständen und dann stechen wir in das moderne Hangzhou. Alles was wir nun sehen, könnte auch auf Singapore‘s Orchard Road sein.

    Viel mehr passiert heute nicht.
    Auch zum Essengehen können wir uns abends nicht mehr aufraffen und bestellen aus dem Hotelmenü aufs Zimmer. Die Portionen sind riesig für dieses kleine Geld.

    Morgen geht es nun zur letzten Destination unserer Reise - nach Shanghai.
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