Auf den Spuren der Geschichte
February 23, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 1 °C
So langsam ist der Jet Lag abgeschüttelt und man kommt wieder in einen normalen Rhythmus.
Auch die Temperaturen steigen und es wird mit einstelligen Minusgraden wieder wärmer. Die Sonne begleitet mich den ganzen Tag.
Der erste Stopp bringt mich zum alten, im Romanesque Revival gebauten Stil, und neuen Rathaus. Beide Gebäude liegen um den Nathan Philips Square, benannt nach dem Bürgermeister, der den Neubau initiierte. Getrennt sind sie nur durch die Bay Street, welche ihren Namen vom Kaufhaus der Hudson's Bay Company (HBC) erhielt. Es ist heute das größte Kaufhaus der Stadt und findet seine Anfänge 1670, als es mit einem Privileg des Königs von England, Schottland und Irland gegründet wurde. Die HBC ist damit das älteste eingetragene Unternehmen in Kanada und kontrollierte einige Jahrhunderte lang den Pelzhandel in großen Teilen des britisch beherrschten Nordamerikas.
Der großzügig gestaltete Platz wird für unterschiedliche Veranstaltungen wie Konzerte und Bauernmärkte genutzt.
Ebenfalls findet man hier, direkt am Toronto Sign, eine große Wasserfläche, die im Winter als Eislaufbahn genutzt wird. Überspannt ist diese von drei "Freedom Arches", deren Fundamente auf Resten der Berliner Mauer fussen. Die Stadt wollte mit der deutschen Wiedervereinigung ein Zeichen für den Frieden setzen.
Auch fand heute, von den Studenten eingeleitet, eine friedliche und solidarische Demonstration für die Ukraine und deren Einwohnern statt. Kiew ist die Partnerstadt von Toronto.
Auf der Westseite des Platzes befindet sich die Osgoode Hall, das städtische Gerichtsgebäude. Hier findet man die Skulptur von Eldon Garnet Löwe und Lamm: Every individual is equal before and under the law and has the right to the equal protection and equal benefit of the law without discrimination.
Es zieht mich weiter Richtung Westen über das Campbell House Museum, Half House nach Chinatown.
Unterwegs gibt es von der französischen Bäckerei "Aux Merveilleux de Fred" noch etwas süße Wegzehrung (Mandelcroissant und Rosinen-Brioche). Sehr lecker....
...bevor mich die "Graffiti Alley" verschluckt.
Nach einem Zwischenstopp im Foodcourt des "The Well" endet der Tag mit einer geführten Tour durch den Distillery Historic District, einigen Top Spots der Stadt (einige davon wie die alte. Rathäuser, das Toronto Zeichen, etc. habe ich schon tagsüber besucht) und der atemberaubenden Aussicht auf das nächtliche Toronto vom CN Tower.
Aber der Reihe nach.
Im Distillery Historic District ist die besterhaltene viktorianische Industriearchitektur in Nordamerika vereint. Hier war einmal die größte Schnapsbrennerei der Welt zu Hause. Diese hatte ihre Wurzeln in einer 1832 von James Wort und seinem Schwager William Gooderham (sprich: Gudderam) gegründeten Kornmühle. Bis 1990 war die Distellerie in Betrieb.
Zum abschließenden Höhepunkt katapultiert uns der Schnell-Aufzug auf den 553 m hohen CN Tower (Canadian National, eine der zwei Telefongesellschaften neben Bell in Kanada).
Der CN Tower wurde nach einer über dreijährigen Bauzeit am 6. Februar 1976 fertiggestellt und löste den Fernsehturm Ostankino in Moskau mit 540 Metern als höchstes freistehendes Bauwerk der Welt ab.
Zwischen 1975 und 2009 war es der höchste frei stehende Turm der Welt. Er wurde dann mit den Bau des Burj Khalifa als höchstes Gebäude abgelöst.
Auf dem Weg ins Hotel lasse ich nochmals alle Eindrücke Revue passieren und schließe dieses Kapitel ab.Read more





















