• Brooklyn - You're still on my mind

    Jun 25–29, 2025 in the United States ⋅ ☁️ 33 °C

    Ich rausche mit der Subway rüber nach Brooklyn. Schnappe mir im Paris Baguette einen Cappuccino und ein Mandelgebäck fürs zweite Frühstück, bevor ich zum ersten Mal ins Transit Museum Brooklyn abtauche. Seit wenigen Wochen bin ich Mitglied. Damit hat man freien Eintritt ($10).

    Wer schon immer alles über die Subway wissen wollte findet es hier. Das umfangreiche U-Bahn-System in New York zählt mit 472 Stationen und einem Streckennetz von etwa 399 Kilometern zu den größten der Welt.

    Das New York Transit Museum befasst sich mit der Geschichte des öffentlichen Personen-Nahverkehrs der Stadt. Es wurde 1976 eröffnet und ist das größte Museum dieser Art in den USA . Seinen Platz fand es in der ehemaligen U-Bahn-Station Court Street, die 1946 nach nur knapp zehnjähriger Betriebszeit stillgelegt wurde.

    Auf zwei Etagen findet man die Geschichte von den Anfängen mit ihren Herausforderungen, den Arbeitsbedingungen und zum Teil einfachsten Mitteln. So wurde früher beim Bau der Tunnel, achnittsweise eine Druckkammer installiert, in die man Luft pumpte, um ein Einstürzen zu verhindern. Die Arbeiter Schichtweise 2-3 Stunden gearbeitet, bevor sie über eine Schleuse den Tunnel verließen.

    In dem unteren Level sind auf einem Bahnhof alle alten Waggons und Triebwagen hintereinander aufgereiht. Man kann diese zum Teil durchschreiten und das Innenleben bestaunen

    Zum Mittagessen bin ich mit Heiko im DeKalb Market verabredet. Wir haben uns über "Loving New York" (www.lovingnewyork.de) kennengelernt und dann irgendwann einmal getroffen. Ursprünglich kommt er aus Berlin und wohnt schon über 10 Jahre in den USA. Wir wählen das Restaurant "Fogo de Chão Brazilian Steakhouse". Sie bieten eine kleine und gute Auswahl von Snacks bis Buffet an.
    Es ist eine entspannte Pause, wir genießen das Essen und plaudern, finden Gemeinsamkeiten, tauschen News aus.

    Nach dem Essen verabreden wir uns für den nächsten Tag abends in der "Westlight" Rooftop Bar in Brooklyn (www.westlightnyc.com).
    Spoiler-Alarm: Leider mussten wir kurzfristig stornieren, da es einen Wetterumschwung mit Regen geben wird, der die Temperatur auf knapp unter 20°C bringt.

    Ich ziehe weiter zu einem Klassiker in Manhattan: dem "Ghostbusters Headquarter". Wer kennt das Gebäude nicht? Die "echte" Feuerwehrstation diente als Kulisse für Teile der 👻 Ghostbusters Filme.
    Seitdem kommen zig tausende Menschen pro Jahr zwischen sieben Uhr morgens bis in die Nacht, um ein Foto zu machen.

    Als ich im Schatten der FDNY Station "8 Hook & Ladder 8" stehe und mein nächstes Ziel plane, legt sich ein Labrador-Mischling zu meinen Füßen. Auch ihr ist es offensichtlich zu warm. Am oberen Ende der Leine steht ein sportlich reifer Mann, mit dem ich in Gespräch komme. Auslöser war meine Kamera. Er fragt mich was ich hier mache und stellt sich als Jonathan vor (so nennen ihn seine Freunde). Jonathan ist freier Fotograf aus NY und hat u.a. für IBM gearbeitet (dort war ich auch Mal über 16 Jahre). Wir fanden uns auf Anhieb sympathisch. Ich war zeitlich flexibel und so blieb ich.... bis nach fast einer Stunde die Freundin seines Hundes Cora kam und wir alle abgemeldet waren. Ich verabschiedete mich und lief zum naheliegenden Hudson River.

    Mein Weg führte mich vorbei am
    Jenga Tower (offiziell: 56 Leonard Street) in TriBeCa (Triangle Below Canal Street) zur Staple Street Skybridge und weiter zum Pier 26 wo der City Vineyard liegt (https://citywinery.com).

    Weiter geht's es mit einem City Bike stromaufwärts Richtung Hudson Square zu Kobra's Ellis Island Mural. Es zeigt wie die USA aus verschiedenen Kulturen entstanden ist.

    Hier nutze ich noch die Gelegenheit zum "Grove Court" zu fahren. Es handelt sich um ein abgelegenes, historisches Stadthaus im West Village. Gleich nebenan findet man das Haus aus der Serie "Friends".

    Den Abend verbringe ich im "Mojo East", einem Sushi Restaurant. Hier gibt es perfektes Sushi aus der Showküche. Jedes Stück wird in Handarbeit vor dem Gast zubereitet und serviert. Sehr aufmerksames und absolut freu dliches Personal lassen es zu einem erstklassigen Erlebnis werden. Man kann entweder frei aus der eher kleinen Karte wählen oder geniesst die "Sushi-Reise", wie es die meisten hier machen.

    Irgendwann spricht mich meine - mir nicht bekannte - Sitznachbarin an. Sie ist mit ihren drei Mitbewohnerinnen zum ersten Mal hier, obwohl sie um die Ecke wohnt. Sie hat es, wie ich auch in Deutschland, über Instagram kennengelernt.
    Nach Englisch spricht sie weiter mit mir auf deutsch. Sie kommt aus Wien und hat Familie in Stuttgart. Nachdem sie das Studium an der NYU beendet hat, lebt und arbeitet sie jetzt in der Stadt.

    Auf der Rückfahrt müssen wir sehr lange warten, bis die MTA uns mitteilt, das die ausgewählte Linie J heute nicht mehr fährt: Signalprobleme. Eine Alternative finden ist easy. Man muss nur offen für andere Richtungen sein. Also fahre ich zunächst nach Uptown, um dann von dort nach Downtown zu gelangen. Nach fast einer Stunde steht die Luft, da kaum Züge einfahren und etwas Erfrischung bringen. 80 Minuten später trete ich an der Station Bowling Green wieder ins Freie.
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