Unterwegs mit einer Ikone
Aug 24–Sep 12 in Canada ⋅ ☁️ 18 °C
Seit 1886 trägt die Stadt den Namen von George Vancouver. Bereits 1901 nannten 26.000 Menschen diese Stadt ihr Zuhause. 1931 waren es bereits 246.000. Das Tempo steigert sich seitdem mit jeder Dekade. Heute leben allein im Stadtgebiet über 750.000 Menschen.
Viele von ihnen gaben ihr ein Gesicht, schrieben Geschichte und Geschichte:
- 1971 Gründung von Greenpeace
- 1977 Die Rückgabe Hongkongs an China bescherte ihr einen neuen Einwanderungsschub aus Asien. Der Anteil liegt heute bei ca. 20%. Das hiesige Chinatown ist nach New York und San Francisco die 3. größte Enklave der Asiaten. Und über 54% gehören einer Minderheit an, wovon etwa 42% asiatischer Herkunft sind.
- 1986 rückte die Expo Vancouver ins internationale Rampenlicht.
- 1991 Douglas Coupland prägte mit seinem Kult-Roman "Generation X" über das Ende der Baby-Boomer-Ära einen Schlüsselbegriff des post- modernen Zeitgeistes.
- 2010 wurden hier die Olympischen Winterspiele ausgetragen.
Heute erkunden wir die Waterfront am Columbia River bis zum Stanley Park. Als erstes erblicken wir am Jack Poole Plaza den Digital Orca. So heißt die pixelig wirkende Skulptur. Der bereits oben erwähnte "Generation X"-Autor und Künstler Douglas Coupland erschuf 2009 diesen 3-D-Riesen. Er besteht aus schwarzen, weißen und grauen Würfeln. Durch 950 LED-Lichter leuchtet der Orca nachts vor dem beeindruckenden Berg- und Wasser-Panorama.
Von Weitem hört man und sieht dann die Wasserflugzeuge, welche am dahinterliegenden Wasserflughafen starten und landen. Jährlich verzeichnet das Vancouver Harbour Flight Centre am Coal Harbour rund 54.169 Flugbewe- gungen (Starts und Landungen).
Viele Passagiere checken hier ein, um das schnellste Verkehrsmittel für einen Transport zu nutzen. Auch ich finde diese Wasserflugzeuge faszinierend und buche spontan einen "Pinch-me views from every angle"- Rundflug. Wir, eine kleine Gruppe von fünf Personen plus Pilot, besteigen die "De Havilland Canada DHC-2 Beaver". Es ist das berühmteste Buschflugzeug der Welt und gilt als kanadische Ikone der Luftfahrt.
Zuerst steigen die zwei Freunde aus dem Kanton Wallis in den Flieger. Da ich alleine bin, habe ich die seltene Gelegenheit den Platz des Co-Piloten einzunehmen. Ein weiteres Pärchen aus Zürich machen die Runde komplett. Zunächst gibt es einige Sicherheits- einweisungen für die Nutzung der Gurte und Schwimmwesten, die man quasi komprimiert über den ganzen Flug trägt (s. Foto).
Wir erleben einen spektakulären Flug mit atemberaubenden Ausblicken aus der Luft. Während des Fluges passieren wir neun Stopps. Natürlich der Blick auf die geschäftige Skyline der Innenstadt. Es geht weiter zu den berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Stanley Park, der English Bay, über die Lions Gate Bridge und die North Shore Mountains. Und das bei bestem Wetter. Ein Traum. Beim Verlassen des Fliegers sagt die junge Frau aus Zürich, das ich einen tollen Rucksack hätte. Wie tauschen einen Kennerblick aus und ich bestätige. Kommt er doch ebenfalls aus Zürich, von der Firma Freitag.
Nach der Sicht auf den Stanley Park aus der Luft, erkunden wir diesen jetzt zu Fuß und starten am Lord Stanley Memorial Monument. Er war es auch, der den berühmten Stanley Cup gestiftet hat. Es handelt sich dabei um die älteste Meisterschaftstrophäe im nordamerikanischen Profisport. Sie wird jährlich an den Playoff-Sieger der National Hockey League (NHL) verliehen. Den Cup habe ich im vergangenen Jahr im Eishockey Museum in Toronto live sehen können.
Der Stanley Park ist ein 405 Hektar großer öffentlicher Park, der an die Innenstadt von Vancouver grenzt und malerische Ausblicke auf das Wasser, riesige Urwälder sowie Attraktionen für die ganze Familie bietet. Zum Vergleich er ist ca. 10% größer als der Central Park in New York.
Wie laufen entlang der 8,8 km langen Vancouver Seawall, einer Naturstein- mauer zum Schutz vor Erosion mit einer Uferpromenade für Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Skater.
Wie passieren Deadman Island, eine historische Einrichtung, die heute militärisch von der Marine-Reserve- einheit, HMCS Discovery, genutzt wird.
Der Name in der Sprache der Squamish-Ureinwohner lautet „skwtsa7s“ und bedeutet schlichtweg „Insel“.
Von weitem schon sehen wir das Eingangstor zum Park der Totempfähle (Totem Pole). Die Sammlung umfasst Totempfähle aus verschiedenen indigenen Kulturen in ganz British Columbia, darunter Alert Bay (Vancouver Island) und Haida Gwaii, sowie Werke der lokalen Coast Salish und Squamish.
Im weiteren Verlauf kommen wir am Brockton Point zur "Nine O'Clock Gun". Es handelt sich um eine historische Marinekanone, die jeden Abend pünktlich um 21:00 Uhr abgefeuert wird.
Diese 12-Pfund-Vorderladerkanone aus Gusseisen wurde im Jahr 1816 in Woolwich, England, gegossen und 1894 nach Vancouver gebracht.
Als nächstes sehen wir im Sonnenlicht den gleichnamigen Leuchtturm "Brockton Point Lighthouse".
Nach einer Erfrischungspause werde ich am Abend überrascht und ins "Five Sails" Restaurant zum Essen eingela-
den. Das legendäre Gourmetrestaurant zaubert, unter der Leitung von Küchen- chef (Mitinhaber) Alex Kim, raffinierte Gerichte aus dem Pazifischen Nordwesten und der Westküste. Die Speisen genießt man mit einem Panoramablick auf den Hafen und die Berge.
Meine Wahl des Drei-Gänge-Menüs:
Pochierte Austern (Vorspeise)
Seetang, Saban, Sesam und Perillasamen, Schnittlauch
Rindfleisch „Galbi“ (Hauptgang)
26 Stunden lang gegartes Wagyu-Short-Rib-Steak, Makgeolli, Shishito-Paprika
Honig (Dessert)
Miso-Karamell-Eis, „Gold Strike“-Honigkuchen, gerösteter Buchweizen
Ein absolutes Highlights, das mir lange im Kopf bleiben wird.Read more

































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