• Auf nach Lake Louise

    Sep 6–12 in Canada ⋅ ☁️ 11 °C

    Der Tag startet bei 11°C und erreicht im weiteren Verlauf maximal 14 °C. Durch die Sonne fühlt es sich wärmer an, so das man zeitweise in kurzer Hose und T-Shirt gehen kann.

    Als wir aus der Unterkunft auf den Highway 16 einbiegen, haben wir unser erstes und was Wildtiere angeht, auch heute einziges Highlight. Wir sehen Maultierhirsche am Straßenrand grasen.

    Nach ein paar Fotos der Tiere folgen wir dem Yellowhead Highway, wie der Hwy 16 auch heißt, Richtung Jasper. Den Blick voraus auf die Pyramid Mountains und den Emir Mountain. Die Strecke führt uns durch den Talbot Lake (links) und den La Biche River (rechts). Rechte Hand sehen wie die Whitecap Mountain und den Mount Cumnock. Es folgen die Cliff Mountains.

    Schnelles Frühstück mit Kaffee und Sandwiches bei Bear's Paw Bakery in Jasper. -> www.bearspawbakery.com

    Ab Jasper nehmen wir DIE legendäre Traumstraße Kanadas, den Columbia Icefield Parkway (Highway 93/93A). Über eine Länge von rund 230 Kilo- metern verbindet er Jasper mit Lake Louise. Dabei führt er uns durch die monumentale Bergwelt Albertas, den Rocky Mountains, auch als „Rockies“ bekannt. Sie sind eine bedeutende Gebirgskette und das größte Gebirgs- system Nordamerikas. Die Rockies erstrecken sich über eine Luftlinie von 4.800 km vom nördlichsten Teil Westkanadas bis nach New Mexico im Südwesten der Vereinigten Staaten.

    Auf dieser Route reihen sich die Seen und Wasserfälle fast wie an einer Perlenkette auf. Als erstes kommen die Athabasca Falls. Diese 23 m hohen Wasserfälle liegen im Athabasca River im Jasper-Nationalpark. Die Fälle sind nicht wegen ihrer Höhe bekannt, sondern wegen der Kraft, mit der das Wasser über den zweigeteilten Fall fließt. Der Athabasca River führt hier meistens zwischen 100 und 200 m³/s, welche dann durch die nur etwa 30 Meter breiten Spalten stürzen. Die größte geschätzte Wassermenge, die der Fall führte, lag bei rund 500 m³/s.

    Als nächstes folgt der Goats & Glacier Lookout. Der Rastplatz bietet Aussicht
    auf den türkisfarbenen Athabasca River und die Fryatt-Bergkette sowie die in der Ferne liegenden Hängegletscher. Mit etwas Glück kann man hier Berg- ziegen sehen.

    Den nächsten Stopp machen wir an den Sunwapta Falls. Der Wasserfall liegt am Sunwapta River einem Nebenfluss des Athabasca River. Er ist insgesamt etwa 18 Meter hoch und rund neun Meter breit. Das Wasser des Sunwapta River stammt vom Athabasca-Glet- scher und fällt hier in zwei Stufen hinab. Der Name Sunwapta ist eine Bezeichnung der First Nation und bedeutet "Wildes Wasser". Wenn im späten Frühjahr die Schneeschmelze auf den Gipfeln eingesetzt, zeigt der Wasserfall die größten Turbulenzen.

    Vom Stutfield Glacier Viewpoint kann man kann den gewaltigen Stutfield- Gletscher sehen, der über zwei nebeneinander liegende Eisfälle ins Sunwapta-Flusstal hinabstürzt.

    Sicherlich das Highlight der Strecke und gleichzeitig eine touristische Abzocke (POV). Es gibt den Columbia Icefield Skywalk, eine stählerne halbrunde Aussichtsplattform. Diese kann man ab CAN $ 51 (€ 31,75) betretten und.... sieht nicht nicht einmal den Gletscher!
    Dann folgt der eigentliche Gletscher, welchen man NUR mit einer geführten Tour befahren darf. Zunächst bringt ein Reisebus die Menschen an den Rand der Eiszunge. Dann erfolgt ein Umstieg in ein extra entwickeltes Fahrzeug, mit dem man auf den Gletscher fährt. Am Ende kann min sich in einem Radius von ca. 50 Metern bewegen, Fotos machen und Gletscherwasser trinken. Das Letzte soll angeblich jünger machen.
    Kostenpunkt: ab CAN $ 132 (€82,17)!
    PS: Das Columbia Icefield sieht man vom Highway aus und kann von dort gut Fotos machen.

    Es folgen noch die 69 Meter hohen Panther Falls auf 1.781 Metern. Ab hier werden die Berge auf der südwest- lichen Seite flacher. Gegenüberliegend sind sie hoch und schneebedeckt. Bis zu Waldgrenze sind beide Seiten mit Tannen bedeckt. Darüber karg. Die Wolken ziehen zu und die bisher wärmende Sonne weicht.

    Fast auf der gesamten Strecke bricht das Handynetz immer wieder zusam- men. In einem Teilabschnitt über 70 Kilometer gibt es gar keine Verbindung.
    Dabei hilft gute Vorbereitung mit vollem Tank und Offline-Karten.

    Jetzt geht es abwärts bevor es an- schließend wieder hoch geht. Gleich- zeitig werden die Berge wieder höher. Sie wechseln sich ab, zum Teil mit Tannen bewachsen über karg bis felsig schroff ab.
    Hier muss es eine Wasserscheide
    geben. Das uns begleitende Wasser ist jetzt mehr hellblau denn türkis und fließt südwärts.

    Der Howse Pass Viewpoint liegt bereits auf nur noch auf 1.593 Metern.

    The North Saskatchewan River und das
    Saskatchewan River Crossing auf 1.445 Metern ist ein wichtiger landschaftlich reizvoller und historischer Zwischen- stopp im Westen von Alberta, im Banff-Nationalpark. Hier, am Schnitt- punkt des Icefields Parkway und des David-Thompson-Highways, hat man eine grandiose Aussicht auf ein Hochplateau mit Wald, Berge und eben den Saskatchewan River. Der Name stammt aus dem 19. Jahrhundert, als Pelzhändler und Entdecker die hier vorhandenen seichten Gewässer nutzten, um den North Saskatchewan River auf ihren Wegen in Richtung British Columbia zu überqueren.

    Noch weitere Aussichtspunkte, an denen wir halten. Hier sieht man die sich wexhselnden Höhenunterschiede:
    - Waterfowl Lake Viewpoint (1.680 m)
    - Peyto Lake Viewpoint auf 2.145 m
    - Bow Lake Lookot auf 1.920 m
    - Hector Lake Viewpoint auf 1.800 m

    Der Icefields Parkway erreicht an seinem höchsten Punkt, dem Bow Summit (Bow Pass), eine Höhe von 2.088 Metern über dem Meeresspiegel.

    Wie erreichen unsere Unterkunft, die Mountaineer Lodge am Lake Louise.
    Spoiler: Lake Louise ist einfach nur enttäuschend.
    Der See ist abgesperrt. Man kommt nicht ans Wasser. Wir haben das am Abend nach dem Essen ausprobiert. Keine Chance. Einzig, wenn man ein Zimmer im Hotel Fairmont Chateau gebucht hat. Dieses gab es für uns fünf ab € 4.500 / Nacht. Ein Schnäppchen!
    Das Parken am See kostet immer die Tagespauschale von CAN $ 42 (€ 26,14), egal ob man fünf Minuten oder den ganzen Tag bleibt! Alternativ kann man mit dem Bus Shuttle zum See fahren. Dieser kostet pro Person CAN $ 39 (€ 24,28).
    Zudem, und das haben wir am nächsten Morgen feststellen können, ist der "Run" zum See ab 5:30 im vollen Gange. Bewertungen sagen, das an manchen Tagen der Parkplatz bereits ab sechs Uhr schon ziemlich voll ist.

    Nein danke. Wir "skippen" dieses Highlight. Das Thermometer zeigt 4°C (und in Deutschland hat es Hitze).
    Read more