• Wirtschaftsboom und Wild-West-Tradition

    Sep 10–12 in Canada ☀️ 12 °C

    Calgary. Nach Toronto gilt Calgary als die stärkste Wirtschafts- und Konzern- stadt Kanadas mit zahlreichen moder- nen Wolkenkratzern. Die Stadt ist auch berühmt für ihr Western-Flair, Saloons und ihre tiefe Verbundenheit zur Rinderzucht. Die jährlich im Juli statt- findende Calgary Stampede ist die größte Rodeoshow der Welt und prägt die Identität der Stadt als „Stampede City.

    Größte Städte Kanadas nach Metropolregion
    (Quelle: Volkszählung 2021)
    1. Toronto - 6.202.225
    2. Montreal - 4.291.732
    3. Vancouver - 2.642. 825
    4. Ottawa - 1.488.307
    5. Calgary - 1.481.806

    Damit ist Calgary nach Einwohner- zahlen kleiner und dennoch wirtschaft- lich wichtig für das Land.

    Mit der im Zentrum "kostenfreien" Bahn geht es ein paar Stationen nach Down- town. Diese ist sehr einfach zu nutzen, da es nur zwei Linien gibt, East-West und South-North. Im Stadtzentrum laufen sie ein paar Stationen parallel. Und alle Ziele außerhalb des grünen Bereichs, z. B. zum Flughafen, kosten CAN $ 4,00, also etwa € 2,48. Damit ist es mindestens € 10,00 günstiger als in Deutschland für eine vergleichbare Strecke.

    Wir frühstücken an der Fifth Ave im OEB Breakfast Co. (Spoiler-Alarm: Adresse und Atmosphäre der Eatery erinnert mich an NYC). Ich wähle einen Cappuccino, ein Tropical Mango mit Mango, Ananas und Banane. Das Essen ist ein Taco Avocado mit Lachs.

    Anschließend starten wir trotz des Regenwetters einen Rundgang durch die Stadt. Der Weg führt uns von Kunst über Bauwerke bis zur Natur. Hierbei sehen wir die "Wonderland Sculpture", ein gewaltiges, 12 Meter hohes Kunst- werk aus Drahtgeflecht, das den Kopf eines jungen Mädchens darstellt und vor dem „The Bow“-Gebäude steht.

    Es folgt der 190,8 m hohe freistehende Calgary Tower. Ursprünglich hieß er „Husky Tower“ und entstand als Gemeinschaftsprojekt der Marathon Realty Company Limited und Husky Oil im Rahmen eines Stadterneuerungs- plans sowie zur Feier des 100-jährigen Bestehens Kanadas im Jahr 1967. Der Turm wurde für 3.5 Millionen CA$ errichtet und wiegt 10.884 Tonnen, wovon 60 % unter der Erde liegen. Er wurde am 30. Juni 1968 als höchstes Bauwerk in Calgary und als höchstes in Kanada außerhalb von Toronto für die Öffentlichkeit eröffnet. Im Jahr 1971 wurde er in „Calgary Tower“ umbe- nannt.

    Von hier aus bummeln wir über den Stephens Avenue Walk (8th Ave.), einer berühmten Fußgängerzone in Calgary. Das Straßenbild wird bestimmt von Restaurants, Pubs und Shops. In einem für Cowboyausstattung probieren wir alle Cowboystiefel, was uns zum Teil sehr amüsiert.

    Da der Regen jetzt wieder an Stärke zunimmt, gehen wir in die "Devonian Gardens" und dem +15 Skywalk. Hier kann man problemlos im Trockenen shoppen, eine Kaffeepause einlegen oder einfach nur das Geschehen beob- achten. Erstaunt haben mich die Gärten in der obersten Etage, in denen man gemütlich schlendern kann, sein Mittagessen genießt, Kinder beim Spielen zuschaut oder einfach die Pflanzen entdeckt.
    Die "Devonian Gardens" sind eine städtische Oase im Herzen von Calgary und bieten einen Hektar großen bota- nischen Garten mit über 500 Bäumen, 50 Pflanzenarten, einer 900 Quadratfuß großen lebenden Wand, Springbrun- nen, Fischteichen und einem Spielplatz zum Klettern und Entdecken.

    Wir passieren auf dem Weg zum Bow River das Viertel Chinatown. Wie schon in Vancouver, ein eher herunterge- kommenes Quartier, das wenig einladend wirkt. Es gibt zwar den Sien Lok Park sowie ein Kulturzentrum neben den authentisch anmutenden Restaurants.
    Am Abend des 11. September findet eine Lampionparade statt, die wie leider nicht mehr erleben können (Rückflug).

    Am Bow River laufen wir langsam bis zum Prince's Island. Wir passieren die
    Jaipur Bridge, den Eau Claire Plaza und sehen einen Präriehasen.
    Über die Peace Bridge gelangen wir auf die andere Seite, um von dort den Rückweg anzutreten.

    Für den letzen Abend entscheiden wir uns für das Restaurant "Saltlik", einem Steakhouse. Die Steaks kommen selbstverständlich von Tieren aus Alberta. Unser Waiter Haseed teilt uns mit, das er aus Pakistan eingewandert ist. Seine Eltern wohnen in Ontario. Er ist sehr freundlich und aufmerksam. Wir haben eine fabelhaft schöne Zeit. Danke.
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