Canada
Silver Lake

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2 travelers at this place

  • Day4

    Kitchener-Waterloo

    July 3, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 26 °C

    Der Tag heute stand fast ganz im Zeichen der Verfolgung unserer kanadischen Wurzeln: Wir fuhren von Elmira nach Waterloo, wo meine Mutter geboren worden ist und mit ihren Eltern gelebt hat. Wir parkten bei der University of Waterloo und gingen zu Fuß in Richtung Innenstadt. Auf dem Weg kamen wir vorbei am Waterloo Park, wo meine Mutter früher mit ihrer Mutter schon die Tiere beobachtet hat. Unter anderem wurden hier Bären gehalten (https://www.therecord.com/news-story/8401116-waterloo-park-s-animal-farm-has-evolved-over-the-years/) und es existieren wohl sogar noch Fotos, die meine Mom mit den Bären zeigen - vor über 50 Jahren.
    Anschließend liefen wir - mal wieder in brütender Hitze - zur Straße, in der meine Großeltern damals lebten. Leider steht das Haus schon lange nicht mehr. Dennoch war es cool zu sehen, wo es gestanden haben muss und sich vorzustellen, wie dort damals alles aussah, wo man hin ging und seine Zeit verbrachte und wie es sich angefühlt haben muss.
    Den Abschluss dieses erinnerungsreichen Teil des Tages bildete dann der Besuch des Krankenhauses, wo meine Mutter geboren wurde. Es ist zwar ein Krankenhaus wie vermutlich jedes andere kanadische Krankenhaus, aber es war dennoch etwas Besonderes, dort gewesen zu sein.

    Damit wir heute Abend nicht verhungern, schauten wir noch bei einem alteingesessenen italienischen Delikatessenmarkt vorbei (https://www.vincenzosonline.com/) und ich muss sagen, dass ich froh bin, im Urlaub zu sein und daher nicht unbegrenzt einkaufen zu können. Ansonsten hätten vermutlich der ein oder andere Kanister Olivenöl oder Pakete mit ausgefallener Pasta den Weg in den Einkaufswagen gefunden.

    Um den Tag abzurunden, gingen wir noch zum Markt in Kitchener, tranken etwas und lauschten der Live-Musik. Auch hier hatte ich wieder den Eindruck, dass Kanadier ein entspanntes und offenes Volk sind: Niemand scheint hektisch oder unfreundlich zu sein und wenn man möchte, kommt man sehr einfach mit neuen Leuten ins Gespräch, ohne dass man den Eindruck hat, die Gegenseite würde dies nur oberflächlich und aus Höflichkeit tun.

    Die Gegend hier erinnert mich landschaftlich an den Niederrhein: Es ist ebenso flach und es grenzt eine Farm an die nächste.

    Gleich werden wir mit Ian noch etwas kochen und den Tag dann wohl ganz ruhig ausklingen lassen.

    Heute nur zwei Bilder: Einmal Waterloo Park und einmal ein Teil des Markts in Kitchener.
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  • Day127

    Mach et yut, alte Dame!

    September 12, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 20 °C

    Der Tag unseres Abschieds rückte immer näher und es blieben noch ein paar Dinge zu erledigen bevor es in den Flieger Richtung Deutschland ging. Das beinhaltete vor allem alle die organisatorischen Dinge, die wir zu Beginn unserer Reise abwickeln mussten, wieder rückgängig zu machen. Wir mussten also unsere Autoversicherung kündigen, das Bankkonto schließen und.. ja.. wir mussten uns wieder von unserer Hilde trennen. Keiner von uns Beiden hatte jemals zuvor ein eigenes Auto besessen und wir müssen zugeben, dass wir es unwahrscheinlich genossen haben, derart selbstständig unterwegs zu sein, vor allem in Ländern wie den USA und Kanada.
    Wir waren ja schon super froh, dass uns die gute Hilde 17000 km sicher durch Nordamerika getragen und trotz ihrer vielen kleinen Handicaps bis zum Ende durchgehalten hatte. Dennoch waren wir nach wie vor der Meinung unsere treue Begleiterin sei noch viel zu sehr in Schuss, um sie in den ewigen Ruhestand zu schicken. Daher versuchten wir wirklich alles einen neuen Besitzer für sie zu finden, der ihr solides Fahrgestell, ihre einfache unkomplizierte Art und ihren rustikalen Charme zu schätzen wusste und bereit war ein wenig Geld in die Hand zu nehmen, um die kleinen Wehwehchen auszubessern. Unser großes Problem war wieder einmal die Provinz Ontario, dessen komplizierte und teuren Richtlinien die meisten Traveller ohnehin von einem Kauf in dieser Provinz abhält und die zudem bei jedem Autokauf einen Sicherheitscheck verlangt. Hätten wir das Auto in jeder anderen Provinz gekauft und dort auch wieder verkauft wäre das nicht nötig gewesen. Es war nahezu ausgeschlossen, dass Hilde den Sicherheitscheck mit den vielen kleinen Baustellen bestehen würde. Das bestätigte uns auch nochmal Beates Mechaniker. Nachdem auch der letzte Bewerber im Rennen um Hilde schließlich ausgeschieden war, entschieden wir uns schweren Herzens dafür, sie dem Autohospiz zu übergeben und sie in ihren wohlverdienten ewigen Ruhestand zu entlassen. Sie hat wirklich unglaubliches geleistet und den Kontinent mehr als einmal durchquert. Sie hat uns getragen, geschützt und geborgen. Sie hat uns einen Platz zum Schlafen, zum Essen, zum Lachen, einen Platz zum Leben gegeben. Sie hat uns begleitet, auf einer wundervollen Reise durch zwei wunderschöne Länder. Sie hat uns eine Zeit ermöglicht, die uns niemand mehr nehmen kann. Ruhe in Frieden, liebe Hilde.
    Wir haben ihre Organe und alles was noch verwendbar ist, zur Organspende freigegeben. Auf das zumindest ein Teil von ihr, ihre lange Reise fortsetzen kann.
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  • Day129

    Letztes Wochenende in good old Canada

    September 14, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 25 °C

    Unser letztes Wochenende in Kanada steht an und wir wollten noch einmal schön kanadisch feiern gehn. Zuvor wollten wir uns jedoch zunächst noch bei Kevin und seinen Eltern für die Zeit am Cottage revanchieren. Wir luden sie zum Abendessen in Beates Haus ein. Mit selbstgekochten Essen verbrachten wir noch einen schönen Abend mit allen.
    Wir waren leider noch vom Campingtrip ziemlich erkältet, aber nichts was man nicht mit ner anständigen Runde Bierpong in den Griff kriegen könnte. Emma hatte ohnehin schon ihre Freunde aus dem Studium eingeladen und Jonas war auch schon quasi auf dem Weg zu Beates Haus, sodass wir aus der Nummer eh nicht mehr rauskamen. Also rappelten wir uns auf und begannen den Abend im Garten mit ein paar Bier. Später verlagerten wir das Geschehen an den großen Esstisch, der zum Bierpongtisch umfunktioniert wurde. Im Anschluss daran gings per Uber nach Waterloo Uptown in einen kleinen Musikschuppen. Wir tanzten, tranken und lachten und hatten n wirklich coolen Abend! Beim nächtlichen Familienpizzasnack, schliefen dann bereits 2/3 der Crew gesättigt und zufrieden auf dem Sofa ein.
    Das letzte Wochenende bedeutete auch das letzte mal St. Jacobs Farmersmarket und der wird uns wirklich fehlen. Es ist einfach ein so cooler Ort mit so vielen netten Menschen und toller Athmosphäre. Wir versuchten noch einmal uns alle Eindrücke, alle Gerüche und Geräusche und den Geschmack vom erstklassigen Latté einzuprägen, um noch lange daran zurückdenken zu können. Hoffentlich bekommen wir noch einmal die Gelegenheit mit all den tollen Menschen, die wir hier getroffen haben, hier zusammen zu sitzen, frischen Kaffee zu trinken und zu lachen und zu erzählen.
    Am Abend gingen wir noch mit Jonas, Emma Janosh, Kayleigh und Beate und einem Freund von ihr zu einem Straßenfest mit Livemusik in der Nähe. Wir lauschten der Musik, genossen den lauen Abend an der frischen Luft und tranken noch etwas in einer Bar zusammen bevor es dann wieder zurück nach Hause ging.
    Es war ein wirklich schönes letztes Wochenende hier in Kanada und wir werden einiges hier ziemlich vermissen.
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