• Zwei Seiten des Rainbow Villages

    29.–30. jul. 2025, Indonesien ⋅ ☁️ 21 °C

    Mit einem Bus, der ganze drei Stunden zu spät war 🙄, fuhren wir von Banyuwangi nach Malang. Der Luxusaufenthalt in unserem Hotel war nun vorbei und wir waren schneller wieder in der Realität als uns lieb war. Die im Boden eingelassenen Toiletten sind immer wieder ein Herausforderung, aber was muss das muss. 🤷🏼‍♀️ Als wir aus dem Bus ausstiegen, wurden nicht nur unsere Taschen ausgeladen, sondern auch zwei Motorbikes – interessant was hier immer so von A nach B transportiert wird mit den Bussen. 🤔

    Nachdem wir noch ein paar Stunden in unserem Hostel schliefen, erkundeten wir die Stadt. Besonders beeindruckend in vielen Hinsichten war für uns das „Rainbow Village“. Dieses 2016 von Studenten der Universität Malangs initiierte soziale Projekt liegt nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt und gilt als eines der wohl farbenfrohesten Viertel Indonesiens. Der richtige Name des Viertels ist „Kampung Warna-Warni Jodipan“.
    Über 100 Häuser am Fluss „Brantas“ wurden in kräftigen Farben bemalt, um das sehr verarmte Viertel aufzuwerten und Touristen anzulocken. Die Bewohner verdienen heute mit kleinen Shops, Streetfood-Ständen und Souvenirverkäufen ihren Lebensunterhalt – ein Beispiel für Community-Tourismus mit sozialer Wirkung. Doch die andere Seite ist auch, dass die Armut weiterhin überall zu sehen ist. So nett es ist die teilweise sehr runtergekommenen Häuser bunt anzumalen, so sehr sieht man auch in allen Ecken Müll und Kinder, die daraus Spielzeug basteln. Wir sehen Szenen, die uns nachdenklich stimmen und auch wenn wir in die Kamera lächeln, fühlt es sich auch oft falsch an. Die zwei Seiten eines eigentlich so liebevoll gemeinten Projektes.

    Gegenüber des „Rainbow Villages“ sind alle Häuser ausschließlich blau bemalt. Das Viertel wurde zu Ehren des lokalen Fußballclubs „Arema FC“ gestaltet. Blau ist nämlich dessen Vereinsfarbe und Symbol für Stolz und Zusammenhalt in Malang.

    Nach unserer Stadterkundung ging es in einen großen Supermarkt. Wir haben in unserem Hostel nämlich eine Gemeinschaftsküche und wahnsinnigen Appetit auf Kartoffelbrei. Wie wir zu unserem Glück kamen und warum unser Gepäck immer größer wird, seht ihr in unserer Videodokumentation dazu. 😉
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