• Unter tausend Wasserfällen duschen 🚿

    31. juli 2025, Indonesien ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute erwartete uns eine absolute Highlight-Tour. Während die Wackinger gerade das Wacken Open Air 2025 unsicher machen (danke, dass ihr mich so schön aus der Ferne daran teilhaben lasst 😬🤘🏻) ging es für uns früh morgens knapp 2,5 Stunden mit dem Auto in das kleine Dorf Sidomulyo. Nach der Ankunft wurde unserer kleinen Zufalls-Gruppe, bestehend aus 5 Personen (ein südafrikanisches Pärchen, eine Griechin + wir) am Eingang ein Guide zugewiesen. Nun ging es knapp 1 Stunde bergabwärts – über Stock und Stein, Bambusleitern und vielen kleinen Wasserfällen hangelten wir uns am Abstieg entlang. Ein absolutes Abenteuer und nichts für schwache Nerven. 😅 Und dann waren wir endlich angekommen – am Fuß des „Tumpak Sewu“ Waterfall (übersetzt: „tausend Wasserfälle“). Dieser Ort sieht aus, als wäre er aus einem Fantasyfilm entsprungen. Hunderte feine Wasserströme stürzen in einem halbkreisförmigen Kessel rund 120 Meter in die Tiefe – umgeben von dichtem Dschungel und mit dem großen Vulkan „Semeru“ im Hintergrund. Bis dahin fühlte es sich bereits an als hätten wir geduscht. Dank unserer geliebten North Face Regenjacken (unbezahlte Werbung 🤪) alles kein Problem. 😎

    Dieses Naturphänomen raubt einem wirklich den Atem. Wir hätten noch ewig dort stehen können, um dem Rauschen des Wassers zuzuhören. Doch unser Guide fragte wie viel Zeit wir mitgebracht haben, denn er würde uns noch einen Geheimtipp zeigen. Gesagt getan – nach 20 Minuten Fußweg standen wir vor der „Goa Tetes“ – einer Tropfsteinhöhle, durch die ein kleiner Wasserfall fließt. Theoretisch kann man auch in die Höhle hinein und dort im orangefarbenen Wasser baden, jedoch hatte die liebe Xenia einen kleinen Kreislaufzusammenbruch auf dem Weg nach oben. Der Guide erzählte uns, dass das hier häufig vorkommt, aufgrund des hohen Luftdrucks und der Feuchtigkeit. Da kann man schon mal weiche Knie bekommen. Er war jedoch bestens ausgestattet und versorgte sie mit einem besonderen indonesischen Öl und Honig. „Minyak Kayu Putih“ heißt das Wundermittel Indonesiens. Es bedeutet wörtlich „Öl des weißen Holzes“ und wird aus den Blättern des Cajuput-Baumes gewonnen. Man findet es wohl in jedem indonesischen Haushalt, weil es gegen so ziemlich alles helfen soll. 😅 (Zusatz: Nach der Tour habe ich davon direkt eine Flasche für Notfälle gekauft 🤓)
    Da ich Xenia nicht so lange allein lassen wollte, reichte mir ein kleiner Blick in die Höhle hinein und das Badeerlebnis beschränkte sich auf unsere Dusche unter den Wasserfällen – was auch absolut ausreichend war. 😬

    Nach einem sehr anstrengenden Aufstieg ging es mit unserem Fahrer wieder zurück Richtung Malang. Jedoch hielten wir noch für ein klassisches indonesisches Mittagessen: Gebratene Nudeln mit Ei. 🍜

    Diese Tour werden wir so schnell nicht vergessen. Dank unseres super informierten Guides haben wir nicht nur viel gelernt, sondern auch den wohl beeindruckendsten Wasserfall Indonesiens hautnah erleben dürfen. 🙏
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