Der größte buddhistische Tempel der Welt
2. august 2025, Indonesien ⋅ ☀️ 30 °C
Gestern ging es weiter mit dem Zug von Malang nach Yogyakarta – mittlerweile haben wir auf Java in wenigen Tagen bereits über 1.000 km mit Bus und vorwiegend Bahn zurückgelegt. In Malang besuchten wir die tausend Wasserfälle – das war Xenias großer Wunsch und heute wurde mir mein Wunsch erfüllt. Wir besichtigten den größten buddhistischen Tempel der Welt. 🤩
Mit dem Roller ging es knapp eine Stunde aus Yogyakarta raus, vorbei an grünen Reisfeldern, durch kleine Dörfer und im Hintergrund die Silhouette des Merapi-Vulkans. Wir kamen gegen Mittag an und die Sonne brannte ordentlich. 🥵
Am Eingang des riesigen Geländes wurden wir mit einem Shuttle in das Zentrum der Parkanlage gefahren. Dort zogen wir eine Wartenummer, die uns gleichzeitig einem Guide zuordnete. Ebenfalls mussten hier Schuhe gegen Stoffschlappen getauscht werden, weil der Tempel aus empfindlichem Vulkangestein besteht und damit Beschädigungen entgegengewirkt werden soll. Doch das Ausziehen der Schuhe hat auch eine spirituelle Bedeutung im Buddhismus – es steht für Demut und Achtung vor einem heiligen Ort. Auch gab es für jeden noch eine Wasserflasche, die wir bei der Hitze gut gebrauchen konnten. ☺️
Nachdem unser Guide eintraf und unsere Gruppe vollständig war, liefen wir circa 15 Minuten zum Borobudur. Bereits aus der Ferne war ich zutiefst beeindruckt. 🤩
Der Borobudur ist aufgebaut wie eine riesige Pyramide, die sich spiralförmig nach oben windet. Auf einer Fläche von 2.500 m² erzählen auf jeder Ebene 2.672 Reliefplatten und 504 Buddha-Statuen Szenen aus dem Leben Buddhas. Auf dem Weg durch die einzelnen Ebenen berichtete uns der Guide ganz viel Wissenswertes über den Tempel und den Buddhismus selbst.
Der Borobudur entstand im 8.–9. Jahrhundert unter der Sailendra-Dynastie. Nach dem Niedergang des Buddhismus auf Java wurde er über Jahrhunderte von Dschungel und Vulkanasche bedeckt und erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Unter niederländischer Kolonialherrschaft begann eine erste Restaurierung am Anfang des 20. Jahrhunderts. Richtig umfassend restauriert wurde der Tempel dann erst in den 70er und 80er Jahren unter der Federführung der UNESCO. Mittlerweile ist der Borobudur nämlich auch als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet und das aus meiner Sicht absolut zurecht! Selten hat mich ein Bauwerk so beeindruckt wie dieser Tempel.
Die Tempelanlage ist wie ein dreidimensionales Mandala aufgebaut und symbolisiert den „Weg zur Erleuchtung“ – der Aufstieg von der Welt der Begierden (unten) bis zur Vollendung und Erleuchtung (oben). Insgesamt gibt es 9 Plattformen: 6 quadratische unten + 3 runde weiter oben und an der Spitze eine zentrale Stupa.
Oben angekommen, bot sich ein unglaublicher Ausblick: Rundherum dichte grüne Hügel, Palmen und Vulkane in der Ferne. Zwischen den Stupas, den glockenförmigen Steinbauten, saßen die Buddha-Statuen.
Unzählige Fotos und Eindrücke später, traten wir dann am späten Nachmittag erschöpft, verschwitzt, aber tief beeindruckt den Heimweg an. ☺️ Dafür hat sich die weite Anreise auf jeden Fall gelohnt! 😍Læs mere

























