• Tag 15 Kjellingstraumen Fjordcamp - Nesn

    8. juli 2024, Norge ⋅ ☁️ 10 °C

    Ich werde durch den Mövenwecker um 6:00 Uhr wach. Sie schreit mir höllisch laut ins Ohr. Schade, dass man Möwen nicht essen kann oder hat einer von euch schon mal eine gegessen ? Ich schau nach oben und sehe am Zelt Himmel Regentropfen. Ich entscheide, ich lasse das aufstehen sein und lege mich nochmal hin. Gegen 7:30 Uhr muss ich doch raus zum Plumsklo. Ich versuche danach das Zelt ein bisschen trocken zu reiben und irgendwie in den Transport Sack zu stopfen. Der Rest wird auch gepackt und Elise beladen, Abflug. Es nieselt leicht und ich fahr die FV17 nach Süden. Habe ich schon Gewalt wie schon es hier ist. Zum Sonnen kommt man hier nicht her, sondern für die Aussicht, die Natur, die Luft und alles drumherum. Diese 650Km lange Küstenstraße alleine ist schon ein Erlebnis. Zwei Fähren liegen am Weg, bei der Ersten stehe ich in Poleposition neben 3 Holländer mit 12xx GSen , die reden nicht mit anderen Motorradfahrern. Dem am freundlichsten aussehenden drücke ich ein Gespräch rein. Das hat er jetzt davon. Er versucht sich diesem zu entziehen, aber ich folge ihm. Schließlich sucht er Schutz bei seinen Kollegen und kann nur noch holländisch reden. Selber schuld. Fähre dauert doch länger, Abfahrt verschiebt sich. Die Zeit habe ich mit Pommes überbrückt. Nicht so wie vom Mäckes , aber heiß und fettig. Zweite Fähre fährt von Jektvik nach Kilboghavn, hier überquert man den Polarkreis, die Weltkugel am Ufer zeigt es an. Natürlich wurde eine Durchsage gemacht und alle rumpeln auf die Backbord Seite. Das Schiff bekommt Schräglage und nun weiß ich auch warum Elise angegurtet wurde. Es gibt an Bord einen großen Aufenthaltsraum und einen ganz Kleinen. Ich denke der ist für VIPs oder 1. Klasse, nee für Hundebesitzer mit ihren Fellnasen. Ich bin kurz am überlegen ob ich als Hundling auch da rein muss. Zwischendurch Schaukel ich ein bisschen und gehe dann Lego spielen. Nein ich habe keinen Joint geraucht. Es ist für Kinder Unterhaltung gesorgt. Ich unterhalte mich mit Dänen und Norweger, Deutsche wollen nicht mit mir reden. Vielleicht liegt es an meinem Geruch, die Dusche ist schon ein paar Tage her.
    Ich fahre an einem Rastplatz vorbei der eine stylischer Toilette hat und ein Denkmal für ein gesunkenes Norwegisches U-Boot , dass auf eine deutsche Seemine gelaufen - I feel sorry.
    Am zweitgrößten Gletscher von Norwegen vorbei. Er ist 370 Quadratkilometer groß.
    Ich checke mal Google und finde den Campingplatz Topcamp Havblikk - Helgeland in ungefähr 50 Km. Gutes Timing, kauf noch was im Supermarkt und dann ab zum Platz.
    Aufbauen, Essen machen vielleicht duschen, aber auf jeden Fall Wäsche waschen.
    Hier gibt es wieder laute Rockmusik auf der der Toilette, damit man die Geräusche vom Nachbarn nicht so mitbekommen. Das habe ich schon auf einigen Campingplätzen erlebt, gut nicht bei dem mit den Plumpsklo. Ich bin hier alleine auf der Toilette und kann so laut sein wie ich will ….
    Ich habe in der Gemeinschaft Küche noch einen netten Plausch mit einem älteren Schweizer Ehepaar, die seit 3 Monaten unterwegs sind. Sie wollen von Zürich zum Nordkap. Mit dem Fahrrad ! Daumen hoch ! 👍
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