• Alle guten Dinge sind drei

    January 23 in Norway ⋅ 🌙 -2 °C

    Nachdem ich gestern Abend ohne nächtliche Abenteuer ins Bett bin war ich heute schon wieder halbwegs auf der Tageslicht Seite und wollte einen Ausflug nach Henningsvær machen und danach einen gemütlichen Abend. Aber wieder kam es anders...
    Henningsvær wollte ich v.a. endlich mal die Drohne steigen lassen, solange es noch so Windstill ist und perfektes Wetter hat.
    Mittlerweile muss ich vor mir selbst zugeben, Drohne fliegen macht mir keinen Spaß, sondern setzt mich enorm unter Streß. Denn nicht nur bedarf es einer erheblichen Vorbereitung, in Norwegen muss man offiziell angemeldet sein, und ist man das nicht, drohen hohe Strafen. Ich fühle mich dann immer ein bisschen wie eine Kriminelle, wenn ich das Ding auspacke. Und weiter weg fliegen schaffe ich auch nicht ohne Bauchkrämpfe, denn ich denke dann immer sie haut mir gleich ab...
    Als ich dann all meinen Mut zusammen genommen habe, um sie in Henningsvær steigen zu lassen, verkündete sie auf 60m Höhe es gäbe Elektronische Spannungen (oder so ähnlich) und sie würde sofort zurück kommen. Gerade noch gelangen mir 2 Stadtansichten in dieser Höhe, und ich fühlte mich mal wieder bestätigt.
    Machte noch ein paar Aufnahmen von den Fischern, die ihren gesalzenen Skrai aufhängten.

    Zu Hause gab es gleich wieder Streß: Heimgekommen, Kaffee getrunken, Polarlicht fotografiert, Abend gegessen, Polarlicht fotografiert. Das war wieder ein Geomagnetischer Sturm, ob das jetzt die letzten Zipfel von dem großen waren, oder ein neuer weiß ich nicht, aber ich habe alle Phasen bis um 1 Uhr mitgenommen und es war wieder so gewaltig schön, das ich einfach nicht nach Hause fand, obwohl ich schon gar keinen Auslöser mehr drücken konnte, so kaltgefroren waren meine Hände.
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