• 最終アクセス場所
    🇳🇴 Leknes, Norwegen

    Geld verbrennen...

    2月1日, ノルウェー ⋅ 🌨 0 °C

    Gestern hatte ich einen Fußpflege Termin in Leknes. Das habe ich für einen Großeinkauf genutzt, hatte wenig Frisches mehr. Und tanken musste ich auch. Da habe ich innerhalb von 3h 350€ verbrannt. 100€ für die medizinische Fußpflege (die bei mir leider kein Luxus ist sondern zwingend notwendig), 100 für den Diesel und 150€ für Grundlebensmittel, überwiegend Gemüse, bisschen Obst, Haferflocken, Milch, Joghurt, Lachs, Sauerkraut, Vollkornreis etc...
    Der einzige Luxus, den ich mir gegönnt habe war ein Käse der lecker ist (im Gegensatz zum Industriekäse) für 7€ für 200gr. Muss manchmal einfach sein.
    Die Fahrt war richtig fies, der Wind peitschte über die Straße und verteilte den Schnee neu, es gab richtig dicke Schneeverwehungen, v.a. auf dem Rückweg, und ein Auto was in einen tiefen Graben geschleudert ist. - Saß zum Glück niemand drin.
    War jedenfalls froh wieder daheim zu sein.
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  • Sturm und Faulzeit

    2月1日, ノルウェー ⋅ ❄️ 0 °C

    Der Februar beginnt mit einem Sturm, Schnee und Schneeverwehungen. Es ist total ungemütlich draußen und fühlt sich richtig kalt an, obwohl es nur -2° hat. Gefühlt -10°, dabei waren die bei Windstille wesentlich besser zu ertragen.
    Ich habe endlich mal richtig lange geschlafen und auch den 1/2 Tag auf dem Sofa verschlafen, habe das wohl gebraucht... Dann mal wieder eine richtige Mahlzeit gekocht: Lachs und Lauch auf Reis, ein sättigendes Sonntagsmahl. So was gibt's nur bei Schlechtwetter 😅.
    Und vorhin traute ich meinen Augen nicht: Der Schneepflug räumt meine Einfahrt frei 😀. Jan-Ivar, der Kfz Mechaniker meines Vertrauens sitzt da drin und ich glaube er mag mich.
    Ich habe meine Weihnachtsplätzchen mit ihm geteilt und er revanchiert sich. Freundlichkeit, die zurück kommt. 🤗
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  • Noch ein letztes Mal...

    1月29日, ノルウェー ⋅ 🌙 -6 °C

    Ein herrlicher Tag, aber ich war wieder etwas matt von der Nacht und habe mir den Wechsel der Farben überwiegend von der Terrasse aus abgesehen. Nur eine kleine Exkursion habe ich gemacht, um die neuen Tierspuren zu dokumentieren. Ich versuche immer noch rauszukriegen, welchen Weg der Otter nimmt, um dort mal eine Wildkamera aufzustellen.
    Es war für diesen Zyklus der letzte Abend mit klarem Himmel und potentiellen kleinen Sonnenstürmen, deshalb habe ich schnell noch mein Abendessen vorgezogen bevor ich aufgebrochen bin. Es war unterwegs schon kräftig am flackern, aber als ich an meinem ersten Aurora Platz ankam, bereits am abbauen. Da konnte ich gleich weiter fahren nach Kabelvåg, wollte ein paar Einstellungen auf der Mole versuchen. Und es hat tatsächlich viel besser geklappt diesmal, weil die Stadt vom Mond beleuchtet war, und daher die hellen Strahler gar nicht mehr so aufgefallen sind. Immer erst wenn das Polarlicht nachlässt merke ich wie kalt mir ist. Trotz Thermosohlen in den Schuhen war ich bei knapp -10° schon nach 1,5h bis auf die Knochen durchgefroren...
    So ganz nach Hause wollte ich aber noch nicht, sondern nochmal einen Platz probieren, den ich mir mal im Sommer markiert habe.
    Eine tolle Bucht, mit luxuriösen Ferienhäusern außenrum und wohl auch einer tollen Sauna. Das halb verschneite Verbotsschild könnte ich in der Dunkelheit leichter ignorieren als im Sommer und bin einfach durchgefahren an den Strand.
    Was für eine tolle Sicht und es gab dann sogar 2 kleine und eine größere Aurora Aktivität. Ich wollte ja nur mal schnell machen und ein paar Fotos von der Mole schießen, aber sobald ich zurück beim Auto war, kam ein neuer Stoß, so daß ich wieder zurück stapfen musste. Das ist gerade nirgends einfach, denn alle freigeschobenen Flächen (wo man endlich mal das Auto los wird) sind umkränzt von riesigen Schneeeis-Wällen, die es zu Überklettern gilt. Mit 2 Stativen (mit Kameras) in der Hand, und Neuropathie in den Füßen...
    Aber bei so tollen Himmelslichtern überwinde ich mich auch in der tiefen Nacht und Durchgefroren.
    Das ist ja das schöne, wenn du weißt, ein warmes Zuhause wartet auf dich 🤗. Habe dann auch noch 2h auf dem Sofa gelegen, mit der Heizdecke im Rücken und Wärmesocken an den Füßen, bis meine Betriebstemperatur wieder hergestellt war, und ich ins Bett gehen konnte.
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  • Besuch und ein kleiner Sonnensturm

    1月28日, ノルウェー ⋅ ⛅ -3 °C

    Wieder ein gnadenlos schöner Tag. Ich bin endlich wieder sortiert, alle Speicherkarten runtergeladen, Batterien wieder gefüllt - auch meine Eigene, und so fühle ich mich auch bereit wieder Besuch zu empfangen. Sandrao fährt mit einem großen Renau Kastenwagen, den sie/er sich ausgebaut hat zum Nordkap und erfüllt sich damit einen langen Traum. Als Heizung nutz sie einen einfachen Holzofen, so was habe ich auch noch nie in einem Wohnmobil gesehen. Es war eine sehr interessante Begegnung, denn er/sie ist ein Zwitter, der als Baby zur Frau operiert wurde (so wie das wohl bis heute üblich ist), und einen Jahrzehnte langen Leidensweg hinter sich hat, denn Hormone und die innere Einstellung passten einfach nicht zu ihrem Körper und erst mit 30 fand sie heraus, was damals gemacht wurde. Jetzt, wo sie Bescheid weiß, kann sie Medikamente nehmen, um die fehlgeleiteten Hormone auszugleichen.
    Als Notfallsanitäter bei der Bundeswehr war er/sie auch schon in vielen Ländern, 2 mal in Afghanistan und hat schon einige Erfahrungen sammeln können... Ich hatte mir ja schon gedacht, das irgendetwas anders ist und war mir von Anfang an unsicher, ob ich mit einer Frau oder einem Mann rede, denn es gab von beiden Seiten so viele Elemente und auch der Name deutete in verschiedene Richtungen. Ich hätte aber nicht nachgefragt, denn ich bin allgemein am Menschen und seinen Meinungen interessiert, das Geschlecht ist da zweitrangig.
    Das finde ich das das schöne am Reisen, man lernt Menschen kennen, denen man so nie begegnet wäre, und erweitert seinen Horizont.
    Nach dem Kaffeetrinken wollte ich etwas zum Abendessen vorbereiten und schaute routinemäßig noch mal raus. Und Bäm, schon wieder stand ein fettes buntes Polarlicht am Himmel (in der Dämmerung werden sie noch von der Sonne angestrahlt, das macht sie noch mal bunter!) wir sind beide raus... Ich habe die erste Runde mit Pantoffeln im Schnee auf meinem Vorplatz fotografiert, bevor ich rein bin um mir etwas über zu ziehen. Es hat sich dann alsbald beruhigt, nachdem ich ein paar tolle Fotos machen konnte, und so kam ich dann endlich auch zum kochen.
    Ich bin ja jetzt schon so schlau nicht beim Essen auf die Sonnenparameter zu schauen, habe schon genug abgenommen durch die ständige Hetze... Aber als ich danach schaute, sah ich schon, wie der Sonnenwind wieder anstieg und packte mich schnell in viele Wärmelagen, denn ich wollte noch einmal losfahren, bevor der Mond zu stark wird.
    Sandrao hat eine eigene Sternwarte. Er/sie fotografiert aus der Dachluke, Füße und den Körper vom Ofen beheizt. Das ist natürlich auch ein Luxus 😅.
    Da es zwischen drin mal wieder geschneit hatte, gab es wieder fast keine Parkmöglichkeiten. V.a. nicht am Wunschplatz, den ich gerne angesteuert hätte. So nach Mitternacht stelle ich mich auch mal in eine Hofeinfahrt, da sind die Chancen sehr gering, das da noch Bewegung ist, aber am frühen Abend will ich mir das nicht erlauben.
    Ein paar schöne Motive mit Haltemöglichkeiten habe ich dann trotzdem noch gefunden.
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  • Meine Haustiere

    1月26日, ノルウェー ⋅ ☁️ -3 °C

    Diesen Tag widme ich mal meinen Hermelinen. Sie gehören seit Oktober zu meinem Alltag und kommen mehrmals in der Nacht vorbei um nach Futter zu suchen. Es macht mir großen Spaß, sie auf der Wildkamera zu beobachten, und ganz selten sehe ich sie auch mal durchs Fenster in Live.
    Sie bekommen von mir Fleischreste, Katzenfutter und Fisch, nur kleine Häppchen, aber das ist wohl Motivation genug, hier regelmäßig vorbei zu schauen. Ich verstecke sie an unterschiedlichen Plätzen, um sie in Bewegung zu halten.
    Manchmal frage ich mich, ob ich sie erziehe, oder die mich.
    Wenn ich Tags unterwegs war, dann taucht einer der beiden schon kurz danach auf der Terrasse auf und klappert mit der Blechschüssel, wenn ich noch nichts rausgelegt habe. Darauf eile ich geschwind (auch im Sturm) nach draußen, um nachzulegen. Oft, nachdem ich draußen war, kommt einer vorbei um die Lage zu peilen. Im Sonnensturm war ich mit der Kamera draußen und musste mir dann was überziehen, in den 3 Minuten wustelte schon eins über die Terrasse.
    Ich habe lange gebraucht, um mitzubekommen, das es tatsächlich 2 sind. Denn sie halten nicht lange genug still für eine genaue Beobachtung. Und sie sind so wuselig, das es schwer ist die Größe zu schätzen, bis ich dann mal systematische Vergleiche machte. Und tatsächlich, es gab nicht nur Ermy das Männchen mit ca 30cm Länge ohne Schwanz, sondern auch eine Ermine mit ca 20cm Größe. Aufgefallen ist es mir v.a. weil das Verhalten so unterschiedlich war: verschiedene Freßgewohnheiten (Ermine verschmäht das Katzenfutter vom Rema, Ermy mag es gerne), Ermy ist sehr entspannt und selbstbewusst, Ermine viel wuseliger und schreckhaft. Ich glaube sie wildert in seinem Revier. Jeden Tag ist es ein neuer Quell der Freude, zu sehen was in der Nacht mal wieder vorgegangen ist, und wie oft sie da waren. Ein paar Bilder und Filmchen habe ich deshalb mal hier drangehängt.
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  • Letzter Glitzer vor dem Schnee

    1月24日, ノルウェー ⋅ 🌙 -5 °C

    Noch immer war das Wetter rekordverdächtig, und die Schneekristalle wurden immer größer. Ich hing ja noch ziemlich im den Seilen von der letzten Polarlicht Nacht, aber ein paar Kristalle wollte ich trotzdem noch jagen... Eigentlich wollte ich dafür ins Olderdal, aber ich habe dann so schöne Ecken direkt bei meinem Grundstück gefunden, das ich gar nicht mehr loskam. Und das war auch ganz gut so, denn bevor ich richtig in Schwung kam, war Zack die Sonne schon wieder am Untergehen. Am Sonntag soll es etwas Schnee geben und so war das die letzte Möglichkeit, bevor diese Pracht wieder zerstört istもっと詳しく

  • Alle guten Dinge sind drei

    1月23日, ノルウェー ⋅ 🌙 -2 °C

    Nachdem ich gestern Abend ohne nächtliche Abenteuer ins Bett bin war ich heute schon wieder halbwegs auf der Tageslicht Seite und wollte einen Ausflug nach Henningsvær machen und danach einen gemütlichen Abend. Aber wieder kam es anders...
    Henningsvær wollte ich v.a. endlich mal die Drohne steigen lassen, solange es noch so Windstill ist und perfektes Wetter hat.
    Mittlerweile muss ich vor mir selbst zugeben, Drohne fliegen macht mir keinen Spaß, sondern setzt mich enorm unter Streß. Denn nicht nur bedarf es einer erheblichen Vorbereitung, in Norwegen muss man offiziell angemeldet sein, und ist man das nicht, drohen hohe Strafen. Ich fühle mich dann immer ein bisschen wie eine Kriminelle, wenn ich das Ding auspacke. Und weiter weg fliegen schaffe ich auch nicht ohne Bauchkrämpfe, denn ich denke dann immer sie haut mir gleich ab...
    Als ich dann all meinen Mut zusammen genommen habe, um sie in Henningsvær steigen zu lassen, verkündete sie auf 60m Höhe es gäbe Elektronische Spannungen (oder so ähnlich) und sie würde sofort zurück kommen. Gerade noch gelangen mir 2 Stadtansichten in dieser Höhe, und ich fühlte mich mal wieder bestätigt.
    Machte noch ein paar Aufnahmen von den Fischern, die ihren gesalzenen Skrai aufhängten.

    Zu Hause gab es gleich wieder Streß: Heimgekommen, Kaffee getrunken, Polarlicht fotografiert, Abend gegessen, Polarlicht fotografiert. Das war wieder ein Geomagnetischer Sturm, ob das jetzt die letzten Zipfel von dem großen waren, oder ein neuer weiß ich nicht, aber ich habe alle Phasen bis um 1 Uhr mitgenommen und es war wieder so gewaltig schön, das ich einfach nicht nach Hause fand, obwohl ich schon gar keinen Auslöser mehr drücken konnte, so kaltgefroren waren meine Hände.
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  • Glitzerwunderwelt

    1月22日, ノルウェー ⋅ 🌙 -4 °C

    Es ist schon die 3 Woche so ein traumhaft schönes Wetter mit fast kompletter Windstille. So was habe ich im norwegischen Winter noch nie erlebt! Im nächtlichen Polarlichtrausch habe ich ja die kleinen Details ein bisschen aus den Augen verloren, aber heute wollte ich mich ihnen mal genauer widmen. Habe einen großen Teil des Sonnenlichts genutzt, um die Eiskristalle zu fotografieren, die jeden Tag gewachsen sind. Am Ende waren sie bis zu 3 cm groß! Die passten nicht mehr in mein Makro 😂もっと詳しく

  • Die Show ging weiter...

    1月20日, ノルウェー ⋅ 🌙 -1 °C

    Um 8 kam ich heim, von der frühmorgendlichen Fototour, wieder durchgefroren und glücklich. Die Bilder sind alle so abgedreht, und ich so aufgedreht, auch das war wieder ein Sofatag...
    Gut, dass ich noch so viel Nudeln mit Tomatensoße vom Vortag hatte. Ist mittlerweile einer meiner Polarlichtklassiker: Gibt Kohlehydrate, geht schnell und lässt sich runterschlingen, wenn es draußen schon vor dem Fenster flackert....
    Und es ging schon kurz nach 17 Uhr wieder los! Aber mit was für einem Feuerwerk! Ich wusste überhaupt nicht mehr, in welche Richtung ich schauen sollte.
    Der Impact war energetischer, deshalb die riesigen roten Wände, die sich nur dann aufbauen, aber an diesem Abend war es dynamischer. Die Corona tanzte über mir und spuckte alle Regenbogenfarben aus. Hintereinander, untereinander, gemischt und separiert.
    So froh war ich da über mein neues Fischaugenobjektiv, mit dem bekomme ich wesentlich mehr aufs Bild als mit dem Superweitwinkel. Leider auch ganz oft meinen Kopf, denn egal wie weit ich wegstand, irgendwo hat es mich doch erwischt.
    Ich habe mich dann meist geduckt, ist auf Dauer aber auch nicht rückenfreundlich.
    Der Höhepunkt war dann eine Entladung, die sogar die einheimischen Polarlicht Profis sprachlos gemacht hat. Plötzlich war eine riesige Woge über mir. Sie wurde so hell, das man auch ohne Brille hätte Zeitung lesen können. Und sie veränderte sich in einer rasenden Geschwindigkeit. Einen Teil davon habe ich gefilmt, fotografieren wäre zwecklos gewesen, selbst beim Film sind die hellen Bereiche ausgebrannt, aber man kann gut die Dynamik erkennen. Hoffentlich kann ich ihn hier hochladen.
    Nach so einem "Substorm", bei dem die energiegeladen Photonen entlang der Magnetlinien in geordneten Formationen über den Himmel gezogen sind, werden sie dann freigesetzt und wabern wie ein graugrüner Nebel über den Himmel. Das ist meistens nicht so spannend und verschandelt sogar den Sternenhimmel. Gegen 1 war es soweit. Das Feuerwerk hatte seine Kraft verbraucht und es gab fast nur noch Nebelsuppe...
    Dankbar konnte ich da zurück ins Warme gehen.
    Hätte ich gewusst, das das nur eine Pause ist, und es genau so weiter geht, hätte ich einen Kaffee getrunken und mich wieder aufs Schlachtfeld geschleppt. So was hat man ja nicht alle Tage....
    Doch so sank ich um 2 ins Bett, ich brauche immer eine längere Zeit, um wieder warm zu werden und runter zu kommen. Und kurz vor 7 sah ich, dass die Show schon/noch an ist. im Nachthemd rausgeflitzt und die Kamera in Position gebracht. Gleich gesehen, das lohnt sich... Also schnell noch eine Hose und die Daunenjacke übergezogen und mit den Kameras den Weg runter gelaufen. Wieder eine Runde fotografiert, bis es zu hell dafür wurde...
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  • Impact um Mitternacht

    1月19日, ノルウェー ⋅ 🌙 -1 °C

    Gut, das ich gestern den Tag so vertrödelt habe, denn gegen 23 Uhr schlug der geomagnetische Sturm zu.
    Das einzige was ich gemacht habe, war die Drohne mal wieder zu aktivieren, wenn die länger nicht benutzt wurde braucht das immer seine Zeit, bis die Kopplung und die Kalibrierung passt.
    Es hatte vor 2 Tagen eine große Sonneneruption gegeben, die glücklicherweise erdgerichtet war, so waren die Chancen groß.
    Gegen 18Uhr war ich am Zwiebel schneiden und habe nur mal Routinemäßig rausgeguckt. Wunderschöne Displays gabs am Berg gegenüber. Also schnell in die Gummistiefel gesprungen und mich mit der Kamera raus gestellt, bis dieser Substorm vorüber war. Dann den Tomatensalat gemacht und gegessen und derweil Nudeln mit Tomatensoße vorbereitet. Ist ein gutes Essen für eine kalte Nacht ohne Zeit. Sicherheitshalber schon mal eine Portion gegessen, bevor ich wieder rausgeguckt habe. Dann habe ich festgestellt, das die SD Karten noch mit Walen voll waren... Also schnell die noch runtergeladen und Batterien gewechselt, und als ich dann rausschaue war das Feuerwerk schon richtig an und ich habe mich gesputet, alle Schichten anzuziehen und zum Auto zu sprinten.
    Das war ein totaler Eispalast. Mit Mühe habe ich die Fahrertür auf bekommen um den Kratzer rauszuholen. Ich habe dann fast 20 min mit laufendem Motor und Heizung da rumgekratzt und gerade nur ein winziges Guckloch in die Frontscheibe bekommen. Ich verstehe hier manchmal das Wetter nicht. Es waren nur -3° und der Schnee und die Scheiben waren härter gefroren als bei -20°.
    Dadurch habe ich leider die Schockwelle verpasst, als der Impact landete, und musste dann erstmal eine längere Strecke fahren und gelegentlich anhalten, um ein bisschen mehr von der Scheibe freizulegen.
    Auf Gimsøy suchte ich die Aurora erst vergeblich bis ich feststellte, das hinter den Bergen im Süden rote Flammen schlugen! Es war gar nicht so einfach, einen Platz mit Südblick zu finden. Dieses rot hat mich dann aber umgehauen! Mit bloßem Auge war es schon zu sehen, auf den Fotos wirkt es schon regelrecht kitschig, so grell war es! Bis 1 Uhr war es recht aktiv, als es dann abschwächte fuhr ich langsam nach Hause. Diesmal habe ich die Frontscheibe gut eingepackt, falls ich am frühen Morgen noch mal raus will..
    Als ich dann um 5 aus dem Fenster schaute, war es da schon wieder am flackern. Also rein in die Klamotten und los. Bin allerdings in meiner Bucht geblieben, das hat gereicht. Habe Fotografiert bis es hell wurde. Es war so hammerschön, ich bin immer noch nicht ganz runter gekommen und habe außer zwischen 2 und 5 seit gestern nicht geschlafen, aber das Adrenalin rauscht immer noch durch meine Adern... Vielleicht gibt es heute Abend noch eine Fortsetzung.
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  • Der Kälte entronnen

    1月14日, ノルウェー ⋅ 🌙 -8 °C

    Hab hier eine Menge nachzuholen, aber erst, wenn ich wieder auf den Lofoten bin. Kam diese Woche nicht zum Schreiben. Es ist anspruchsvoll, im Winter so weite Strecken zu fahren, v.a. wenn das Auto nicht auf Extremtemperatur eingestellt ist. So war ich heilfroh, das es ein bisschen milder geworden ist, und ich heute nur mit -22,5° konfrontiert wurde. Da ich ja davor schon ein paar Stunden unterwegs war, war der Motor rundum so warm, das er diesmal die Betriebstemperatur gut gehalten hat, und ich mir nicht mehr darüber Sorgen machen musste..
    Bin heute knapp 400km in 7h gefahren, über Schnee und Eis, die 1/2 davon in der Polarnacht. Ich bin stolz auf mich, das ich diese Tour geschafft habe, am Hinweg habe ich mir das noch nicht zugetraut ... Morgen sind es noch ca 4h bis zu Hause, ich freue mich schon. Und auf den Lofoten gibt's jetzt ja schon richtig Sonnenschein 🤗
    Übernachten tue ich in einem AirBnB, welches mir eine ganze Zimmerflucht zur Verfügung gestellt hat. Leider total überheizt. Ich schmore hier bei 25 Grad und kriege es nicht runter gestellt 😂
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  • Mit Silke unterwegs

    1月13日, ノルウェー ⋅ 🌙 -9 °C

    Es hat Vorteile, wenn die Freundin, die man besucht krankgeschrieben ist. So hatten wir den ganzen Tag Zeit zum Quatschen. Morgens sind wir nach Reisa gefahren, Silke musste geröntgt werden, sie ist gestürzt und hat die Rippe abgebrochen. Das haben wir dann noch mit ein bisschen Shoppen verbunden. Denn sie muss sogar noch länger wie ich bis zum nächsten Supermarkt fahren 🤷. Nach einem gemütlichen Tag bin ich dann einfach direkt ins Bett, obwohl die Nordlichter schon wieder begehrlich über mir flackerten. Daran merkt man, wie erschöpft ich immer noch war.もっと詳しく

  • Walsafari

    1月10日, ノルウェー ⋅ ⛅ -6 °C

    Der Tag war perfekt für eine Bootstour, ein klarer Himmel mit den Pastelltönen der Polarnacht und eine ruhige See. Trotzdem war ich sehr aufgeregt, denn ich wußte nicht, was mich erwartet, und welche Möglichkeiten es gab, schöne Bilder von den Walen zu machen. Öffentliche Touren mit einer Gruppe sind nicht immer eine Bereicherung und ich war mit Walen ja schon etwas verwöhnt von meinen Touren vor 10 Jahren, als die Buckelwale zum 1. Mal nach Skjervøy kamen, und es noch keine Touristen dort gab.
    Ich hatte nach vielen Recherchen ein kleineres Schnellboot gefunden, von dem aus man einen recht tiefen Standpunkt hat, und einfach mehr Flexibilität, als auf einem Schlauchboot, wo man eingepfercht in dicker Montur hinter seinem Sitz klemmt. Der Nachteil daran war einfach, das natürlich alle sich frei bewegen konnten, und sich entsprechend an der Ecke des Bootes drängten, an der die Wale auftauchten. Und ich mit meinen ganzen orthopädischen Problemen mittlerweile einen recht schlechten Stand auf dem wackelnden Bootsdeck hatte. Drum habe ich auch relativ schnell vom 100-400 auf das 70-200 gewechselt. Das ist einfach handlicher in der Bedienung, wenn man einen schlechten Stand hat.
    Das Licht war überwältigend schön und so konzentrierte ich mich vor allem auf Landschaft mit Wal.
    Leider vor allem Orkas und nur wenige Buckelwale in der Ferne... Auf unserer privaten Tour damals waren ca 50 Buckelwale in der Bucht, einer sprang 3m vor mir aus dem Wasser, da darf ich nicht anfangen zu vergleichen.
    Ich bin mit meiner Fotoausbeute so halb zufrieden. Es sind schöne Fotos dabei, aber es fehlt mir das Whow Foto.
    Als ich zurück kam tat mir alles weh, meine Kondition reicht nicht mehr aus, um die Bewegung auf einem glatten Bootsdeck für 4h auszugleichen, das hat mich gefrustet.
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  • Abenteuerliche Schweden Tour

    1月7日, ノルウェー ⋅ 🌙 -14 °C

    Eben mal nach Schweden fahren, weil ich meinen Touristenstatus erneuern musste. (EU Bürger dürfen max. 3 Monate bleiben, sonst wird's kompliziert). Ist am Ende der Polarnacht mit Schnee und Kälte immer noch ein herausforderndes Unterfangen, aber da wir derzeit wohl eine stabile Schönwetterlage haben, habe ich das endlich in Angriff genommen und werde es noch mit ein paar Highlights verbinden...
    Die Tagesstrecke war ein Traum, orange Lichtspiele rechts, und rosa Himmel zur linken. Dann die langsame Verfärbungen in zig Varianten von Blautönen, bis es denn irgendwann stockdunkel war. So bewusst habe ich das noch nie mitgekriegt, da ich ja nicht den ganzen Tag draußen bin normalerweise.
    Die letzte Strecke zur schwedischen Grenze hatte es echt in sich. Es wurde ständig kälter (bis -26°), und der Wind trieb den Schnee über die Straße. Es gab schon richtige Schneeverwehungen. An der Grenze ging ich ins Zollbüro und bat um einen Stempel im Paß. Das konnten sie mir leider nicht geben, aber einer der Zöllner kam mit raus und fotografierte mich vor den Wappen. Fand ich echt nett.
    Dann fuhr ich ins nächste Dorf für eine kleine Shopping Runde. Mit dem Kassenzettel kann ich jetzt nachweisen, das ich in Schweden war.
    Dann ging's zurück, denn ich habe ein Zimmer in Narvik gebucht für die Nacht, bei den Temperaturen würde ich es im Caddy wohl nicht überleben..
    Kurz hinter der Grenze kamen sie dann auf einmal mit Blaulicht hinter mir her und haben mich auf einen Parkplatz gelotst. Ich wäre bei Rot über die Grenze gefahren (hatte die Ampel jetzt nicht so auf mich bezogen 🫣). Und dann wollten sie natürlich den Caddy durchsuchen.. das ging auch nur rudimentär, da meine Seitentür sich nicht öffnen lässt. Aber 2 Blicke auf das Chaos haben ihnen dann auch gereicht.
    Natürlich haben sie auch die Personalien überprüft, und jetzt ist meine Norwegen Einreise sogar aktenkundig 😅
    Das einzig blöde war, das ich den Motor ausgemacht habe und das Auto in den wenigen Minuten in denen wir da standen so stark runtergekühlt ist, das ich noch bis Narvik gezittert habe. Kein Wunder bei -25 Grad draußen.
    Dort wollte ich dann zu meinem Airbnb Zimmer. Die Haustür sei offen...
    Ich habe geparkt und öffne den Eingang. Nen Haufen Schuhe, ein Kinderfahrrad, es geht direkt ins Wohnzimmer. Hmm, falscher Eingang wohl... Bin dann zum nächsten Eingang und das sah so ähnlich aus, bin ich ins falsche Haus gestolpert 🫣. Das passiert halt, wenn man die Haustüre nicht abschließt.
    OK, 2 Häuser weiter war dann das richtige. Ich habe erstmal alles aus dem Auto geschleppt was einfrieren könnte. Nur die Wasserflaschen habe ich leider vergessen. Dann erstmal halb tot aufs Bett fallen gelassen.
    Alt werde ich heute nicht mehr.
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  • Schnee schmelzen

    1月3日, ノルウェー ⋅ ☁️ -2 °C

    Meine Wasservorräte gehen langsam aus und Regen ist nicht in Sicht. Also muss ich mich ans Schneeschmelzen machen. Das ist recht mühsam, dann ein gehäufter Eimer Schnee ergibt gerade mal 3l Wasser.
    Nächste Woche kommt so will es scheinen, ein stabiles Hoch. So habe ich spontan entschieden, nochmal eine kleine Winterreise bis hoch in die Finmark zu machen.
    Habe da einiges vor, und den 1/2 Tag mit recherchieren und buchen verbracht.
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  • Mein persönliches Silvester

    1月1日, ノルウェー ⋅ 🌙 -5 °C

    Das schöne wenn man alleine ist: man kann nicht nur machen was man will, sondern man kann sich sogar Silvester aussuchen. Und da es am 31.12. bewölkt war, habe ich einen Tag später reingefeiert. Mit Vollmond und himmlischem Feuerwerk.
    Es war zwar nicht so stark, denn der Mond nimmt dem Polarlicht viel Kraft, aber alleine unter so einem Sternenhimmel zu stehen, in der kompletten Ruhe, während kleine Wellen an den Strand laufen, das war schon ein Genuss für sich.
    Hatte mir diesmal einen Strand mit einer besonderen Ansammlung von Bootshäusern ausgesucht. Da wusste ich, das die schön im Mond leuchten würden.
    Und am Vormittag hatte ich das Wetter noch für einen Ausflug nach Henningsvær genutzt.
    Dabei ist mir etwas blödes passiert: ich habe an einer automatischen Tankstelle den Landwirtschaftlichen Diesel getankt. Der ist stark subventioniert und auf das mißbräuchliche Tanken stehen hohe Strafen. Das hat mir dann richtig Bauchschmerzen bereitet. Habe den Tankstellenbetreiber dann angeschrieben, mal schauen, ob er antwortet.
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  • Neujahrsschwimmen

    2025年12月30日, ノルウェー ⋅ ⛅ -4 °C

    Leider ist das Schwimmbad an den Feiertagen geschlossen, die Seen versumpft oder gefroren und das Meer ohne Gesellschaft zu furchteinflößend. So habe ich meinen traditionellen Neujahresschwumm vorverlegt, musste eh noch ein bisschen was einkaufen.
    Das Schwimmbad kannte ich ja schon, aber jetzt während der Ferienzeit glich es wirklich einem kleinen Horrorshop. Das Schwimmerbecken war halbiert, denn hinten durfte gesprungen werden, und so konzentrieren sich alle Kinder, die noch nicht vom 3 m Turm springen wollten auf dieses Becken und sprangen von allen Seiten hinein, um es dann in alle Richtungen zu durchkreuzen, während ich dazwischen meine Bahnen zog. Es gab mal wieder nur Kinder, außer den Eltern mit Kleinkindern, schwimmen scheint hier kein Erwachsenensport zu sein. Es hat trotzdem gut getan.
    Die Heimfahrt hatte es dann in sich: Dichter Nebel, dazu starker Schneefall und das in totaler Dunkelheit auf einer Serpentinen Straße. Ich war heilfroh, als ich zu Hause angekommen bin.
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  • Endlich mal raus

    2025年12月28日, ノルウェー ⋅ 🌬 2 °C

    Bevor ich einen Lagerkoller kriege wollte ich einfach mal raus, was anderes sehen. Der Sturm hat ja schon nachgelassen, und so wollte ich zumindest mal an den Steg und in Gimsøy nach dem Rechten schauen.
    Am Steg war der Wind so krass, das ich mich gar nicht ans Ufer getraut habe. Und obwohl es in der Nacht geschneit hat, hat der Wind hier jeden Fitzel weggeweht.
    In Gimsøy wurde es dann noch schlimmer, da kamen dann auch neue Schneeschauer dazu, und so fuhr ich wieder zurück.
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  • Orkan ist dann die Steigerung

    2025年12月27日, ノルウェー ⋅ 🌬 0 °C

    Obwohl die Nacht sehr laut war, konnte ich gut schlafen. Der Sturm gewann auch erst am Morgen so richtig Kraft und dann hörte es sich schon innen richtig bedrohlich an.
    Lila schrieb, das bei ihr ein Baum umgefallen ist, zum Glück hat er keine Tiere verletzt. Die Brücke nach Gimsøy hatte Windstärken über 240km/h, da ist sie schon lange gesperrt. Richtung Valberg war die Straße auch wegen Baumfall gesperrt. Und in über 3000 Haushalten soll der Strom ausgefallen sein...
    Da auch wieder massenweise Schnee erwartet wird, wollte ich davor noch schnell ein bisschen Trinkwasser holen, also machte ich mich trotz Sturm auf den Weg zum Auto.
    Bereits das war anspruchsvoll, denn bei den starken Böen hatte ich echt das Gefühl mich tritt jemand ins Kreuz, und Mühe auf den Beinen zu bleiben...
    Jan Ivars Werkstatt, wo ich mein Wasser hole, war ja nur knapp 3km entfernt, aber ich musste dabei über die Küstenstraße, wo die Fallwinde über die Berge kommen, und da musste ich extrem aufpassen. Aber besser jetzt, als wenn die Straßen dann wieder total vereist sind.
    Lila hat erzählt, das dort der Sturm einmal versucht hat sie von der Straße zu schieben bei Glatteis....
    Es war dann auch OK zu fahren, ich habe die Böen stark gespürt, bin aber auch nicht schneller als 60 gefahren.
    Oh Wunder - Jan Ivar hat an einem Samstag frei! - aber ich habe mir dann sagen lassen, das die Norweger 3 Weihnachtsfeiertage haben, und die sind denen heilig.
    Darauf hin habe ich Eric um Wasser angeschnorrt und konnte so doch noch meine Vorräte aufstocken, damit es über Silvester reicht.
    Zurück fuhr es sich dann entspannter, und erst als ich wieder im Haus war schlug der Sturm wieder zu. Und es gab sofort einen Stromausfall. Also habe ich im letzten Licht noch mal alle Kerzen und Streichhölzer zusammen gesammelt, und ein bisschen Licht gemacht. Es war um 13Uhr schon zappenduster draußen!
    Der Strom kam, der Strom ging, irgendwann hat sich der Wind gelegt, und der Strom stabilisiert, er ruht jetzt aus, um dann morgen noch einmal mit voller Kraft zuzuschlagen.
    Aber ich habe alles daheim, werde das in Ruhe abwarten...
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  • Zwischen Sturm und Lammbraten

    2025年12月26日, ノルウェー ⋅ 🌬 7 °C

    Die Sturmwoche ist noch nicht vorbei. Morgen soll es völlig abgehen und die nächsten Tage schneien. Also habe ich schon mal vorgesorgt, Müll zusammen gepackt, alles was draußen rumfliegen könnte in Sicherheit gebracht und den Schneeschieber oben aus dem Schuppen geholt (bei Sturm und Schnee traue ich mich nicht da hoch). Auch Kerzen und Taschenlampen stehen bereit.
    Nachmittags hat mich Nachbarin Lila zum Lammbraten eingeladen. Der war soo lecker 😋😋, eins von ihren eigenen Lämmern, welches sein kurzes Leben nur in der Wildnis hier auf Malnes verbracht hat. Es war ein vergnüglicher Nachmittag und ich habe es gerade so heimgeschafft, bevor der Sturm wieder Fahrt aufnahm.
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  • Sturm lass nach ...

    2025年12月25日, ノルウェー ⋅ ☁️ 8 °C

    Nachts poltert der Sturm immer lauter, und nachdem es sich in den frühen Morgen so komisch angehört hatte, als ob ständig eine Tür schlägt bin ich aufgestanden, und tatsächlich hat es der Sturm geschafft die Terrassentür zu öffnen, die dann alle paar Minuten gegen die Hauswand donnerte. Schnell habe ich sie eingefangen und gesichert (gut, das sie noch Heile war).
    Es war 5 Uhr, aber an Schlaf nicht mehr zu denken, da bin ich dann auf geblieben und habe mir einen Kaffee gemacht.
    Und da das Wasser in Strömen vom Himmel fiel habe ich schnell noch einen Waschtag eingelegt. Auch eine kleine Tradition, vor dem neuen Jahr soll alles frisch und sauber sein.
    Außer mit meinem Freund den neuen Kindle zu bearbeiten habe ich nicht viel gemacht, und zu essen dann letztendlich einen üppigen Salat - das brauche ich zum Ausgleich zu den Plätzchen. Jetzt fallen mir schon die Augen zu, ich hoffe, ich kann heute mal wieder länger schlafen, zumindest der Sturm macht gerade eine kleine Pause, bevor er dann am Freitag so richtig loslegt.
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  • Heiligabend

    2025年12月24日, ノルウェー ⋅ 🌧 7 °C

    Wie schön, wenn man keine Termine und Verpflichtungen hat ... Ich war so erledigt von meinem kleinen Trip mit zu wenig Schlaf, das ich den größten Teil des Tages einfach nur in den Seilen gehangen habe...
    Die Küche habe ich sauber gemacht und meinen Kram rausgeräumt und das war's. Draußen heulte der Sturm ums Haus, das machte das Nichtstun dann umso befriedigender. Zum Kaffee durfte ich dann soviel Plätzchen essen wie ich wollte - eine Tradition, die ich mir seit Kindertagen bewahrt habe (galt nur für Heiligabend)! Und natürlich war ich dann zu vollgestopft, um noch ein Festtagesmenü in Angriff zu nehmen... So gab es Resteessen: Hokkaido Suppe mit Ingwer und Honig, Chickenwings und selbstgemachten Krautsalat. Nicht unbedingt ein Weihnachtsmenü, aber es hat geschmeckt und der Kühlschrank ist wieder übersichtlicher.
    Und zwischen drin lockerte auch mal der Himmel auf und präsentierte sich in den schönsten Farben.
    Höhepunkt des Abends war dann noch ein Care Paket von meinen Foto-Mädels, mit Nüssen, Nudeln, Wurst und ein bisschen Weihnachtskram.
    Es war ein schöner Tag, ich habe nichts vermisst.
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  • Driving home for Christmas...

    2025年12月23日, ノルウェー ⋅ 🌙 4 °C

    Schön, mal wieder im Caddy aufzuwachen, obwohl ich nicht wirklich gut organisiert war. Hatte alles in Tüten und Taschen rumstehen und musste mich da erstmal durchwühlen... Aber dieses Gefühl von "vogelfrei", das hat mir die ganze Zeit gefehlt!
    Als ich nach kurzer Nacht die Augen aufschlug leuchtete die Sonne schon golden durch einen kleinen Himmelsschlitz, und die Gebirgskette des Festlandes hob sich scharf dagegen ab.
    Ich fuhr von meinem Meeresparkplatz die Straße noch bis Å und schaute mir einige von den Fischerei Gebieten an. Als ich aufbrach, kamen die Touristen Busse gerollt, überwiegend Chinesen und ausschließlich Asiaten, die zu diesem Zeitpunkt hier Urlaub machen. Aber das war nichts gegen den Betrieb im Sommer oder dann im Februar! Ich konnte an Orten halten, wo ich noch nie einen Parkplatz bekommen habe, bin über die Terrassen der Ferienhäuser gezogen, die normalerweise Tabu sind, denn ganze Stadtteile liegen derzeit im touristischen Winterschlaf. Das habe ich nach Strich und Faden ausgenutzt... und genossen. Im Bummeltempo bin ich wieder Richtung Heimat gefahren, habe den ganzen Tag dafür gebraucht, weil ich natürlich viele Wegpunkte dabei abgeklappert habe. Dann noch einen Schlenker über Stamsund gefahren, die Mädels haben mir auch ein Paket geschickt und das ist noch rechtzeitig zu Weihnachten angekommen 🤗. In Leknes sah ich dann auch noch die dünne Mondsichel über dem Supermarkt schweben, da habe ich die Route noch mal ein bisschen geändert, um die dann auch noch in mein Portfolio einzuverleiben.
    Gegen 5 war ich daheim, kurz vor dem Sturm, und konnte mein Schlafzeug und die Ess- und Fotosachen noch trockenen Fußes ins Haus schaffen.
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  • Kurzurlaub im Süden

    2025年12月22日〜23日, ノルウェー ⋅ ☁️ 4 °C

    Ob ich für einen Monat oder eine Nacht wegfahre, ist logistisch kein großer Unterschied, man braucht die gleichen Sachen, und so begann der Tag damit ein Auto zu beladen, welches so zugeeist war, das ich mal wieder nur eine Tür öffnen konnte.
    Der Wetterbericht ist hier mein größter Eventplaner. Gerne wäre ich über Weihnachten ein paar Tage weggefahren, aber ab Heiligabend sind überall Stürme im Anrollen, und das brauche ich dann nicht. Aber davor sollte es eine kleine Lücke geben, und die habe ich dann genutzt.
    Ziel war die Südspitze der Lofoten, zwar nur ca 100km entfernt, aber das ist schon mal eine 3h Anfahrt und bei den kurzen Tageslängen bleibe ich dann besser gleich über Nacht...
    Und ich hatte Glück, das Wetter hat bestens mitgespielt, und als ich um 16 Uhr mit Kaffee trinken fertig war konnte ich gleich nahtlos in die Polarlichter einsteigen, denn derzeit ist es ab 15 Uhr schon stockdunkel.
    Ich hatte dann 6h lang einen klaren Himmel, über den eine Polarlicht-Welle nach der anderen rollte.
    So ganz zufrieden mit den Bildern bin ich nicht, denn ich kannte dort ja keine Standorte und das suchen in der Nacht bei Dunkelheit ist auch nicht so leicht.
    Zumal es zwischen den ganzen hübschen Fischerhütten, die sich als Vordergrund eignen garantiert irgendwo einen dieser Mega Strahler gibt, mit denen man auch ein Fußballstadion beleuchten kann. Und die ruinieren dann die schönste Aufnahme völlig 🤷.
    Jedenfalls war ich richtig froh, als der Himmel dann zuzog, und ich mich in meinen Schlafsack rollen konnte. Leider war ich so aufgedreht, das ich mich bis 3 Uhr nur gewälzt habe, bis ich dann einigermaßen in den Schlaf fand.
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  • Fleißig fleißig...

    2025年12月18日, ノルウェー ⋅ ☁️ 6 °C

    So, heute geht's mir wieder gut. Wenn ich so viel unterwegs war falle ich gerne in eine Erschöpfungsdepression... Nach einem Tag rumgammeln war ich heute morgen wieder tatenlustig und habe mein Photoshop Problem mit dem abgelaufen Schlüssel klären können, indem ich es komplett neu aufgesetzt habe und die Benachrichtigungseinträge in der Registry gelöscht habe. Jetzt ist hoffentlich Ruhe im Karton.
    Noch eine Menge anderes erledigen können und dann abends mit meinem Freund telefoniert und dabei eine leckere Hokkaido Suppe gemacht.
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