• Christina Marx
Current
  • Christina Marx

Ein Jahr in Norwegen ll

Winterzeit auf den Lofoten Read more
  • Last seen in
    🇳🇴 Vestvågøy, Norwegen

    Einmal gespart - doppelt gebüßt

    February 19 in Norway ⋅ ☁️ 0 °C

    Ein bisschen musste ich noch räumen heute, ich habe mich hier einfach großflächig ausgebreitet und der Platz ist ja begrenzt..
    Dann ging's in den Schnee, und da habe ich es schon bereut, das ich gestern nicht draußen war, denn mit Verwehungen war der Schnee zt knietief. (Und ich habe lange Beine!!)
    Ich musste einfach auch den Weg freischaufeln, da war kein Durchkommen mehr... Beim Auto packte mich dann der große Jammer. Die Verwehungen sind da unten immer besonders hoch. Und diesmal ist es durch die warmen Temperaturen kein Pulverschnee mehr, sondern ein solider Pappschnee. Habe halbherzig eine Strecke bis zur Straße gezogen und schon gemerkt, das schaffe ich nicht mehr... (Ich wundere mich oft sowieso, was ich noch hinkriege, mit einem Blutdruck, der häufig unter 90-50 liegt). Dann habe ich Jan-Ivar angerufen und gefragt, ob er nicht vorbei kommen kann am Abend. Das hat mich dann erstmal etwas entlastet, denn ich musste ja trotzdem das ganze Auto noch frei graben und ein Stück Weg davor. Ich hoffe nur, das er wirklich kommt, sonst muss ich morgen früh noch ne Stunde früher los, um rechtzeitig am Flughafen zu sein.
    Zwischendrin habe ich auch nochmal Ermy und Ermine durch die Scheibe fotografieren, und in der Dämmerung filmen können. Ich habe gerade keine schöne Kulisse aufgebaut, da hätte sich das rausgehen sowieso nicht gelohnt..
    Abends war ich wieder so kaputt, das ich gerade noch ne Nudelsuppe mit Ei reingekriegt habe...
    Aber zum Glück hatte ich Nachmittags schon eine große Portion der herrlichen Plätzchen gegessen, die mir Karin in einem neuen Heimatpaket geschickt hat. So herrlich, so muss es in der ehemaligen DDR gewesen sein, als die Leute aus dem Westen ihre Verwandten mit versorgt haben. Die Plätzchen kamen von der Mutter ihrer Arbeitskollegin, die im Osten lebt. So schließt sich der Kreis irgendwie.
    Ich warte jetzt noch auf Jan Ivar, am liebsten würde ich sofort ins Bett gehen...
    Read more

  • Waschtag

    February 18 in Norway ⋅ 🌬 1 °C

    Mein Leben wird hier sehr stark vom Wetter bestimmt . Natürlich ist da die Polarlichtplanung oder Ausflüge, die ich nur bei gutem Wetter unternehme. Schneetage sind oft komplett vom Schneeschippen dominiert. Je nach Volumen bin ich danach so kaputt, das nichts mehr geht, bezw. die Sonne ist dann auch schon am Untergehen...
    Gestern habe ich mir das Schaufeln gespart. Es war recht warm und der Schnee taute vom Dach, geradewegs in meine Wassertonne. Mein 1. Frischwasser seit ca 5 Wochen! Das habe ich gleich für einen Waschtag genutzt und habe meine gesammelten Werke nach und nach mit der Hand durchgewaschen und ausgespült und konnte immer wieder frisches Wasser nach schöpfen. Sehr befriedigend. Nur das Trocknen war ein Problem, weil ich ja nicht den Holzfußboden Volltropfen konnte. Habe mir dann mittels meiner Stative einen Wäscheständer gebaut und aufs Ofenblech gestellt. Da konnte das meiste erstmal abtropfen. Die Kompressionsstrümpfe habe ich auf der Terrasse in den Wind gehängt. Trotz Schneefall waren die dann als 1. trocken. Die kalte Luft zieht das Wasser raus, das ist immer gut.
    Dazwischen habe ich jede Menge geräumt und mehr Platz geschaffen, denn morgen kommt Reinhard, und der soll sich auch ausbreiten dürfen.
    Read more

  • Grundreinigung

    February 17 in Norway ⋅ ☁️ 1 °C

    Endlich war ich mal wieder im Schwimmbad zur Grundreinigung. Waschen macht zwar auch sauber, aber sich mal richtig einzuweichen und dann auch noch zu schwimmen ist natürlich noch besser. Nachdem mich das letzte Mal die ganzen Kinder genervt haben, die von allen Seiten vom Beckenrand gesprungen sind, bin ich zum "Seniorennachmittag" gegangen. Und habe festgestellt, das es dann sogar 30% billiger ist 🤗. War auch eine interessante Erfahrung. Die meisten kannten sich wohl, und ich wurde von einigen angesprochen. Auf norwegisch natürlich. Dabei habe ich wieder neue Sitten gelernt. Während man zb in der Sauna nur mit Badebekleidung sitzt, muss man sich hier vor dem Schwimmen komplett ausziehen und vollständig waschen, inclusive der Haare. Und die Damen haben sich mit so einer Intensität daran gehalten, man hätte meinen können, die hätten alle keine Dusche Zuhause.
    Das Bahnenschwimmen ging dann überaus zivilisiert ab, so dass es keinen Stress mit Gegenverkehr gab, wie ich es bei uns kenne. Und nach 10 min war ich sowieso fast alleine, denn dann hätten sich alle bereits im Hotpot versammelt und huldigten der Kommunikation.
    Nach dem Schwimmen habe ich mich noch mal in die Sauna gesetzt (das gehört hier genau wie der Whirlpool und das Kältebecken einfach zum Schwimmbad dazu), um meine Haare zu trocknen. Traf dabei auf eine Norwegerin, die auch eine Deutsche war, aber seit 20 Jahren hier verwurzelt ist. Dann mischte sich noch eine ganz alte Dame mit nahezu perfektem Deutsch ins Gespräch. Sie sagte, das sie deutsch in der Schule gelernt hat, aber seit der Zeit kein Deutsch mehr gesprochen hat. Respekt!
    Ich werde jetzt versuchen immer Dienstags zu gehen, es war wirklich entspannt und außerdem noch lehrreich. Beim "kleinen" Wocheneinkauf danach bin ich wieder 100 Euro losgeworden, obwohl ich bewusst versucht habe nach Sonderangeboten zu schauen. Ich wollte eigentlich so gerne Zucchini kaufen, aber bei 8€/kg habe ich sie im Regal gelassen. Ebenso die Paprika, die über 11€/kg gekostet hätten.
    Prinzipiell kann man sagen, das das günstigste Obst und Gemüse zwischen 3 und 6 € kostet, egal ob Tomaten oder Kartoffeln. Und der Geschmack ist auch ungefähr der gleiche. Das ist dann noch das frustrierendste von allem.
    Das Wetter war ziemlich mies, mit bisschen Schnee, viel Wind und überall spiegelndem Glatteis. Ich hatte ausnahmsweise keine Spikes an den Schuhen und musste ganz schön rumeiern..
    Read more

  • Stürmischer Schnee

    February 16 in Norway ⋅ 🌬 2 °C

    In der Nacht hat es angefangen zu stürmen und wieder große Teile meiner schönen Autobahn zugeweht. Trotzdem habe ich immerhin noch so viel Platz, das ich den Schnee gemütlich auf dem Weg platzieren kann. Unten hat das Räumfahrzeug natürlich wieder die Einfahrt zugeschoben, aber dank Jan-Ivars Vorarbeit war ich in ner Stunde fertig.
    Hatte für die Ermies frischen Hering zugeschnitten und draußen deponiert, wollte noch ein paar schöne Fotos machen. Habe 2h am Fenster gesessen mit der Kamera, keiner kam vorbei.
    Dann noch allerlei nützliches und nutzloses gemacht und schon war es wieder Abend und ich totmüde.
    Und immer noch heult ein fieser Südsturm.
    Read more

  • Endlich Adler

    February 15 in Norway ⋅ ❄️ -1 °C

    Endlich hat es geklappt und ich konnte mit der MS Orca auf Adlersafari gehen. So lange habe ich gegrübelt und mit mir gehadert, denn ich hätte ja schon längst mit einem Ribb / Schlauchboot fahren können, die gehen ja täglich. Aber nachdem vermutlich so ein Ribb vor 2 Jahren meinen 1. Wirbelbruch zumindest mit verursacht hat, bin ich da ängstlich, denn ich möchte nichts riskieren. Und bei dem Boot musste ich warten, bis es eine Gruppe mietet, bei der ich mitfahren kann.
    Das Wetter war nicht so toll, aber es stehen wieder stürmische Zeiten an, und da wollte ich lieber davor noch mal los..
    Hab den Tag davor schon Schnee geschippt und das Auto vorne so an den Weg gestellt, das ich mit einem minimalen Aufwand gleich in der Früh wegkomme.
    So musste ich nur die Tür freigraben und die Scheibe säubern und konnte gleich los nach Svolvær. Es wurde gerade ein bisschen hell, als ich dort ankam, und ich hatte Glück, das ich gleich einen Parkplatz fand. Die Stadt ist so zugeschoben mit Schneebergen, da sind die meisten Parkbuchten mit Schnee belegt. Die Tour hat riesen Spaß gemacht, auch wenn die Fotos Erwartungsgemäß nicht so toll geworden sind.
    Konnte neben den Adlern auch ein paar schöne Eindrücke vom Hafen einfangen, aus Perspektiven, wo man sonst nicht hinkommt.
    Ich weiß nicht warum, aber danach war ich schon wieder fix und erledigt und froh heimzufahren.
    Abends kam dann Jan-Ivar mit dem Schneepflug vorbei und hat mir meinen ewig langen Weg fast bis zur Haustür freigeschoben. So super, jetzt habe ich erstmal wieder Platz für die kommenden Schneeberge. Es war bestimmt eine Tonne oder mehr, was er da rausgeschafft hat 😅.
    Read more

  • Wetterlust und Schneefrust

    February 12 in Norway ⋅ ⛅ -5 °C

    Langsam wache ich wieder aus meinem Erschöpfungsschlaf auf... Habe mit Pausen den ganzen Tag nur Schnee geschippt. Dabei sah es von der Veranda her noch so harmlos aus ... Hab dann den halben Vormittag nur für den Weg bis kurz vors Auto gebraucht. Ich weiß gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Schnee...
    In der Pause habe ich bei der Post angerufen, weil ich auf ein Päckchen warte. Man bekommt hier nach kurzer Wartezeit einen Menschen an den Apparat, der sich dein Problem anhört und sofort im System das Päckchen gefunden hat (anhand der Tel. Nr. über die ich angerufen habe), mir erklärt hat, wo es sich befindet und das es wahrscheinlich aus dem automatisierten System gefallen ist. Er werde sich darum kümmern, das es wieder manuell erfasst und weitergeleitet wird. Wo gibt's denn sowas noch 🤷🤗.
    Dann habe ich mich ans Fenster gesetzt mit der Kamera, denn Ermine kommt zZt gegen Mittag gerne mal vorbei. Ich habe sie auch erwischt, aber hatte leider keine Zeit mehr mich in Position zu setzen, sondern musste sie von oben fotografieren.
    Sie ist nicht nur flink, sondern bewegt sich unter dem Schnee und kommt dann unvermittelt aus einem ihrer zahlreichen Löcher empor. Das macht sie noch unberechenbarer und das Fotografieren noch schwieriger...
    Dann bin ich wieder zum Schippen gegangen. Irgendwie hatte ich das ganze unterschätzt. Das Auto freizuschaufeln war dann der wahre Kraftakt und ich war schon versucht aufzugeben... Ich weiß nicht, wie viele Schaufeln ich da weggebracht habe... Unterhalb des Autos muss ich den Schnee zur Straße bringen und irgendwo am Schneewall ablegen. Immer nur eine Schaufel am Rand. So war am Ende vom Tag der gesamte Straßenrand an beiden Seiten mit dem Schnee gepflastert, und ich musste immer weiter laufen, um den Schnee noch irgendwo unterzubringen... Und das Auto musste ich natürlich auch freiräumen...
    Als ich ins Haus kam waren meine Füße gefühllos, und obwohl ich eigentlich geschwitzt habe, hat mein ganzer Körper noch für Stunden vor Kälte gezittert (-7°). Werde meine Wege verkleinern müssen, wenn das jetzt so weiter geht...
    War froh, das es noch ein bisschen Suppe gab, war zu erledigt zum Kochen...
    Gut das es jetzt zuzieht, ich hätte keine Kraft mehr gehabt nach dem Polarlicht zu schauen...
    Read more

  • Hunde Schafe Hühner

    February 10 in Norway ⋅ ⛅ -4 °C

    Heute ist der 2. Tag, wo ich Lila vertreten darf und die Tiere versorgen. Bei -5° hat das immer so ein bisschen was Pionierhaftes, und es ist auch richtig Arbeit, aber es macht mir riesigen Spaß 🤗. Die Schlittenhunde sind ja sehr misstrauisch und möchten nicht angefasst werden, was ich natürlich respektiere. Aber sie kennen mich jetzt schon und sind immer ganz aus dem Häuschen, wenn ich auftauche. Futter zubereitet und jedem seine Portion hingestellt, die Plätze sauber gemacht und dann noch Wasser gegeben. Dann kehrt gefräßiges Schweigen ein . Und wenn sie fertig sind, dann singen sie im Chor. Diesen speziellen Gesang höre ich immer sehr gerne.
    Bei den Schafen musste ich nur das Wasser aufhacken, das friert bei den Temperaturen schnell zu. Diesmal hatte ich 3l kochendes Wasser mitgebracht, da schmolzen dann zumindest die Eis Bröckchen etwas. Als ich dann in den Stall ging kam gleich die ganze Herde hinterher und hat neugierig zugeschaut, wie ich die Böcke gefüttert habe.
    Dann noch in den Hühnerstall. Diesmal hatte ich mehr Glück, konnte 5 frische Eier ergattern, nachdem ich die Henne die sich darauf platziert hat etwas hochgehoben habe.
    Dann habe ich noch Lilas Zufahrt geräumt. Da freut sie sich, wenn sie von der Schulung kommt. Sie ist auch sehr lang, aber komplett eben und gerade, das macht es viel leichter als bei mir.
    Als ich dann heim kam und mich aufs Sofa legte fiel ich bald in einen komatösen Schlaf. Ich kämpfte vergeblich dagegen an, war erschöpft, wie nach einem 8h Tag. Das passiert mir in letzter Zeit öfters mal. Mein Blutdruck ist auch permanent im Keller 78/47 sind normalerweise überirdisch niedrige Werte, aber selbst die habe ich noch mal unterbieten können.
    Nach 1h konnte ich mich endlich wieder aufsetzen und langsam wach werden. Dann bin ich raus, um meinen eigenen Weg noch freiräumen.
    Ich freue mich da dann immer total, wenn ich schön definierte Kanten hinbekomme, fühle mich da schon fast wie ein Kleingärtner 😅.
    Aber ich habe ja bereits aus Erfahrung gelernt. Und wenn ich nach dem nächsten Schneesturm den Weg erneuern will, dann helfen mir die Kanten, die man meistens noch so erahnen kann den richtigen Weg wieder zu finden. Denn abseits des Weges versinkt man schnell ins Bodenlose.
    Während ich da am schaufeln war musste ich immer wieder Fotos machen, denn der Sonnenuntergang war wieder famos.
    Ich war dann wieder todmüde, hab es dann aber trotzdem noch geschafft in einer Art Resteverwertung Tomatenreis mit Lachs zuzubereiten und den Rotkrautsalst zu essen.
    Geschlafen habe ich dann wie ein Stein
    Read more

  • Geld verbrennen...

    February 1 in Norway ⋅ 🌨 0 °C

    Gestern hatte ich einen Fußpflege Termin in Leknes. Das habe ich für einen Großeinkauf genutzt, hatte wenig Frisches mehr. Und tanken musste ich auch. Da habe ich innerhalb von 3h 350€ verbrannt. 100€ für die medizinische Fußpflege (die bei mir leider kein Luxus ist sondern zwingend notwendig), 100 für den Diesel und 150€ für Grundlebensmittel, überwiegend Gemüse, bisschen Obst, Haferflocken, Milch, Joghurt, Lachs, Sauerkraut, Vollkornreis etc...
    Der einzige Luxus, den ich mir gegönnt habe war ein Käse der lecker ist (im Gegensatz zum Industriekäse) für 7€ für 200gr. Muss manchmal einfach sein.
    Die Fahrt war richtig fies, der Wind peitschte über die Straße und verteilte den Schnee neu, es gab richtig dicke Schneeverwehungen, v.a. auf dem Rückweg, und ein Auto was in einen tiefen Graben geschleudert ist. - Saß zum Glück niemand drin.
    War jedenfalls froh wieder daheim zu sein.
    Read more

  • Sturm und Faulzeit

    February 1 in Norway ⋅ ❄️ 0 °C

    Der Februar beginnt mit einem Sturm, Schnee und Schneeverwehungen. Es ist total ungemütlich draußen und fühlt sich richtig kalt an, obwohl es nur -2° hat. Gefühlt -10°, dabei waren die bei Windstille wesentlich besser zu ertragen.
    Ich habe endlich mal richtig lange geschlafen und auch den 1/2 Tag auf dem Sofa verschlafen, habe das wohl gebraucht... Dann mal wieder eine richtige Mahlzeit gekocht: Lachs und Lauch auf Reis, ein sättigendes Sonntagsmahl. So was gibt's nur bei Schlechtwetter 😅.
    Und vorhin traute ich meinen Augen nicht: Der Schneepflug räumt meine Einfahrt frei 😀. Jan-Ivar, der Kfz Mechaniker meines Vertrauens sitzt da drin und ich glaube er mag mich.
    Ich habe meine Weihnachtsplätzchen mit ihm geteilt und er revanchiert sich. Freundlichkeit, die zurück kommt. 🤗
    Read more

  • Noch ein letztes Mal...

    January 29 in Norway ⋅ 🌙 -6 °C

    Ein herrlicher Tag, aber ich war wieder etwas matt von der Nacht und habe mir den Wechsel der Farben überwiegend von der Terrasse aus abgesehen. Nur eine kleine Exkursion habe ich gemacht, um die neuen Tierspuren zu dokumentieren. Ich versuche immer noch rauszukriegen, welchen Weg der Otter nimmt, um dort mal eine Wildkamera aufzustellen.
    Es war für diesen Zyklus der letzte Abend mit klarem Himmel und potentiellen kleinen Sonnenstürmen, deshalb habe ich schnell noch mein Abendessen vorgezogen bevor ich aufgebrochen bin. Es war unterwegs schon kräftig am flackern, aber als ich an meinem ersten Aurora Platz ankam, bereits am abbauen. Da konnte ich gleich weiter fahren nach Kabelvåg, wollte ein paar Einstellungen auf der Mole versuchen. Und es hat tatsächlich viel besser geklappt diesmal, weil die Stadt vom Mond beleuchtet war, und daher die hellen Strahler gar nicht mehr so aufgefallen sind. Immer erst wenn das Polarlicht nachlässt merke ich wie kalt mir ist. Trotz Thermosohlen in den Schuhen war ich bei knapp -10° schon nach 1,5h bis auf die Knochen durchgefroren...
    So ganz nach Hause wollte ich aber noch nicht, sondern nochmal einen Platz probieren, den ich mir mal im Sommer markiert habe.
    Eine tolle Bucht, mit luxuriösen Ferienhäusern außenrum und wohl auch einer tollen Sauna. Das halb verschneite Verbotsschild könnte ich in der Dunkelheit leichter ignorieren als im Sommer und bin einfach durchgefahren an den Strand.
    Was für eine tolle Sicht und es gab dann sogar 2 kleine und eine größere Aurora Aktivität. Ich wollte ja nur mal schnell machen und ein paar Fotos von der Mole schießen, aber sobald ich zurück beim Auto war, kam ein neuer Stoß, so daß ich wieder zurück stapfen musste. Das ist gerade nirgends einfach, denn alle freigeschobenen Flächen (wo man endlich mal das Auto los wird) sind umkränzt von riesigen Schneeeis-Wällen, die es zu Überklettern gilt. Mit 2 Stativen (mit Kameras) in der Hand, und Neuropathie in den Füßen...
    Aber bei so tollen Himmelslichtern überwinde ich mich auch in der tiefen Nacht und Durchgefroren.
    Das ist ja das schöne, wenn du weißt, ein warmes Zuhause wartet auf dich 🤗. Habe dann auch noch 2h auf dem Sofa gelegen, mit der Heizdecke im Rücken und Wärmesocken an den Füßen, bis meine Betriebstemperatur wieder hergestellt war, und ich ins Bett gehen konnte.
    Read more

  • Besuch und ein kleiner Sonnensturm

    January 28 in Norway ⋅ ⛅ -3 °C

    Wieder ein gnadenlos schöner Tag. Ich bin endlich wieder sortiert, alle Speicherkarten runtergeladen, Batterien wieder gefüllt - auch meine Eigene, und so fühle ich mich auch bereit wieder Besuch zu empfangen. Sandrao fährt mit einem großen Renau Kastenwagen, den sie/er sich ausgebaut hat zum Nordkap und erfüllt sich damit einen langen Traum. Als Heizung nutz sie einen einfachen Holzofen, so was habe ich auch noch nie in einem Wohnmobil gesehen. Es war eine sehr interessante Begegnung, denn er/sie ist ein Zwitter, der als Baby zur Frau operiert wurde (so wie das wohl bis heute üblich ist), und einen Jahrzehnte langen Leidensweg hinter sich hat, denn Hormone und die innere Einstellung passten einfach nicht zu ihrem Körper und erst mit 30 fand sie heraus, was damals gemacht wurde. Jetzt, wo sie Bescheid weiß, kann sie Medikamente nehmen, um die fehlgeleiteten Hormone auszugleichen.
    Als Notfallsanitäter bei der Bundeswehr war er/sie auch schon in vielen Ländern, 2 mal in Afghanistan und hat schon einige Erfahrungen sammeln können... Ich hatte mir ja schon gedacht, das irgendetwas anders ist und war mir von Anfang an unsicher, ob ich mit einer Frau oder einem Mann rede, denn es gab von beiden Seiten so viele Elemente und auch der Name deutete in verschiedene Richtungen. Ich hätte aber nicht nachgefragt, denn ich bin allgemein am Menschen und seinen Meinungen interessiert, das Geschlecht ist da zweitrangig.
    Das finde ich das das schöne am Reisen, man lernt Menschen kennen, denen man so nie begegnet wäre, und erweitert seinen Horizont.
    Nach dem Kaffeetrinken wollte ich etwas zum Abendessen vorbereiten und schaute routinemäßig noch mal raus. Und Bäm, schon wieder stand ein fettes buntes Polarlicht am Himmel (in der Dämmerung werden sie noch von der Sonne angestrahlt, das macht sie noch mal bunter!) wir sind beide raus... Ich habe die erste Runde mit Pantoffeln im Schnee auf meinem Vorplatz fotografiert, bevor ich rein bin um mir etwas über zu ziehen. Es hat sich dann alsbald beruhigt, nachdem ich ein paar tolle Fotos machen konnte, und so kam ich dann endlich auch zum kochen.
    Ich bin ja jetzt schon so schlau nicht beim Essen auf die Sonnenparameter zu schauen, habe schon genug abgenommen durch die ständige Hetze... Aber als ich danach schaute, sah ich schon, wie der Sonnenwind wieder anstieg und packte mich schnell in viele Wärmelagen, denn ich wollte noch einmal losfahren, bevor der Mond zu stark wird.
    Sandrao hat eine eigene Sternwarte. Er/sie fotografiert aus der Dachluke, Füße und den Körper vom Ofen beheizt. Das ist natürlich auch ein Luxus 😅.
    Da es zwischen drin mal wieder geschneit hatte, gab es wieder fast keine Parkmöglichkeiten. V.a. nicht am Wunschplatz, den ich gerne angesteuert hätte. So nach Mitternacht stelle ich mich auch mal in eine Hofeinfahrt, da sind die Chancen sehr gering, das da noch Bewegung ist, aber am frühen Abend will ich mir das nicht erlauben.
    Ein paar schöne Motive mit Haltemöglichkeiten habe ich dann trotzdem noch gefunden.
    Read more

  • Meine Haustiere

    January 26 in Norway ⋅ ☁️ -3 °C

    Diesen Tag widme ich mal meinen Hermelinen. Sie gehören seit Oktober zu meinem Alltag und kommen mehrmals in der Nacht vorbei um nach Futter zu suchen. Es macht mir großen Spaß, sie auf der Wildkamera zu beobachten, und ganz selten sehe ich sie auch mal durchs Fenster in Live.
    Sie bekommen von mir Fleischreste, Katzenfutter und Fisch, nur kleine Häppchen, aber das ist wohl Motivation genug, hier regelmäßig vorbei zu schauen. Ich verstecke sie an unterschiedlichen Plätzen, um sie in Bewegung zu halten.
    Manchmal frage ich mich, ob ich sie erziehe, oder die mich.
    Wenn ich Tags unterwegs war, dann taucht einer der beiden schon kurz danach auf der Terrasse auf und klappert mit der Blechschüssel, wenn ich noch nichts rausgelegt habe. Darauf eile ich geschwind (auch im Sturm) nach draußen, um nachzulegen. Oft, nachdem ich draußen war, kommt einer vorbei um die Lage zu peilen. Im Sonnensturm war ich mit der Kamera draußen und musste mir dann was überziehen, in den 3 Minuten wustelte schon eins über die Terrasse.
    Ich habe lange gebraucht, um mitzubekommen, das es tatsächlich 2 sind. Denn sie halten nicht lange genug still für eine genaue Beobachtung. Und sie sind so wuselig, das es schwer ist die Größe zu schätzen, bis ich dann mal systematische Vergleiche machte. Und tatsächlich, es gab nicht nur Ermy das Männchen mit ca 30cm Länge ohne Schwanz, sondern auch eine Ermine mit ca 20cm Größe. Aufgefallen ist es mir v.a. weil das Verhalten so unterschiedlich war: verschiedene Freßgewohnheiten (Ermine verschmäht das Katzenfutter vom Rema, Ermy mag es gerne), Ermy ist sehr entspannt und selbstbewusst, Ermine viel wuseliger und schreckhaft. Ich glaube sie wildert in seinem Revier. Jeden Tag ist es ein neuer Quell der Freude, zu sehen was in der Nacht mal wieder vorgegangen ist, und wie oft sie da waren. Ein paar Bilder und Filmchen habe ich deshalb mal hier drangehängt.
    Read more

  • Letzter Glitzer vor dem Schnee

    January 24 in Norway ⋅ 🌙 -5 °C

    Noch immer war das Wetter rekordverdächtig, und die Schneekristalle wurden immer größer. Ich hing ja noch ziemlich im den Seilen von der letzten Polarlicht Nacht, aber ein paar Kristalle wollte ich trotzdem noch jagen... Eigentlich wollte ich dafür ins Olderdal, aber ich habe dann so schöne Ecken direkt bei meinem Grundstück gefunden, das ich gar nicht mehr loskam. Und das war auch ganz gut so, denn bevor ich richtig in Schwung kam, war Zack die Sonne schon wieder am Untergehen. Am Sonntag soll es etwas Schnee geben und so war das die letzte Möglichkeit, bevor diese Pracht wieder zerstört istRead more

  • Alle guten Dinge sind drei

    January 23 in Norway ⋅ 🌙 -2 °C

    Nachdem ich gestern Abend ohne nächtliche Abenteuer ins Bett bin war ich heute schon wieder halbwegs auf der Tageslicht Seite und wollte einen Ausflug nach Henningsvær machen und danach einen gemütlichen Abend. Aber wieder kam es anders...
    Henningsvær wollte ich v.a. endlich mal die Drohne steigen lassen, solange es noch so Windstill ist und perfektes Wetter hat.
    Mittlerweile muss ich vor mir selbst zugeben, Drohne fliegen macht mir keinen Spaß, sondern setzt mich enorm unter Streß. Denn nicht nur bedarf es einer erheblichen Vorbereitung, in Norwegen muss man offiziell angemeldet sein, und ist man das nicht, drohen hohe Strafen. Ich fühle mich dann immer ein bisschen wie eine Kriminelle, wenn ich das Ding auspacke. Und weiter weg fliegen schaffe ich auch nicht ohne Bauchkrämpfe, denn ich denke dann immer sie haut mir gleich ab...
    Als ich dann all meinen Mut zusammen genommen habe, um sie in Henningsvær steigen zu lassen, verkündete sie auf 60m Höhe es gäbe Elektronische Spannungen (oder so ähnlich) und sie würde sofort zurück kommen. Gerade noch gelangen mir 2 Stadtansichten in dieser Höhe, und ich fühlte mich mal wieder bestätigt.
    Machte noch ein paar Aufnahmen von den Fischern, die ihren gesalzenen Skrai aufhängten.

    Zu Hause gab es gleich wieder Streß: Heimgekommen, Kaffee getrunken, Polarlicht fotografiert, Abend gegessen, Polarlicht fotografiert. Das war wieder ein Geomagnetischer Sturm, ob das jetzt die letzten Zipfel von dem großen waren, oder ein neuer weiß ich nicht, aber ich habe alle Phasen bis um 1 Uhr mitgenommen und es war wieder so gewaltig schön, das ich einfach nicht nach Hause fand, obwohl ich schon gar keinen Auslöser mehr drücken konnte, so kaltgefroren waren meine Hände.
    Read more

  • Glitzerwunderwelt

    January 22 in Norway ⋅ 🌙 -4 °C

    Es ist schon die 3 Woche so ein traumhaft schönes Wetter mit fast kompletter Windstille. So was habe ich im norwegischen Winter noch nie erlebt! Im nächtlichen Polarlichtrausch habe ich ja die kleinen Details ein bisschen aus den Augen verloren, aber heute wollte ich mich ihnen mal genauer widmen. Habe einen großen Teil des Sonnenlichts genutzt, um die Eiskristalle zu fotografieren, die jeden Tag gewachsen sind. Am Ende waren sie bis zu 3 cm groß! Die passten nicht mehr in mein Makro 😂Read more

  • Die Show ging weiter...

    January 20 in Norway ⋅ 🌙 -1 °C

    Um 8 kam ich heim, von der frühmorgendlichen Fototour, wieder durchgefroren und glücklich. Die Bilder sind alle so abgedreht, und ich so aufgedreht, auch das war wieder ein Sofatag...
    Gut, dass ich noch so viel Nudeln mit Tomatensoße vom Vortag hatte. Ist mittlerweile einer meiner Polarlichtklassiker: Gibt Kohlehydrate, geht schnell und lässt sich runterschlingen, wenn es draußen schon vor dem Fenster flackert....
    Und es ging schon kurz nach 17 Uhr wieder los! Aber mit was für einem Feuerwerk! Ich wusste überhaupt nicht mehr, in welche Richtung ich schauen sollte.
    Der Impact war energetischer, deshalb die riesigen roten Wände, die sich nur dann aufbauen, aber an diesem Abend war es dynamischer. Die Corona tanzte über mir und spuckte alle Regenbogenfarben aus. Hintereinander, untereinander, gemischt und separiert.
    So froh war ich da über mein neues Fischaugenobjektiv, mit dem bekomme ich wesentlich mehr aufs Bild als mit dem Superweitwinkel. Leider auch ganz oft meinen Kopf, denn egal wie weit ich wegstand, irgendwo hat es mich doch erwischt.
    Ich habe mich dann meist geduckt, ist auf Dauer aber auch nicht rückenfreundlich.
    Der Höhepunkt war dann eine Entladung, die sogar die einheimischen Polarlicht Profis sprachlos gemacht hat. Plötzlich war eine riesige Woge über mir. Sie wurde so hell, das man auch ohne Brille hätte Zeitung lesen können. Und sie veränderte sich in einer rasenden Geschwindigkeit. Einen Teil davon habe ich gefilmt, fotografieren wäre zwecklos gewesen, selbst beim Film sind die hellen Bereiche ausgebrannt, aber man kann gut die Dynamik erkennen. Hoffentlich kann ich ihn hier hochladen.
    Nach so einem "Substorm", bei dem die energiegeladen Photonen entlang der Magnetlinien in geordneten Formationen über den Himmel gezogen sind, werden sie dann freigesetzt und wabern wie ein graugrüner Nebel über den Himmel. Das ist meistens nicht so spannend und verschandelt sogar den Sternenhimmel. Gegen 1 war es soweit. Das Feuerwerk hatte seine Kraft verbraucht und es gab fast nur noch Nebelsuppe...
    Dankbar konnte ich da zurück ins Warme gehen.
    Hätte ich gewusst, das das nur eine Pause ist, und es genau so weiter geht, hätte ich einen Kaffee getrunken und mich wieder aufs Schlachtfeld geschleppt. So was hat man ja nicht alle Tage....
    Doch so sank ich um 2 ins Bett, ich brauche immer eine längere Zeit, um wieder warm zu werden und runter zu kommen. Und kurz vor 7 sah ich, dass die Show schon/noch an ist. im Nachthemd rausgeflitzt und die Kamera in Position gebracht. Gleich gesehen, das lohnt sich... Also schnell noch eine Hose und die Daunenjacke übergezogen und mit den Kameras den Weg runter gelaufen. Wieder eine Runde fotografiert, bis es zu hell dafür wurde...
    Read more

  • Impact um Mitternacht

    January 19 in Norway ⋅ 🌙 -1 °C

    Gut, das ich gestern den Tag so vertrödelt habe, denn gegen 23 Uhr schlug der geomagnetische Sturm zu.
    Das einzige was ich gemacht habe, war die Drohne mal wieder zu aktivieren, wenn die länger nicht benutzt wurde braucht das immer seine Zeit, bis die Kopplung und die Kalibrierung passt.
    Es hatte vor 2 Tagen eine große Sonneneruption gegeben, die glücklicherweise erdgerichtet war, so waren die Chancen groß.
    Gegen 18Uhr war ich am Zwiebel schneiden und habe nur mal Routinemäßig rausgeguckt. Wunderschöne Displays gabs am Berg gegenüber. Also schnell in die Gummistiefel gesprungen und mich mit der Kamera raus gestellt, bis dieser Substorm vorüber war. Dann den Tomatensalat gemacht und gegessen und derweil Nudeln mit Tomatensoße vorbereitet. Ist ein gutes Essen für eine kalte Nacht ohne Zeit. Sicherheitshalber schon mal eine Portion gegessen, bevor ich wieder rausgeguckt habe. Dann habe ich festgestellt, das die SD Karten noch mit Walen voll waren... Also schnell die noch runtergeladen und Batterien gewechselt, und als ich dann rausschaue war das Feuerwerk schon richtig an und ich habe mich gesputet, alle Schichten anzuziehen und zum Auto zu sprinten.
    Das war ein totaler Eispalast. Mit Mühe habe ich die Fahrertür auf bekommen um den Kratzer rauszuholen. Ich habe dann fast 20 min mit laufendem Motor und Heizung da rumgekratzt und gerade nur ein winziges Guckloch in die Frontscheibe bekommen. Ich verstehe hier manchmal das Wetter nicht. Es waren nur -3° und der Schnee und die Scheiben waren härter gefroren als bei -20°.
    Dadurch habe ich leider die Schockwelle verpasst, als der Impact landete, und musste dann erstmal eine längere Strecke fahren und gelegentlich anhalten, um ein bisschen mehr von der Scheibe freizulegen.
    Auf Gimsøy suchte ich die Aurora erst vergeblich bis ich feststellte, das hinter den Bergen im Süden rote Flammen schlugen! Es war gar nicht so einfach, einen Platz mit Südblick zu finden. Dieses rot hat mich dann aber umgehauen! Mit bloßem Auge war es schon zu sehen, auf den Fotos wirkt es schon regelrecht kitschig, so grell war es! Bis 1 Uhr war es recht aktiv, als es dann abschwächte fuhr ich langsam nach Hause. Diesmal habe ich die Frontscheibe gut eingepackt, falls ich am frühen Morgen noch mal raus will..
    Als ich dann um 5 aus dem Fenster schaute, war es da schon wieder am flackern. Also rein in die Klamotten und los. Bin allerdings in meiner Bucht geblieben, das hat gereicht. Habe Fotografiert bis es hell wurde. Es war so hammerschön, ich bin immer noch nicht ganz runter gekommen und habe außer zwischen 2 und 5 seit gestern nicht geschlafen, aber das Adrenalin rauscht immer noch durch meine Adern... Vielleicht gibt es heute Abend noch eine Fortsetzung.
    Read more

  • Der Kälte entronnen

    January 14 in Norway ⋅ 🌙 -8 °C

    Hab hier eine Menge nachzuholen, aber erst, wenn ich wieder auf den Lofoten bin. Kam diese Woche nicht zum Schreiben. Es ist anspruchsvoll, im Winter so weite Strecken zu fahren, v.a. wenn das Auto nicht auf Extremtemperatur eingestellt ist. So war ich heilfroh, das es ein bisschen milder geworden ist, und ich heute nur mit -22,5° konfrontiert wurde. Da ich ja davor schon ein paar Stunden unterwegs war, war der Motor rundum so warm, das er diesmal die Betriebstemperatur gut gehalten hat, und ich mir nicht mehr darüber Sorgen machen musste..
    Bin heute knapp 400km in 7h gefahren, über Schnee und Eis, die 1/2 davon in der Polarnacht. Ich bin stolz auf mich, das ich diese Tour geschafft habe, am Hinweg habe ich mir das noch nicht zugetraut ... Morgen sind es noch ca 4h bis zu Hause, ich freue mich schon. Und auf den Lofoten gibt's jetzt ja schon richtig Sonnenschein 🤗
    Übernachten tue ich in einem AirBnB, welches mir eine ganze Zimmerflucht zur Verfügung gestellt hat. Leider total überheizt. Ich schmore hier bei 25 Grad und kriege es nicht runter gestellt 😂
    Read more

  • Mit Silke unterwegs

    January 13 in Norway ⋅ 🌙 -9 °C

    Es hat Vorteile, wenn die Freundin, die man besucht krankgeschrieben ist. So hatten wir den ganzen Tag Zeit zum Quatschen. Morgens sind wir nach Reisa gefahren, Silke musste geröntgt werden, sie ist gestürzt und hat die Rippe abgebrochen. Das haben wir dann noch mit ein bisschen Shoppen verbunden. Denn sie muss sogar noch länger wie ich bis zum nächsten Supermarkt fahren 🤷. Nach einem gemütlichen Tag bin ich dann einfach direkt ins Bett, obwohl die Nordlichter schon wieder begehrlich über mir flackerten. Daran merkt man, wie erschöpft ich immer noch war.Read more

  • Walsafari

    January 10 in Norway ⋅ ⛅ -6 °C

    Der Tag war perfekt für eine Bootstour, ein klarer Himmel mit den Pastelltönen der Polarnacht und eine ruhige See. Trotzdem war ich sehr aufgeregt, denn ich wußte nicht, was mich erwartet, und welche Möglichkeiten es gab, schöne Bilder von den Walen zu machen. Öffentliche Touren mit einer Gruppe sind nicht immer eine Bereicherung und ich war mit Walen ja schon etwas verwöhnt von meinen Touren vor 10 Jahren, als die Buckelwale zum 1. Mal nach Skjervøy kamen, und es noch keine Touristen dort gab.
    Ich hatte nach vielen Recherchen ein kleineres Schnellboot gefunden, von dem aus man einen recht tiefen Standpunkt hat, und einfach mehr Flexibilität, als auf einem Schlauchboot, wo man eingepfercht in dicker Montur hinter seinem Sitz klemmt. Der Nachteil daran war einfach, das natürlich alle sich frei bewegen konnten, und sich entsprechend an der Ecke des Bootes drängten, an der die Wale auftauchten. Und ich mit meinen ganzen orthopädischen Problemen mittlerweile einen recht schlechten Stand auf dem wackelnden Bootsdeck hatte. Drum habe ich auch relativ schnell vom 100-400 auf das 70-200 gewechselt. Das ist einfach handlicher in der Bedienung, wenn man einen schlechten Stand hat.
    Das Licht war überwältigend schön und so konzentrierte ich mich vor allem auf Landschaft mit Wal.
    Leider vor allem Orkas und nur wenige Buckelwale in der Ferne... Auf unserer privaten Tour damals waren ca 50 Buckelwale in der Bucht, einer sprang 3m vor mir aus dem Wasser, da darf ich nicht anfangen zu vergleichen.
    Ich bin mit meiner Fotoausbeute so halb zufrieden. Es sind schöne Fotos dabei, aber es fehlt mir das Whow Foto.
    Als ich zurück kam tat mir alles weh, meine Kondition reicht nicht mehr aus, um die Bewegung auf einem glatten Bootsdeck für 4h auszugleichen, das hat mich gefrustet.
    Read more

  • Abenteuerliche Schweden Tour

    January 7 in Norway ⋅ 🌙 -14 °C

    Eben mal nach Schweden fahren, weil ich meinen Touristenstatus erneuern musste. (EU Bürger dürfen max. 3 Monate bleiben, sonst wird's kompliziert). Ist am Ende der Polarnacht mit Schnee und Kälte immer noch ein herausforderndes Unterfangen, aber da wir derzeit wohl eine stabile Schönwetterlage haben, habe ich das endlich in Angriff genommen und werde es noch mit ein paar Highlights verbinden...
    Die Tagesstrecke war ein Traum, orange Lichtspiele rechts, und rosa Himmel zur linken. Dann die langsame Verfärbungen in zig Varianten von Blautönen, bis es denn irgendwann stockdunkel war. So bewusst habe ich das noch nie mitgekriegt, da ich ja nicht den ganzen Tag draußen bin normalerweise.
    Die letzte Strecke zur schwedischen Grenze hatte es echt in sich. Es wurde ständig kälter (bis -26°), und der Wind trieb den Schnee über die Straße. Es gab schon richtige Schneeverwehungen. An der Grenze ging ich ins Zollbüro und bat um einen Stempel im Paß. Das konnten sie mir leider nicht geben, aber einer der Zöllner kam mit raus und fotografierte mich vor den Wappen. Fand ich echt nett.
    Dann fuhr ich ins nächste Dorf für eine kleine Shopping Runde. Mit dem Kassenzettel kann ich jetzt nachweisen, das ich in Schweden war.
    Dann ging's zurück, denn ich habe ein Zimmer in Narvik gebucht für die Nacht, bei den Temperaturen würde ich es im Caddy wohl nicht überleben..
    Kurz hinter der Grenze kamen sie dann auf einmal mit Blaulicht hinter mir her und haben mich auf einen Parkplatz gelotst. Ich wäre bei Rot über die Grenze gefahren (hatte die Ampel jetzt nicht so auf mich bezogen 🫣). Und dann wollten sie natürlich den Caddy durchsuchen.. das ging auch nur rudimentär, da meine Seitentür sich nicht öffnen lässt. Aber 2 Blicke auf das Chaos haben ihnen dann auch gereicht.
    Natürlich haben sie auch die Personalien überprüft, und jetzt ist meine Norwegen Einreise sogar aktenkundig 😅
    Das einzig blöde war, das ich den Motor ausgemacht habe und das Auto in den wenigen Minuten in denen wir da standen so stark runtergekühlt ist, das ich noch bis Narvik gezittert habe. Kein Wunder bei -25 Grad draußen.
    Dort wollte ich dann zu meinem Airbnb Zimmer. Die Haustür sei offen...
    Ich habe geparkt und öffne den Eingang. Nen Haufen Schuhe, ein Kinderfahrrad, es geht direkt ins Wohnzimmer. Hmm, falscher Eingang wohl... Bin dann zum nächsten Eingang und das sah so ähnlich aus, bin ich ins falsche Haus gestolpert 🫣. Das passiert halt, wenn man die Haustüre nicht abschließt.
    OK, 2 Häuser weiter war dann das richtige. Ich habe erstmal alles aus dem Auto geschleppt was einfrieren könnte. Nur die Wasserflaschen habe ich leider vergessen. Dann erstmal halb tot aufs Bett fallen gelassen.
    Alt werde ich heute nicht mehr.
    Read more

  • Schnee schmelzen

    January 3 in Norway ⋅ ☁️ -2 °C

    Meine Wasservorräte gehen langsam aus und Regen ist nicht in Sicht. Also muss ich mich ans Schneeschmelzen machen. Das ist recht mühsam, dann ein gehäufter Eimer Schnee ergibt gerade mal 3l Wasser.
    Nächste Woche kommt so will es scheinen, ein stabiles Hoch. So habe ich spontan entschieden, nochmal eine kleine Winterreise bis hoch in die Finmark zu machen.
    Habe da einiges vor, und den 1/2 Tag mit recherchieren und buchen verbracht.
    Read more

  • Mein persönliches Silvester

    January 1 in Norway ⋅ 🌙 -5 °C

    Das schöne wenn man alleine ist: man kann nicht nur machen was man will, sondern man kann sich sogar Silvester aussuchen. Und da es am 31.12. bewölkt war, habe ich einen Tag später reingefeiert. Mit Vollmond und himmlischem Feuerwerk.
    Es war zwar nicht so stark, denn der Mond nimmt dem Polarlicht viel Kraft, aber alleine unter so einem Sternenhimmel zu stehen, in der kompletten Ruhe, während kleine Wellen an den Strand laufen, das war schon ein Genuss für sich.
    Hatte mir diesmal einen Strand mit einer besonderen Ansammlung von Bootshäusern ausgesucht. Da wusste ich, das die schön im Mond leuchten würden.
    Und am Vormittag hatte ich das Wetter noch für einen Ausflug nach Henningsvær genutzt.
    Dabei ist mir etwas blödes passiert: ich habe an einer automatischen Tankstelle den Landwirtschaftlichen Diesel getankt. Der ist stark subventioniert und auf das mißbräuchliche Tanken stehen hohe Strafen. Das hat mir dann richtig Bauchschmerzen bereitet. Habe den Tankstellenbetreiber dann angeschrieben, mal schauen, ob er antwortet.
    Read more

  • Neujahrsschwimmen

    December 30, 2025 in Norway ⋅ ⛅ -4 °C

    Leider ist das Schwimmbad an den Feiertagen geschlossen, die Seen versumpft oder gefroren und das Meer ohne Gesellschaft zu furchteinflößend. So habe ich meinen traditionellen Neujahresschwumm vorverlegt, musste eh noch ein bisschen was einkaufen.
    Das Schwimmbad kannte ich ja schon, aber jetzt während der Ferienzeit glich es wirklich einem kleinen Horrorshop. Das Schwimmerbecken war halbiert, denn hinten durfte gesprungen werden, und so konzentrieren sich alle Kinder, die noch nicht vom 3 m Turm springen wollten auf dieses Becken und sprangen von allen Seiten hinein, um es dann in alle Richtungen zu durchkreuzen, während ich dazwischen meine Bahnen zog. Es gab mal wieder nur Kinder, außer den Eltern mit Kleinkindern, schwimmen scheint hier kein Erwachsenensport zu sein. Es hat trotzdem gut getan.
    Die Heimfahrt hatte es dann in sich: Dichter Nebel, dazu starker Schneefall und das in totaler Dunkelheit auf einer Serpentinen Straße. Ich war heilfroh, als ich zu Hause angekommen bin.
    Read more

  • Endlich mal raus

    December 28, 2025 in Norway ⋅ 🌬 2 °C

    Bevor ich einen Lagerkoller kriege wollte ich einfach mal raus, was anderes sehen. Der Sturm hat ja schon nachgelassen, und so wollte ich zumindest mal an den Steg und in Gimsøy nach dem Rechten schauen.
    Am Steg war der Wind so krass, das ich mich gar nicht ans Ufer getraut habe. Und obwohl es in der Nacht geschneit hat, hat der Wind hier jeden Fitzel weggeweht.
    In Gimsøy wurde es dann noch schlimmer, da kamen dann auch neue Schneeschauer dazu, und so fuhr ich wieder zurück.
    Read more