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Ein Jahr in Norwegen ll

Winterzeit auf den Lofoten Read more
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    🇳🇴 Vestvågøy, Norwegen

    April Wetter

    April 25 in Norway ⋅ 🌬 2 °C

    Heute morgen war wieder alles weiss und der Schnee glitzerte in der Sonne. Die begann alsbald ihn abzuschmelzen. Und zack kamen die nächsten Schneewolken und alles war wieder weiß. So ging es im Prinzip den ganzen Tag, denn der Nordwind trieb die kalten Wolken heran, während der Untergrund eigentlich eher so 2-4° hat. Drum bin ich auch in den kurzen Wolkenlücken morgens und nachmittags eine Runde gefahren, um noch mal ein bisschen Schnee Stimmung einzufangen ...
    Am Morgen war Ermy kurz da und ich konnte ein paar Fotos machen. Er hat in kürzester Zeit jetzt diesen schönen braunen Pelz bekommen, nur noch wenige weiße Haare sind im Rückenfell vorhanden.
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  • Wenn der Hahn kräht auf dem Saunadach...

    April 20 in Norway ⋅ ☀️ 8 °C

    ... dann ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist. Oder es kommt ein Hermelin vorbei, oder ich habe es gewagt ein Fenster aufzumachen, oder eine Möve fliegt vorbei...

    Heute mal ein Offtopic: Die schnelle Metamorphose der Schneehühner, faszinierend zu beobachten.
    Ich habe ein Hühner Pärchen (Acky und Schneeweißchen), welches mein Grundstück als sein Revier erkoren hat, und noch ein weiteres (Hinnek und Gesine), welches hier überwintert hat, aber jetzt zunehmend vertrieben wird, denn bald beginnt die Brut. So schade, das ich die Küken wohl nicht mehr erleben werde....
    Die Hühner ernähren sich überwiegend von Knospen, jungen Blättern und Samen. Auch im Winter, wo sie unter der tiefen Schneedecke wühlen müssen. Daher sind sie dann auch quasi unsichtbar, da sie fast immer "unterirdisch" unterwegs sind. Nur das Gemecker habe ich bereits da gehört. Vor allem, wenn ich Nachts von meiner Polarlicht Runde heimkam, fühlten sie sich gestört und meckerten..
    Auf Malnes gibt es relativ viele Schneehühner, drum sehe ich auch ständig welche, wenn ich hier rein und raus fahre ... Rings um Lilas Haus gibt es eine Truppe von 10 Stück. Alle sind jetzt im Federwechsel, und so sieht es hier ein bisschen aus, als hätte jemand ein Federkissen über der Landschaft ausgeschüttet.
    Wenn Sturm ist, dann flüchten sie sich oft in den Straßengraben, von wo sie dann natürlich flüchten (mit Geschrei), wenn ich mit dem Auto vorbei fahre. Bei schönem Wetter dagegen warten sie gerne so lange am Straßenrand, bis ich in der Nähe bin, um dann direkt vor mir über die Straße zu rennen. Verstehe einer die Hühner, dabei können sie recht gut fliegen, auch wenn sie dabei immer ein bisschen aussehen wie eine Möwe mit Adipositas.
    Da mein Stammpärchen gerne seine Runden um mein Haus dreht, verschafft das mir dann die Möglichkeit, sie aus nächster Nähe aus dem Küchen-, Klo- und Wohnzimmerfenster zu fotografieren, und sie manchmal sogar auf der Terrasse zu erwischen.
    So ist hier immer was los, auch wenn ich mir einen faulen Tag mache. 🤗
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  • Noch ein Allerletztes Mal 🤓

    April 18 in Norway ⋅ 🌙 8 °C

    Hab ich schon gesagt, das ich süchtig nach Aurora bin? 😅 Es war noch ein Sonnensturm voraus gesagt, und da musste ich einfach mein Glück probieren... Es ist mittlerweile echt schwer, da man bis Mitternacht warten muss, um überhaupt eine Chance zu haben, und eigentlich bin ich eher ein Frühaufsteher 🤷.
    Aber es hat noch mal geklappt. Richtig gut konnte man nur die kurzen heftigen Explosionen sehen, und da war ich nie am richtigen Ort, aber macht nichts. Genossen habe ich es trotzdem 🤗
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  • Ich glaube mich Tritt ein Elch

    April 17 in Norway ⋅ ☀️ 13 °C

    Ich habe auf einer kleinen Mole gegenüber von Sortland geschlafen. Man hörte zwar die Hauptstraße im Hintergrund, aber von 3 Seiten Meer und Fernsicht, was will man mehr...
    Aber um 2.40 aufstehen, das war richtig hart... Zumal ich ja eher noch im Polarlicht Modus bin 🤷. Aber ich habe mich zu einer Elchsafari angemeldet, und die startete um 3.45 Uhr!
    Und ich habe es so geschickt gemacht, das ich alleine war auf der Tour, sozusagen eine Exklusiv Tour zum Gruppentarif. Und das bei schönstem Wetter!
    Jens kennt sich wirklich gut aus, er ist fast täglich hier unterwegs und weiß, wo er die Elche finden kann . Und vor allem auch wann! Um diese frühe Urzeit ist nämlich noch niemand unterwegs und man kann leicht einfach mal am Straßenrand stehen bleiben. 12 Elche haben wir bekommen, 3 davon sogar 2x! Das sind genau 11 mehr, als ich im letzten halben Jahr. Und mir ist auch klar geworden, warum ich so wenige gesehen habe. Zum einen die Uhrzeit. Am besten sieht man sie in der Dämmerung, v.a. morgens. Als Polarlichteule war ich allerdings immer nur nachts und bestenfalls noch Mittags, also zu den ungünstigsten Zeiten unterwegs...
    Und dann die Mimikry! Das ist wirklich unglaublich. Das Fell ist braungrau und stumpf, es schluckt sämtliche Lichtreflexe. Und verschmilzt völlig mit der Farbe der Bäume und des Landes. Schon wenige dünne Stämmchen reichen, um ihn fast unsichtbar zu machen. Dazu kommt, das das chanchierende Weissgrau der Beine den Birkenstämmen und Erlen nachempfunden ist, und sie zusätzlich tarnen.
    Wenn sie nicht gefunden werden wollen, dann findet man sie nicht, und wenn man noch so lange ins Gebüsch starrt. - Außer Jens Birkeland, der hat die Elche im Blut und auch die unsichtbarsten Kandidaten noch erspäht!
    Die Tour hat wirklich Spaß gemacht und wir haben nebenbei noch Schneehasen, einen Birkhahn und sogar einen Otter gesehen.
    Und das beste war, es war noch keine 9 als wir zurück waren, und ich hatte dann noch den ganzen Tag vor mir.🤗
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  • Es wird Frühling

    April 15 in Norway ⋅ ☁️ 8 °C

    Obwohl es eigentlich noch zu früh ist für die Lofoten, setzt sich jetzt der Frühling durch. Die Frühblüher sind draußen, die Knospen an den Bäumen schwellen an, meine Ermys sind im Farbwechsel (Ermine hat erst angefangen) und bei Lila kamen gestern die ersten Lämmchen.
    Auch die Schneehühner werden immer dunkler und die ganze Landschaft sieht aus, als hätte hier jemand die Daunenfüllung von einem Federbett verteilt.
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  • Südwärts

    April 12 in Norway ⋅ ⛅ 10 °C

    Die 2. kurze Nacht... Morgens bin ich natürlich auch immer früher wach, denn spätestens ab 5, wenn es draußen hell ist, schmeißt mein Körper die Melatonin Produktion an, egal wann ich schlafen gegangen bin.
    Das heißt aber nicht, das ich um 8 Uhr schon wach bin, selbst wenn ich da schon Kaffee trinke.
    Ich beschließe, einfach nach Hause zu fahren, und zu schauen, wie weit ich heute komme. Bin ja stressbefreit...
    Mein erster Stopp ist die Vogelbeobachtungshütte bei Marmelkroken, Bø. Irgendwas muss ich da aber missverstanden haben, denn ich dachte ja, ich könnte dort Vögel beobachten...
    Aber eigentlich war es genau umgekehrt. Die Vögel (das ganze Ufergebiet war voll) beobachteten die Hütte, und als ich näher kam, erhoben sie ein großes Geschrei, warnten sich gegenseitig und machten sich dann davon. Einzig ein paar Möven blieben auf ihren Steinen im Wasser sitzen.
    Und die Hütte hatte eine eigenartige Form: Eine verglaste Scheibe Richtung Meer und eine verglaste Scheibe in der Mitte der Hütte, sitzen konnte man dann auf der rechten oder linken Seite. Toll als verglaster Windschutz, aber die Vögel kamen nicht zurück, solange ich da saß...
    Nachdem die Vögel die Hütte lang genug beobachtet hatten, ging ich zurück und fuhr weiter.
    Ich traf Frank noch mal auf einem Parkplatz und hielt noch mal an für einen Plausch. Er war auch schon wieder auf dem Rückweg, denn er wußte nicht, das die Fähre von Andoya nach Senja nur im Sommer fährt und war entsprechend enttäuscht.
    Ich gondelte mit kleinen Zwischenstopps die Küste hinunter. Klar hätte ich es noch bis nach Hause schaffen können, aber ich wollte einfach gemütlich machen und noch mal draußen schlafen, hab schon fast vergessen, wie schön das sein kann.
    Ich suchte mir einen schönen Schlafplatz auf Hadseløya, der 3. Insel des Tages, und nur noch 3 Inseln von meiner Hütte entfernt.
    Auch den kenne ich noch vom August, an einer Nebenstraße gelegen und mit herrlichem Meeresblick, südlich auch auf die schneebedeckten Berge der Lofoten.
    Und natürlich spekulierte ich - zumindest ein winziges bisschen auf Polarlicht. Nach über 7 Monaten Aurorahunting ist das in Fleisch und Blut übergegangen, sobald es klar ist in den Himmel zu schauen.
    Entsprechend saß ich auch noch nach Mitternacht auf meinem Sessel, aber es wurde und wurde einfach nicht dunkel, und das Magnetfeld zeigte keine Störungen an... Also ging ich ins Bett. Es wird wohl noch eine ganze Zeit lang dauern, bis ich das Aurora suchen lassen kann...
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  • Noch mal zum Abgewöhnen ...

    April 11 in Norway ⋅ ☀️ 8 °C

    Hab mir einen anderen Stellplatz gesucht. An dem Strand, der im Sommer soo beliebt ist, war rein gar nichts los. Da konnte ich mich vor tollen Plätzen kaum entscheiden.
    Den Vormittag habe ich am Strand verbracht. Gummistiefel an und GoPro eingepackt, wollte ein bisschen mit den Wellen spielen. Es war richtig toll, am Strand herumzulaufen, einzig meine GoPro Ideen haben nicht funktioniert. Wenn die Sonne direkt auf die Strandline fällt, ist es mit einem Superweitwinkel einfach nicht möglich, einen Film zu machen, oder das der Schatten von mir oder zumindest der Kamera mit ins Bild kommt. Bei meinen seitlich im Wellensaum stehenden Versuchen hat eine tückische, unauffällige Welle dann meinen Stand unterspült, so daß ich plötzlich 10cm im Sand eingegraben war, und mir ist dann ganz sacht eine Schippe Wasser in die Stiefel gekippt.
    Ich bin dann trotzdem noch weiter, denn im vollen Sonnenschein war es einfach soo herrlich, doch die GoPro hatte ihren schlechten Tag. Sie widersetzte sich der Sprachsteuerung, so das ich jetzt lauter kleine Filme habe, an deren Ende ich GoPro Stop und GroPro aufhören brülle. Diese kann ich mir nicht mal mit Ton auf der Kamera anhören, denn die GoPro schaltet sofort ab, wenn sie das hört 😂.
    Das Salzwasser hat wohl auch dem Stick geschadet. Ich kann die Kamera nicht mehr in alle Richtungen drehen, das nervt auch, so kann ich nicht mal mehr gescheite Unterwasser Aufnahmen machen. Wahrscheinlich ist die Mechanik angerostet.
    Beim Versuch die schönen Sandstrukturen in den Prielen zu fotografieren, ist mir dann auch noch das Handy aus der Brusttasche (wo ich es sonst nie hinstecke) ins 10cm tiefe Wasser gefallen.
    Schnell aus der Hülle schälen und alles abtrocknen. Zum Glück, es funktioniert noch. Einzig bei der Ladebuchse hatte ich Bedenken, denn die saß voll mit Sand. Zum Glück konnte ich den mit Nadel und Klopapier wieder soweit entfernen, das es funktioniert. 🙈
    Na ja, nach nur 3h Schlaf bin ich irgendwie kein ganzer Mensch.
    Drum hab ich auch keine großen Sprünge gemacht, Nachmittags noch ein bisschen durch Andenes gebummelt, an der Küste ein paar Seevögel fotografiert, beim Extra an der Salatbar zugeschlagen - das gönne ich mir manchmal, aus so viel Zutaten könnte ich mir selbst keinen Salat mixen - und dann abends zurück an den Strand.
    Der Sonnenuntergang war herrlich, der Himmel glasklar, ob ich noch ein bisschen Aurora erhaschen kann?
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  • Ausflug auf die Vesteralen

    April 10 in Norway ⋅ ☀️ 9 °C

    Zum Glück war schon alles vorbereitet, trotzdem dauert es seine Zeit, alles ins Auto zu verstauen, und dann noch den ganzen Müll zusammen zu packen, den will ich dann gleich mit entsorgen...

    Eigentlich hätte ich ja noch eine n Arzttermin gehabt, um Tabletten nachzubestellen. Dann hatte ich ich aber ausgerechnet, das sie bis nach Hause reichen, konnte den Termin aber nicht mehr stornieren...
    Und dann ruft doch tatsächlich der Arzt an, ob es mir gut geht, er hätte sich Sorgen gemacht, das ich nicht gekommen bin! Sowas sollte es in D mal geben!

    Um 11 bin ich endlich losgekommen, strahlend blauer Himmel, so ein richtiges Urlaubswetter 🌞. Mit super Laune bin ich unterwegs, fahre gemütlich, denn ich habe Zeit und muss außerdem meine Radlager schonen. Habe schon gemerkt, das ich bei Spurrillen schnell die Kontrolle über das Fahrzeug verliere, wenn ich einschlagen muss.
    Und dann winkt mich doch 15km hinter Svolvær ein Polizist auf den Parkplatz. Ich wäre in einer 50ger Zone 6km/h zu schnell gefahren ...
    Also mit den Geschwindigkeiten hier ist echt ein Kreuz, es stehen ständig kleine Häuschen am Straßenrand, mal mehr, mal weniger. Die Geschwindigkeit ist dann mal bei 60, mal bei 70 oder 80 und ganz manchmal für ein kurzes Stück auch auf 50. So eins muss ich erwischt haben, ich habe das Schild definitiv nicht gesehen, und ich gebe mir richtig Mühe, nicht zu schnell zu fahren... Wisst ihr was der Spaß mich jetzt kostet? 3000Kronen, fast 280!
    Da habe ich lange gebraucht, das zu verdauen, um meine Laune wieder halbwegs hoch zu bekommen. Denn es nützt ja nichts, so ein Geldverlust und dann noch schlechte Laune, da kann ich gleich ganz einpacken...
    Als ich in Fiskebøl auf die Fähre fuhr, ging es mir gleich ein bisschen besser, da kommt dann doch Urlaubsfeeling auf, wenn man auf Deck steht und sich den Wind um die Nase wehen lässt.
    Die Fahrt über die vielen Inseln, verbunden über große Brücken war herrlich, anfangs immer noch die schneebedeckten Berge der Lofoten zur Rechten, vorne am Fjord viele alte, malerische Bootsschuppen. Und jede Menge Seevögel, die in den Marschen unterwegs waren. Aaaaber: mal wieder nirgendwo Haltebuchten, damit man mal ein Foto machen kann... Und die Hauptstraße recht befahren.
    Später ging es dann durchs Inland. Auch ein phantastischer Weg, durch tolle Moorlandschaften, Krüppelbirken, immer wieder eingeschnittene Fjorde... Und nur gelegentlich mal eine Haltebucht.
    An einer, an der ich angehalten habe, lernte ich Frank kennen.
    Er sah schon recht verwegen aus, mit seinen eingewohnten Klamotten und dem 28 Tage Bart. Aber das war kein Wunder. Er war mit seinem Liegefahrrad unterwegs, jetzt seit 1,5 Jahren und hat den Winter in Nordnorwegen verbracht. Dabei hat er jede Nacht in der Natur geschlafen, auch bei Temperaturen unter -30°Grad. Respekt, kann ich da nur sagen.
    Frank kommt aus der Schweiz, ist 30 Jahre alt und hat genug Geld verdient, um 3 Jahre frei zu machen. In der Zeit macht er eine Europatour.
    Das liebe ich so am Reisen, man lernt immer mal abgefahrene Leute kennen.
    Die Strecke bis in den Norden Andoyas zog sich ganz gut, eigentlich "nur" 280 km ungefähr, aber verteilt über 7 Inseln, auf kleinen Wegen, auch wenn sich manche von denen Hauptstraße nennen.
    Warum ich so gehetzt bin? Ich wollte unbedingt die potentiell letzte Aurora Nacht in Blaik am Strand verbringen. Hier habe ich am 31. August mein 1. der Saison fotografiert, so wollte ich den Kreis dann schließen.
    ...
    Fortsetzung im nächsten Footprint
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  • Ein grandioses Finale

    April 10 in Norway ⋅ 🌙 6 °C

    Am 29. August habe ich hier mein 1. Polarlicht fotografieren können, zum Beobachten war es noch zu Lichtschwach. Damals habe ich mir vorgenommen, wieder zu kommen, wenn es dunkel genug ist, und es noch mal zu probieren.
    Und so schließt sich hier der Kreis: Eine stabile Wetterlage und ein angekündigter G1 Sonnensturm schafften gute Vorraussetzungen, die lange Fahrt zu wagen...

    Gegen 18 Uhr beschleunigte der Sonnenwind deutlich, der Sturm war da, juhu. Doch wird er durchhalten, bis es dunkel ist?
    Dunkel wurde hier von Tag zu Tag relativer, denn die Sonne geht immer nördlicher unter und kriecht dann nur noch unter dem Horizont entlang . In der App konnte ich sehen, das die Aurora Aktivität hoch sein musste, aber der Himmel zeigte nur dunkel blau... Erst nach 23.20 ließen sich erste Strukturen erkennen.
    Also rein in die Klamotten und raus in die Kälte.
    Was soll ich sagen: es war eine grandiose Auroranacht. Noch ein Quäntchen Mond, um die Landschaft zu beleuchten und es wäre perfekt gewesen.
    Aber da der Platz gut gewählt war, mit dem markanten Vogelfelsen und dem schäumenden Meer ließen sich auch so schöne Stimmungen einfangen.
    Während ich immer wieder ein bisschen den Standort wechselte, und auch mal versuchte die Bergseite mit einzufangen kroch die Sonne stetig unter dem Horizont entlang in Richtung Osten, und schon um 2 verblassten die bunten Lichter, und das Morgengrauen kündigte sich an.
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  • Fulminantes Finale

    April 3 in Norway ⋅ ⛅ 3 °C

    Ich bin immer noch völlig neben der Spur.. Habe von 22.30 bis 2 Uhr Polarlicht fotografiert, es wollte gar nicht mehr aufhören...
    Ein neuer CMS ist gelandet, schon um 18 Uhr beschleunigte der Sonnenwind, und alle Werte waren am durchdrehen... Leider scheint da noch munter die Sonne. Ich hoffte, das er noch ein bisschen Energie behält, und bin zu meiner Spezialmole nach Kvalnes gefahren.
    Es war noch nicht dunkel, aber ich konnte schon bevor ich da war die grünen Streifen am Himmel leuchten sehen. Musste ich erstmal neben dem Bagger anhalten und eine Runde in alle Richtungen schießen. Es war wieder so dynamisch, da kann man sich gar nicht entscheiden...
    Dann bin ich aber doch weiter zu meinem Plätzchen gefahren, hier habe ich mehr Bewegungsfreiheit in alle Richtungen, denn man weiß ja nie, was als nächstes kommt. Es war allerdings ein recht anspruchsvolles fotografieren, mit vielen Widrigkeiten.
    Für den Ostblick ging ich bis an die Wassergrenze runter. Die weichen Graspolster, auf denen ich stand, boten leider dem Stativ keinen Widerstand, so das ich beim Fotografieren die Kamera in Richtung Boden drücken musste, damit es nicht wackelt. Da der Boden nachgab, habe ich aber dennoch eine Reihe an verwackelten Fotos.
    Nach einer Zeit stellte ich fest, das auch meine Füße schon eingesunken waren. Meine Schuhe waren bereits 1/2 unter Wasser, und die Socken naß.
    Letzteres habe ich aber erst zu Hause festgestellt, denn das Adrenalin hilt mich warm...
    Mittlerweile entwickelte sich aber eine Struktur im Osten. Dafür musste/durfte ich raus aus dem Sumpf und hoch auf die Mole. Auch hier war es schwer, das Stativ zu verankern, denn ich musste es mitten zwischen die Steinquader quetschen, da die mir sonst den Blick aufs Wasser genommen hätten.
    Da hatte der Wind leichtes Spiel, und wieder gab es einen Haufen Ausschuss. Na ja, man kann nicht alles haben... Andere nutzen ein super schweres Stativ und nehmen sich Stunden Zeit, das optimal einzurichten. In der Zeit habe ich dann schon 100 (unverwackelte) Aufnahmen gemacht.
    Und auch über mir explodierte die Corona. Mit rot, lila, blau zwischen dem grün war das gesamte Farbspektrum vorhanden. Einmal mehr habe ich mich geärgert, keinen anderen Stativkopf zu haben. Ein Kugelkopf ist zwar recht flexibel für den Normalgebrauch, aber um das schnelle und unberechenbare Nordlicht zu positionieren, und flexibel zwischen Querformat und Hochkant zu wechseln hätte ich anderes Gerät gebraucht...
    Ich war richtig froh, als gegen Mitternacht die Aktivität nachließ, und fuhr dann Richtung Heimat, nicht ohne zwischendrin immer mal für Probefotos anzuhalten.
    An einem meiner Lieblingsspots mit tollen Reflektionen hatte ich Glück und ich erwischte den nächsten Schub. Hier hatte ich nur einen 150° Winkel, die andere Seite war mit Strommasten und Bäumen verstellt, aber es hat auch so gereicht. Das war dann der 1 Uhr Ausbruch. Und auch den um 2 konnte ich noch mal an einer schönen Stelle festhalten.
    Jetzt wurde es allerdings schon anspruchsvoll, und ich hoffte auf Wolken, oder zumindest das Ende der Aktivitäten, denn ich lief langsam schon auf dem Zahnfleisch... Vor 20 Jahren hätte ich das noch besser wegstecken gekonnt.
    Zum Glück blieb der Himmel ruhig, nur ein bisschen flackerte noch, als ich das Auto abstellte, aber ich beschloss wegzusehen, und zum Haus zu stapfen. Brauchte sowieso noch eine gute Stunde, um runterzukommen und mich aufzuwärmen...

    Dabei hatte der Tag ganz harmlos angefangen...
    Da ich ja Milch brauchte, bin ich noch mal schnell nach Gimsøy gefahren. Dort gibt es einen 24h Laden, inden man sich mit Kreditkarte einlässt, und dann selbst seine Waren einscannen kann. Davor noch mal eine kleine Runde gefahren, abseits meiner Standarttour und einen Hafenspaziergang gemacht. Hier soll es Otter geben, habe aber keine gefunden. Dafür waren die Wolken und die Wellen herrlich.
    Nachmittags habe ich mich ein bisschen geschont, denn ich wollte ja in der Nacht mein Glück mit den Polarlichtern versuchen, denn es war sternklar und ein kleiner Sonnensturm angesagt. Mittlerweile ist es selbst um 22 Uhr noch zu hell, um Polarlicht zu kriegen. Das Zeitfenster zieht sich zu. Insofern war ich rundum glücklich mit meiner 54. Polarlicht Nacht. Vielleicht war es die letzte.
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  • Ganz plötzlich Ostern

    April 2 in Norway ⋅ 🌧 3 °C

    Heute morgen war wieder alles überzuckert und der Himmel wolkenverhangen. Da bin ich immer froh, mal wieder ohne schlechtes Gewissen durchhängen zu können. Nach so stressigen Sturm-Fototagen tut das gut.
    Aber ich bin gerade so was von aus der Zeit gefallen, das ich Ostern total vergessen habe.
    Hier gibt's auch keinen Osterkonsumterror in den Läden, der einem daran erinnert ...
    Ist ja auch alles bestens, nur: ich wollte ja am Freitag meinen Einkauf machen und Trinkwasser holen. Das fällt jetzt flach 🤷. Verhungern werde ich nicht, mein Gefrierschrank ist gut gefüllt, es fehlt nur Milch, alles andere wäre nur nice to have ...
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  • Stürmische Küste

    April 1 in Norway ⋅ 🌬 4 °C

    Sturm, Aprilwetter und gelegentlich Sonnenschein, ist die perfekte Kombination für einen Tag am Meer.
    Bin erst nach Gimsøy gefahren. Habe ja halb gehofft ich könnte meinen Merino Schal hier wieder finden, den mir der letzte Sturm hier vom Kopf geweht hat. Aber bei diesem starken Sturm musste ich schnell passen, er könnte mittlerweile genauso gut schon in Vestvargøya gelandet sein 🤷. Bei Sturmflut am Strand war trotzdem spannend, und ich habe Eric getroffen, der hier eine Tour führte.

    Dann ab Richtung Henningsvær, da gibt's ein paar Stellen, wo man wunderbar die Gewalt der Wellen beobachten und fotografieren kann.
    Stundenlang könnte ich mich da hinstellen und zusehen.
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  • Haustag

    March 30 in Norway ⋅ ☁️ 4 °C

    Mal ein bisschen aufgeräumt, einen Spaziergang mit Eric gemacht und weiter Bilder sortiert.
    Ermy kam für ein spontanes Shooting vorbei. Es ist gerade sehr schwer ihn zu fotografieren, beide Hermeline sind sehr nervös, seit der Schnee weg ist. Kann man auch gut verstehen, mit diesem Fell sind sie schon hunderte Meter weit zu sehen, und sie sind wohl nicht nur bei Adlern, sondern auch bei Krähen und Raben ein begehrter Leckerbissen.Read more

  • Unterwegs mit den Rentnern

    March 28 in Norway ⋅ 🌧 4 °C

    Heute hat es wieder fast den ganzen Tag durchgeregnet. Aber ich hatte mich mit Lila zum Spaziergang verabredet, und wie es so schön heißt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.
    Sie hat ja nur wenig freie Tage und wollte den Hunden mal wieder Auslauf gönnen. Und denen ist das egal, die leben ja sowieso draußen.
    Es sind jetzt nur noch 4, 2 sind im Winter schon friedlich eingeschlafen und Maya hat ein großes Geschwür am Bauch, die wird dann auch bald soweit sein...
    Es war trotzdem toll dem Wind zu trotzen, alleine wäre ich bestimmt zu faul gewesen und nicht gegangen. Wir haben dann noch gemütlich Kaffee getrunken und uns dabei aufgewärmt.
    Ein bisschen frustrierend ist es schon, die letzten Polarlicht Nächte und das Wetter ist soo mies..
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  • Ausflug nach Gimsøy

    March 27 in Norway ⋅ ☁️ 3 °C

    In der Nacht ist alles wieder herrlich eingezuckert. 5cm Schnee bei 4° und Regen in Aussicht. Klar, das das nicht lange hält, also wollte ich schnell noch ein paar Schneefotos auf Gimsøy machen.
    Erstaunlicherweise war dort schon fast alles weggetaut, und so bin ich an die Kirche gefahren, habe am Grabstein ein bisschen Zwiesprache mit Sibylle gehalten und habe Muscheln am Strand gesammelt.
    Ich war in sehr melancholischer Stimmung, denn mein Abfahrttermin rückt näher, und eigentlich will ich hier gar nicht weg. Habe dann am Strand gestanden, die grandiose Aussicht genossen und dabei geheult wie ein Schlosshund.
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  • Teurer Tag in Leknes

    March 26 in Norway ⋅ 🌬 3 °C

    Die einen gehen shoppen, ich gehe zur medizinischen Fußpflege und Tanken. Da war ich dann auch gleich 220€ los, denn die Spritpreise sind auch in Norwegen gestiegen und die Fußpflege hier kostet auch ein kleines Vermögen und ist leider notwendig.
    Wenn ich schon Termine in Leknes habe, kombiniere ich das auch mit einem Großeinkauf (auch ü 100€) und diesmal habe ich mich auch mit Hanne getroffen zum Kaffee trinken. Danach haben wir im eisigen Nieselregen noch einen Spaziergang durch einen netten Wald gemacht. Zu 2. habe auch ich mehr Motivation im Schmuddelwetter draußen rumzulaufen.
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  • Endlich Sternenhimmel

    March 25 in Norway ⋅ ☁️ 6 °C

    Nach dem ständigen Sturm und Regen war ich glücklich, das endlich mal wieder eine klare Nacht angekündigt wurde.
    Ich habe am Tag extra viel rumgegammelt, damit ich dann zur Nacht gut bin.
    Habe mir einen extra schönen Platz gesucht, mit Blicken in alle Richtungen und dann auf das dunkelwerden gewartet. Es wird jetzt immer später, und die Nachtphase immer kürzer...
    Gegen 21 Uhr war es dann endlich so weit, und ich konnte auch eine schwache Aktivität fotografieren. Doch dann erstarb sie, bevor es richtig dunkel war. Ich setzte mich auf einen Stein und wartete... Herrlich Windstill, milde Temperaturen, keine Wolken ... Es hätte so schön werden können. Aber es war einfach Sendepause. Bevor die Wolken wieder zuzogen, machte ich mich wieder auf den Heimweg.
    Ein schönes Feuerwerk, zum Abschluss der Nachtphase, das würde ich mir wünschen.
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  • Schafe und Hunde füttern

    March 23 in Norway ⋅ 🌬 3 °C

    Lila ist auf Fortbildung und ich darf mal wieder die Tiere versorgen. Das macht mir großen Spaß, auch wenn es anstrengt. Heute früh war wieder alles neu verschneit, da sieht auch der ganze Schlamm immer gleich freundlicher aus. Das habe ich auch genutzt, um noch ein paar Fotos zu machen. Man bekommt automatisch einen gefälligen Hintergrund mit Schnee.Read more

  • Aurora bei Windstärke 10

    March 22 in Norway ⋅ 🌧 6 °C

    Den ganzen Tag schon trieb der Sturm die Wolken über den Himmel und für Nachts was wieder ein Sonnensturm angesagt. Nach dem Studium von 3 Wetterdiensten entschied ich mich für die Westküste, an der die Chancen auf klaren Himmel noch am besten waren.
    Als ich in der Dämmerung ankam, war der Himmel noch klar, und ich Vertrieb mir die Zeit mit Langzeit Belichtung vom Seegang aus dem Autofenster.
    Als es dann endlich dunkel genug war, und ich aus dem Auto krabbelte hätte es mich fast umgehauen.
    Ein unglaublich stärker Wind zerrte an mir und es war nicht möglich, irgendwo frei zu stehen.
    So kroch ich denn rings um das Auto. Um Fotos zu machen presste ich den Hintern ans Auto und stützte mich mit dem Oberkörper auf das Stativ. Sonst wäre das auch weggeflogen.
    Leider kamen mit Einbruch der Dunkelheit die Wolken zurück. Ein bisschen Polarlicht habe ich aber trotzdem bekommen.
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  • Sturm und Wellenspiel

    March 21 in Norway ⋅ 🌬 3 °C

    Die ganze Woche Sturm bis zu Orkanstärken ... Aber wenn die Sonne rauskommt dann hält es mich trotzdem nicht im Haus.
    Wellen fotografieren ist natürlich bei diesem Wetter Trumpf. Auf dem Weg zum Unstad Beach ließ ich mich dann aber ablenken und bog spontan noch mal nach Kvalnes ab.
    Bereits hier gab es ein Wellenspiel vom Feinsten, sogar mit kräftig Rückenwind. So blieb meine Kamera von Gischt verschont. Allerdings habe ich mich auch nicht bis ganz an den Strand getraut. Bei dem felsig-schlammigen Untergrund reicht eine kräftige Böe aus, einem zum stolpern zu bringen, und das führt hier mal schnell zum Beinbruch.
    Auch so war es ein herrlicher Nachmittag, ich habe die Gewalten der Natur wieder sehr genossen.
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  • Endlich wieder Sternenklar

    March 15 in Norway ⋅ 🌧 4 °C

    Ich studiere ja immer sehr eifrig die Wetterberichte und vergleiche und wäge ab. Diesmal hatte ich mir Hoffnung auf die Nacht gemacht, zumindest Gimsøy schien am weitesten von den meisten Wolkenbänken entfernt zu sein. Drum habe ich tags die Bälle flach gehalten und meine Energie gespart.
    Als ich gegen 20 Uhr los fuhr war es stürmisch und nur kleine Wolkenlücken. Im Straßengraben schlief ein Schneehuhn auf einem der letzten Schneereste. Das beschwerte sich lautstark, als ich vorbei rumpelte ...
    Die Aurora guckte schon überall durch die Wolkenlücken, aber erst am Strand von Gimsøy riß es dann richtig auf. Hier traf ich auf Nantje, die auch alleine unterwegs war. Eine super nette jüngere Deutsche, wir haben uns sofort festgequatscht (dabei natürlich trotzdem die ganze Zeit fotografiert). Immer wenn wir gehen wollten, wallte die Aurora wieder auf. Schließlich haben wir es doch noch zur Kirche geschafft. Der Weg ist endlich wieder frei, juhu. Dafür parkten da schon etliche Autos.
    Aber am Strand stand nur einer. Es war wunderbar dort und irgendwann wollten wir auch noch die Aurora mit der Kirche fotografieren. Und da sahen wir sie. Eine ganze Truppe stand dort, mit riesen Stativen und fetten rotlicht Taschenlampen.
    Oh Graus. Ein gutes Bild war nicht zu kriegen. Wir haben dann abgewartet, das die abmarschierten, doch die letzten waren noch nicht weg,da kamen schon ein ganzer Trupp neuer Autos angefahren. Heraus quollen jede Menge Asiaten, die sich gleichmäßig über den Platz verteilten.
    Zeit das Weite zu suchen...
    Mittlerweile ging es schon auf 1 zu und ich kämpfte schon gegen die Müdigkeit an, aber wer weiß, ob ich noch mal so eine gute Nacht bekomme... Also die Augendeckel noch mal oben festgemacht und zur Nordspitze gefahren. Mein geheimer Stellplatz war wieder aufgetaut, und so konnte ich zum Abschluss noch ein paar Fotos von der Scheune und den kleinen Fischerhütten machen. Da schwächelte die Aurora schon merklich und ich sowieso, da konnte ich guten Gewissens nach Hause fahren.
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