• Überrascht vom Geopark

    July 17 in Norway ⋅ ☁️ 16 °C

    Selbst hier unten findet man sie noch, kleine, halbwilde Inseln mit toller Vegetation und kaum Touristen. War den ganzen Tag unterwegs und habe nur Norweger, und überhaupt keine WoMos gesehen!
    Durch Kartenstudium habe ich diese Region entdeckt, es hat sich wieder einmal ausgezahlt, ohne Reiseführer unterwegs zu sein. Wie ich bei einer Freundin kontrollieren konnte, wird diese Region dort glatt unterschlagen. Schlecht für den Umsatz, aber gut für mich.
    Es gibt hier einen UNESCO Geopark, denn auf kleinstem Raum sind hier so viele unterschiedliche Gesteine und Minerale versammelt, wie selten in Norwegen. Seit prähistorischer Zeit wurde hier Bergbau betrieben.
    Auf einer Nebeninsel gibt es einen weltweit bedeutenden Diabas Steinbruch der Steinzeit Menschen, die daraus Axtköpfe und Hämmer herstellten. Ihre Produkte wurden quer durch Norwegen und Schweden gehandelt. Auch Marmor, Kupferkies, Speckstein, Rhyolith, Granit und sogar Gold wurden hier abgebaut. Im 19.Jh. gab es einen regelrechten Goldrausch, bei dem bis zu 5000 Männer in den Steinbrüchen arbeiteten.
    Das Infozentrum dazu ist in einem ehemaligen Marmorsteinbruch geschickt integriert, mit einem Amphitheater vor der roh behauenen Marmorwand. Die Informationen zu den POIs sind etwas schwierig aufbereitet, aber mit nachfragen, bischen Detektivarbeit und der interaktiven Karte im Netz konnte ich doch einiges herausfiltern und habe mich auf Schnitzeljagd begeben.
    Leider war es den ganzen Tag bedeckt mit eisigem Wind und Temperaturen zwischen 13 und 16°. Nach der Hitzewelle war das natürlich wieder ein Schock.
    Auch die kleine Kirche ist besonders, sie ist aus Marmor gebaut und wohl eine der ältesten Steinkirchen Norwegens. Sie steht an dem Platz, an dem Olav 1 von England zurück kehrend anlandete, un das Christentum verkündete.
    Die lange Tour hat mich echt geschafft, aber ich bin trotzdem wieder zu meinem kleinen Schlafplatz am Meer zurück gefahren, denn den hatte ich so sehr genossen.
    Read more