• The End - leider ohne Happy

    July 31 in Germany ⋅ ☁️ 32 °C

    Von Fritzlar aus war es nicht mehr weit nach Hause. Ich hatte mit dem Katzenfütterdienst ein Schlüsselversteck vereinbart, die Mieter waren schon vor 2 Wochen ausgezogen.
    Erwartungsgemäß tauchte Katzi erst bei Dunkelheit auf und rannte sofort weg, als ich versuchte mich ihr zu nähern. Das wird sicher eine Weile dauern, bis sie mich wieder akzeptiert.
    Küche und Wohnzimmer Ecke waren ganz adrett und ordentlich, aber der gesamte Rest war eine Katastrophe. Die Mieter haben einfach alles, was sie nicht haben wollten in mein "alles drin" Zimmer nicht geräumt, wie wir es vereinbart hatten, sondern auf einen wilden Haufen geschmissen, wo dann Bilder und Teppiche geknickt und von schmutzigen Decken und nass gewordenen Gartenkissen garniert vor sich hin gammelten.
    Sehr ärgerlich, aber richtig krass wurde es, als ich die Treppe hoch und in mein Schlafzimmer ging.
    Das hatte ich offen gelassen, damit Katzi sich dort zurück ziehen kann, aber klar gemacht, das das mein privates Zimmer ist. Doch war das Bett zerwühlt und am schlimmsten: zugepisst und auch gekackt, ob von Katjas Katzen, die sie irgendwann geholt hat, oder auch von Casheda, um dagegen zu protestieren, ich weiß es nicht, war aber erstmal ziemlich geschockt und konnte gar nicht reagieren...
    Es waren aber noch ne Menge anderer Schäden zu entdecken, und heute noch mal mehr, als ich mit meinem Freund, der glücklich ist, das er mich wieder hat, zusammen angefangen haben aufzuräumen und erstmal die ekligen Dinge in den Garten zu verfrachten.
    Es hat den Anschein, das Markus ein völliger Grobmotoriker ist und alles kaputt macht was er in die Finger bekommt... Von der Tischlampe fehlt der Fuß, die Jugendstil Hängelampe ist wohl hingefallen und verbeult, ebenso ist der Metall Schuhlöffel verbeult, bei der Wetterstation fehlen die Zeiger, und beim Sprungrahmen vom Sofa fehlen ein paar Halterungen für den Lattenrost. Im Toilettenspülkasten fehlt das gesamte Innenleben, Reinhard hat erstmal einen Schwimmer eingebaut, das man die Spülung wenigstens betätigen kann. Auch der Außenwasserhahn war überdreht und nicht mehr dicht... Was alles noch fehlt oder verräumt ist, mit dieser Liste bin ich sicher noch nicht am Ende.
    Für meine nächste Reise muss ich mir eine andere Lösung einfallen lassen. Aber es wird sicher auch ein Ende dieser Tortur geben und ich demnächst hier wirklich ankommen!

    Mit diesem nicht so glücklichen Eintrag schließe ich den 3. Teil meines Norwegen Tagebuchs und bedanke mich bei allen, die mich begleitet und auch mit netten Kommentaren bedacht haben, und sage Tschüss bis zum nächsten Mal 🤗👋

    Und trotz des Wohnungsdesasters kann ich sagen: Ich bereue nichts, dieses Jahr gehört zu den schönsten meines Lebens!
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