• Grönland Feeling

    2 июня, Норвегия ⋅ ☀️ 12 °C

    Endlich ist es mir eingefallen, warum ich Hammerfest so mag, die Stadt mit ihrer Umgebung erinnert mich an Grönland. Es ist nicht nur die Luft und das Klima, auch diese uralten Gneise, die überall zwischen der spärlichen Vegetation heraus schauen , die weite Tundra und sogar die kasernenartigen Zweckbauten, die hier an den Hängen herauf gebaut sind wecken dieses Grönland Feeling. Nur das Inland Eis fehlt.
    Ich hatte heute morgen ja nur noch 60km, da konnte ich mir nicht nur Zeit lassen, sondern auch ein paar kleine Umwege fahren.. Heute sind 22h Sonne angesagt, das ist richtig abartig ! Nachdem ich eine kleine Rentier Herde mit Jungen fotografiert habe, habe ich nur noch Handyfotos gemacht, das Licht ist mir einfach zu kitschig...
    Bin in Hammerfest auch gleich auf den schönen Aussichtspunkt hoch, habe einen Spaziergang gemacht und den Mittag vertrödelt. Hier ist auch der See, an dem Heinz letzten Sommer die Sterntaucher fotografiert hat. Leider schwimmt nur einer hier traurig im Teich. Entweder sitzt die Partnerin irgendwo auf den Eiern, oder sie ist nicht mit zurück gekommen...
    Die Sehenswürdigkeiten habe ich ja letzten Sommer schon abgeklappert, drum war ich nur noch ein bisschen am Hafen und bin dann hinter die Stadt in den nächsten Fjord gefahren. Dort gibt's einen idyllischen Spaziergang zum Strand und einen hübschen Stellplatz am Meer, den ich für mich alleine hatte.
    In der Nacht bin ich aber hinter die Fischerhütten geflüchtet. So hatte ich Schatten bis 7 Uhr und konnte besser schlafen.
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  • Musikliebende Rentiere und hüpfende Wale

    1 июня, Норвегия ⋅ ☁️ 12 °C

    Habe als allererstes ein neues Paket gepackt. Mein dicker Daunenschlafsack geht jetzt doch direkt nach Deutschland. Er versperrt mir den ganzen Caddy und es wird ja jetzt doch immer wärmer, so das ich auch mit dem dünnen gut zurecht komme. Bin nach einem gemütlichen Frühstück mit Silke erstmal Richtung Alta gefahren. Die letzte "Großstadt" für längere Zeit, da wollte ich mich noch ein bisschen verpflegen, mein Paket aufgeben und ich brauchte neue Schlappen, die alten sind so verformt, das ich da nicht mehr reinpasse.
    Nach einer ausgiebigen Mittagspause am Hafen bin ich dann weiter gefahren. So sehr mich die Mitternachtssonne beim Schlafen stört, zum Reisen ist sie optimal, denn ich kann auch in der Nacht fahren und am Tag schlafen, wie mir das beliebt... Und so bin ich noch reichlich weit gekommen gestern.
    Und der Landschaftswechsel war wieder frappierend. Nach Alta hören die hohen Berge auf und es geht ins Hochland. Unendliche Weiten, aktuell noch mit Schnee bedeckt, die Haselnüsse blühen schon und an den Birken zeigen sich die Knospen, richtiges März Feeling. Ich liebe diese Art von Landschaft, vielen wäre das aber sicher zu langweilig. Dieses Gewaltige, Grandiose lässt sich auch sehr schwer auf dem Foto wiedergegeben, man muss es sehen...
    Manchmal macht mich so eine Landschaft unglaublich emotional... Ich fühlte mich so privilegiert, hier einfach reisen zu dürfen, das trotz gesundheitlicher Einschränkungen und wenig Geld alles noch erleben zu dürfen, dem Universum einfach so unendlich dankbar, das ich existiere ...
    Gerade fing ich an, diese Straße zu filmen, als eine Rentier Herde vor einem entgegen kommenden LKW über den Weg sprang. Ich konnte direkt neben ihnen anhalten und wollte sie schnell im Schnee fotografieren, bevor sie weiter zogen. In meiner Hektik hatte ich noch Musik laufen, die laut aus dem Fenster schallte. Und was war das? Statt wegzulaufen haben sie sich alle hingelegt. Ich hatte wirklich das Gefühl sie hören zu. Und als ich weiter fuhr (ruhende Rentiere zu fotografieren ist auf Dauer auch nicht so der Brüller), standen sie alle auf und liefen weiter...
    Als nächstes sah ich eine Möwe am Wegesrand, die einen Frosch gefangen hat, der verzweifelt versuchte zu entkommen, und dann sah ich meine Benzinanzeige, und realisierte, das ich besser schon in Alta getankt hätte...
    Nach meinen Hochgefühlen über die Landschaft und die Tierwelt schlug die Stimmung etwas um. Denn so schön es hier ist, kein guter Ort um liegen zu bleiben...
    Google Maps zeigte, ich könnte es gerade so nach Hammerfest schaffen, aber ich wollte ja gar nicht unbedingt den schnellsten Weg nehmen...
    Zum Glück gab es dann doch noch eine ungelistete Tankstelle und ich konnte entspannt weiterfahren...
    Ich fuhr dann in einem kleinen Fjord und sehe aus dem Augenwinkel ständig was aus dem Wasser springen. Was ist das? Schnell angehalten und das Tele rausgezerrt. Gar nicht so leicht auf der glitzernden Wasseroberfläche die Tiere zu finden. Ich dachte erst es wären Orcas, die sich da aus dem Wasser katapultieren, aber es waren vermutlich Weißschnauzendelphine, wie die Fotoanalyse später ergab. Es waren 4 Tiere, und sie zogen nach ihrer Show am Ufer entlang, und ich mit dem Caddy hinterher. 3km konnte ich ihnen mit dem Auto folgen und dabei immer wieder Fotos machen, das war ein tolles Abenderlebnis. Ich suchte mir dann gleich einen Schlafplatz an diesem Sträßchen und ließ den Tag mit Blick über's Meer ausklingen.
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  • Ein Tag am Fluss

    31 мая, Норвегия ⋅ ☀️ 8 °C

    Heute habe ich mir endlich die Zeit genommen meinen Caddy ein bisschen zu sortieren, Wäsche gewaschen und ein bisschen rumgegammelt. Silke und Geir waren dabei eine der Hütten auf dem Campingplatz zu renovieren. Der Campingplatz ist wirklich toll und ein echter Geheimtipp. Nicht nur der Preisgünstigste im ganzen Norden sondern auch in einer tollen Gegend mit super Wasserfällen und Buchten . Und seit die Brücke über den Fjord ihn von der Hauptstraße abgehängt hat auch extrem ruhig.
    Zum Glück haben die Beiden ja noch ein festes Einkommen, Silke arbeitet als Altenpflegerin und Geir fährt den Schulbus.
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  • Freundin besuchen...

    30 мая, Норвегия ⋅ ☁️ 7 °C

    Vom Lyngenfjord bin ich gestern gemütlich zu Silke gefahren, vorbei an ein paar altbekannten Locations, die ich immer wieder gerne aufnehme.
    Da Geir, ihr Mann zum Fußball verabredet war, haben wir uns einen gemütlichen Grillabend gemachtЧитать далее

  • Vom Märchenwald zum Fjord

    29 мая, Норвегия ⋅ ☁️ 4 °C

    Morgens hellste es ein bisschen auf, als ich meinen Kaffee trank. Da sah ich auf einmal direkt neben mir einen großen Schneehasen vorbei hoppeln. Als ich die Kamera erwischte, war er leider schon weg. Und dann fand ich frische Elchlosung neben dem Caddy, nächtlichen Besuch hatte ich also auch gehabt. Solange ich im Auto saß, flatterten auch viele kleine Singvögel umher. Kaum stieg ich aus, waren sie natürlich verschwunden.
    Habe den Vormittag damit verbracht, mir ein bisschen die Gegend anzuschauen und diese herrlichen Farne mit verschiedenen Linsen zu fotografieren. Und die Hummeln an den Heidelbeerblüten.
    Hat riesig Spaß gemacht, endlich mal wieder Macro!
    Die Fahrt zum Lyngenfjord zog sich etwas, und jetzt habe ich mir einen ruhigen Platz in den Heidelbeeren gesucht, in der Nähe eines alten Kriegsschauplatzes mit Bunkern und Gefängnis etc
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  • Senja im Regen

    28 мая, Норвегия ⋅ ☁️ 9 °C

    Um 7 hat der Wecker geklingelt, hatte das Gefühl ich hatte kaum geschlafen in der Nacht. Egal, mich in die Klamotten geworfen und zum Fährhafen gefahren. Da es nur 2 Fähren gibt am Tag, muss man zeitig anstehen, damit man mitkommt. Also habe ich erst da den Kaffee gekocht und es mir nochmal gutgehen lassen.
    Auf der Fähre kamen uns auch noch ein paar Grindwale entgegen, da war die Aufregung natürlich groß.
    Auf Senja fast den ganzen Tag Dauerregen, da bin ich dann Abends noch weiter gefahren. Dann habe ich mehr Zeit zum fahren und komme noch rechtzeitig zu Silke. Schönen Platz im Wald gefunden.
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  • Keine Eulen, das ist zum heulen

    27 мая, Норвегия ⋅ ☁️ 7 °C

    Nach der langen Elchnacht habe ich entsprechend lange geschlafen. Gut, das das trotz Mitternachtssonne wieder klappt. Zumindest bei bewölktem Himmel, sonst wache ich schon von der Hitze zu früh auf...
    Bin zurück gefahren auf den stillen Platz an der Küste und habe da den Tag vertrödelt. Kein Verkehr, himmlische Ruhe, doch dann kamen die Schafe wieder, und bimmelten um mich herum, die neugierigen Dinger ...
    Abends zog es immer weiter zu, und als ich dann losfuhr hatte ich immer wieder Regenschauer. Sah einen Elch, hilt aber nicht an, denn ich wollte in den Norden, Eulen suchen...
    Das machte ich dann auch mehrere Stunden mit Hingabe, hat leider nichts genutzt... Ein paar andere Vögel habe ich dann auf die schnelle erledigt und bin schon "früh" um 1 ins Bett, denn ich wollte morgens zeitig an der Fähre sein, noch eine Nacht hätte bei dem Regen nichts gebracht.
    Geschlafen an einem See vor Bleik
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  • Packen Putzen Pirschen

    26 мая, Норвегия ⋅ ☁️ 7 °C

    Wie immer vor Veränderungen schlafe ich schlecht und war dann doch recht früh auf.Den ganzen Vormittag geräumt, eigentlich sind ja schon 90% im Auto, aber die Kleinigkeiten machen es... Und dann muss ich ja noch saubermachen und Kühlschrank abtauen etc... Und ich habe das Gefühl es wird immer chaotischer.
    Im Caddy werde ich dann bestimmt ne Woche brauchen, alles richtig zu verstauen. Hab jetzt natürlich noch nen Berg Lebensmittel dabei die ich nicht da lassen wollte, da wirds im Caddy gemütlich...
    Noch mal bei Lila Kaffee trinken, da musste ich schon wieder heulen... Dann aber los, bei der Gimsøy Brücke noch den letzten Müll entsorgen, dann gesehen, das die nächste Fähre auf die Vesteralen in 50 min geht und ich richtig Gas geben muss...
    Die Landschaft fliegt vorüber, ich sage innerlich Tschüss Lieblingsbrücke, Tschüss Fischerhütte, Tschüss ihr Berge... Gut das ich so im Druck bin, das macht es leichter...
    Dann auf den Vesteralen langsam die Küste hochgezuckelt, und mir einen ruhigen Platz für ein Abendschläfchen gesucht, denn nachts war Elchjagd angesagt...
    Um 22 Uhr bin ich gestartet, die Küste hochgezuckelt und tatsächlich auch 3 Stück gesehen, von einem konnte ich Fotos machen. Dann rüber nach Andoya, gefühlt 3 Stunden gefahren, mir klappten schon die Augen zu, und plötzlich: Ein Elch auf der Wiese, Zack war ich wieder wach ... 300m später trabten 6-7 über die Straße, kurz darauf 2, die hinter der Kirche an den Büschen knabberten... Mein Elchadrenalin schlug voll zu, mit jedem Elch wurde ich wacher, und es wurde eine Menge! So ca 20 Stück, aber da das alles kleine Gruppen waren habe ich den Überblick verloren... Es war leider sehr trüb, da sind viele Bilder nichts geworden, trotzdem habe ich eine ganz schöne Sammlung hingekriegt. Sogar mein Wunschbild ist dabei, Elchsiluhette vor Himmel. Bei der Weiterfahrt auf der kleinen Straße kam ich durch eine Schafherde mitten in der Mitternachtssonne. Nur unter Protest ließen sie mich durch. So kurz vor 2 bin ich dann umgekehrt und die Straße nochmal gefahren. Dabei habe ich welche ruhend gefunden, das war auch ne schöne Variante, die ich so noch nicht hatte. Irgendwann so gegen 2.30 habe ich mir dann irgendeinen Stellplatz am Straßenrand gesucht, mein Adrenalin war noch oben, aber der Körper totmüde und wieder erwarten konnte ich dann sogar gut einschlafen und zwar (abgesehen von den lästigen Pinkelpausen) bis zum nächsten Morgen um 9.30 Uhr
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    Начало поездки
    25 мая 2026 г.