Colombia
Casa de Moneda de Colombia

Here you’ll find travel reports about Casa de Moneda de Colombia. Discover travel destinations in Colombia of travelers writing a travel blog on FindPenguins.

1 travelers at this place:

  • Day55

    Bogotá

    May 15 in Colombia ⋅ 🌧 18 °C

    Nach Salento sollte es nach Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens gehen. Diese ist politisches, industrielles, kulturelles und religiöses Zentrum des Landes und der gesamte Großraum hat mehr als 8 Mio. Einwohner. Somit lebt dort jeder fünfte Kolumbianer.

    Wir nahmen den Nachtbus und sollten eigentlich um 6.30 Uhr ankommen, kamen aber durch die schnelle Fahrweise unseres Fahrers bereits um 4.00 Uhr an und mussten unsere Gastgeberin im Gästehaus rausklingeln. Die nahm das extrem gelassen und bot uns das Sofa zum Schlafen an und sogar noch einen Kaffee. Auch hier spürte man wieder diese Freundlichkeit.

    Überrascht, allerdings in die andere Richtung, hat uns die Kühle. Uns war zwar klar, dass Bogotá auf 2640 Metern liegt und somit keine Hitzewellen zu erwarten waren, aber auf zeitweise 15 Grad bei starkem Regen waren wir nicht vorbereitet. Hinzu kamen die raschen Wetterveränderungen (sonnig, bewölkt, regnerisch, ...) so dass man ständig das Bedürfnis hatte, sich an- oder auszuziehen.

    Wir konnten dann im Laufe des Vormittags unser Zimmer beziehen und duschten uns erstmal warm. Es gab natürlich keine Heizung im gesamten Gebäude und wir waren sicherlich übernächtigt. Dann gingen wir los, um die landesstypische Suppe, Ajiaco, zu probieren. Diese besteht aus Huhn und drei unterschiedlichen Kartoffelsorten. Dazu gibt es Reis und Avocado sowie Sahne und Kapern. Nach einer etwas längeren Suche (maps.me war mal wieder komplett falsch gelegen) fanden wir ein verstecktes Restaurant und bekamen die Suppe, eine Banane und Getränk für 3 €. Das Gericht schmeckte uns beiden ausgezeichnet. Wir wollten dann eine Free Walking Tour machen und ins Goldmuseum, aber am Montag ging leider nichts und so erkundeten wir unser Stadtviertel, La Candelaria, auf eigene Faust.

    Am nächsten Morgen machten wir dann die Free Walking Tour und unser Guide, Lady, erklärte uns historische und kulturelle Hintergründe zu Bogotá und gab uns auch Informationen aus dem täglichen Leben. Der Rundgang durch die Altstadt wurde durch eine Verkostung von Chicha, eine Art Cider vom Geschmack her und ein bisschen gewöhnungsbedürftig für europäische Gaumen, gekrönt. Danach gingen wir ins Goldmuseum, das unzählige Exponate der unterschiedlichen Stämme, wie z.B. der Tayrona, zeigte. Bei uns sprang allerdings der Funke nicht so toll über und wir entschieden auf den Monserrate, den Hausberg von Bogotá, mit der Seilbahn hochzufahren. Von über 3.150 Metern hatten wir eine tolle Aussicht auf die Stadt.

    Tags darauf fuhren wir nach Zipaquira, ca. 45 km nördlich von Bogotá, um die unterirdische Salzkathedrale zu besichtigen. Wir nahmen das Abenteuer auf uns, das Vorhaben mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewältigen. Also rein in den Transmilenio (das Bussystem, U-Bahn gibt es keine) und Richtung Nordbusbahnhof gefahren. Die Herausforderung ist in den richtigen Bus einzusteigen, was mit Durchfragen irgendwie gelingt. Wie gesagt, Kolumbianer sind extrem freundlich und hilfsbereit. Am Nordbahnhof galt es nur auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig in den Bus nach Zipaquira zu steigen. In der Salzkathedrale angekommen, staunten wir nicht schlecht. Ein kolumbianischer Künstler hatte in die alten Stollen einen Kreuzweg und am Ende eine Kathedrale erschaffen, die einem fast den Atem nahmen. Vor allem die Lichteffekte begeisterten uns. Auch, wenn das keine offizielle Kirche ist, fanden wir den Ort magisch und inspirierend.

    In den Tagen in Bogotá sind wir auch nochmal intensiv in die kolumbianische Küche eingetaucht, die nach unserer Einschätzung viel mehr zu bieten hat, als man glaubt und sich vorstellen kann. Aber dazu schreiben wir nochmal gesondert.

    Bogotá hat uns positiv überrascht. Oft konnte man Lesen, dass es mit Cartagena und Medellin nicht mithalten kann. Das finden wir nicht. Es gibt hier genauso einen alten Stadtkern, extrem viele schöne Restaurants, Leben auf den Strassen, Street Art, freundliche Menschen, etc. Für uns ein Muss, wenn man Kolumbien bereist.
    Read more

You might also know this place by the following names:

Casa de Moneda de Colombia, Q3279784

Join us:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android

Sign up now