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  • Day7

    Hangover 4 und Raoul Petite

    June 29, 2018 in France ⋅ ⛅ 24 °C

    Nach unserer "beschwerlichen" Ockerreise und einem schläfrigem Nachmittag sind wir mit Vincents Gästen, Elisa einer Schulfreundin und deren Eltern, auf dem Weg zum ersten Platz des kleinen Ortes. Dort tritt heute Raoul Petit, ein französischer ungewöhnlich bunter Sänger mit seiner Band auf. In bester Urlaubskleidung flanieren wir in den Ort. Der Platz füllt sich. Mit Pommes, vegetarischem Irgendwas und Crepes in der Hand überdauern wir die 4! Vorbands. Das dauert gefühlt ewig und nach unserem Ockertrail sind wir fußlahm. Die Teenager sitzen auf dem Asphalt. Wir warten. Carlotta findet die kreative Lösung für das lange Warten - einen Hennatattoostand. Alle Kinder und Teenager folgen und einer nach dem anderen lässt sich Hand, Arm oder Schulter mit einem indischprovencialischen Hennamuster schmücken. Ich warte geduldig und bin etwas erstaunt über Ulis Großzügigkeit für diesen kreativen Unsinn. Noch mehr erstaunt mich unwesentlich später dass Uli versehentlich beinahe beim Durchqueren des Hennazelttempels eine Zeltstange umreißt, damit den ganzen indischen Zauber beinahe beendet hätte und dann selbst auf dem Behandlungsstuhl der Henna-Künstlerin sitzt. Die Teenager weisen mich ununterbrochen lautstark lachend auf Uli auf dem Hennastuhl hin. Ich hoffe inständig, dass die Hennadame ihn nicht von einem Tattoo auf der Stirn überzeugt. In seiner aktuellen Großzügigkeit und überschwenglichen Freundlichkeit hätte er sich sicher von der Hennadame überzeugen lassen. Die kam gottseidank nicht auf die Idee! ( Meine wäre es sicher gewesen ;-) ) Die Teenager sind großzügig in ihrem Urteil " Bei den paar Pommes im Magen! Das Bier war sicher Starkbier!!" Ich bleibe ruhig und versuche die Übersicht zu behalten. Meine Geduld wird aber wirklich deutlich strapaziert, als Uli unentwegt mit Hennahand und Finger vor meinem Gesicht herum wedelt.
    Pünktlich zum Ende des Vorprogramms verlassen wir alle, außer Uli, den Platz. Die Füße verlangen ihren Ockertribut. Die 3 Kleinen schauen nun schon seit mehr als 2 Stunden den Menschen auf Po und Nacken und können die Musik und Geräusche auf der Bühne nur optisch interpretieren. Das ist wenig spaßig und so geben wir auf, ohne Raoul Petit kennengelernt zu haben.
    Das hat Uli für uns übernommen. Scheinbar hat der Starkbiereinfluss nachgelassen und am nächsten Morgen erzählt er uns von einem unglaublichen, überwältigendem, bunten, hochmusikalischem Spektakel - ein grandioses Konzert, dass wir leider zu früh verlassen haben. Uli erzählt sehr bewegungsintensiv - schon wieder wackelt seine Hand vor meinem Gesicht und beschreibt seine Begeisterung. - Und ich sehe Henna !!!

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Raoul_Petite
    https://www.youtube.com/watch?v=lk8moc-Hcf4
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