• Denver

    August 27 in the United States ⋅ ☀️ 30 °C

    Wow, war das gestern ein Tag und wir sind schnell eingeschlafen. Die Nacht war unruhig. Immer wieder sind wir aufgewacht obwohl das Bett herrlich war. 4.30 Uhr ging es dann nicht mehr. Wir kämpfen mit der Kaffeemaschine und springen schnell unter die Dusche. Da heute Denver auf dem Programm steht mit einer abschließenden Stadtrundfahrt, ist es auch ganz gut so. So sind wir früh in der Stadt und haben jede Menge Zeit.
    Wir sind die Ersten beim Frühstück. Alles typisch amerikanisch mit Plastikbesteck und in Folie verpackten Bechern. Es ist alles da was wir brauchen. Ei, kleine Burgerpattys, Cerealien, Waffeln, Creme Cheese und leckere Bagel. Der Kaffee schmeckt auch lecker. Die Sonne bahnt sich ihren Weg an den Himmel. Gestärkt machen wir uns für Denver fertig. Auf den öffentlich Nahverkehr sind wir gespannt. Unsere Fahrt bis zum Capitol Hill wird etwas mehr als eine Stunde benötigen, mit einmal Umsteigen.
    Alles hat super geklappt. Okay wir mussten ein wenig durch die Neighborhood laufen, aber auch das war kein Problem. Das Umsteigen haben wir uns erspart und sind die 17th St. bis zum Civic Center gelaufen. Gleich um die Ecke trohnt das State Capitol. An der Westseite auf der 13. Stufe wird die Meile über Meeresspiegel angezeigt. Die beiden Eingänge links und rechts um die Ecke sind die Besuchereingänge. Immer noch ist der Eintritt frei, nur eine kurze Sicherheitskontrolle und das war es. Drinnen kann man sich frei bewegen bis hinauf zum Fuß der Kuppel. Granit aus Gunnison und Marmor aus Colorado Springs bilden das Grundgerüst, wie wir später noch erfahren konnten. Dazu gesellt sich jede Menge Gold und Wandbilder sowie alte Artefakte aus den 200 Jahren des Capitol. Den Senat, das Repräsentantenhaus, den Old Supreme Court, alles kann man sich anschauen, wenn man das will. Alles in allem, wir können das Colorado State Capitol nur jedem empfehlen.
    Langsam gehen die Temperaturen über die 30 Grad. Kleinere Pausen sind da schon angebracht und die haben wir uns auch genommen. Über den Broadway in die 16th St. bis hoch zur Union Station schlendern wir und schauen mal hier und da in eins der Geschäfte. Na klar, es gibt schöne Dinge, aber diese schlagen sich dann auch im Preis nieder.
    Das Eis an der Ecke recht gut und der kleine Snack zum frühen Nachmittag noch besser.
    Wir starten dem Erfinder des Cowboyhemdes einen kleinen Besuch in der Wazee Street ab. Hier im Laden der "Rockmount Ranch Wear" wurde das erste Cowboyhemd erfunden und verkauft. Noch heute kann man hier eines diese Hemden erwerben. Aber Geld mitnehmen, denn Qualität hat ihren Preis. Ab 123 Dollar für gesenkte Ware ist man dabei. Nach oben gibt es da nur schwer ein Limit.
    Die Union Station steht auch schon einige Jahre und noch immer ist es Dreh- und Angelpunkt der Bahnfahrenden. Im Inneren reiht sich ein Imbiss an den anderen. Wir haben noch etwas Zeit bis unsere Bustour durch die Stadt beginnt. Daher genießen wir noch das erfrischende Nass eines gross angelegten Springbrunnens vor der Union Station und beobachten die Leute.
    Unser Bustour-Guide Mark meldet sich pünktlich. Nach einem kurzen Smalltalk geht die Tour auch schon mit einer seiner unzähligen Geschichten los. Die knapp 100 Minuten sind eine Mischung aus Film, Musik, Information und Ghost Tour. Von allem etwas und das alles mit viel Witz, Humor und noch mehr Leidenschaft. Man merkt das Mark seine Stadt liebt. Wir können also auch diese Bustour in Denver wärmstens empfehlen.
    Zurück geht es wieder so wie wir gekommen sind. Und auch hier können wir den öffentlichen Nahverkehr empfehlen. Wir haben für ein Tagesticket 5,50 Dollar bezahlt. Klar dauert die Fahrt etwas länger, aber ein Taxi für die Strecke kostete das 10-fache und Parkplätze in Downtown, (der Denveraner aber sagt da einfach LoDo), minimum das 6-fache. In Denver hat man aber auch die Zeit. Bemerkenswert ist, dass sich die Fahrgäste beim Aussteigen jedesmal für die Fahrt bedanken. Wertschätzung 1. Klasse.
    Obwohl wir fertig sind, gehen wir vor dem Pool und dem Whirlpool, noch zu Abend essen. Unsere Wahl fällt auf den Stockyard Saloon und wir wurden nicht enttäuscht. Der Saloon ist einfach aber saugemütlich. Hier trifft sich die Neighborhood zum Feierabendbier, zum Feiern oder einfach, wie wir, zum Abendessen. Die Kellnerinnen sind nett und das Essen sehr lecker und das alles zu einem vernünftigen Preis. Ihr findet den Saloon an der W Colfax Ave. in Lakewood.
    Der Pool erfrischt ungemein und der Whirlpool lässt die Muskeln vom anstrengenden Tag erholen. Wir sind müde und hoffen nun auf eine durchgeschlafene Nacht, denn morgen haben wir einen langen Weg vor uns, über Cripple Creek, den Great Sand Dunes NP nach South Fork am Ufer des Rio Grande.
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