Weites Land
Yesterday in the United States ⋅ ☁️ 22 °C
Die letzte Nacht war schon etwas besser. Langsam grooven wir uns ein.
Unser Frühstück nehmen wir wieder früh zu uns damit wir gegen 8.00 Uhr losfahren können.
Es geht nach Cripple Creek, knapp 70 Meilen nach Süden. Die Temperaturen sind deutlich angenehmer.
Unsere Straße sind heute eine Mischung aus Highway und County Road. Auf einer der Letzteren schoss im National Forrest ein Squirrel mit einer Nuss auf die Straße. Aber keine Sorge ich habe es nicht überfahren. Es hat vor lauter Schreck seine Nuss fallen lassen und hat das Weite gesucht.
Cripple Creek ist ein Goldgräberstädtchen in dem noch heute nach Gold gesucht wird. Ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten, sofern man dies beurteilt aufgrund des Treibens auf der Main Street. Die Stadt kommt einem fast verloren vor. Aber eben nur fast.
Die Stadt lebt durch das Glücksspiel und so sind die unteren Etagen, manchmal auch Keller in fast jedem Gebäude mannigfaltig mit einarmigen Banditen und anderen Automaten bestückt. Hier brummt die Stadt. Da sitzt das ältere Paar, sie mit Sauerstoff in der Nase, genauso und zockt wie alle anderen, vornehmlich Touristen. Es gibt wirklich nur wenige Gebäude ohne einen Glücksspielraum.
Auch wir lassen hier ein paar Dollar, aber ohne den Erfolg. Bei manch anderem Spieler, denen wir über die Schulter schauen konnten, sah das anders aus. So wurden da schon mal schnell aus 200 Dollar ganze 600.
Wir fahren weiter zum Great Sand Dunes NP und schnell ändert sich die Landschaft. Raus aus Bergen und Wald kommen wir auf lange endlos scheinende Straßen auf einem weit überschaubaren Land. Hier und da erheben sich noch einzelne Berge aber auch mit denen ist es Schluss. Das Land wird unwirklich und flach, bedeckt mit wenigen immergleichen Pflanzen. Selbst eine Cattlefarm hätte hier Probleme das Land als Weidewiesen zu nutzen und trotzdem gibt es hier jede Menge Rinderzucht. Colorado hat insgesamt 11.600 Rinderfarmen.
Die Straßen, welche sich durch dieses Land ziehen, scheinen als sind sie mit einem Lineal gezogen und das geht so Schnurgerade für 25 oder mehr Kilometer. Und dann? Dann kommt eine Kurve, also großer Radius und dahinter wieder Schnurgerade weitere 20 Kilometer oder mehr. Sehr, sehr aufregend. Von weitem sehen wir den NP schon und wir nähern uns, gefühlt sehr langsam. Wir steuern aber auch deshalb diesen NP an um unseren, noch für 80 Doller gekauften, NP Pass zu testen. Es klappt wunderbar. Ein kurzer Blick von der Rangerin und wir dürfen weiter. Super, das freut uns.
Die großen Sanddünen vor den Bergen lassen sich schon toll anschauen. Man hat hier ein Visitor Center in welchem man einige interessante Dinge erfährt. Hinter dem Center schließt sich der weitläufige Campground an. Dazu gibt es noch eine Straße über die man etwas näher an die Dünen kommt. Dennoch bleibt dann ein weiter Fußweg durch weichen Dünensand bis zu Rand der Dünen. Wir wissen wie schwierig es ist in solch weichen Sand zu laufen und dann erst recht bergauf, daher belassen wir es beim Anblick der Sanddünen.
Wir waren hier und haben sie gesehen. Wiederholen würden wir dies nicht.
Unser Endziel ist South Fork, Colorado. Ein kleiner Ort, scheinbar beliebt bei Outdoor dann und Skienthusiasten. Die Four Seasons Lodge liegt direkt am Highway und ist nicht zu verfehlen. Sie sieht aber geschlossen aus, aber nein es gibt hier einen Self Service für den Check Inn. Normalerweise bekommt man den Code vorher zugeschickt. Bei uns ist das nicht passiert und wir haben von Expedia auch keine andere Info bekommen. Man soll nun entweder anrufen oder zum Quality Inn in SoFo fahren. Letzteres machen wir auch. Die Rezeptionistin musste etwas nach unserer Reservierung suchen, doch hatten wir alles. Also wieder zurück und Sachen ins Zimmer bringen. Das Four Seasons hat seine besten Zeiten schon erlebt. Wir bekommen ein Zimmer mit zwei Bedrooms und insgesamt 3 Betten. Wir hoffenmal, das nicht noch jemand kommt, der die anderen zwei Betten belegt.
Wir gehen noch schnell Pizza essen und dann kommen wir etwas zur Ruhe. Den Rio Grande heben wir uns für morgen früh auf. Morgen müssen wir nicht soviel fahren bis wir in Durango sind.Read more
Denver
August 27 in the United States ⋅ ☀️ 30 °C
Wow, war das gestern ein Tag und wir sind schnell eingeschlafen. Die Nacht war unruhig. Immer wieder sind wir aufgewacht obwohl das Bett herrlich war. 4.30 Uhr ging es dann nicht mehr. Wir kämpfen mit der Kaffeemaschine und springen schnell unter die Dusche. Da heute Denver auf dem Programm steht mit einer abschließenden Stadtrundfahrt, ist es auch ganz gut so. So sind wir früh in der Stadt und haben jede Menge Zeit.
Wir sind die Ersten beim Frühstück. Alles typisch amerikanisch mit Plastikbesteck und in Folie verpackten Bechern. Es ist alles da was wir brauchen. Ei, kleine Burgerpattys, Cerealien, Waffeln, Creme Cheese und leckere Bagel. Der Kaffee schmeckt auch lecker. Die Sonne bahnt sich ihren Weg an den Himmel. Gestärkt machen wir uns für Denver fertig. Auf den öffentlich Nahverkehr sind wir gespannt. Unsere Fahrt bis zum Capitol Hill wird etwas mehr als eine Stunde benötigen, mit einmal Umsteigen.
Alles hat super geklappt. Okay wir mussten ein wenig durch die Neighborhood laufen, aber auch das war kein Problem. Das Umsteigen haben wir uns erspart und sind die 17th St. bis zum Civic Center gelaufen. Gleich um die Ecke trohnt das State Capitol. An der Westseite auf der 13. Stufe wird die Meile über Meeresspiegel angezeigt. Die beiden Eingänge links und rechts um die Ecke sind die Besuchereingänge. Immer noch ist der Eintritt frei, nur eine kurze Sicherheitskontrolle und das war es. Drinnen kann man sich frei bewegen bis hinauf zum Fuß der Kuppel. Granit aus Gunnison und Marmor aus Colorado Springs bilden das Grundgerüst, wie wir später noch erfahren konnten. Dazu gesellt sich jede Menge Gold und Wandbilder sowie alte Artefakte aus den 200 Jahren des Capitol. Den Senat, das Repräsentantenhaus, den Old Supreme Court, alles kann man sich anschauen, wenn man das will. Alles in allem, wir können das Colorado State Capitol nur jedem empfehlen.
Langsam gehen die Temperaturen über die 30 Grad. Kleinere Pausen sind da schon angebracht und die haben wir uns auch genommen. Über den Broadway in die 16th St. bis hoch zur Union Station schlendern wir und schauen mal hier und da in eins der Geschäfte. Na klar, es gibt schöne Dinge, aber diese schlagen sich dann auch im Preis nieder.
Das Eis an der Ecke recht gut und der kleine Snack zum frühen Nachmittag noch besser.
Wir starten dem Erfinder des Cowboyhemdes einen kleinen Besuch in der Wazee Street ab. Hier im Laden der "Rockmount Ranch Wear" wurde das erste Cowboyhemd erfunden und verkauft. Noch heute kann man hier eines diese Hemden erwerben. Aber Geld mitnehmen, denn Qualität hat ihren Preis. Ab 123 Dollar für gesenkte Ware ist man dabei. Nach oben gibt es da nur schwer ein Limit.
Die Union Station steht auch schon einige Jahre und noch immer ist es Dreh- und Angelpunkt der Bahnfahrenden. Im Inneren reiht sich ein Imbiss an den anderen. Wir haben noch etwas Zeit bis unsere Bustour durch die Stadt beginnt. Daher genießen wir noch das erfrischende Nass eines gross angelegten Springbrunnens vor der Union Station und beobachten die Leute.
Unser Bustour-Guide Mark meldet sich pünktlich. Nach einem kurzen Smalltalk geht die Tour auch schon mit einer seiner unzähligen Geschichten los. Die knapp 100 Minuten sind eine Mischung aus Film, Musik, Information und Ghost Tour. Von allem etwas und das alles mit viel Witz, Humor und noch mehr Leidenschaft. Man merkt das Mark seine Stadt liebt. Wir können also auch diese Bustour in Denver wärmstens empfehlen.
Zurück geht es wieder so wie wir gekommen sind. Und auch hier können wir den öffentlichen Nahverkehr empfehlen. Wir haben für ein Tagesticket 5,50 Dollar bezahlt. Klar dauert die Fahrt etwas länger, aber ein Taxi für die Strecke kostete das 10-fache und Parkplätze in Downtown, (der Denveraner aber sagt da einfach LoDo), minimum das 6-fache. In Denver hat man aber auch die Zeit. Bemerkenswert ist, dass sich die Fahrgäste beim Aussteigen jedesmal für die Fahrt bedanken. Wertschätzung 1. Klasse.
Obwohl wir fertig sind, gehen wir vor dem Pool und dem Whirlpool, noch zu Abend essen. Unsere Wahl fällt auf den Stockyard Saloon und wir wurden nicht enttäuscht. Der Saloon ist einfach aber saugemütlich. Hier trifft sich die Neighborhood zum Feierabendbier, zum Feiern oder einfach, wie wir, zum Abendessen. Die Kellnerinnen sind nett und das Essen sehr lecker und das alles zu einem vernünftigen Preis. Ihr findet den Saloon an der W Colfax Ave. in Lakewood.
Der Pool erfrischt ungemein und der Whirlpool lässt die Muskeln vom anstrengenden Tag erholen. Wir sind müde und hoffen nun auf eine durchgeschlafene Nacht, denn morgen haben wir einen langen Weg vor uns, über Cripple Creek, den Great Sand Dunes NP nach South Fork am Ufer des Rio Grande.Read more
Yeehaawh, Colorado wir kommen
August 26 in the United States ⋅ ☁️ 29 °C
Wir sind schon früh wach, aber nicht zwangsläufig wegen eines aufgeregt seins. Ein paar kleine Dinge noch erledigen und dann rein in den öffentlichen Nahverkehr von Brandenburg und Berlin. Erstaunlicherweise klappt alles bestens. Wir kennen es ja auch anders. Also ohne Probleme erreichen wir den BER. Zeit haben wir jetzt noch reichlich. Die Koffer gehen wieder einmal durch den Self Service auf Reisen und schwupps sind sie weg.
Wie üblich noch eine Zigarette und einen Kaffee und dann starten wir zur Sicherheitskontrolle. Auch hier wieder ohne jegliche Probleme. Aber halt, Steffen hat die falsche Hosen-Gürtel-Kombination. Das nervt ihn ein wenig. Zwischendurch bekommen wir immer wieder ein Update unserer Koffer. Schon nicht schlecht wenn die Familie am BER arbeitet.
Etwas verspätet starten wir in Berlin aber sind dennoch pünktlich in Frankfurt. Wir lesen in manchen Foren, das 60 bis 90 Minuten zu wenig seien. Dem ist nicht so. Sicherlich kann man sich nicht für alles unendlich viel Zeit lassen aber man hat für alles Zeit.
Übrigens sind die Wege in Frankfurt noch länger als in Berlin.
Vom Gate geht es noch mit dem Bus über das Rollfeld zu unserer Maschine nach Denver. Eine A350-900 V1 mit dem Namen Bochum soll uns die nächsten Stunden begleiten. Wenn wir also in Denver aussteigen, dann können wir es wie Herbert Grönemeyer halten in seinem Lied "Bochum".
Diesmal biegen wir hinter der Bordtür links ab, wir sind durch den vorderen Einstieg. Üüüp Üüüüp und Tata, da ist sie die Business Class. Dieses Mal haben wir es uns gegönnt. Wir haben damals im November bei der Buchung gesagt, wir wollen entspannt in Denver ankommen und das geht am besten in der Business Class. Die Sitze sind der Hammer. Jeder kann an seinem Platz tanzen und der Sitz ist funktional auch noch ein Bett. Ein richtiges Kopfkissen, eine vernünftige Decke ( nicht wie die in der Holzklasse), dazu noch eine extra Matratze, ein paar Schlappen und allerlei anderes wartet auf uns . Wir sitzen kaum, da haben wir schon Champagner, Wasser und Nüsse an unseren Plätzen. Beim Start ist es kurz ruhig von der Bordcrew, aber danach geht es weiter. Zuerst ein Appetizer, dann ein Erfrischungstuch, es folgt eine üppige Vorspeise gefolgt von der Hauptspeise und der Nachspeise und natürlich einem netten Kaffee noch zum Abschluss. Als wir fertig und müde sind, haben wir auch schon die ersten zwei Flugstunden geschafft.
Wir sind wirklich müde und schlafen ein wenig, ausgestreckt auf unserem 2 Meter Bett. Fast so gut hatten wir es 2017 das letzte Mal und das war einer der letzten Air Berlin Flüge damals. Nein, also wirklich, egal was du willst, die Bordcrew versucht es dir zu besorgen.
Wir schauen noch Avatar - Fire and Ash -, essen zwischendurch immer wieder eine Kleinigkeit und besuchen auch mal die Toilette. Wobei der kurze Weg nur wenig für den Kreislauf macht. Also Fazit der ganzen Sache ist ganz klar, man muss es mal erlebt haben und wirklich: man kann es nur empfehlen als Superstart in den Urlaub. Schaut man natürlich auf das Preis-Leistungsverhältnis, dann müsste man gewaltig viel auf dem Flug essen und trinken und wieder auf nen goldenen Zweig zu kommen. Wir sind mit unserer Entscheidung zufrieden und genießen diese Zeit.
Ich glaube jetzt haben wir schon so alles Positive an der Fliegerei erlebt, bleibt nur noch die Aufnahme in den High Mile Club, aber darauf sind wir nun auch wieder nicht so scharf. Im Alter geht das dann eben auch schon mal auf die Gelenke.
Wir landen pünktlich um 15.30 Uhr Ortszeit und knapp 8400 geflogenen Kilometern in Denver. Bei uns Zuhause ist es jetzt 23:30 Uhr. Na, mal schauen wie wir den Jetlag vertragen. Dazu kommt ja auch noch das wir uns jetzt eine ganze Meile, also 1609 m, über dem Meeresspiegel befinden.
Die Einreise ging super schnell. Für uns zwei Personen hat der Immigration Officer gerade einmal eine Minute gebraucht und beim Zoll konnten wir einfach durch. So schnell waren wir noch nie.
Obwohl nicht erlaubt, durfte ich am Flughafenausgang eine Zigarette rauchen zusammen mit einem Angestellten des Flughafens. Ein paar Worte wurden gewechselt und dann ging es zum Shuttle von AVIS. Nach einer kurzen Fahrt standen wir im Office von GoRentalCars. Das übliche Prozedere und die üblichen Angebote für ein größeres Auto. Aber all das wollten und brauchten wir nicht. Als das Navi bereit war konnten wir starten. Zuerst zum Walmart einige Sachen besorgen, natürlich auch Coors und dann noch kurz bei Bass Pro rein. Ein Unwetter hatte sich über die Stadt gelegt und spätestens nach Bass Pro waren wir klitschnass.
Okay, für heute reicht es, ab zum Hotel. Dafür mussten wir einmal durch die Stadt. Die Rezeption vom Hotel zu finden war etwas schwierig, aber nichts ist zu schwierig. Das Best Western Plus ist nunmehr ein Comfort Inn. Vor 12 Jahren habe ich hier schon einmal übernachtet. Der Wechsel war sicherlich ausschlaggebend das unsere Reservierung nicht gefunden wurde. Sie war einfach nicht da. Expedia anrufen hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Ein Hin und Her und am Ende haben wir ein Zimmer neu gebucht und das dann auch noch upgegraded und um knapp 60 Dollar billiger. Ende gut alles gut. Dadurch sind wir heute dann aber nicht mehr zum Abendessen gekommen, was aber jetzt nicht schlimm war. Es war ein langer und anstrengender Tag, jetzt nur noch schlafen, damit wir morgen fit sind.Read more

Na, das hat ja dann schon mal geklappt. Die Anreise selbst, kann ja manchmal schon das erste Abenteuer sein. Schönes Wetter in den Rockys gewünscht und dann kann's losgehen. Viel Spaß. [Ande]
Ein Tag vor der Abreise
August 25 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C
Nun hat das lange Warten fast sein Ende gefunden. Nach drei Jahren Planung und Vorbereitung fliegen wir morgen nach Denver und dann geht es auf unseren American the Beautiful Roadtrip durch die Rocky Mountains.
Im Vorfeld ist schon einiges geregelt worden.
Das ESTA Formular haben wir schon seit letztem Jahr. Die Zeit läuft und die Vorschriften ändern sich. So auch ESTA. In der Zwischenzeit ist es teurer geworden. Mittlerweile kostet es knapp 40 Dollar, wir haben noch 21 Dollar bezahlt. ESTA ist eigentlich verständlich und schnell erledigt. Angst muss man davor nicht haben, solange man nichts zu verbergen hat. Die Amerikaner wollen eben wissen wer ins Land kommt und wir finden es auch richtig so.
Wer die Zollerklärung digital machen will, damit es bei der Einreise Kontrolle schneller geht, kann dies über die MPC App machen. Leicht verständlich und ebenso schnell ist man damit durch. Sie ist kostenlos. Alles in Allem keine grossen Sachen aber für die Einreise in die USA eben wichtig.
Nun also nur noch Koffer packen, was bei mir meist etwas länger dauert und dann kann der morgige Tag kommen. Wir freuen uns auf diese Reise, das Land, die Kultur und die Natur.Read more












































































Dankeschön für die schönen Berichte und Bilder [Sylvia]
👍 [Gerthe]
Eure Berichte sind wunderbar zu lesen, sehr informativ und auch unterhaltsam, danke dafür [Jutta]