Ein Tag vor der Abreise
August 25 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C
Nun hat das lange Warten fast sein Ende gefunden. Nach drei Jahren Planung und Vorbereitung fliegen wir morgen nach Denver und dann geht es auf unseren American the Beautiful Roadtrip durch die Rocky Mountains.
Im Vorfeld ist schon einiges geregelt worden.
Das ESTA Formular haben wir schon seit letztem Jahr. Die Zeit läuft und die Vorschriften ändern sich. So auch ESTA. In der Zwischenzeit ist es teurer geworden. Mittlerweile kostet es knapp 40 Dollar, wir haben noch 21 Dollar bezahlt. ESTA ist eigentlich verständlich und schnell erledigt. Angst muss man davor nicht haben, solange man nichts zu verbergen hat. Die Amerikaner wollen eben wissen wer ins Land kommt und wir finden es auch richtig so.
Wer die Zollerklärung digital machen will, damit es bei der Einreise Kontrolle schneller geht, kann dies über die MPC App machen. Leicht verständlich und ebenso schnell ist man damit durch. Sie ist kostenlos. Alles in Allem keine grossen Sachen aber für die Einreise in die USA eben wichtig.
Nun also nur noch Koffer packen, was bei mir meist etwas länger dauert und dann kann der morgige Tag kommen. Wir freuen uns auf diese Reise, das Land, die Kultur und die Natur.Read more
Yeehaawh, Colorado wir kommen
August 26 in the United States ⋅ ☁️ 29 °C
Wir sind schon früh wach, aber nicht zwangsläufig wegen eines aufgeregt seins. Ein paar kleine Dinge noch erledigen und dann rein in den öffentlichen Nahverkehr von Brandenburg und Berlin. Erstaunlicherweise klappt alles bestens. Wir kennen es ja auch anders. Also ohne Probleme erreichen wir den BER. Zeit haben wir jetzt noch reichlich. Die Koffer gehen wieder einmal durch den Self Service auf Reisen und schwupps sind sie weg.
Wie üblich noch eine Zigarette und einen Kaffee und dann starten wir zur Sicherheitskontrolle. Auch hier wieder ohne jegliche Probleme. Aber halt, Steffen hat die falsche Hosen-Gürtel-Kombination. Das nervt ihn ein wenig. Zwischendurch bekommen wir immer wieder ein Update unserer Koffer. Schon nicht schlecht wenn die Familie am BER arbeitet.
Etwas verspätet starten wir in Berlin aber sind dennoch pünktlich in Frankfurt. Wir lesen in manchen Foren, das 60 bis 90 Minuten zu wenig seien. Dem ist nicht so. Sicherlich kann man sich nicht für alles unendlich viel Zeit lassen aber man hat für alles Zeit.
Übrigens sind die Wege in Frankfurt noch länger als in Berlin.
Vom Gate geht es noch mit dem Bus über das Rollfeld zu unserer Maschine nach Denver. Eine A350-900 V1 mit dem Namen Bochum soll uns die nächsten Stunden begleiten. Wenn wir also in Denver aussteigen, dann können wir es wie Herbert Grönemeyer halten in seinem Lied "Bochum".
Diesmal biegen wir hinter der Bordtür links ab, wir sind durch den vorderen Einstieg. Üüüp Üüüüp und Tata, da ist sie die Business Class. Dieses Mal haben wir es uns gegönnt. Wir haben damals im November bei der Buchung gesagt, wir wollen entspannt in Denver ankommen und das geht am besten in der Business Class. Die Sitze sind der Hammer. Jeder kann an seinem Platz tanzen und der Sitz ist funktional auch noch ein Bett. Ein richtiges Kopfkissen, eine vernünftige Decke ( nicht wie die in der Holzklasse), dazu noch eine extra Matratze, ein paar Schlappen und allerlei anderes wartet auf uns . Wir sitzen kaum, da haben wir schon Champagner, Wasser und Nüsse an unseren Plätzen. Beim Start ist es kurz ruhig von der Bordcrew, aber danach geht es weiter. Zuerst ein Appetizer, dann ein Erfrischungstuch, es folgt eine üppige Vorspeise gefolgt von der Hauptspeise und der Nachspeise und natürlich einem netten Kaffee noch zum Abschluss. Als wir fertig und müde sind, haben wir auch schon die ersten zwei Flugstunden geschafft.
Wir sind wirklich müde und schlafen ein wenig, ausgestreckt auf unserem 2 Meter Bett. Fast so gut hatten wir es 2017 das letzte Mal und das war einer der letzten Air Berlin Flüge damals. Nein, also wirklich, egal was du willst, die Bordcrew versucht es dir zu besorgen.
Wir schauen noch Avatar - Fire and Ash -, essen zwischendurch immer wieder eine Kleinigkeit und besuchen auch mal die Toilette. Wobei der kurze Weg nur wenig für den Kreislauf macht. Also Fazit der ganzen Sache ist ganz klar, man muss es mal erlebt haben und wirklich: man kann es nur empfehlen als Superstart in den Urlaub. Schaut man natürlich auf das Preis-Leistungsverhältnis, dann müsste man gewaltig viel auf dem Flug essen und trinken und wieder auf nen goldenen Zweig zu kommen. Wir sind mit unserer Entscheidung zufrieden und genießen diese Zeit.
Ich glaube jetzt haben wir schon so alles Positive an der Fliegerei erlebt, bleibt nur noch die Aufnahme in den High Mile Club, aber darauf sind wir nun auch wieder nicht so scharf. Im Alter geht das dann eben auch schon mal auf die Gelenke.
Wir landen pünktlich um 15.30 Uhr Ortszeit und knapp 8400 geflogenen Kilometern in Denver. Bei uns Zuhause ist es jetzt 23:30 Uhr. Na, mal schauen wie wir den Jetlag vertragen. Dazu kommt ja auch noch das wir uns jetzt eine ganze Meile, also 1609 m, über dem Meeresspiegel befinden.
Die Einreise ging super schnell. Für uns zwei Personen hat der Immigration Officer gerade einmal eine Minute gebraucht und beim Zoll konnten wir einfach durch. So schnell waren wir noch nie.
Obwohl nicht erlaubt, durfte ich am Flughafenausgang eine Zigarette rauchen zusammen mit einem Angestellten des Flughafens. Ein paar Worte wurden gewechselt und dann ging es zum Shuttle von AVIS. Nach einer kurzen Fahrt standen wir im Office von GoRentalCars. Das übliche Prozedere und die üblichen Angebote für ein größeres Auto. Aber all das wollten und brauchten wir nicht. Als das Navi bereit war konnten wir starten. Zuerst zum Walmart einige Sachen besorgen, natürlich auch Coors und dann noch kurz bei Bass Pro rein. Ein Unwetter hatte sich über die Stadt gelegt und spätestens nach Bass Pro waren wir klitschnass.
Okay, für heute reicht es, ab zum Hotel. Dafür mussten wir einmal durch die Stadt. Die Rezeption vom Hotel zu finden war etwas schwierig, aber nichts ist zu schwierig. Das Best Western Plus ist nunmehr ein Comfort Inn. Vor 12 Jahren habe ich hier schon einmal übernachtet. Der Wechsel war sicherlich ausschlaggebend das unsere Reservierung nicht gefunden wurde. Sie war einfach nicht da. Expedia anrufen hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Ein Hin und Her und am Ende haben wir ein Zimmer neu gebucht und das dann auch noch upgegraded und um knapp 60 Dollar billiger. Ende gut alles gut. Dadurch sind wir heute dann aber nicht mehr zum Abendessen gekommen, was aber jetzt nicht schlimm war. Es war ein langer und anstrengender Tag, jetzt nur noch schlafen, damit wir morgen fit sind.Read more

Na, das hat ja dann schon mal geklappt. Die Anreise selbst, kann ja manchmal schon das erste Abenteuer sein. Schönes Wetter in den Rockys gewünscht und dann kann's losgehen. Viel Spaß. [Ande]
Denver
August 27 in the United States ⋅ ☀️ 30 °C
Wow, war das gestern ein Tag und wir sind schnell eingeschlafen. Die Nacht war unruhig. Immer wieder sind wir aufgewacht obwohl das Bett herrlich war. 4.30 Uhr ging es dann nicht mehr. Wir kämpfen mit der Kaffeemaschine und springen schnell unter die Dusche. Da heute Denver auf dem Programm steht mit einer abschließenden Stadtrundfahrt, ist es auch ganz gut so. So sind wir früh in der Stadt und haben jede Menge Zeit.
Wir sind die Ersten beim Frühstück. Alles typisch amerikanisch mit Plastikbesteck und in Folie verpackten Bechern. Es ist alles da was wir brauchen. Ei, kleine Burgerpattys, Cerealien, Waffeln, Creme Cheese und leckere Bagel. Der Kaffee schmeckt auch lecker. Die Sonne bahnt sich ihren Weg an den Himmel. Gestärkt machen wir uns für Denver fertig. Auf den öffentlich Nahverkehr sind wir gespannt. Unsere Fahrt bis zum Capitol Hill wird etwas mehr als eine Stunde benötigen, mit einmal Umsteigen.
Alles hat super geklappt. Okay wir mussten ein wenig durch die Neighborhood laufen, aber auch das war kein Problem. Das Umsteigen haben wir uns erspart und sind die 17th St. bis zum Civic Center gelaufen. Gleich um die Ecke trohnt das State Capitol. An der Westseite auf der 13. Stufe wird die Meile über Meeresspiegel angezeigt. Die beiden Eingänge links und rechts um die Ecke sind die Besuchereingänge. Immer noch ist der Eintritt frei, nur eine kurze Sicherheitskontrolle und das war es. Drinnen kann man sich frei bewegen bis hinauf zum Fuß der Kuppel. Granit aus Gunnison und Marmor aus Colorado Springs bilden das Grundgerüst, wie wir später noch erfahren konnten. Dazu gesellt sich jede Menge Gold und Wandbilder sowie alte Artefakte aus den 200 Jahren des Capitol. Den Senat, das Repräsentantenhaus, den Old Supreme Court, alles kann man sich anschauen, wenn man das will. Alles in allem, wir können das Colorado State Capitol nur jedem empfehlen.
Langsam gehen die Temperaturen über die 30 Grad. Kleinere Pausen sind da schon angebracht und die haben wir uns auch genommen. Über den Broadway in die 16th St. bis hoch zur Union Station schlendern wir und schauen mal hier und da in eins der Geschäfte. Na klar, es gibt schöne Dinge, aber diese schlagen sich dann auch im Preis nieder.
Das Eis an der Ecke recht gut und der kleine Snack zum frühen Nachmittag noch besser.
Wir starten dem Erfinder des Cowboyhemdes einen kleinen Besuch in der Wazee Street ab. Hier im Laden der "Rockmount Ranch Wear" wurde das erste Cowboyhemd erfunden und verkauft. Noch heute kann man hier eines diese Hemden erwerben. Aber Geld mitnehmen, denn Qualität hat ihren Preis. Ab 123 Dollar für gesenkte Ware ist man dabei. Nach oben gibt es da nur schwer ein Limit.
Die Union Station steht auch schon einige Jahre und noch immer ist es Dreh- und Angelpunkt der Bahnfahrenden. Im Inneren reiht sich ein Imbiss an den anderen. Wir haben noch etwas Zeit bis unsere Bustour durch die Stadt beginnt. Daher genießen wir noch das erfrischende Nass eines gross angelegten Springbrunnens vor der Union Station und beobachten die Leute.
Unser Bustour-Guide Mark meldet sich pünktlich. Nach einem kurzen Smalltalk geht die Tour auch schon mit einer seiner unzähligen Geschichten los. Die knapp 100 Minuten sind eine Mischung aus Film, Musik, Information und Ghost Tour. Von allem etwas und das alles mit viel Witz, Humor und noch mehr Leidenschaft. Man merkt das Mark seine Stadt liebt. Wir können also auch diese Bustour in Denver wärmstens empfehlen.
Zurück geht es wieder so wie wir gekommen sind. Und auch hier können wir den öffentlichen Nahverkehr empfehlen. Wir haben für ein Tagesticket 5,50 Dollar bezahlt. Klar dauert die Fahrt etwas länger, aber ein Taxi für die Strecke kostete das 10-fache und Parkplätze in Downtown, (der Denveraner aber sagt da einfach LoDo), minimum das 6-fache. In Denver hat man aber auch die Zeit. Bemerkenswert ist, dass sich die Fahrgäste beim Aussteigen jedesmal für die Fahrt bedanken. Wertschätzung 1. Klasse.
Obwohl wir fertig sind, gehen wir vor dem Pool und dem Whirlpool, noch zu Abend essen. Unsere Wahl fällt auf den Stockyard Saloon und wir wurden nicht enttäuscht. Der Saloon ist einfach aber saugemütlich. Hier trifft sich die Neighborhood zum Feierabendbier, zum Feiern oder einfach, wie wir, zum Abendessen. Die Kellnerinnen sind nett und das Essen sehr lecker und das alles zu einem vernünftigen Preis. Ihr findet den Saloon an der W Colfax Ave. in Lakewood.
Der Pool erfrischt ungemein und der Whirlpool lässt die Muskeln vom anstrengenden Tag erholen. Wir sind müde und hoffen nun auf eine durchgeschlafene Nacht, denn morgen haben wir einen langen Weg vor uns, über Cripple Creek, den Great Sand Dunes NP nach South Fork am Ufer des Rio Grande.Read more
Weites Land
August 28 in the United States ⋅ ☁️ 22 °C
Die letzte Nacht war schon etwas besser. Langsam grooven wir uns ein.
Unser Frühstück nehmen wir wieder früh zu uns damit wir gegen 8.00 Uhr losfahren können.
Es geht nach Cripple Creek, knapp 70 Meilen nach Süden. Die Temperaturen sind deutlich angenehmer.
Unsere Straße sind heute eine Mischung aus Highway und County Road. Auf einer der Letzteren schoss im National Forrest ein Squirrel mit einer Nuss auf die Straße. Aber keine Sorge ich habe es nicht überfahren. Es hat vor lauter Schreck seine Nuss fallen lassen und hat das Weite gesucht.
Cripple Creek ist ein Goldgräberstädtchen in dem noch heute nach Gold gesucht wird. Ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten, sofern man dies beurteilt aufgrund des Treibens auf der Main Street. Die Stadt kommt einem fast verloren vor. Aber eben nur fast.
Die Stadt lebt durch das Glücksspiel und so sind die unteren Etagen, manchmal auch Keller in fast jedem Gebäude mannigfaltig mit einarmigen Banditen und anderen Automaten bestückt. Hier brummt die Stadt. Da sitzt das ältere Paar, sie mit Sauerstoff in der Nase, genauso und zockt wie alle anderen, vornehmlich Touristen. Es gibt wirklich nur wenige Gebäude ohne einen Glücksspielraum.
Auch wir lassen hier ein paar Dollar, aber ohne den Erfolg. Bei manch anderem Spieler, denen wir über die Schulter schauen konnten, sah das anders aus. So wurden da schon mal schnell aus 200 Dollar ganze 600.
Wir fahren weiter zum Great Sand Dunes NP und schnell ändert sich die Landschaft. Raus aus Bergen und Wald kommen wir auf lange endlos scheinende Straßen auf einem weit überschaubaren Land. Hier und da erheben sich noch einzelne Berge aber auch mit denen ist es Schluss. Das Land wird unwirklich und flach, bedeckt mit wenigen immergleichen Pflanzen. Selbst eine Cattlefarm hätte hier Probleme das Land als Weidewiesen zu nutzen und trotzdem gibt es hier jede Menge Rinderzucht. Colorado hat insgesamt 11.600 Rinderfarmen.
Die Straßen, welche sich durch dieses Land ziehen, scheinen als sind sie mit einem Lineal gezogen und das geht so Schnurgerade für 25 oder mehr Kilometer. Und dann? Dann kommt eine Kurve, also großer Radius und dahinter wieder Schnurgerade weitere 20 Kilometer oder mehr. Sehr, sehr aufregend. Von weitem sehen wir den NP schon und wir nähern uns, gefühlt sehr langsam. Wir steuern aber auch deshalb diesen NP an um unseren, noch für 80 Doller gekauften, NP Pass zu testen. Es klappt wunderbar. Ein kurzer Blick von der Rangerin und wir dürfen weiter. Super, das freut uns.
Die großen Sanddünen vor den Bergen lassen sich schon toll anschauen. Man hat hier ein Visitor Center in welchem man einige interessante Dinge erfährt. Hinter dem Center schließt sich der weitläufige Campground an. Dazu gibt es noch eine Straße über die man etwas näher an die Dünen kommt. Dennoch bleibt dann ein weiter Fußweg durch weichen Dünensand bis zu Rand der Dünen. Wir wissen wie schwierig es ist in solch weichen Sand zu laufen und dann erst recht bergauf, daher belassen wir es beim Anblick der Sanddünen.
Wir waren hier und haben sie gesehen. Wiederholen würden wir dies nicht.
Unser Endziel ist South Fork, Colorado. Ein kleiner Ort, scheinbar beliebt bei Outdoor dann und Skienthusiasten. Die Four Seasons Lodge liegt direkt am Highway und ist nicht zu verfehlen. Sie sieht aber geschlossen aus, aber nein es gibt hier einen Self Service für den Check Inn. Normalerweise bekommt man den Code vorher zugeschickt. Bei uns ist das nicht passiert und wir haben von Expedia auch keine andere Info bekommen. Man soll nun entweder anrufen oder zum Quality Inn in SoFo fahren. Letzteres machen wir auch. Die Rezeptionistin musste etwas nach unserer Reservierung suchen, doch hatten wir alles. Also wieder zurück und Sachen ins Zimmer bringen. Das Four Seasons hat seine besten Zeiten schon erlebt. Wir bekommen ein Zimmer mit zwei Bedrooms und insgesamt 3 Betten. Wir hoffenmal, das nicht noch jemand kommt, der die anderen zwei Betten belegt.
Wir gehen noch schnell Pizza essen und dann kommen wir etwas zur Ruhe. Den Rio Grande heben wir uns für morgen früh auf. Morgen müssen wir nicht soviel fahren bis wir in Durango sind.Read more
Entspannung und Geschichte
August 29 in the United States ⋅ ☁️ 16 °C
Ja wir leben noch. Die Four Seasons Lodge ist noch nicht zusammen gefallen aber wir denken es wird in den nächsten Jahren geschehen, sofern nicht einmal Hand angelegt. So schlecht hatten wir es nur in Detroit.
Okay, wir sind früh wach und den Kaffee sowie einen Cinnamon Muffin , ein Cherry Pistacchio Croissant und einen Avocado Toast bekommen wir nebenan im Cattle Mountain Cafe. Nicht hochmodern, dafür urig und interessant und die Bedienung sehr nett. Alles schmeckt lecker.
Auf geht es in den Tag. Der Rio Grande fließt durch South Fork, nur ran kommt man eher schlecht. Wir finden eine kleine Stelle und können mal unsere Hand hinein halten.
Aber dann, auf nach Pagosa Springs zu den 2025 gewählten besten Hot Springs der USA. Aufgrund dessen das wir früh da sind ist ein Parkplatz kein Problem. Das Bathhouse lässt sich die Nutzung der Hot Springs gut bezahlen. Pro Person werden für ein Tagesticket 74 Dollar fällig und für den Umkleide Schrank gleich nochmal 13 Dollar. Natürlich geht es noch besser. Mit Handtuch, Bademantel, also allem komplett, werden 159 Dollar pro Person fällig. Wir haben aber unsere Handtücher dabei. Insgesamt 25 Becken mit unterschiedlich warmen Thermalwasser stehen zur Verfügung. Wie in der Sauna, zuerst heiss dann kalt und dann ruhen lassen. Und das kann man dann den ganzen Tag so fortsetzen. Wir denken aber, dass es die wenigsten den ganzen Tag nutzen, auch wir haben es nicht. Wir waren ungefähr 3 Stunden in den verschiedenen Becken und im San Juan River. Preis/Leistung steht unseres Erachtens hier im krassen Widerspruch. Wer also einen Wellness-Entspannungstag in dieser Gegend einlegen möchte, dann ist dies schon ein guter und schöner Ort. Aber ein Must-have-see ist es jetzt nicht.
Unser Weg geht weiter und wieder durch wunderschöne Landschaft, bis zum Chimney Rock. Da wir den NP Pass haben sparen wir hier schon mal wieder den Eintritt. Es wären 20 Dollar gewesen. Langsam rentiert sich der Pass für 80 Dollar.
Hier oben auf Chimney Rock haben vor vielen, vielen Jahren Indianerstämme gelebt. Eigentlich müsste ich ja Nativ American sagen, aber ich bin mit dem Wort Indianer aufgewachsen und benutze es daher weiterhin. Also sie haben dort oben gelebt und haben die Sterne beobachtet, woraus dann Kalender erschaffen wurden. Einzelne Grundmauern und Artefakte kann man bestaunen hoch oben auf dem Chimney Rock. Bis ganz nach oben kann man nicht mit dem Auto fahren, aber den größten Teil. Dort oben gibt es dann zwei Wanderwege, welche jedoch recht kurz sind. Bis ganz nach oben kann man schon laufen, es gibt aber keinen Wanderweg. Da man sich im Ute Indian Reservat befindet und dieser Berg für die Indianer ein Heiligtum ist, sollte man dies auch respektieren. Es gibt aber eben Menschen denen dies egal ist. Verstehen kann man es nicht.
Eins noch, hier gibt es Schlangen. Woher wir das wissen, naja wir haben versehentlich eine überfahren. Aber scheinbar hatte sie es gut weggesteckt. Sie schlängelte sich schließlich langsam von der Straße runter.
Ich hatte sie wirklich nicht gesehen. Sonni schon und dachte sich, das ist doch ne Schlange. Dann dachte sie weiter, er wird sie doch jetzt nicht überfahren, aber hat es nicht ausgesprochen. Erst danach brachte sie ein Wort heraus, da war es aber schon geschehen.
Wir steuern unser Ziel, das Country Sunshine B&B in Durango bei Walter und Jodie an. Wenn man die richtige Adresse hat, dann findet man es einfach. Hier ist es herrlich. Etwas weg vom Highway im Wald am Fluss. Von der Terrasse kann man diverse Vögel beobachten die stets vorbeikommen, um ihr Futter zu holen. Besonders imposant sind die Kolibris, welche oft zu mehreren zu sehen sind. Ein tolles Schauspiel.
Unser Zimmer ist auch super und bestimmt 100fach besser als das letzte.
Heute sind wir mit dem Abendessen mal nicht so spät dran wie in den letzten Tagen. Also geht es nochmal nach Durango zum dortigen Diamond Belle Saloon. Wir parken zwei Querstraßen vom Saloon entfernt und müssen daher keine Parkgebühren zahlen.
Just in dem Moment als wir den Saloon erreichen, kündigt sich die Durango/Silverton Narrow Gauge Railroad mit lautem Getöse an. Das musste festgehalten werden.
Der Saloon ist voll aber wir bekommen einen Platz direkt beim Saloonklavier.
Es ist hier urig und so stellen wir uns einen Saloon vor. Die Tische sind nicht zu 99,9 Prozent bakterienfrei, die Kellnerin ist so gekleidet wie früher auch und der Klavierspieler spielt Lieder aus der alten Goldgräberzeit.
Die Preise im Saloon sind in Ordnung und wenn man bedenkt was man geboten bekommt, sind diese nicht zu hoch.
Hier also eine ganz klare Empfehlung von unserer Seite. Warum ich vor 12 Jahren bei meinem letzten Besuch in Durango nicht im Diamond Belle Saloon war, erschließt sich mir überhaupt nicht.
Puh, wenn auch ein Entspannungstag, war er doch ein wenig anstrengend . Aber wir sind glücklich diesen Tag so erlebt zu haben. Und wenn Sonni zufrieden und glücklich ist dann habe ich, glaube ich, alles richtig gemacht.Read more
One Million Dollar Highway
August 30 in the United States ⋅ ☁️ 11 °C
Wow, war die Nacht super. Endlich mal wieder bis 7 Uhr geschlafen. Vor dem Zimmer sind die Diamanthäher schon fleissig beim Fressen und wir werden uns dann auch zum Frühstück begeben.
Das Frühstück war sehr schön angerichtet und lecker. Nebenbei führten wir noch die eine oder andere Unterhaltung mit Walter und den Gästen aus San Antonio. Wir sind gestärkt und können raus auf den Highway 550 oder anders gesagt dem One Million Dollar Highway. Warum er so heißt, weiß wohl niemand. Der Eine sagt so der Andere so. Egal, ist einer Schönsten. Die Landschaftsbilder kann man gar nicht in Fotos wiedergeben. Wir glauben hier werden die Postkartenbilder gemacht...alle! Einfach überwältigend.
Anfangs hören wir noch die Railroad auf ihrem Weg nach Silverton, sehen könnten wir sie jedoch nicht.
Noch geht es flott voran, aber nach vielleicht 30 km kommen immer mehr Kurven dazu. Es ist nicht schlimm, dass man jetzt langsamer fahren muss, denn man hat hier die wunderschönen Panoramen.
Silverton ist unser erster Stopp. Kleine Überraschung, wir sind schneller als die Railroad.
Silverton ist ein kleines Goldgräberstädtchen mit dem höchstgelegenen Harley Davidson Store. Das Zentrum sieht wunderschön aus und für einen kleinen Stopp reicht es allemal.
Wir fahren weiter nach Ouray, dem Switzerland der USA.
Vorher halten wir noch an einem Wasserfall, welcher unter der Straße durch in die Tiefe stürzt. Es sieht schon etwas kurios aus. Sonni hat ihn nicht sehen können aufgrund ihrer Höhenangst. Man muss also schon schwindelfrei sein um auf der Plattform, die über den Felsen ragt, dem Wasserfall gegenüber zu stehen. Kurz danach erreichen wir Ouray. Vom Overlook über der Stadt sieht das Panorama herrlich aus. Unten im Canyon liegt Ouray und ist eingeschlossen von hohen Bergen auf allen Seiten. Grandios. Wir waren selbst noch nicht in der Schweiz, haben deswegen keinen Vergleich. Man könnte sich die Schweiz aber so vorstellen.
Auch Ouray hat man schnell gesehen. So machen wir uns wieder auf den Rückweg.
Zwischendurch haben wir immer wieder einmal etwas Regen bis hin zum kurzen Graupelschauer. So schnell wie der Regen kommt, so schnell ist er auch wieder weg. Das ist Colorado, sagt Walter, unser Gastvater.
Walter ist eigentlich Österreicher aber lebt schon ca. 46 Jahre in den USA und seit 21 Jahren hier in Durango. In deutsch ist die Unterhaltung für uns dann doch etwas einfacher, zwinker.
Scheinbar sind am Nachmittag die Truthähne hier unterwegs. Zuerst zieht eine Frau einen überfahrenen Truthahn von der Straße, dann meint eine Elster schneller zu sein als wir und dann laufen zwei Truthähne mitten auf der Straße. Okay, mit denen wollte ich mich mit dem Rental Car nicht anlegen. Kurzes scharfes abbremsen und die Situation war bereinigt. Natürlich warf ich zuvor einen Blick in den Rückspiegel.
Sonni macht noch ein paar Rückenübungen in der Unterkunft, weil es heute früh mal kurz "blitzte" und ich sitze auf der Terrasse und schreibe. Neben mir kommen immer wieder die Kolibris um sich Nektar zu holen und vor mir erscheinen all die anderen Waldvögel um zu fressen. Bis hin zu einer Gruppe Truthähne, welche über das Grundstück wandern.
Es wird Zeit für ein Abendessen und heute wollen wir mal ganz einfach zu Denny's fahren. Na, mal schauen.
Unser Navi kam etwas durcheinander, also mussten wir ihm zeigen wo es lang geht.
Denny's ist ein amerikanisches Diner mit amerikanischem Essen. Es geht schnell und es schmeckt. Wenn man also einfach nur essen gehen möchte, dann ist Denny's schon eine gute Wahl.
Morgen wird für uns wieder ein längerer Tag. Der Mesa Verde NP, Monument Valley und der Horseshoe Bend stehen auf dem Programm, bevor wir die Beine im Hotel ausstrecken können.Read more
Die Ute
August 31 in the United States ⋅ ⛅ 27 °C
Wir sind wieder früh wach. Warum? Keine Ahnung. Das Frühstück, von Walter zubereitet, ist wieder lecker und völlig ausreichend.
Nach dem Frühstück werden die Koffer im Auto verpackt und wir verabschieden uns von Walter. Jodie haben wir dann nur noch einmal auf der Straße gesehen, da sie gerade mit Sunny, dem Hund, spazieren war.
Eine wirklich tolle Unterkunft mit netten Gastgebern. Wer also mal in der Nähe von Durango eine Unterkunft sucht, der sollte auf countrysunshine.com vorbeischauen, ob dort noch ein Zimmer zur Verfügung steht. Wir können es nur wärmstens empfehlen.
Heute ist ein langer Fahrtag. Sonni hatte gestern noch mal etwas gestöbert und wir haben den Mesa Verde NP gestrichen. Das Wetter ist gerade nicht das beste. Stattdessen steuern wir das Four Corners National Monument an.
Auf der Fahrt dorthin sitzen die Wolken immer tiefer. Das Hochplateau des Mesa Verde liegt genau an der Wolkengrenze und es ist auch nichts in Sicht das es besser wird. Also war unsere Entscheidung gut.
Sucht man über Maps das Four Corners Monument, landet man bei einem US Postal Service Gebäude. Four Corners liegt dabei knappe 9 Kilometer weiter weg.
Bevor wir ankommen fahren wir in das Land der Ute Indianer und kurz nach der Reservationsgrenze steht auch schon das Casino.
Four Corners ist dann schon wieder Navajo Gebiet. Hier treffen die Staaten New Mexico, Arizona, Utah und Colorado an einem Punkt aufeinander. Rings im diesen Punkt gibt es Stände in denen die Indianer allerhand Sachen anbieten.
Einen kleinen Imbiss kann man zu sich nehmen und Toiletten sind auch vorhanden. Wobei die Toiletten nicht wie üblich bekannt sind. Eine Spülung benötigt man nicht. Eher kann man sich den Spaß machen, zu zählen wann seine Hinterlassenschaft den Boden erreicht. Und es ist luftig um den Popo. Gut wenn es drückt hat man keine andere Wahl.
10 Dollar kostet die Einfahrt, wobei wir heute nichts bezahlen brauchten und wer den NP Pass hat braucht ja sowieso nichts bezahlen. Können wir ihn empfehlen? Sagen wir es mal so: Wenn man dran vorbeifährt, kann man auch mal rein. Aber extra den Weg auf sich zu nehmen, dann gibt es ein klares Nein.
Nach einem Foto mit jeder Gliedmaße in einem anderen Staat geht es für uns weiter zum Monument Valley. County Road und Highway werden von weniger guten Indian Route's abgelöst. Wenn man hier durch die Reservation fährt, kann man sich denken warum den Indianern genau dieses Land zugewiesen wurde. Es ist karg und trostlos. Oftmals sieht man kilometerweit nichts als Grassteppe, dann kommen mal Ansiedlungen der Indianer. Aber glaubt uns, hier will sich niemand ein Haus bauen. Nur mit viel Aufwand kann man das Land zum Gras- und Weideland kultivieren. Aber der Aufwand dafür wäre zu hoch. Was hat man nur mit der indigenen Bevölkerung gemacht?
Monument Valley ist Navajoland und es ist atemberaubend. Leider war uns das Wetter nicht so hold. Die Berge, welche sich in der Ebene erheben, tragen einen Wolkenhut. Dennoch ist es ein wundervoller Anblick, vielleicht jetzt auch ein wenig mystisch. Kilometerlang ziehen sich die Straßen durch das Valley und hinter jeder Kurve sieht es anders aus. Und plötzlich mitten aus dem Nichts gibt es Menschansammlungen. Der Forrest Gump Point, ihr wisst sicher was wir meinen, braucht kein Schild. Man weiß sofort, hier ist er und na klar, auch wir müssen hier anhalten. Von welcher Seite man in das Valley fährt ist eigentlich egal.
Wir erreichen wieder den Highway und wir nehmen das letzte Teilstück für heute in Angriff, der Horseshoe Bend in Page. Schnell noch die Bank um ein paar Dollar in Page erleichtern, wobei es dann doch nicht schnell wurde, denn ich hatte meine Probleme mit dem Kartenschlitz. Sonni kannte sich aber aus mit Schlitzen und zack war die Bank ärmer.
Ein kurzer Weg bis zum Horseshoe Bend, 10 Dollar pro Auto bezahlt und dann noch ein kleiner Fußweg. Von weitem kann man den Bend erahnen aber erst beim Bend wird die Großartigkeit erkennbar. Um die 350 Meter hinunter zum Colorado River zu schauen muss man schon recht nah herantreten. Für Menschen mit Höhenangst ist es nichts. Der Anblick ist Wahnsinn und eigentlich schwer mit Worten zu beschreiben.
Empfehlung? Eindeutig! Wer in Page und Umgebung ist und nicht am Horseshoe Bend war, war nicht wirklich hier.
Wir kaufen noch ein wenig bei WalMart ein und dann geht es in unser Hotel. Schnell sind wir eingecheckt und essen erstmal zu Abend.
Am 29.8. gab es im Grand Canyon eine Sturzflut mit einigen vermissten Personen und viel Zerstörung. Aufgrund der Wetterlage um Page, gibt es heute hier auch eine Sturzflutwarnung. Das hat zur Folge, dass unser Besuch der Lower Antelope Canyon vom Veranstalter abgesagt wurde. Verdammt, die wollte ich doch sehen. Wir hoffen jetzt einfach mal das wir morgen früh noch einen freien Slot für die Upper Antelope Canyon erwischen.
Mit dieser Hoffnung schlafen wir für heute ein.Read more

TravelerDer Horseshoe Bend immer noch so beeindruckend wie damals. Noch relativ touristenfrei. 10US-$ für Parkplatz ist neu. Monument Valley einfach herrlich. John Wayne & Gary Cooper lassen grüßen.
Canyontour
September 1 in the United States ⋅ ☁️ 24 °C
Wer früh schlafen geht, der wacht früh auf. So wie wir. Gegen 4:45 Uhr war die Nacht vorbei, weil irgendein Österreicher mich Deutschen in den USA anruft. Sag mal, geht's noch.
GetYourGuide, worüber wir die Lower Antelope Canyon's gebucht hatten, kommt nicht aus dem Tee. Zuerst erhalte ich eine Nachricht, dass ich mich freuen kann, da die Tour bald startet. Wobei wir ja wissen, dass die Lower geschlossen sind. Etwas später kommt dann genau diese Nachricht von GetYourGuide. Man hätte sogar heute früh noch eine Lower Tour buchen können, obwohl uns schon abgesagt wurde. Ich bin absolut unzufrieden mit GetYourGuide. Aber das sind nur unsere Erfahrungen.
Wir fahren also auf gut Glück zum Upper Antelope Canyon und versuchen hier eine Tour zu bekommen.
Yippie, es hat geklappt und dann auch noch etwas billiger und früher. Somit haben wir mehr Zeit für den Grand Canyon. Pro Person haben wir jetzt 100 Dollar bezahlt, wobei 15 Dollar an die Navajo Nation geht. Kleiner Knackpunkt, wir mussten Cash bezahlen. Da ich gestern die Bank nackig gemacht habe, hatte ich die insgesamt 200 Dollar locker in der Tasche. Also kein Problem, dann muss ich heute gleich nochmal die Bank überfallen. Na die werden sich freuen.
Wir treffen beim Warten auf unserer Tour ein Pärchen aus Düsseldorf und Köln. Komische Mischung. Die beiden Städte sind sich ja spinnefeind. Aber ein tolles Paar. Sie waren leider in einer Tour vor uns. Vielleicht sehen wir sie im Bryce Canyon wieder.
Unser Guide heißt J.R. und ist ganz gechillt drauf. Mit seinem Tourikarren bringt er uns bis zum Eingang des Canyon. J.R. erzählt uns einiges zum Canyon und dann geht es hinein. Wooow, und wir sind gerade 3 Meter gegangen. Wir bleiben immer wieder mal stehen und J.R. erzählt wieder und er zeigt uns wo und wie wir die besten Bilder machen können. Es ist einfach Wahnsinn, was hier die Natur vollbringt. Ganz ohne künstliches Licht. Es ist der Wahnsinn. Immer wieder gibt es etwas neues zu entdecken. Vom Gesicht zum Dragon Eye oder zu Flügeln an der Wand. Ach, wir könnten noch weiter schwärmen und das werden wir wohl immer.
Die Tour ist leider zu Ende aber wir sind uns einig, dass das alles sein Geld wert war. Wenn wir was empfehlen in Page, gehören die Antelope Canyon definitiv dazu.
Wie versprochen machen wir danach die Bank nochmal ärmer und dann geht es zum Grand Canyon North Rim. Immerhin sind das jetzt 200 km bis dorthin. Wir fahren südlich des Vermillion Cliff NP vorbei und es reiht sich wieder ein Postkartenbild an das andere. Die Vermillion Cliffs sind so gewaltig das man es nicht im Bild festhalten kann. Das was man sieht, muss man sich um ein Vielfaches größer vorstellen. Manchmal werden die Autos im Vergleich zu den Bergen, verschwindend klein. Unser Naturflash nimmt einfach kein Ende. Die letzten 60 Kilometer gehen durch Kaibab National Forest und dann kommen wir zum Eingang des Grand Canyon NP. Viele Autos sind nicht unterwegs. Vielleicht liegt es daran das die Hauptsaison langsam zu Ende geht oder auch an der Sturzflutwarnung in diesem Gebiet. Am 29.8. sind, nach bisherigen Angaben, bei so einer Sturzflut zwei Menschen gestorben. Bei unserem Besuch hält sich das Wetter recht standhaft.
Am Eingang gibt es einen Self Pay Service. Wir haben aber unseren NP Pass und können durchfahren. Der Pass ist jetzt schon abbezahlt, alles andere bekommen wir so gesehen umsonst. Auf dem Weg durch den Park ist immer wieder das Ausmaß der Waldbrände zu sehen und auch wie sich die Natur wieder erholt, aber das wird noch einige Jahre dauern.
Der North Rim ist offen doch der Bright Angel Trail ist leider geschlossen. Daher haben wir nicht viele Möglichkeiten in den Canyon zu schauen. Man hat aber die Möglichkeit zu zwei Overlooks zu fahren, dem Point Imperial und dem Cape Royal. Wir entscheiden uns für den ersteren. Als wir losfahren wollen sagen uns zwei Deers liebevoll Good Bye. Dort angekommen werden unsere Augen verwöhnt. Es ist wieder gigantisch was wir zu sehen bekommen. Einfach unbeschreiblich.
Langsam zieht ein Gewitter auf und wir beschließen den Rückweg anzutreten. Als es beginnt zu regnen, sitzen wir schon im Auto. Unsere Scheibenwischer müssen zwischenzeitlich zeigen zu welchen Höchstleistungen sie bereit sind. Stellenweise hat es schon mächtig geregnet aber auch nicht lange, dennoch überschwemmt das Wasser manchmal die Straße auf der wir aus dem Park fahren. Das Wasser kann durch die Waldbrände nicht gehalten werden und sucht sich seinen Weg nach unten. Dabei nimmt es jede Menge Boden mit. Auf dem Weg treffen wir noch eine größere Herde Deers und zum Schluss machen wir die Bekanntschaft mit drei Grazien aus der Gegend. Sie stehen am Straßenrand und wundern sich sicherlich, was wir für welche sind. Mit Kühen hatten wir hier oben nicht gerechnet. Wir wünschten ihnen noch einen guten Tag und frisches Futter und fuhren weiter. Am Ausgang muss ich es dann aber wissen. Wie viel kostet der Eintritt denn nun wirklich, nachdem Donald Trump höhere Eintrittspreise verfügt hat. Normalerweise kostet der Eintritt pro Auto mit 4 Personen, 25 Dollar. Und jetzt tatsächlich ohne Pass, ganze 135 Dollar. Wow, wie geil das wir noch vor der Erhöhung unseren Pass für 80 Dollar gekauft haben.
Die 200 km zurück vergingen wie im Flug.
Wir besorgen uns in Page noch unser Abendessen und schauen beim Laundry vorbei. Ich wechsle einige Quarter und Dollar in der Hoffnung das ich meine Sammlung vervollständigen kann. Von 20 Quarter (25 Cent) ergattere ich 5 mir fehlende. Naja der Urlaub ist noch lang. Das wird noch besser.
Morgen geht es weiter über Zion NP zum Bryce Canyon NP. Wir freuen uns darauf.Read more
Überfahrt zum Bryce Canyon
September 2 in the United States ⋅ ☁️ 17 °C
Guten Morgen Page. Wir haben gut geschlafen, sind trotzdem wieder früh wach. Das macht aber nichts, denn so sind wir frühzeitig auf der Straße. Heute geht es zuerst Richtung Hurricane, dann durch den Zion NP bis nach Mount Carmel und dann weiter bis nach Bryce Canyon City. Aber erst einmal frühstücken.
Wir müssen uns ranhalten, denn eine bestimmte Menschengruppe ist ebenfalls früh auf den Beinen und fragt schon eine Stunde vorher wo es das Frühstück gibt. Der Frühstücksraum ist offen und genau diese Gruppe fällt ein wie Heuschrecken. Rein und mit leichter Körpergewalt wird sich Platz verschafft. Es kann denen gar nicht schnell genug gehen. Der Toaster springt gerade hoch und wenn es nach ihnen gehen würde sollte man sein Bagel schon beim Hochschießen aus dem Toaster angeln. Nun ich wäre nicht Steffen, wenn mich sowas kalt lässt. Mehr noch, ich mache dann aus der Toasterprozedur noch ein Kunstwerk mit Tanz auf der chinesischen Mauer. Oh, das ist mir doch ein Fest. So wie sie einfallen, sind sie auch wieder verschwunden, eben wie Heuschrecken.
Nun aber, Koffer zusammen packen und verstauen, rein ins Auto und los. Und gleich wieder Stopp. Der Glen Canyon Dam liegt direkt hinter Page. Ein schnelles Bild und wir sind on the road again.
218 km bis Hurricane mit kleinen Stopps bei Dollar General, Family Dollar und einem Laundromaten. Von beiden ersteren gefällt uns der Family Dollar besser.
Hurricane nennt sich selbst, the Gateway to the Parks. Bevor es jedoch in den Zion geht kommt hinter Hurricane noch Rockville, was dann ja wohl eher die Bezeichnung verdienen würde. Am Parkeingang wieder das gleiche Spiel. Kurz den Pass gezeigt und durch sind wir. Einen Parkplatz am Visitor Center zu finden ist dagegen schier unmöglich. Daher fahren wir weiter und finden einen schönen schattigen Platz mit einer grandiosen Aussicht. Ein kleiner Snack und dann geht es weiter. Das Panorama ist immer noch schön aber nicht so schön wie beim Einstieg in den Canyon. Die Fahrt durch den NP ist kurz und knackig. (Wir denken mal, das der NP in HotSprings nicht viel größer ist und das war der Kleinste bisher.)
Hinter Mount Carmel biegen wir kurz ab zu "The Belly of the Dragon". Ein kleiner Tunnel mit sehr vielen Einritzungen anderer Besucher, durch den bei starkem Regen das Wasser durchrauscht. Heute regnet es nicht, aber wir sehen wie hoch das Wasser des letzten Regens war und das war eine ganze Menge.
Die kleine Wanderung hat uns gut getan.
Wer in der Gegend ist und durch Orderville fährt wird an einer Felswand viele Nummern bemerken. Man kann sie einfach nicht nicht sehen. Es ist eine alte Schultradition der High School, welche direkt vor der Felswand liegt, dass jede Abschlussklasse des Jahrgangs sich dort verewigt.
Es ist nicht mehr weit bis Bryce Canyon City und das einchecken in Ruby's View Lodge geht auch flott. Kurz legen wir die Beine hoch und schauen was die Welt von uns will. Der Hunger treibt unsere müden Knochen dann aber doch in das kleine Örtchen. Viel gibt es hier nicht und daher fällt die Auswahl leicht. Im Cowboy Diner & Steak House essen wir vom Bufett für 28 Dollar pro Person. Es hört sich erstmal viel an, aber das Essen ist saulecker und wenn man will kann man sich hier ein 5 Gänge Menü kredenzen.
Puh, sind wir satt, aber ein Eis danach geht immer, natürlich im Preis inbegriffen.
Für heute ist Schluss und wir legen die Füße hoch.Read more
168 Meter
September 3 in the United States ⋅ ☀️ 16 °C
Endlich mal wieder etwas länger geschlafen, wobei uns die Deers in den Schlaf gebrüllt hatten. Scheinbar hatten sie sich in der Nähe lautstark unterhalten.
Der Morgen beginnt kühl, es sind 1 Grad Celsius um 7.00 Uhr morgens. Also wieder die dicken Sachen raus zumindest für den Morgen.
Das Frühstück ist normal wie sonst auch. Es ist alles da was man braucht. Jedoch muss man ein wenig Zeit aufbringen, da es doch viele Menschen zu verköstigen gibt. Wir sind gestärkt und können uns auf den Weg in den Bryce Canyon machen.
Die üblichen Bilder am Eingang des NP und dann sind wir auch schon drin. Bis zum Rainbow Point, dem Ende der Straße sind es knapp 18 Meilen. Auf dem Weg gehen immer wieder Zweige weg zu verschiedenen Aussichten in den Canyon. Wir entscheiden uns bis zum Ende zu fahren und den Park von hinten zu erkunden. Die Aussicht am Rainbow Point ist schon mal grandios. Wahnsinn, wie kleine Nadeln stehen die Felsen dicht nebeneinander. Wir erledigen noch eine kleine Aufgabe für zwei Freunde, sie sind demnächst auch hier. Dann fahren wir weiter zum nächsten Punkt.
Wieder eine neue Aussicht, am Ende können wir gar nicht sagen welcher Aussichtspunkt der schönste war. Vielleicht der am Inspiration Point oder der Anblick des Schildes "Sunrise Point" beim Aufstieg aus dem Canyon. Auf den Bildern kann man das alles gar nicht festhalten was einem hier von der Natur geboten wird.
Aber von Anfang: Wir kommen am Sunset Point an. Von hier wollen wir in den Navajo Loop Trail starten. Diesen Weg gehen die meisten, bis hinunter zum Canyongrund. Der Anfang ist steil und die Felswand fällt zu einer Seite recht steil ab. In solchen Fällen hält sich Sonni immer bei mir fest und läuft hinter mir. Nur nicht runter schauen. Und sagen wie eng es gerade wird,schon gar nicht.
Wir steigen immer tiefer hinab und die Felsnadeln erreichen Höhen welche für uns gigantisch sind. Die Serpentinen nach unten werden etwas besser und Sonni kann wieder ohne festhalten laufen.
Eigentlich ist der Navajo Loop Trail ein Rundweg, sagt der Name ja schon, doch die zweite Hälfte, wieder nach oben, ist geschlossen. Jetzt hat man zwei Möglichkeiten entweder die knapp 168 Höhenmeter auf einer Entfernung von einem Kilometer wieder zurück oder auf dem Queens Garden Trail zum Sunrise Point. Das sind dann 2,7 km mit 137 Höhenmetern. Wir nehmen die zweite längere aber scheinbar leichtere Variante.
Hier unten im Canyon ist es schön kühl und immer wieder verirrt sich der Wind hinein. Sofern nicht viele Menschen unterwegs sind ist es hier still. Nur die Bäume im Wind und die Tiere im Canyon lassen uns die Naturgeräusche erleben. Herrlich.
Es geht stetig aber recht leicht bergauf. Zwischendurch ruhen wir uns immer mal im Schatten aus und sammeln Sauerstoff. Immerhin bewegen wir uns bei knapp 2.500 bis 2.700 Meter über dem Meeresspiegel.
Die letzten Kurven werden dann ein klein wenig steiler aber sie sind gut tolerierbar.
Die USA und der Bryce Canyon sind klein. Wie kann es anders sein, dass wir kurz vor dem Sunrise Point und dem Ende unserer Wanderung, das Paar aus Düsseldorf /Köln wieder treffen, welches wir schon am Antelope Canyon getroffen haben. Sie starteten ihre Wanderung von diesem Punkt. Manchmal eine verrückte Welt.
Wir sind froh wieder oben zu sein. Jetzt nur noch ein kleines Stück zurück zum Sunset Point, denn dort steht ja unser Black Panther. Also unser Auto, welches wir jetzt so getauft haben.
Insgesamt waren wir 4 km auf unserer Wanderung unterwegs und haben dafür 2 Stunden gebraucht. Ich denke wir sind nicht schlecht.
Die Perspektiven von unten nach oben sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man sich dazu in der Lage fühlt. Anstrengend ist es auf jeden Fall, aber man wird auch immer wieder belohnt.
Für die Gemütlicheren unter unserer Leserschaft, ihr könnt auch mit Pferden in den Canyon reiten, so hat maximal das Pferd die größere Anstrengung.
Wir halten noch kurz am Fairyland Canyon außerhalb des Parks an und dann geht es zurück zur Unterkunft.
Mittlerweile sind es doch 22 Grad geworden.
Die Füße tun etwas weh und brauchen eine kurze Ruhepause. Wir haben für heute fast unser Tagesziel erreicht. Zum Sonnenuntergang wollen wir nochmal an den Sunset Point.
Das Abendbrot haben wir vor den Abendausflug gelegt und heute gibt es Pizza. Die 7'' sieht uns zu klein aus und wir entscheiden uns für die 14'' Pizza, jeder eine. Ein Fehler wie sich dann herausstellt. Auch wenn wir Hunger haben, diese Pizza schaffen wir nicht. Sonni schafft ein Drittel und ich schaffe knapp eine halbe. Aber sie sind lecker und wie ich finde sehr gut gemacht. Ein dickerer Boden, gute Sauce und toller Belag dazu viel Käse. Aber wie gesagt für uns zuviel und so lassen wir uns noch zwei Boxen geben. Ratet mal was es morgen zu essen gibt?
Der Sonnenuntergang am Paria View soll wohl der Top Tipp sein und .....naja geflasht hat es uns jetzt nicht gerade. Wir sind zwar noch zum Sunset Point, dem Klassiker, gefahren, aber da war die Sonne leider schon sehr weit gesunken.
Also, wer einen Sonnenuntergang erleben will, dann eine Stunde vor Untergang am Sunset Point.Read more

Traveler
Ich kann das sooo gut verstehen. Selbst wenn nur ein Laufseil an der Seite wäre würde man sich sicherer fühlen, aber so is es als würde es einen in die Tiefe ziehen wollen. Gute Idee mit dem festhalten am Rucksack
Über Land
September 4 in the United States ⋅ ☀️ 28 °C
Heute geht es nach Salt Lake City. Wir haben etwas länger geschlafen und sind erst gegen 9.30 Uhr auf die Straße gekommen . Eigentlich soll es eine ruhige Überlandfahrt werden.
Der erste Teil der Strecke ist kurvig und zieht sich durch Wald, aber bald wird dies wieder durch langgezogene Straßen und weite Ebene abgelöst. Ein paar mal müssen wir abbremsen, da hin und wieder Kühe am Straßenrand liegen oder sogar die Straße überqueren. Danach wird es wieder eintönig nur die Berge am Horizont geben ein anderes Bild. Nach 200 km sind wir in Salina. Dort halten wir kurz und besorgen neues Wasser bei Family Dollar. Nach einer kurzen Pause scheuchen wir Black Panther wieder auf den Asphalt.
Bald haben wir unseren Stopp bei Outlets at Traverse Mountain in Lehi erreicht. Vorortcharakter prägt diesen Ort. Und Patriotismus wird hier genauso groß geschrieben wie anderswo. Nicht nur das an der Straße Flaggen zu sehen sind, nein auch die Häuser sind oftmals mit Flaggen ausgestattet.
Wir erreichen das Outlet und hier ist man schon voll auf Halloween aus. Überall stehen Figuren und alles ist recht hübsch gestaltet. Da es draußen doch um die 30 Grad sind, müssen wir in die Geschäfte und es hat sich gelohnt. Wir machen tolle Deals bei Levi's, Converse und Puma. Puma musste sein, da Steffens, vor drei Jahren in New Orleans gekauften und stets getragenen, Schuhe nun doch ihren Geist aufgeben. Sie bleiben also hier in den USA, da wo sie auch hergekommen sind und neue gehen wieder mit zurück.
Bei diesen tollen Geschäften haben wir uns einen kleinen Snack und einen Shake bei Johnny Rockett verdient.
Die letzten 100 km bis Ogden sollten schnell gehen. Sonni hatte aber die Autobahn nicht aus dem Navi genommen und so wurden wir dahin gelotst und natürlich in einen langen Stau auf einer 5 spurigen Interstate. "Schnell" wieder runter. Wir planen unsere Strecken immer ohne Interstate und Mautstraßen. Vielleicht ist es ein wenig länger an Strecke und Zeit, aber das Fahren ist wesentlich entspannter und man sieht einfach mehr. Draußen auf einer County Route kann man auch schnell mal stehenbleiben, das geht auf der Interstate nicht. Wobei, einmal hatten wir heute die falsche Spur erwischt und mussten wenden und das mitten auf dem Highway. Schauen das keiner kommt und nach einem kurzen "Jetzt" von Steffen haben wir eine scharfe 180 Grad Kurve über 4 Spuren hingelegt.
Das letzte Teil unserer Strecke zieht sich dennoch und die Sonne will langsam ihren Dienst für heute einstellen.
Endlich angekommen im "Sleep Inn" in Ogden und wieder ein gutes Zimmer. Sonni geht noch ein bisschen auf den Crosstrainer hier im Fitnessraum. Nach der langen Fahrt braucht sie das, sagt sie.
Jetzt noch etwas essen. Pizza von gestern ist ja noch da und dann fallen wir auch ins Bett.Read more
Wellness für Haut, Augen und Magen
September 5 in the United States ⋅ 🌬 29 °C
Ein ganzer Tag in Salt Lake City, was soll man dann nur anfangen. Da ich Salt Lake City Downtown kenne, hatte ich es aus der Planung gelassen. Sonni konnte natürlich sagen, ob sie die Stadt dennoch sehen will. Und sie wollte.
Die Straßen zur City sind verhältnismäßig leer. Man sieht die Menschen beim Sport oder beim Bauen am Haus oder Garten. Auf der Straße sind diesen Samstag aber wenig. Gut so für uns, denn dadurch kommen wir schnell voran.
Die Stadtrundfahrt fand ich vor 12 Jahren klasse. Alles klar, dann machen wir doch die. Also rein in die Stadt und Nähe des Tempel Square einen Parkplatz gesucht. Viele Parkplätze laufen entweder mit Münzen, also genug bei der Hand haben, oder mit der ParkSLC App. Nur als Deutscher hast du bei Zweitem schlechte Karten, da sie für uns German People nicht verfügbar ist. Okay, wir wollen das Auto für knapp 90 Minuten hier stehen lassen. Immerhin haben wir schon 5,70 Dollar in den Futterautomaten gesteckt. Wir sind nur eine Straße entfernt und finden einen besseren Platz gegenüber dem Washington Square. Wir haben Glück, denn es ist ein Parkplatz für Studenten der Uni. Da heute aber Samstag ist und die Uni geschlossen, ist der Parkplatz für die Öffentlichkeit zugänglich. Das bezahlen funktioniert problemlos online. Eigentlich ganz simpel und selbsterklärend. Jetzt haben wir Zeit und müssen nicht hetzen. Also ab zum Visitor Center. Ich erinnere mich, dass wir damals hier die Tickets gekauft hatten und ja die Hop On Hop Off Touren gibt es immer noch. Doch jetzt geschieht das alles online und, jetzt kommt's............ das Ganze soll 59 Dollar für ein Tagesticket für eine Person kosten. Diese Preise empfinden wir überzogen und nicht fair. Dann also nicht und wir gehen zu Fuß weiter zum Temple Square. Hier im Heiligtum der Mormonen ist alles sauber. Ein Modell zeigt die gesamte Anlage und was sich darin befindet. Das ist schon überwältigend, auch die Toiletten sind in einem 1a Zustand. Sehr interessant sind die verschiedenen Tempel der Mormonen. Hat einer gewusst, dass es in Deutschland auch drei Tempel gibt? Nein? Wir auch nicht. Sie stehen in Hamburg, Frankfurt/M und in Freiberg. Des Weiteren noch überall auf der Welt.
Wir schlendern um den Tempel bis zum Gebäude welches den Mormon Tabernacle Choir beheimatet. Um 12 Uhr sollen hier einige Stücke an der Orgel gespielt werden. Aus welchen Gründen auch immer, das haben wir nicht verstanden, findet es erst zu einem späteren Zeitpunkt statt. Okay, dann eben weiter. Aber eigentlich ist hier auch Schluss alles was offen war und was man sich anschauen konnte haben wir gemacht. Zumindest das was kostenfrei ist. Die Tempeltour haben wir uns gekniffen.
Weiter geht es Richtung Capitol. Dabei kommen wir am Eagle Gate vorbei. Dies soll wohl der Eingang zur Heimstätte von Brigham Young, dem Begründer der Mormonen in Salt Lake City, sein. Wir sehen von hier aus das Capitol, davor wird es fast immer von der Kirche der Mormonen verdeckt. Der letzte Teil zum Capitol geht bergauf. Wir haben mittlerweile 30 Grad und 10.000 Schritte hinter uns, daher nehmen wir diesen Kraftakt nicht auf uns sondern schlendern durch die Stadt zurück zum Auto. Mit dem kommen wir dann auf dem Weg nach Antelope Island am Capitol vorbei. Vorbild für dieses Capitol des Staates Utah, war das Capitol in Washington. Dieses hier ist nur etwas kleiner.
Es geht zum Antelope Island State Park. Der Eintritt hier kostet 15 Dollar. Eine ewig lange Straße, ich glaube um die 11 Meilen, führt durch den Salt Lake hinüber. Gleich hinter der ersten Kurve sehen wir sie, eine kleine Herde Bisons, ungefähr 15 Stück. Sie liegen im Gras, nur wenige stehen, und genießen sicher ihre Siesta. In diesem Urlaub wurden sie uns schon oft angekündigt via Verkehrsschild. Diese waren die ersten leibhaftigen. Wunderschön.
Wir fahren weiter zum Beach Access. Hier gibt es Duschen, Toiletten und Picknickplätze. Genau richtig für uns, denn wir wollen in den See. Also raus aus den Straßensachen und rein in Badehose und Bikini. Wer hier baden gehen möchte sollte die Badeschuhe nicht vergessen, denn der Sand ist heiss. Wir haben natürlich daran gedacht.
Ein Stück weit entfernt ist der See zu erspähen. Sonni meinte, dass es bestimmt noch ein Kilometer bis dorthin ist und ich muss ihr recht geben. Es ist ein langer Weg bis man das Wasser erreicht. Jetzt im Sommer ist viel von dem Wasser des Frühjahrs verdunstet. Aber wir schaffen es, uns durch den feinen Sand bis zur Wassergrenze zu kämpfen.
Der See ist angenehm kühl und erfrischt. Aber Mund zu wenn man sich hinlegte, denn immerhin hat er 28 % Salzgehalt. Sobald man hineingeht und der modrige Boden aufgewirbelt wird riecht es etwas unangenehm aber daran gewöhnt man sich.
Ich bin schon bis zu den Knien im Wasser und tiefer wird es, glaub ich, nicht. Der modrige Boden lässt mich nicht los und die Erdanziehung bewältigt den Rest. Ich bin drin und Sonni lacht sich kaputt. Naja, aber es ist erfrischend. Beine und Arme hoch und man treibt im seichten Wasser, umgeben von abermillionen kleinen Krebsen, den einzigen Tierchen hier im See. Sonni ist nun auch im Wasser und kommt rübergepaddelt. Beim Paddeln Schubbern wir beide immer über den modrigen Boden und schaufeln so eine Menge Schlamm in unsere Hosen. Manche mögen es ja Heilschlamm nennen, für uns ist es einfach übelriechender Schlamm. Unser Bad ist beendet und wir treten den beschwerlichen Weg zurück an. Bei den Duschen angekommen, spannt die Haut an den Gelenken und der ganze Körper ist mit Salzkristallen übersät. Wer zuviel abgestorbene Hautschuppen hat sieht vielleicht genauso aus wie wir gerade.
Glücklicherweise gibt es ja Duschen. Man hat hier Einzelduschen, diese funktionieren jedoch nur mit Münzen oder eben die kostenlose Gemeinschaftsdusche im Freien. Wir sind der Meinung, dass wir uns gut abgeduscht haben aber wir finden immer noch Kristalle an unseren Körpern bis wir zurück im Zimmer sind.
Hätte uns auf Antelope Island ein Grizzly gefressen, den es da aber nicht gibt, dann hätte er eine gut gewürzte Mahlzeit gehabt.
Auf der Insel gibt es eine große Herde Bisons, daher konnten die 15 am Anfang nicht alles gewesen sein. Wir nehmen den Weg zur Südspitze der Insel und nach nur wenigen Kilometern erspähen wir eine weitere kleine Herde aus der Ferne. Je näher wir kommen, desto mehr Bisons erblicken wir. Wir können sie nicht zählen. Überwältigend der Anblick dieser gemächlichen Tiere. Einige stehen Nähe der Straße und so bilden sich Autonester. Man kann genau beobachten wie sich die Bisonkühe aufstellen und ihre Kälber in die Mitte nehmen . Ein herrlicher Anblick und man könnte ewig stehenbleiben. Wir fahren noch weiter bis zur Historic Ranch und sehen immer wieder noch ein paar kleinere Herden. An der Historic Ranch kehren wir wieder um. Bei der großen Herde haben sich neue Nester gebildet und auch wir bleiben nochmal stehen.
Dann geht es aber zurück zum Motel.
Wir haben Hunger. Neben dem Motel gibt es ein kleines Restaurant, ein Familiengeführtes und wir versprechen uns schmackhafte Hausmannskost. Ramblin Roads heißt es und es ist geräumig. Von innen recht nett und sauber. Das Interieur ist nicht zu üppig, rustikal und einladend. Die Bedienung ist nett und freundlich und sie kümmern sich auch schnell um ihre Gäste, ohne aufdringlich zu sein. Unser Essen kommt und es sieht verdammt lecker aus, dazu schmeckt es auch verdammt lecker. Das ist es was wir wollen, kein gehobenes Restaurant wo man nicht satt wird. Hier wird man satt. Und das Beste, das alles zu einem absolut fairen Preis. Man merkt, dass die Mitarbeiter ihren Job hier gerne machen. Eine Bedienung kommt immer wieder einmal laut singend durch den Raum gelaufen und zwischendurch werden dann auch mal kleine Witze mit den Gästen gemacht. Ein klein bisschen Erlebnisgastronomie.
Mit vollem Bauch nun endlich unter die Dusche und das restliche Salz abgewaschen und dann ist auch dieser Tag vorbei.Read more

Die Bisons scheinen sich gut vermehrt zu haben. Super nachdem die Einwanderer sie fast ausgerottet haben. Wunderschöne Tiere . [Sylvia]

Besser als jeder Reiseführer!! Leben die Mormonen immer noch polygam eigentlich? [Jutta]
Fahren und Wandern
September 6 in the United States ⋅ ☀️ 24 °C
Auf unserem Weg zum Yellowstone NP wollen wir heute nur ein wenig näher heran kommen, da sonst der Weg für einen Tag zu lang wäre.
Es geht also nach dem Frühstück, heute wieder recht spät, raus auf die Straße mit erstem geplanten Stopp in Afton/Wyoming.
Wir fahren wieder durch die Vororte von Salt Lake City und dann auch gleich in einen Canyon. Die Luft ist angenehm und die kurvenreiche Strecke zieht sich durch viel Wald. Einige Kilometer weiter geht es bergauf raus aus dem Canyon und aus dem Wald in den Berg. Bäume stehen hier immer noch aber sie werden weniger. Einige Stellen des Berges werden wieder von jeder Menge Birken bewachsen. Leider gibt es hier oben keine Stelle für ein schönes Panoramafoto. Motorräder kommen uns entgegen. Ich kann mir hier gut eine Tour vorstellen, kurvig aber nicht sehr anspruchsvoll.
Es geht wieder den Berg hinab und wir kommen in ein Gebiet welches wir schon gesehen haben. Weite Weiden bestückt mit einigen Bergen. Die Rinderzucht nimmt wieder zu. Dazu kommen dann auch wieder Pferde und Schafe. Wir machen einen kurzen Stopp an der Tankstelle von Randolph. Ein wirklich kleiner, aber hübscher Ort.
Wir verlassen Utah und sind in Wyoming. Kurz darauf sind wir in Idaho, aber dann doch wieder in Wyoming, lustig. Jetzt bleiben wir aber in Wyoming. Stellenweise sehen wir kilometerlang kein Auto und überholt werden wir auch nicht. Ach so, Siedlungen sehen wir auch keine. Zwischendrin versteckt vielleicht mal ein Haus aber das war es auch. So etwas kennen wir von Island. Dort sind es die wenigen Einwohner und hier einfach das weite Land. Wer die Serie "Yellowstone" und seine Ableger schon einmal gesehen hat: Ja, so sieht es hier teilweise aus.
Wir erreichen Afton. Warum eigentlich Afton? Nun in Afton steht der weltgrößte Elkhorn Arch. Dieser Bogen steht in der Mitte der Stadt direkt auf oder sollte man besser sagen über der Main Street. Ein oder zwei Fotos müssen sein. Heute ist Sonntag und die Geschäfte haben Pause. Eine Bar, ein-zwei Essensläden und die Tankstelle haben geöffnet. Aber auch sonst sieht die Stadt eher trostlos aus. Viele Geschäfte sind geräumt und warten auf einen neuen Glücksritter. Schade darum. Vor 12 Jahren war es in meiner Erinnerung noch anders.
Zum Zweiten gibt es in Afton den Intermittent Spring oder auch Periodic Spring genannt.
Ein Fluss der sich aus einem Berg ergießt und zu regelmäßigen Zeiten stärker und schwächer ist. Ein kleines Schild steht an der Straße, welches man aber leicht übersehen kann. Man muss in die E 2nd Ave einbiegen und dann immer der Straße folgen. Zuerst ist sie asphaltiert und führt aus der Stadt in den Wald. Später wird es ein Schotterweg der immer tiefer in den Wald führt, entlang des Flusses eingesäumt von Bergen. Irgendwann sehen wir ein Auto am Wegesrand stehen und dann kommt uns auch eins entgegen. Also ganz so falsch kann es nicht sein. Nach knapp 7 Meilen in der Wildnis erreichen wir einen Parkplatz mit einer Indianertoilette (Wer unsere Berichte liest, weiß was damit gemeint ist). Hier lassen wir das Auto stehen und es folgt ein Fußweg von knapp 20 Minuten, immer wieder bergauf am Fluss entlang.
Wir sind am Periodic Spring angekommen, nur noch eine kleine Brücke überqueren. Man kann bis zu dem Loch im Berg laufen, aus dem das Wasser kommt, was wir aber nicht machen. Vor 12 Jahren war hier alles frei, heute ist ein Teil zugewachsen. Wir suchen uns einen schönen Platz an einem kleinen Wasserfall. Wenige Minuten später sehen wir das jetzt mehr Wasser den Berg hinunter fließt. Vorher hat man nichts gesehen, wobei Wasser immer fließt und dann wird der Fluss weiß. Erst oben ein kleines Stück und dann mehr und mehr. Es dauert ein wenig bis das Wasser bei uns ankommt. Der Kleine Wasserfall schwillt an und es wird laut durch das viele Wasser was jetzt hinunter strömt. Nach einer Weile versiegt die weiße Gischt wieder von oben und es dauert zwischen 12 und 18 Minuten bis dieses Spiel wieder von vorne beginnt.
Fazit dessen, es war schön nicht nur im Auto zu sitzen, sondern sich zu bewegen. Das Spiel des Flusses anzuschauen, war auch schön. Es ist aber kein Abstecher der auf jeder Wyomingreise sein muss.
Damals war es noch so etwas wie ein kleiner Geheimtipp. Heute ist es ein Ausflugsziel für einige Menschen. In unserer Zeit am Fluss kommen und gehen die Menschen. Und auch auf unserer Rückfahrt, nachdem Sonni ein halbes Stück Carrot Cake vom Ramblin Roads, gegessen hat, ist reges Treiben auf der engen Schotterpiste.
Ein paar letzte Kilometer und wir sind in Alpine. Wir müssen das Flying Saddle Resort ein wenig suchen. Meine Erinnerung ist doch nicht mehr so gut, aber dann haben wir es gefunden. Das einchecken geht schnell und wir sind froh die Beine ein wenig ausruhen zu lassen.
Eigentlich wollten wir noch nach Jackson Hole fahren, aber hatten dann doch nicht mehr die Lust dazu. Hätte uns jemand hingefahren und wieder zurück gebracht , dann vielleicht schon. Wir haben uns daher entschlossen hier zu bleiben und uns unsere Abendessen bei Bourmlin's, dem Einkaufsmarkt in Alpine, gejagt. Ein wirklich feiner netter Laden in dem man so gut wie alles bekommt. Von der Bärenglocke bis zur Flasche Whisky. Unser Abendessen hat uns sehr lecker geschmeckt und es war wieder reichlich, so dass wir morgen noch davon zehren können.
Morgen erwartet uns der Yellowstone NP und wir freuen uns auf die 3,5 Tage im Park.Read more
Durch die Nationalparks
September 7 in the United States ⋅ ☀️ 9 °C
Wir haben sehr gut geschlafen und jetzt hetzen wir auch nicht. Das Frühstück im Flying Saddle Resort ist okay. Alles ist da, was wir brauchen.
Jetzt heißt es aber Sachen packen und weiter zum Grand Teton NP und zum Yellowstone NP.
Unser Navi will nicht so wie wir es wollen oder ich habe einen Eingabefehler verursacht. Im Zweifel liegt es immer am Bediener. In diesem Falle bin ich es gewesen. Über einen Umweg kommen wir dennoch in Jackson Hole an und sind dann wieder auf der richtigen Straße.
Jackson Hole gefällt uns eher nicht so. Die Stadt mag schön anzusehen sein aber es ist voll. Menschen wo man hinschaut. Es ist Labor Day und das erschwert alles noch ein wenig, da auch die Einheimischen auf den Beinen sind . Ansonsten ist Jackson Hole voll auf den Tourismus ausgelegt und verdammt teuer.
Einige Kilometer weiter fahren wir auch schon in den Grand Teton NP ein. Das Bergmassiv ist grandios anzuschauen. Hoch oben in den Bergen gibt es einzelne kleinere Gletscher. Die Straßen sind aufgrund des Feiertages etwas voll.
Vielmehr spektakuläre Dinge können wir nicht erblicken...bis auf die Natur natürlich, die auch hier wieder überwältigend ist.
Eigentlich waren wir noch nicht aus dem NP raus da kommt auch schon der Eingang zum Yellowstone. Unser letzter NP und wieder funktioniert alles reibungslos. Unsere Fahrt ist kurvenreich und führt durch viel Wald und später dann durch die Ebene. Heute wollen wir nur durchfahren, sammeln ein paar Appetizer und ab morgen fahren wir die Punkte ab, welche für uns sehenswert sind. So nehmen wir die östliche Route Richtung Nordost Ausgang. Buffalos haben wir heute natürlich auch schon gesehen. Mal ganz nah, friedlich grasend und dann in Herden einige mehrere Meter entfernt. Sobald hier irgendein großes Tier gesichtet wir, gibt es mindestens einen der auf der Straße anhält und schon hat man wieder ein Autonest. Auch wenn das Tier noch soweit entfernt ist und man es nur mit dem Fernglas genau erspähen kann. Unser Weg führt uns zum Schluss durch das Lamar Valley bis zum Ausgang.
Wir müssen noch bis Cooke City, eine kleine Stadt einige Kilometer außerhalb des Parks. Sie sieht aus wie eine kleine Westernstadt mit Hotels und Saloons. Was man aber vergebens sucht ist ein Lebensmittelgeschäft. Glücklicherweise haben wir noch Reserven für heute Abend aber für das Frühstück brauchen wir noch eine Kleinigkeit. Das bekommen wir in einem General Store und das zu mächtig teuren Preisen. Aber viel brauchen wir nicht.
Unsere Blockhütte in der Big Bear Lodge liegt 3 Meilen außerhalb der "Stadt". Hier mitten im Wald gibt es wirklich nur zwei Häuser und die Unterkünfte der Gäste. Die Tür zum Office bekomme ich erst gar nicht auf, bis ich durchs Fenster im Inneren ein Schild lese, dass man fest drücken muss, damit sie aufgeht. Schon stehe ich im Office. Ein Geruch von Hundefutter fährt mir in die Nase und ein Wohlbehagen kommt in mir nicht auf. Es dauert eine Weile, bis endlich jemand kommt. Der Check In ist schnell und komplikationslos. Wir haben die Blockhütte Nummer 2, ein Stück von der Straße weg. Es ist wirklich einfach, aber es ist warm und wir werden nicht nass. Wir kommen klar, obwohl mich selbst diese Buchung jetzt etwas ärgert. Aber so ist es eben....wir sehen es abenteuerlich. Naja, wenigstens haben sie hier WLAN, sagt jedenfalls das Schild. Wie sich später herausstellt, funktioniert es halbwegs gut an der Straße. Ihr erinnert euch, wir haben die Blockhütte etwas weg von der Straße. Daher kommt das Signal dort nur spärlich bis gar nicht an.
Wie verwöhnt wir in unserer heutigen Zeit sind. Nun es ist wie es ist. Wenn morgen der Grizzly zum Kaffee vorbeikommt hat sich die Entbehrung gelohnt. Morgen ist ein neuer Tag.Read more
Yellowstone, lange Wege zu Fuss und Auto Teil 1
September 8 in the United States ⋅ 🌬 10 °C
Es ist 4.18 Uhr und ich kann nicht mehr schlafen. Bevor ich mich im Bett hin und her wälze, stehe ich lieber auf, damit Sonni noch schlafen kann.
AirBnB ist so eine Sache für sich. Wir haben es in diesem Urlaub ausprobiert, aufgrund der ziemlich hohen Preise welche in dieser Gegend für eine Unterkunft verlangt werden. Schon die letzte Unterkunft war eine kurzfristige Änderung (sie war dann in Alpine). Die Gastgeberin hatte aus familiären Gründen darum gebeten, dass wir stornieren. Wenn sie es storniert, müsste sie Geld zahlen. Okay, das war im Rahmen des Machbaren. Wir hatten wiederum über AirBnB diese Unterkunft hier am Yellowstone gebucht.
Bei solchen Angeboten muss man wissen, dass es keine Maßstäbe gibt. Der oder die Gastgeberin setzt selbst den Maßstab und das nach seinen oder ihren Vorstellungen. Das kann manchmal gut und manchmal schlecht sein. Für uns war es diesmal mittelmäßig.
Die Terrasse ist nicht gepflegt und birgt Stolperfallen, die Matratze ist zu weich auf einem mobilen Bettgestell. Das Bad gleicht einem Tinyhousebad, auf dessen Fußboden es offenbar irgendwann einmal gebrannt hatte. Das Internet funktioniert nur wenn man 30 Meter bis vor an die Straße läuft... und dann auch nicht stabil und schnell schon gar nicht. Aaaber, es ist alles sauber. Kein Staub oder Spinnweben.
Einen Kaffee kann ich mir nicht machen, sonst wacht Sonni auf und vor der Tür sitzen ist auch nicht gerade ratsam, denn wartet eventuell der Grizzly.
Es wird zwar ein Frühstück angeboten, aber nach reiflicher Überlegung werden wir davon Abstand nehmen. Der Frühstücksraum sieht schon ein wenig spooky aus. Alles andere wollen wir uns nicht vorstellen.
Ich denke AirBnB sollte eine Win-Win Möglichkeit sein. Das ist es hier nicht, finden wir.
Wer eine Abenteuernacht sucht, der ist sicher hier in der Big Bear Lodge richtig. Für meinen Geschmack und ich denke ich kann da auch für Sonni sprechen, ist es nichts. Und auch AirBnB werde ich nicht mehr in meine Planungen aufnehmen. Dann nehme ich lieber eine längere Fahrstrecke oder einen höheren Preis in Kauf, habe dann aber einen Maßstab mit dem ich rechnen kann.
Wir fahren nach Cooke City zum Frühstück und finden auch etwas. Diesmal ganz amerikanisch, mit Bacon, Ham, Ei, Toast, Hashbrownies und Jam. Jetzt sind wir gestärkt und können los. Inzwischen ist unser Auto vollgetankt, für satte 4,99 Dollar pro Gallone und aufgetaut. Immerhin hatten wir -2 Grad in der Nacht.
Wir fahren die östliche Route über den Tower Fall, Lower und Upper Falls bis nach Canyon Village. Dann weiter zum Mud Volcano. Es riecht, es blubbert und es dampft. Herrlich, nur Sonni muss zwischendurch die Luft anhalten. Dasselbe Spiel dann im Süden beim West Thumb Geyser Basin. Auf dem Weg haben wir noch Gabelböcke gesehen, die ersten im Urlaub und die ersten heute.
Weiter geht es zum Old Faithful. Wir kommen an und er liegt da und schnauft vor sich hin. Wir wissen nicht genau wann er das Letze Mal eruptierte, also heißt es warten. Dann knapp 50 Minuten später lässt er immer wieder Wasser aufsteigen und beruhigt sich wenig später wieder, bis er dann doch anfängt all seine heißes Wasser auszuspeihen. Ein herrliches Naturschauspiel. Es ist schon spät geworden und wir schaffen leider nicht mehr das gesamte Areal, aber wir sehen noch einige andere Geysire, wie sie ihr Wasser an die Oberfläche befördern. Wahnsinn.
Wir besorgen uns einen Abendsnack im Old Faithful Inn und machen uns auf den Heimweg. Wir kommen morgen noch einmal wieder hierher und schauen uns den Rest an. Der Yellowstone braucht und verlangt seine Zeit.
Wir fahren auf der Westroute bis Norris und wechseln dann rüber zur Ostseite. Diesen Weg kennen wir schon. Vorbei an den Wasserfällen hoch zum Mt. Washburn und an ihm wieder runter zum Lamar Valley. Auf dem Weg sehen wir noch zwei junge Elkhirsche und natürlich den ganzen Weg immer wieder Bisons auf ihren Weideflächen.
Kurz vor dem Lamar Valley bei Sonnenuntergang sehen wir die große Herde vom Lamar Valley. Sie wechseln gerade zu ihrem Schlafplatz. Nach und nach wechseln einzelne und mehrere Tiere über die Straße. Was für ein grandioser Anblick. Sie sind uns so nah, das man sie berühren könnte, was wir aber nicht machen und was auch keiner machen sollte. Manche Kühe zügeln ihre herumtollenden Kälber, Jungbullen grunzen sich an und manchmal wird die Herde kurzzeitig schnell. Alle, die dies hier noch erleben dürfen, sind vernünftig und lassen die Tiere gewähren. Dafür schenken sie (die Tiere) uns tolle Posen für Bilder und Videoaufnahmen. Zwischendrin verirrt sich noch ein Coyote in der Herde, aber auch er darf gewähren. Die Herde ist gewaltig, keine Ahnung wie viele Tiere es waren, unzählige.
Hier und da sehen wir noch vereinzelte kleine Herden und es wird immer dunkler. Im Scheinwerfer unseres Wagens verirrt sich noch ein Fuchs und auch Gabelböcke sehen wir vorher noch einmal. Das Ende bildet ein großer einzelner Bulle am Ende des Lamar Valleys, welchen wir schemenhaft im Scheinwerferkegel erblicken. Ein gewaltiges Tier.
Wir spülen noch die letzten Kilometer ab und sind froh wieder in unserer Blockhütte zu sein.
Ein anstrengender Tag geht zu Ende mit vielen tollen Erlebnissen und morgen geht es weiter.Read more
Yellowstone, lange Wege zu Fuss und Auto Teil 2
September 9 in the United States ⋅ 🌬 16 °C
Wir haben heute prächtig geschlafen und sind top ausgeruht. Zum Frühstück gibt es unsere Reserven aus 🍞, Frischkäse, Marmelade, Banane, Weintrauben und Kaffee. Dann kann es auch auf den zweiten Teil unserer Yellowstone Exkursion gehen.
Wir bleiben erstmal auf dem nördlichen Teil bis nach Mammoth Hot Springs. Ich muss sicher nicht erwähnen, dass es immer wieder hoch und runter geht, über weite Graslandschaft und durch Wälder. Der morgendliche Tau glitzert noch an den Pflanzen.
Ein großer Bisonbulle kommt uns auf der anderen Fahrbahn entgegen und es scheint so als würde er die Autokarawane hinter sich anführen. Ihn stört es nicht und er stapft gemächlich vor sich hin. Wenn das nicht die beste Begrüßung am Morgen für uns ist.
In Mammoth Hot Springs ist es voll. Durch den Nordeingang strömen viele Besucher in den Park und legen in der Stadt erstmal eine Pipipause ein. Wir wechseln kurz die Fahrerrolle und dann geht es weiter bis dorthin, wo wir gestern aufgehört haben.
Wir kommen am Midway Geyser Basin an und es ist voll. Der Parkplatz ist überfüllt, daher stehen die Autos schon meterweit links und rechts an der Straße. Wir versuchen dennoch unser Glück auf dem Parkplatz. Nach einigen Minuten haben wir Glück. Warten lohnt sich also doch. Hätten wir an der Straße einen Parkplatz genommen, hätten wir vielleicht 1 km zum Parkplatz laufen müssen. Nee nee, ohne uns.
Zum Grand Prismatic führt, wie so oft, ein Holzweg hinauf. Die Farben die man dann sieht sind einfach grandios. Ein herrlicher Anblick.
Es geht weiter zum Lower Geysir Basin. Auch hier wieder ein Holzweg der sich durch die Area schlängelt und wieder zischt, pufft und blubbert es überall. Manch ein Geysir muss sich ständig Luft machen und lässt das Wasser ununterbrochen aus sich raus.
Eigentlich wollten wir vorher noch den Firehole Lake Drive fahren damit wir den Great Fountain Geyser sehen, aber leider war die Straße gesperrt.
In Madison biegen wir nach Norris ab und machen einen kurzen Stopp an den Gibbon Falls. Interessanter ist jedoch der Beryl Spring. Er liegt direkt an der Straße und einen Parkplatz gibt es nur ein paar Meter weiter. Mit wildem Getöse gibt er heißen Dampf ab.
Wir halten noch einmal an den Artists Paintpots. Ein 800 Meter langer Wanderweg führt dorthin und um das Gelände. Wer schon andere Basins gesehen hat der kann auch hier getrost vorbeifahren.
Wir mach uns auf zu unserem letzten Stopp bevor es wieder nach Cooke City geht, Mammoth Hot Springs. Interessant sind hier die Mammoth Hot Springs Terraces, wobei der untere Teil der Terrassen sehenswert ist. Was die Mineralien im Wasser in zigtausenden Jahren hier erschaffen haben ist einfach nur erstaunlich und wunderschön. Bis hoch auf die Terassen laufen wie aber nicht, wir sind heute schon wieder viel gelaufen.
In der Stadt erhasche ich dann doch noch ein Shirt zu einem angenehmen Preis. Meist kostet ein normales Shirt um die 25 Dollar bis sogar 39 Dollar und ich habe eins bekomme für 15 Dollar, dazu noch einen Pin und ich bin glücklich.
Zum Abendessen kann man sich ruhig im Terrace Grill niederlassen. Klar, es ist kein normales Restaurant eher mehr auf Fastfood ausgelegt. Der Burger und die Chicken Tenders schmecken Klasse, das zu einem annehmbaren Preis. Beim Essen rennen ein paar Jungtiere der Elkherde vorbei und weitere folgen als wir nach draußen treten. Kurz danach kommt der Chef, stolziert mit seinem mächtigen Geweih über die Straße und legt den Verkehr kurz lahm. Man hatte den Eindruck, dass es zwischen den Jungtieren und ihm eine kurze Verständigung gab und zack kamen die Jungtiere wieder zurück zur Herde. Okay, der Chef hatte wieder alle zur Ordnung gerufen und zusammen geholt. Ein wirklich schönes Schauspiel.
Für uns tritt der Heimweg an, ein letztes Mal durch das Lamar Valley. Die Bisonherde ist noch weit verstreut auf dem weiten Grasland. Am Straßenrand finden sich immer noch Menschen ein oder sitzen schon den ganzen Tag, um die Herde durch ihre Ferngläser und Okulare zu beobachten. Wir genießen noch mal diesen Ausblick und fahren aus dem Lamar Valley hinaus. Doch halt, es fehlt noch etwas. Unser großer Freund muss uns doch verabschieden. Hinter dem Lamar Valley haben wir immer einen großen Bisonbullen getroffen. Egal ob hell oder doch schon dunkel, er war immer da. Und ja, da ist er. Er steht mitten auf der Straße und lässt sich nicht stressen. Mal auf unserer Fahrspur und dann wieder auf der anderen. Tschüß, großer Freund, wir behalten dich in Erinnerung.
Kleiner Nachtrag: Die Big Bear Lodge ist etwas für eine Nacht oder eben für Abenteurer. Minimalisten freuen sich hier sicherlich. Da man sowieso den ganzen Tag unterwegs ist und man die Unterkunft nur zum schlafen braucht, ist es ganz okay.Read more
Cowboys und Indianer
September 10 in the United States ⋅ ☀️ 11 °C
Und wieder eine gute Nacht in der Big Bear Lodge. Wir haben uns also sehr gut damit arrangiert. Frühstück machen wir uns trotzdem selbst. Wir sind uns jetzt sicher, dass es in der Hütte Nummer 2 eine Maus gibt. Gestern Abend haben wir sie laufen sehen und heute morgen war ein Kaffeepäckchen angebissen. Dann hoffen wir mal, dass sie nicht in unseren Koffern mitreist.
Jetzt, früh am Morgen ist es hier still, man hört nur die Tiere aus dem 30 Meter entfernten Wald. Irgendwo sitzt wahrscheinlich ein Squirrel im Baum und lässt nach und nach Zapfen nach unten fallen. Zur Zeit haben wir hier in Cooke City 2 Grad Celsius und in unserer nächsten Stadt sind es jetzt schon 20 Grad. Was für ein Unterschied und wir sind gerade einmal knapp 100 Meilen entfernt.
Also, wieder raus auf die Straße Richtung Cody/Wyoming. Wir fahren durch den Shoshone National Forest und es ist malerisch schön. Weite, Berge, Wälder und Grasflächen mit Seen wechseln sich ab. Keine Bisons mehr am Straßenrand, sondern Kühe und davon viele auf einer Open Range. Am Ende folgt ein waschechter Cowboy, der die Herde antreibt. Wo sieht man sowas noch, wenn nicht in Montana. Mittlerweile haben wir vom Beartooth Hgwy auf den Chief Joseph Scenic Byway gewechselt. Wir fahren durch das Gebiet der Nez Perce Kriege. Es ist wirklich wieder atemberaubend und sehr windig.
Die letzen 16 Kilometer gehen flott von der Hand bis wir in Cody einfahren. Diese 120 Kilometer waren zwar nur eine kurze Strecke aber landschaftlich sehr beeindruckend und wunderschön wie manch andere 300 Kilometer Strecke nicht. Wir können diesen Teil nur empfehlen, für eine Autotour oder auch als Motorradtour.
Cody ist wirklich eine schöne, nette Kleinstadt. Man bekommt hier auch Andenken an den Yellowstone NP für weitaus weniger Geld als im NP selbst. Also wer in der Hinsicht was braucht sollte bis hierhin warten.
Wir laufen durch die Main Street, am Irma Hotel vorbei. Dort findet heute um 18 Uhr das Shootout statt. Wir freuen uns schon darauf. Für einen Westernfan gibt es hier alles von den Sporen bis hin zu Chaps, einfach alles. Die Countryhemden sind hier um einiges günstiger als in Denver. Wir genießen bei 30 Grad ein handgemachtes Eis und trinken einen Latte im Rawhide Coffee. Eine schöne Kaffeestube. Schaut einfach mal rein, wenn ihr hier seid.
Unser Motel ist das Sunrise Motor Inn. Ein typisch amerikanisches Motel unter scheinbar indischer Führung. Das Zimmer entspricht dem Standard, aber das Bad ist wirklich groß. Wir sind bisher zufrieden.
Der Weg vom Motel bis zum Irma Hotel ist nicht weit. Einen guten Platz bekommen wir auch noch. Wer also früh da ist, muss sich keinen Platz für 4 Dollar kaufen. In der Bar noch zwei Bier geholt und dann kann die Show losgehen. Wir beobachten die Actors bei ihren Vorbereitungen und dann geht's auch los. Natürlich erstmal mit Flaggen, Hymne und allem was dazu gehört. Butch Cassidy, Sundance Kid, Doc Holiday, Wild Bill Hickock und andere spielen eine Rolle und natürlich, wie soll es anders sein gibt es am Ende den Shootout in dem die Bösen verlieren. Recht unterhaltsam und ein Muss wenn man in Cody ist. Übrigens ist der Shootout kostenlos und findet bis September statt.
Wir gehen noch essen im Proud Cut Saloon. Die Bedienung ist nett aber unsere Bestellung ist scheinbar zwischendurch verloren gegangen, da Gäste, die später kamen, längst ihr Bestellungen bekamen. Unsere kam dann natürlich noch. Für mich gab es einen Bacon Mac and Cheese Burger und Sonni einen Housesalat mit crispy Chicken. Dazu hatten wir noch Onion Rings. Eigentlich machbar, aber seht selbst die Bilder. Die Onion Rings sind riesig und hatten dann doch nicht sein müssen. Die beiden Gerichte hätten gereicht. Es schmeckt und der Preis geht auch total in Ordnung. Also eine Empfehlung von uns.
Alles in allem ein perfekter Tag.Read more
Redneckland
September 11 in the United States ⋅ ☀️ 23 °C
Das Sunrise Motor Inn wird definitiv von Indern betrieben. Noch vor drei Jahren hatten wir so etwas bevorzugt, da sie doch besser sind als manch Einheimischer. Hier müssen wir es revidieren. Scheinbar ist es eine Familie als Betreiber. Die großen dicken Bäume im Innenhof sind vor Jahren gefällt worden und somit sieht es eher trostlos aus. Das Bett ist Topp, das Bad ist groß und die Klobrille halb so groß wie mein Hintern, aber irgendwie zwänge ich mich rein. Und heute, das WiFi funktioniert super. Jetzt aber mal zum Frühstück, es wird Zeit. Ein paar Toastscheiben, kleine abgepackte Küchlein, etwas Milch, dünner Kaffee, ein paar Flakes und ein Saft. Habe ich was vergessen? Nein das war es. Also noch nicht einmal ein kontinental Frühstück. Okay, wir brauchen nicht viel, aber das ist wirklich erbärmlich. Eine Kaffeekanne steht da, eine zweite läuft nicht und warum es keinen Kaffee gibt, erklärt der Betreiber damit, das die Gäste so viel Kaffee trinken und es dauert, ihn neu zuzubereiten. Die Toastscheiben sind aufgebraucht und werden aufgefüllt, oder besser gesagt es werden 8 Scheiben nachgelegt.
Hier wird also mit der Basis versucht Geld zu machen ohne etwas hineinzustecken. Damit wird dieses Inn, sofern nichts gemacht wird, in 10 Jahre nicht mehr vorhanden sein. Wir nutzten es nur für eine Nacht.
Raus geht es immer der Nase nach , nach Buffalo. 280 km und ich soll als Fahrer beginnen.
Die Landschaft ist weit nahezu eben und am Horizont sehen wir Berge. Immer wieder sehen wir Kuhherden (Insider: die meisten haben wir von Mutschken gegrüßt) am Rand und manchmal auch einige Häuser. 50 Kilometer kein Haus dann wieder eins und wieder mehrere Kilometer nichts, außer Kühe. Die Straßen scheinen manchmal endlos, ohne jegliche Lenkradbewegung. Dann kommt doch mal eine größere Stadt mit 1288 Einwohnern.
Nach 180 Kilometern erreichen wir Ten Sleep, eine kleine Stadt mit ein paar Hundert Einwohnern. Hier machen wir an einem Café eine kleine Snackpause. Oh, feiner würziger Kaffee, sehr schön.
Wir tauschen die Plätze und Sonni ist Driver der letzten 97 Kilometer.
Die Landschaft wechselt hinter Ten Sleep und wie soll es anders sein, wir fahren in die Berge . Es geht weit nach oben und dann wieder in das Tal hinab. Das ist ja genau das, was Sonni so liebt, aber sie sagt sie schafft die Strecke. Ich vertraue ihr, dass sie das schafft und sie schafft es auch bis nach Buffalo. Sie kann stolz auf sich sein.
Endlich in Buffalo. Kleiner als Cody und auch nicht soo schön. Okay, für uns ist es auch nur ein Übernachtungsstopp da der Weg bis Rapid City zu weit ist. Wir bleiben noch in der Stadt und laufen durch die Main Street. Gleich im ersten Laden werden wir fündig. Sonni zwei Hemden für 25 Dollar und ich ein Cowboyhemd für 42 Dollar. Wir freuen uns darüber. Weiteres finden wir aber im Verlauf nicht mehr. Im Großen und Ganzen sind die Geschäfte hier entweder Antikläden oder Kunstläden. Beides zieht ins nicht an...bzw. können wir diese Dinge eh nicht mit nach Hause nehmen. Wir müssen noch tanken. Bei Maverick kostet die Gallone 4,51 Dollar.
Ein paar Straßen weiter erspähen wir noch einen Dollar General bei dem wir Auftragsware für zu Hause kaufen können.
Wir machen heute nur noch einen Ruhetag, denn die letzten Tage waren anstrengend aber auch schön. Wir gehen noch Quarter sammeln im Laundromat und essen bei McDonalds zu mehr haben wir heute keine Lust und Körperpflege steht ja auch noch an.
Wir schlafen heute im Quality Inn in Buffalo. Eigentlich ein guter Name, doch scheinbar kommen hier nicht so viele Reisende vorbei. Das einzige was wir bemängeln müssen ist der Fernseher. Er ist groß, er ist neu aber es sind keine Sender eingestellt und die Fernbedienung für den Fernseher ist nicht vorhanden. Entweder hat es noch nie jemand beanstandet oder dieses Zimmer bewohnen wir als Erste, seit der Fernseher installiert wurde. Okay, es wird dann ein Abend mit Netflix Unterhaltung. Wir sind ja gut vorbereitet.
Morgen geht es dann weiter über Deadwood nach Rapid City.Read more
Gold, Harleys und Wasserrutsche
September 12 in the United States ⋅ ⛅ 13 °C
Ach ist das schön, wenn das Bett recht groß ist. Wir haben bestens geschlafen. Das Frühstück war normal und so können wir wieder raus auf die Straße.
Entgegen unserer eigentlichen Routine nehmen wir heute bis nach Deadwood die Interstate 90. Landschaftlich verpassen wir nichts und wir sparen jede Menge Zeit. Kurz hinter Buffalo sind wir schon drauf und Black Panther schnurrt mit 85 Meilen die Stunde über die Interstate. Grünes Weideland mit einigen Hügeln begleitet uns am Wegesrand. Wie üblich dürfen die Kühe nicht fehlen, aber auch viele tote Tiere auf der Straße oder am Straßenrand.
Schnell sind wir in Deadwood, einer kleinen alten Goldgräberstadt in der es um die 1870er heiß hergegangen ist. Die wohl berühmtesten Menschen dieser Stadt sind Wild Bill Hickok und Camality Jane. Wild Bill wurde hier beim Pokerspiel erschossen. Ja, eine wilde Zeit. Wer sich dafür interessiert und keine Bücher lesen will, dem empfehlen wir die Serie "Deadwood". Heute ist die Stadt eher ein Touristenmagnet. Ich war vor 12 Jahren hier und es hat sich viel getan. Einige Hotels wurden vor die Stadt gebaut. Aber der kostenlose Parkplatz am Stadteingang ist erhalten geblieben. Also am besten dort parken. In der Stadt muss man bezahlen . Es sind nur wenige Meter bis zur historischen Main Street von Deadwood. Hier reiht sich dann auch ein Giftshop an den nächsten und wechselt sich immer wieder mit Casinos ab. Davon lebt mittlerweile die Stadt. Die Gebäude sind heute sicher nicht mehr gänzlich aus Holz aber sie sind im alten Stil erhalten und das macht die Stadt sehenswert. Einen Besuch kann man sicher empfehlen. Einige Nächte übernachten wohl eher nicht.
Eigentlich war noch der Devil's Tower geplant. Dafür hätten wir vorher einen Umweg fahren müssen und das wollten wir dann doch nicht. Aber wir haben ihn von Weitem gesehen und ich ihn ja schon vor 12 Jahren. Man kann um ihn herumfahren und ja, er ist schon gewaltig. Wer lieber Tiere sehen will, der kann dort Präriedogs beobachten.
Wir haben aber noch Zeit, denn es ist 12.30 Uhr. So machen wir doch noch einen Abstecher nach Sturgis, da es gleich um die Ecke liegt. Sturgis, die Stadt in der sich seit 86 Jahren Biker aus aller Welt zur Harley Davidson Rally treffen. Aber auch ansonsten steht Sturgis als Synonym für die Motorcycle Szene. Heute war die Main Street für ein Motorcycle Treffen gesperrt. Getunte Autos, tiefergelegt und ohne Bodenblech, mit Flügeltüren, ohne Motorhaube, mit kleinen und großen Rädern. Alles war irgendwie vertreten. Auch getunte Harleys. Von diesen Events lebt die Stadt und natürlich von seinen Giftshops. Wenn man etwas sucht wird man auch fündig. In Deadwood kosteten T-Shirts noch mindestens 25 Dollar und hier in Sturgis schafft man es dann schon bis auf 18 Dollar. Auch ich konnte nicht widerstehen. Wir haben genug gesehen und machen uns auf den Weg zu unserem heutigen Ziel, Rapid City.
Unsere Fahrt führt uns malerisch durch die Black Hills. Wenn irgendjemand jetzt nochmal Nemo finden will, dem können wir einen Tip geben, denn wir haben Nemo gefunden.
Vor 12 Jahren war ich im Grand Gateway Hotel untergebracht und auch diesmal sind wir dort. Ja, es steht noch in seiner alten Pracht. Das Restaurant im Komplex hat sich geändert aber das war es auch schon. Die Zimmer sind groß und geräumig, mittlerweile ist hier eine Sportsbar etabliert und den Indoor-Pool mit Yacuzzi und Wasserrutsche gibt es immer noch. Wir freuen uns darauf ins Wasser zu springen. Fußläufig hat man hier alles was man braucht. Den WalMart als Supercenter um die Ecke und Restaurants an jeder Straße. Es werden einige Hotels mehr gebaut. Wie wir sehen, meist auch jetzt mit Poolrutschen.
Wir essen im Millstone Family Restaurant zu Abend. Es ist lecker , die Bedienung ist schnell und sie haben gute faire Preise. Vorsuppe, Hauptgericht und Nachtisch für ganze 17 Dollar und dabei kann man sich von Vorspeise und Nachspeise soviel nehmen wie man will, ist kaum zu toppen. Satt und glücklich laufen wir noch ein paar Schritte und dann geht es in den Pool.Read more
Monument und Memorial
September 13 in the United States ⋅ ☀️ 18 °C
Wir bleiben in Rapid City . Nicht, weil die Stadt mit ihren etwas mehr als 74.000 Einwohnern so schön ist. Das ist sie nicht. Es gibt in der Umgebung einige Sachen zu sehen.
Wir schlafen aus und nach dem Frühstück geht es zum Mount Rushmore. Ihr wisst schon...die 4 Präsidenten im Fels. Alles ist beim Alten. Der Eintritt ist kostenlos, jedoch muss man 10 Dollar für den Parkplatz berappen. Einige Stufen nach oben oder eben mit dem Elevator und schon steht man genau davor. Es ist schon beeindruckend was geschaffen wurde und wie es dargestellt wird. Nach dem Eingang folgt die Avenue of Flags. Wer dann noch weiter ran will, muss nach der View Terrace zum Amphitheater hinunter steigen. Ich glaube, das ist dann auch das dichteste.
Lange wird man hier nicht verweilen. Wir empfehlen aber das Visitor Center. Hier erfährt man viel über dieses Projekt und dessen Entstehung.
Wir fahren weiter durch die Black Hills -> Land, welches man den Indianern gegeben und als man Gold fand wieder genommen hatte. Die Indianer hatten damals ihren größten Feind getroffen, die weißen Landeroberer. Um eben auch den Indianern zu gedenken, entsteht seit 1948 nicht weit entfernt das Crazy Horse Memorial. Seine Ausmaße sind kaum zu beschreiben. Vor 12 Jahren war ich hier, da konnte man die Hand erahnen. Heute sehe ich die Hand, den Finger und ein wenig von der Mähne des Pferdes. Was für ein Kraftakt. Noch beeindruckender wird es wenn man die Geschichte von und um Korczak Ziolkowski und seine Familie erfährt. Mittlerweile arbeitet die 3. und 4. Generation an diesem Memorial. Wir empfehlen euch, seht den Film darüber im Theater an (im Visitor Center). Es ist wirklich beeindruckend. Beeindruckender als Mount Rushmore und wir finden Crazy Horse interessanter. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Verändert hat sich aber nicht nur das Memorial. Ich glaube mich zu erinnern, dass wir damals keinen Eintritt gezahlt hatten und der Parkplatz war nicht so groß und nicht asphaltiert. Heute bezahlt man 15 Dollar pro Person und erst ab drei Personen in einem Auto 35 Dollar pro Auto als Eintritt. Eine Teerstraße führte zum Visitor Center. Der Parkplatz ist nun dreimal so groß. Wahrscheinlich haben sie erkannt, wieviel Geld man hier einnehmen kann. Aber klar, das Bauwerk muss auch irgendwie bezahlt werden. Nicht nur das Bauwerk, sondern noch viele andere Dinge auch. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Auf dem Hinweg haben wir neben Old MacDonald's Farm, einen Laden entdeckt, den es wert war auf dem Rückweg nochmal anzusteuern. Christmas Village.
Ein großer Laden nur mit Weihnachtssachen in allen Ausführungen. Das was man sich als Weihnachtsschmuck vorstellt, all das gibt es hier und zwar das ganze Jahr. Natürlich musste Sonni da rein und sich umschauen. Ich bin gerne mit hinein da es auch der Eingang zu einem etwa halb so großen NFL Shop war. Jede Mannschaft ist hier vertreten, jedoch nicht mit allem was man sich vorstellen kann, aber eine Unmenge. Vom Fußabtreter bis hin zur Fließdecke. Vom Nussknacker bis zum simplen Sticker. Einfach alles.
Sonni hat eine Kleinigkeit in diesem großen Laden gefunden. Ich leider nicht, was aber nicht schlimm ist.
Heute essen wir früher zu Abend. Dazu fahren wir bei Little's Caesar Pizza ran und holen uns eine (!) von der wir beide mehr als satt werden. Dazu ein kleines Bier aus unserem Bestand und wir sind glücklich.
Den Rest des Tages lassen wir gemütlich ausklingen.Read more
Grasland
September 14 in the United States ⋅ ☀️ 18 °C
Heute geht es nach Scottsbluff. Aber erst einmal frühstücken und dann raus auf die Straße. Wir sind früh dran, die Wolken hängen tief aber es regnet nicht. Kurz über den Highway und dann biegen wir ab in den Custer State Park. 25 Dollar kostet hier die Einfahrt. Dichter Wald erwartet uns. Morgens sind erst wenige Autos auf der Straße, das Speed Limit liegt bei 35 Meilen. Bis auf ein paar Truthähnen und versteckt ein zwei Deers, läuft uns nichts über den Weg. Wir biegen ab auf den Needles Highway und lange Zeit kommt nichts. Es geht höher in die Berge und erst zum Ende, in der Nähe des Sylvan Lake, wird es interessanter. Hohe Felsen türmen sich auf und wir haben wieder ein Postkartenmotiv. Der erste Tunnel ist schon recht schmal aber der Needles Eye Tunnel wird dann noch schmaler. Vorsicht ist geboten und nur ein Auto kann durch. Die anderen müssen warten. Mehr kommt dann aber nicht. Wer also Kurven fahren, Wald, einen See und Felsen mag, dann bitte schön.
Wir fahren weiter zum Wind Cave NP und hoffen ein letztes Mal einen Tatanka, also Bison, zu sehen. Die Höhlen haben es uns nicht angetan. Niemand will hier unseren Pass sehen an keiner Stelle.
Und wahrlich, wie auf Bestellung steht ein Bison am Straßenrand. Wir sagen ihm, in Vertretung an alle "Auf Wiedersehen und lasst es euch gut gehen".
Danach machen wir nur noch die Bekanntschaft mit einer Präriedogkolonie und mit einigen Gabelhornantilopen.
Der Wald wird weniger und das Grasland mehr, bis die Bäume fast gänzlich verschwinden. Wir sind im Oglala National Grasland. Einige Hügel durchstreifen das sonst weite Grasland. Kilometerweit wieder nichts als Grasland. Keine Häuser, keine Bäume. Wir wechseln von South Dakota nach Nebraska und im Fort Robinson State Park wird es nochmal etwas hügeliger. Aber schnell geht es wieder in Grasland über, für die weiteren 184 Kilometer. Wer hier draußen unterwegs ist braucht einen vollen Tank und eventuell auch eine kleine mobile Toilette. Mal kurz hinter den Busch geht nicht, es gibt ja keinen. Am Baum geht es auch nicht, man steht im Freien und ein eventuell kommendes Auto sieht einen doch schon aus 5 Kilometer Entfernung. Also durchhalten für uns . Hin und wieder rollt Präriegras in einem großen Buschel über die Strasse. Jetzt fehlt nur noch die Melodie von "Spiel mir das Lied vom Tod". Die nächste Toilette an einem Spielplatz ist unsere.
Die letzten Kilometer bis Guernsey, wir sind zurück in Wyoming, schnurren weg. Hier schauen wir uns das Register Cliff an. Ein hoher Sandsteinfelsen, welcher sich lang durch die Landschaft zieht. Hier entlang sind die Siedler um die 1850er gezogen um nach Oregon in ein besseres Leben zu ziehen, dem Oregon Trail. Am Cliff gegenüber des North Platte River haben sie sich dann im Stein verewigt. Zwischen all den Siedlern finden sich leider auch mehr Einritzungen neueren Datums. Man muss schon ein wenig suchen. Die älteste die wir gefunden haben war aus dem Jahr 1837. Es ist schon interessant.
Ein bis zwei Meilen weiter sind die Oregon Trail Ruts. Hier sind die Wagenspuren der Kutschen und Planwagen aus der damaligen Zeit zu sehen. Diese haben sich tief in den Fels geschnitten. Was das wohl damals für eine Zeit war?
Es sind zwei kurze Abstecher und nun geht es auf geradem Weg (und das ist nicht sprichwörtlich gemeint) nach Scottsbluff. Wir wechseln zum letzten Mal für heute den Staat und sind wieder in Nebraska.
Zum Abendessen geht es zu Backaracks, einer Sport & Grillbar. Das Essen ist wirklich lecker und fantastisch zubereitet. Zum Abschluss gibt es noch einen Cheesecake, der auch sehr lecker ist.
Nun können wir den Tag aber ausklingen lassen.Read more
Back to the Beginning
September 15 in the United States ⋅ ⛅ 29 °C
Wir sagen Scottsbluff danke für einen guten Schlaf und ein continental Breakfast. Also, für eine Nacht kann man das Quality Inn empfehlen. Auf jeden Fall gibt es Kaffee for free.
Unser erster Zwischenstopp ist in Cheyenne, der Hauptstadt von Wyoming. Wir parken direkt vor dem Capitol des Staates. Irgendwie kann man hier an allen Ecken für 2 Stunden parken.
Die Stadt ist sehr sauber, aber touristisch gesehen nicht gerade der Renner, vielleicht gerade deswegen schön. Es gibt wenig Reklame und so gut wie keine Souvenirläden. Was ist also an Cheyenne so besonders. Zum Einen stehen in der Stadt verteilt riesengroße Cowboystiefel mit verschiedenen Mustern. Zum Anderen stehen an den Straßenecken viele Skulpturen. Man kann sich nun also aussuchen welche von beiden man finden möchte. Wir haben uns für die Cowboystiefel entschieden. (Die Skulpturen müsste man auch nicht wirklich suchen.)
Nach 2 Stunden verlassen wir Cheyenne wieder Richtung Denver. Dorthin wo unser Roadtrip vor knapp drei Wochen begann.
Heute soll auch noch unser zweiter Shoppingtag sein. Dazu steuern wir Outlets at Castle Rock an.
Auf dem Weg dorthin passiert es mir dann doch noch. Einmal die falsche Spur erwischt und schon war ich auf der Mautspur. Gut das ist vielleicht nicht so übel, aber dann hab ich nicht gewartet bis ich wieder aus ihr fahren darf und habe die Doppellinie überfahren. Verdammter Mist. Am vorletzten Tag muss das passieren. Ich rechne damit das eine Strafe kommt. Nun heißt es erstmal abwarten.
Die Outlets sind riesig, aber verlaufen kann man sich nicht. Eigentlich haben wir alles und wir schlendern nur so durch die Straßen und schauen ob uns was ins Auge sticht. Am Ende haben wir doch wieder zwei Boxen und zwei Tüten. Man findet eben immer etwas Tolles. Wir können die Outlets bestens empfehlen.
Unsere letzte Unterkunft ist das Quality Inn in Louisville. Mal sehen ob es die Inder hier auch in der Hand haben. Louisville liegt weit nördlich von Denver, eigentlich schon näher an Boulder. Kein Inder zu sehen. Das Zimmer ist riesig. Im Zimmer steht auch noch eine Eckbadewanne mit Sprudelfunktion. Wie geil ist das denn. Damit hätten wir überhaupt nicht gerechnet. Mit einem schönen Bad kann da der Tag ausklingen.
Unser Abendessen nehmen wir im nahegelegenen Red Robin zu uns. Es schmeckt lecker und das Ambiente ist auch in Ordnung, also auch hier eine Empfehlung. Aber jetzt schnell zurück in das Sprudelbad.Read more
Letzter voller Tag
September 16 in the United States ⋅ ☀️ 16 °C
Unser letzter voller Tag tritt an. Wir haben gut geschlafen. Beim Frühstück gibt es nichts zu meckern.
Also dann, wir wollen noch einen NP mitnehmen, den Rocky Mountains NP. Obwohl wir unser Hotel in der Nähe haben, müssen wir doch eine Stunde bis Estes Park fahren. In den Bergen ist es wieder wunderschön und unsere Augen werden wieder geflasht.
In Estes Park sind wir nur durchgefahren, da wir nichts besonderes für uns gesehen haben. Aus dem Auto scheint es eine kleine nette Stadt zu sein.
Kurz hinter Stadt geht es in den NP. Wir haben ja unseren NP Pass, was sollte schief gehen. Der Park Ranger scannt unseren Pass ein und fragt dann nach einer Reservierung. Reservierung? Was soll das? Der Rocky Mountains NP stand eigentlich nicht auf dem Programm deshalb hatten wir uns damit auch nicht beschäftigt. Für diesen Park braucht man zwischen 9.00 Uhr und 14.00 Uhr eine Zeitfensterreservierung, welche man nur online über die NPS App erwerben kann, für 2 Dollar. Am besten natürlich spätestens einen Tag vorher, besser aber länger vorher. Nun für heute gab es auch keinen Slot mehr und bis 14.00 Uhr wollten wir nicht warten. Vor 9.00 Uhr oder nach 14.00 Uhr benötigt man keine Reservierung.
Okay, dann drehen wir wieder um. Aber wir waren knapp 5 Meter im Park.
Wir fahren Richtung Golden Gate Canyon State Park über den Peak to Peak Highway. Landschaftlich sicherlich nicht so schön wie im Park, aber wir fahren auch hier durch die Berge und durch Canyons. Eine sehr kurvenreiche Strecke. Der State Park wiederum ist nicht zu groß. Man ist wirklich schnell durch. Die Fahrt extra lohnt sich nicht, doch wir mussten ja wieder zurück.
Ein Abstecher muss aber noch sein: Das Empower Field at Mile High, das Stadion der Denver Broncos.
Endlich mal davor stehen, inmitten der Broncos, welche zum Stadium stürmen. So nah und dann doch so fern. Natürlich ist das Stadium geschlossen, der Parkplatz fast menschenleer. Einzig der Broncos Team Store hat geöffnet. Wow, einem Broncosfan geht das Herz auf. Jede Menge Merchandise. Vom Schlüsselband bis Trikot, von 9,99 Dollar bis 1000 Dollar. So gut wie alles gibt es hier. Die Sachen die mir dann gefallen haben hatten auch ihren stolzen Preis und obwohl ich Fan bin, bin ich nicht so verrückt Unsummen zu zahlen. Ich stand davor, ich habe es gesehen, ich habe ein Bild vor Augen und das wird immer bleiben. Ein wundervoller Moment.
Beim letzten USA Trip in den Südstaaten hatten wir gefallen an Cracker Barrel gefunden. Einem Restaurant mit Hausmannskost und einem schicken Old Country Store dabei. Zu Abend müssen wir sowieso essen.
Und hier haben wir Cracker Barrel wieder gesehen. Also müssen wir dorthin, gesagt getan. Es liegt sowieso auf unserem Rückweg. Die Cracker Barrel sehen natürlich genauso aus wie in den Südstaaten und das Essen ist ebenso. Wir hatten uns mit unserer Wahl vielleicht etwas vertan aber das Essen hat geschmeckt. Alte Erinnerungen an New Orleans kamen hoch. Immer wieder schön bei Cracker Barrel.
Ein Gang durch den Store gehört nach jedem Essen dazu und immer findet man mindestens ein Teil was den Laden mit uns verlässt.
Jetzt noch schnell bei WalMart ein Eis und Sonni ist überglücklich.
Der Tag neigt sich dem Ende zu und die Koffer müssen noch geordnet werden. Morgen geht es wieder nach good Old Germany.Read more









































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































TravelerGanz ganz viel Spaß wünsche ich euch 👏😬
Ich wünsche euch auch mega viel Spaß 😁 [Iris]
Ich wünsche Euch viel Spaß. 😄😘 [Sylvia]
Eine schöne Reise euch zwei😉wir freuen uns auf eure Fotos und Videos. [Denny Scholl]