• Entspannung und Geschichte

    August 29 in the United States ⋅ ☁️ 16 °C

    Ja wir leben noch. Die Four Seasons Lodge ist noch nicht zusammen gefallen aber wir denken es wird in den nächsten Jahren geschehen, sofern nicht einmal Hand angelegt. So schlecht hatten wir es nur in Detroit.
    Okay, wir sind früh wach und den Kaffee sowie einen Cinnamon Muffin , ein Cherry Pistacchio Croissant und einen Avocado Toast bekommen wir nebenan im Cattle Mountain Cafe. Nicht hochmodern, dafür urig und interessant und die Bedienung sehr nett. Alles schmeckt lecker.
    Auf geht es in den Tag. Der Rio Grande fließt durch South Fork, nur ran kommt man eher schlecht. Wir finden eine kleine Stelle und können mal unsere Hand hinein halten.
    Aber dann, auf nach Pagosa Springs zu den 2025 gewählten besten Hot Springs der USA. Aufgrund dessen das wir früh da sind ist ein Parkplatz kein Problem. Das Bathhouse lässt sich die Nutzung der Hot Springs gut bezahlen. Pro Person werden für ein Tagesticket 74 Dollar fällig und für den Umkleide Schrank gleich nochmal 13 Dollar. Natürlich geht es noch besser. Mit Handtuch, Bademantel, also allem komplett, werden 159 Dollar pro Person fällig. Wir haben aber unsere Handtücher dabei. Insgesamt 25 Becken mit unterschiedlich warmen Thermalwasser stehen zur Verfügung. Wie in der Sauna, zuerst heiss dann kalt und dann ruhen lassen. Und das kann man dann den ganzen Tag so fortsetzen. Wir denken aber, dass es die wenigsten den ganzen Tag nutzen, auch wir haben es nicht. Wir waren ungefähr 3 Stunden in den verschiedenen Becken und im San Juan River. Preis/Leistung steht unseres Erachtens hier im krassen Widerspruch. Wer also einen Wellness-Entspannungstag in dieser Gegend einlegen möchte, dann ist dies schon ein guter und schöner Ort. Aber ein Must-have-see ist es jetzt nicht.
    Unser Weg geht weiter und wieder durch wunderschöne Landschaft, bis zum Chimney Rock. Da wir den NP Pass haben sparen wir hier schon mal wieder den Eintritt. Es wären 20 Dollar gewesen. Langsam rentiert sich der Pass für 80 Dollar.
    Hier oben auf Chimney Rock haben vor vielen, vielen Jahren Indianerstämme gelebt. Eigentlich müsste ich ja Nativ American sagen, aber ich bin mit dem Wort Indianer aufgewachsen und benutze es daher weiterhin. Also sie haben dort oben gelebt und haben die Sterne beobachtet, woraus dann Kalender erschaffen wurden. Einzelne Grundmauern und Artefakte kann man bestaunen hoch oben auf dem Chimney Rock. Bis ganz nach oben kann man nicht mit dem Auto fahren, aber den größten Teil. Dort oben gibt es dann zwei Wanderwege, welche jedoch recht kurz sind. Bis ganz nach oben kann man schon laufen, es gibt aber keinen Wanderweg. Da man sich im Ute Indian Reservat befindet und dieser Berg für die Indianer ein Heiligtum ist, sollte man dies auch respektieren. Es gibt aber eben Menschen denen dies egal ist. Verstehen kann man es nicht.
    Eins noch, hier gibt es Schlangen. Woher wir das wissen, naja wir haben versehentlich eine überfahren. Aber scheinbar hatte sie es gut weggesteckt. Sie schlängelte sich schließlich langsam von der Straße runter.
    Ich hatte sie wirklich nicht gesehen. Sonni schon und dachte sich, das ist doch ne Schlange. Dann dachte sie weiter, er wird sie doch jetzt nicht überfahren, aber hat es nicht ausgesprochen. Erst danach brachte sie ein Wort heraus, da war es aber schon geschehen.
    Wir steuern unser Ziel, das Country Sunshine B&B in Durango bei Walter und Jodie an. Wenn man die richtige Adresse hat, dann findet man es einfach. Hier ist es herrlich. Etwas weg vom Highway im Wald am Fluss. Von der Terrasse kann man diverse Vögel beobachten die stets vorbeikommen, um ihr Futter zu holen. Besonders imposant sind die Kolibris, welche oft zu mehreren zu sehen sind. Ein tolles Schauspiel.
    Unser Zimmer ist auch super und bestimmt 100fach besser als das letzte.
    Heute sind wir mit dem Abendessen mal nicht so spät dran wie in den letzten Tagen. Also geht es nochmal nach Durango zum dortigen Diamond Belle Saloon. Wir parken zwei Querstraßen vom Saloon entfernt und müssen daher keine Parkgebühren zahlen.
    Just in dem Moment als wir den Saloon erreichen, kündigt sich die Durango/Silverton Narrow Gauge Railroad mit lautem Getöse an. Das musste festgehalten werden.
    Der Saloon ist voll aber wir bekommen einen Platz direkt beim Saloonklavier.
    Es ist hier urig und so stellen wir uns einen Saloon vor. Die Tische sind nicht zu 99,9 Prozent bakterienfrei, die Kellnerin ist so gekleidet wie früher auch und der Klavierspieler spielt Lieder aus der alten Goldgräberzeit.
    Die Preise im Saloon sind in Ordnung und wenn man bedenkt was man geboten bekommt, sind diese nicht zu hoch.
    Hier also eine ganz klare Empfehlung von unserer Seite. Warum ich vor 12 Jahren bei meinem letzten Besuch in Durango nicht im Diamond Belle Saloon war, erschließt sich mir überhaupt nicht.
    Puh, wenn auch ein Entspannungstag, war er doch ein wenig anstrengend . Aber wir sind glücklich diesen Tag so erlebt zu haben. Und wenn Sonni zufrieden und glücklich ist dann habe ich, glaube ich, alles richtig gemacht.
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