Grasland
September 14 in the United States ⋅ ☀️ 18 °C
Heute geht es nach Scottsbluff. Aber erst einmal frühstücken und dann raus auf die Straße. Wir sind früh dran, die Wolken hängen tief aber es regnet nicht. Kurz über den Highway und dann biegen wir ab in den Custer State Park. 25 Dollar kostet hier die Einfahrt. Dichter Wald erwartet uns. Morgens sind erst wenige Autos auf der Straße, das Speed Limit liegt bei 35 Meilen. Bis auf ein paar Truthähnen und versteckt ein zwei Deers, läuft uns nichts über den Weg. Wir biegen ab auf den Needles Highway und lange Zeit kommt nichts. Es geht höher in die Berge und erst zum Ende, in der Nähe des Sylvan Lake, wird es interessanter. Hohe Felsen türmen sich auf und wir haben wieder ein Postkartenmotiv. Der erste Tunnel ist schon recht schmal aber der Needles Eye Tunnel wird dann noch schmaler. Vorsicht ist geboten und nur ein Auto kann durch. Die anderen müssen warten. Mehr kommt dann aber nicht. Wer also Kurven fahren, Wald, einen See und Felsen mag, dann bitte schön.
Wir fahren weiter zum Wind Cave NP und hoffen ein letztes Mal einen Tatanka, also Bison, zu sehen. Die Höhlen haben es uns nicht angetan. Niemand will hier unseren Pass sehen an keiner Stelle.
Und wahrlich, wie auf Bestellung steht ein Bison am Straßenrand. Wir sagen ihm, in Vertretung an alle "Auf Wiedersehen und lasst es euch gut gehen".
Danach machen wir nur noch die Bekanntschaft mit einer Präriedogkolonie und mit einigen Gabelhornantilopen.
Der Wald wird weniger und das Grasland mehr, bis die Bäume fast gänzlich verschwinden. Wir sind im Oglala National Grasland. Einige Hügel durchstreifen das sonst weite Grasland. Kilometerweit wieder nichts als Grasland. Keine Häuser, keine Bäume. Wir wechseln von South Dakota nach Nebraska und im Fort Robinson State Park wird es nochmal etwas hügeliger. Aber schnell geht es wieder in Grasland über, für die weiteren 184 Kilometer. Wer hier draußen unterwegs ist braucht einen vollen Tank und eventuell auch eine kleine mobile Toilette. Mal kurz hinter den Busch geht nicht, es gibt ja keinen. Am Baum geht es auch nicht, man steht im Freien und ein eventuell kommendes Auto sieht einen doch schon aus 5 Kilometer Entfernung. Also durchhalten für uns . Hin und wieder rollt Präriegras in einem großen Buschel über die Strasse. Jetzt fehlt nur noch die Melodie von "Spiel mir das Lied vom Tod". Die nächste Toilette an einem Spielplatz ist unsere.
Die letzten Kilometer bis Guernsey, wir sind zurück in Wyoming, schnurren weg. Hier schauen wir uns das Register Cliff an. Ein hoher Sandsteinfelsen, welcher sich lang durch die Landschaft zieht. Hier entlang sind die Siedler um die 1850er gezogen um nach Oregon in ein besseres Leben zu ziehen, dem Oregon Trail. Am Cliff gegenüber des North Platte River haben sie sich dann im Stein verewigt. Zwischen all den Siedlern finden sich leider auch mehr Einritzungen neueren Datums. Man muss schon ein wenig suchen. Die älteste die wir gefunden haben war aus dem Jahr 1837. Es ist schon interessant.
Ein bis zwei Meilen weiter sind die Oregon Trail Ruts. Hier sind die Wagenspuren der Kutschen und Planwagen aus der damaligen Zeit zu sehen. Diese haben sich tief in den Fels geschnitten. Was das wohl damals für eine Zeit war?
Es sind zwei kurze Abstecher und nun geht es auf geradem Weg (und das ist nicht sprichwörtlich gemeint) nach Scottsbluff. Wir wechseln zum letzten Mal für heute den Staat und sind wieder in Nebraska.
Zum Abendessen geht es zu Backaracks, einer Sport & Grillbar. Das Essen ist wirklich lecker und fantastisch zubereitet. Zum Abschluss gibt es noch einen Cheesecake, der auch sehr lecker ist.
Nun können wir den Tag aber ausklingen lassen.Read more
















































