Essaouira
December 31, 2025 in Morocco ⋅ ⛅ 18 °C
31.12. – Tag 10: Von der Surferoase nach Essaouira. Silvester ohne Sekt, aber mit Haltung
Der letzte Tag des Jahres beginnt mit einem schönen Blick auf die Surfer vor unserer Unterkunft. Wellen, Bretter, Neopren. Sie sehen motiviert aus. Wir eher kontemplativ.
Das Frühstück fällt marokkanisch karg aus. Nicht aus Prinzip, sondern mangels Auswahl. Wenig süß, wenig Vielfalt, aber ausreichend, um loszukommen.
Die Fahrt gestaltet sich zum Glück erstaunlich einfach. Google Maps kündigt zwar eine Straßensperrung für weitere zwei Tage an, die Realität zeigt sich kooperativer. Wir kommen problemlos durch und sparen uns damit einen Umweg von etwa vier Stunden. Technik liegt nicht immer richtig, die Straße diesmal schon.
So erreichen wir zeitig Essaouira.
Am Parkplatz steht ein großes Schild: Parking gratuit. Direkt daneben ein selbsternannter Parkplatzwächter, der mit erheblichem Engagement Gebühren eintreiben möchte. Wir parken trotzdem dort – und zahlen nicht. Er findet das unerquicklich, wir bleiben konsequent. Ende der Diskussion.
Dank Navi finden wir unsere Unterkunft mitten in der Medina. Diesmal ein eigenes Apartment mit drei Schlafzimmern, Innenhof und Dachterrasse. Alles wirkt sauber, riecht aber leicht feucht. Atlantik eben. Man akzeptiert das.
Den weiteren Tag verbringen wir bummelnd in der Medina. Schals, Tassen, Kamelmützen – das komplette marokkanische Mitnahmesortiment zieht noch einmal an uns vorbei. Viel Anschauen, wenig Kaufdrang.
Natürlich geht es auch zum Hafen mit den ikonischen blauen Fischerbooten, durch den Fischmarkt, vorbei an Netzen, Möwen und einer sehr eigenen Mischung aus Geruch, Geräusch und Bewegung. Essaouira kann das.
Am Strand trinken wir ein Glas Rosé – unser erster Alkohol in Marokko. Ein kleiner historischer Moment. Kühl, windig, sehr angenehm.
Die Suche nach einer Flasche Sekt für Silvester bleibt leider erfolglos. Der entsprechende Laden ist – wie so oft – geschlossen. Alkoholische Planungssicherheit ist hier kein verlässliches Konzept.
Das Abendessen ist, wie häufig, moderat gut bis genießbar. Solide, aber kein Jahresend-Feuerwerk.
Bis Mitternacht spielen wir Karten. Angestoßen wird schließlich mit marokkanischem Whisky, auch bekannt als gesüßter Minztee. Kurz danach fallen wir müde ins Bett.
Silvester in Essaouira: ruhig, windig, unaufgeregt.
Und genau deshalb sehr passend.Read more














TravelerHahaha, die Möwen….