• Quadfahren, Verkehrsphysik und zurück na

    January 2 in Morocco ⋅ ☁️ 18 °C

    02.01. – Tag 12: Quadfahren, Verkehrsphysik und zurück nach Marrakesch

    Die Nacht war sehr windig. Das Zelt hat alles gegeben, wir weniger. Schlaf: moderat. Man hat gelegen, man hat gelauscht, man hat sich gefragt, ob Wind irgendwann müde wird. Spoiler: wird er nicht.

    Das Frühstück findet in der Wüste statt, mit Blick auf die Agafay-Wüste und den schneebedeckten Atlas. Landschaftlich großartig, atmosphärisch ruhig, innerlich noch etwas sandig vom Vortag.

    Danach: Quadfahren. Zwei Stunden.
    Starker Wind, Sand überall. Im Mund, zwischen den Zähnen, in Regionen, die nichts mit Offroad-Sport zu tun haben sollten. Es knirscht dauerhaft. Trotzdem: Es macht allen Spaß. Offenbar setzt bei genügend Staub eine gewisse Glückshormon-Ausschüttung ein.

    Anschließend geht es mit dem Mietwagen wieder aus der Wüste heraus. Über eine sehr holperige Straße, die wir teilweise kurz zuvor noch mit den Quads gefahren sind. Mit dem Auto wirkt sie… ambitioniert. Aber wir kommen durch und erreichen Marrakesch.

    Parken in Marrakesch ist dann das genaue Gegenteil von Quadfahren: kein Spaß, keine Bewegung, nur Stillstand. Eine einzige Straße führt zum Parkplatz und wieder hinaus. Der Parkplatz ist komplett voll. Links und rechts der Zufahrtsstraße wird zusätzlich geparkt. Manche versuchen trotzdem noch zu überholen. Ergebnis: nichts geht mehr. Verkehrsphysik auf Endstufe.

    Auf dem Parkplatz selbst wird hart um freie Plätze gekämpft. Ein Italiener reserviert einen Platz mit einem alten Waschbecken und verteidigt diesen mit vollem Körpereinsatz. Respekt für die Strategie. Wir finden trotzdem einen Platz. Ohne Waschbecken, aber mit Glück.

    Dann geht es zu unserem Riad in Marrakesch. Wieder sehr schön. Einziger Nachteil: keine Fenster. Atmosphäre: stilvoller Bunker. Man arrangiert sich.

    Der Rest des Tages: bummeln, shoppen, essen. Kerstin bekommt ihr Geburtstagsgeschenk – einen wirklich tollen Umhang. Der Geburtstag ist zwar erst in zwei Tagen, aber Timing ist überbewertet.

    Abendessen in einem vegetarischen Restaurant. Große Freude bei Maje. Und überraschend: Selbst mir hat es geschmeckt. Das will etwas heißen.

    Gute Nacht, Marrakesch
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