Etappe 13 – nach Nötsch an der Gail
September 5 in Italy ⋅ ☁️ 14 °C
Etappe 13 – nach Nötsch im Gailtal
Am Abend haben wir noch die sehr nette Bekanntschaft mit Nadine und Olaf aus der Sächsischen Schweiz gemacht. Sie haben kurz vor uns gegessen und konnten uns das Gulasch mit Polenta empfehlen. Als zweite Secondi wählten wir Salciccia (Würstchen) ebenfalls mit Polenta und als Primo Klöße mit geräuchertem Ricotta (ähnlich Schotten) und Spaghetti Aglio e Olio.
Es war unser erster Aufenthalt in einem Refugio des italienischen Alpenverbandes (CAI) und er scheint sich nicht wesentlich von den anderen zu unterscheiden – auch etwas bürokratisch und nicht wirklich „durchoptimiert“, aber liebenswert.
Zurück zu Nadine und Olaf (oder ähnlich 😅): Die beiden sind wahre Reiseprofis und wollten eigentlich in einem Monat von Salzburg nach Triest gehen. Wenn da nicht Nadines Knie einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Naja, so haben wir sehr viel Inspiration für wildes Biwakieren und spannende Reiseziele erhalten.
Das Frühstück war… italienisch. Es gab das aufgeschnittene Weißbrot vom Vorabend, aber dafür auch einen leckeren Nusskuchen. Es gab kein Müsli oder Haferflocken, dafür aber frischen Kaffee aus der Siebträgermaschine. Usw. usf.
Gestartet sind wir gegen 8:15 Uhr – das Wetter war heute etwas instabil, Gewitter ab 14 Uhr möglich. Zuerst ging es durch den Wald entlang eines tief eingeschnittenen Flussbettes den Berg hinauf, ca. 250 Höhenmeter, zur Feistritzer Alm. Und dort trennen wir uns vom KHW und treten den 1.000 m langen Abstieg nach Nötsch an. Es geht zwar über einen Forstweg (mit erstaunlich viel Autoverkehr), aber 1.000 Höhenmeter bleiben 1.000 Höhenmeter. Schocken kann uns der Abstieg nicht mehr, aber ermüden schon. Gegen 11 Uhr legen wir auf einer schönen Bank eine Pause ein, essen unseren Käse und unsere Wurst mit dem trockenen italienischen Brot und spülen es mit einem frischen Instant-Kaffee herunter – himmlisch!
Ich hab noch vergessen, dass wir zwei weitere Bekanntschaften im Refugio gemacht haben: 1. Petre aus der Tschechischen Republik (ein paar Jahre älter als ich und liebenswert schrullig) und ein „älteres“ Ehepaar (Anfang Mitte 60), die abends spät kamen und schnell verschwanden.
Wie sich am Morgen herausstellte, waren sie die Etappen von Nassfeld über die Egger Alm zum Refugio am Stück gegangen!
Die beiden waren auch ansonsten ziemlich krass drauf und zudem wirklich ultraleicht unterwegs (bis auf die Wanderstiefel). Sehr inspirierend! Leider waren die Knie der Frau durch und sie mussten ins Tal absteigen.
Wir haben dann nach 14 km und einem Willkommensbier wie geplant den Zug nach Villach genommen.
Das Harry’s Home ist ordentlich, löst aber auch keine Begeisterung aus. Vielleicht ja morgen zum Frühstück. Heute Abend waren wir noch österreichisch im „Stadtwirt“ essen – sehr lecker! Villach ist eine kleine nette Stadt. Sie ist jetzt weder so, dass es in mir schreit „da möchte ich noch einmal für eine Woche hin“, noch so, dass es schlimm wäre, noch einmal einen Tag dort zu verbringen.
Steffi ist kurz nach 21:00 Uhr eingeschlafen, ich hab’s noch bis kurz vor 22:00 Uhr gepackt, bevor auch ich die knatternden Biker vor unserem Fenster gegen sanfte Träume eingetauscht habe.Read more






















Traveler
Sieht aus wie bei meiner Tochter vor wor paar Tagen...