• Etappe 12 – zum Refugio Nordio

    September 3 in Austria ⋅ ☁️ 17 °C

    Um 7:15 Uhr brechen wir auf. Steffi hatte gestern einen Hänger und ist heute dafür wieder voll motiviert!
    Deshalb stimme ich ihrem Vorschlag zu, einen Abstecher über den Poludnig (1.999 m) zu machen. Das macht aus unserer eigentlich recht gemütlichen Etappe eine anspruchsvolle! Ziemlich steil geht es durch einen dunklen, urwüchsigen Tannenwald den Berg hinauf. Man kann sich gut vorstellen, wie im Dickicht die Wölfe einen beobachten. Später lichtet sich der Wald, und es geht über einen offenen Kamm weiter hinauf, immer höher und höher. Der Aufstieg lohnt sich – der Blick von oben auf die umliegenden Berge ist beeindruckend.
    Weiter geht es über einen Kamm, dann hinunter zu einer Alm und schließlich wieder auf den ursprünglichen Weg.
    Hier hat man teilweise die Wahl, auf einer Forststraße zu gehen oder dem KHW zu folgen. Es geht noch einmal bergab, bergauf durch dich in feuchten Wald über mehrere Becher, bis dann schließlich der letzte Anstieg ansteht und der hat es auch noch mal in sich. Wir wählen die Forststraße – so haben wir zwar mehr Kilometer zu laufen, aber weniger steile Wege. Als wir endlich oben ankommen, sind meine Kräfte ziemlich am Ende. Zum Glück haben wir noch verschiedene Dinge zum Stärken dabei, und so komme ich wieder zu Kräften. Diese Koffeintabletten wirken Wunder, und auch das Brötchen aus Nassfeld, zusammen mit dem Käse und den Mettwürstchen von der Straniger Alm, schmeckt himmlisch. Jetzt geht es nur noch bergab und wieder entscheiden wir uns für den längeren, aber weniger steilen Weg. Leider hat der Almgasthof Starhand geschlossen, daher gehen wir direkt weiter zum Refugio.
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