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  • Day7

    Die Rache der Benzinpumpe

    August 28, 2019 in Bulgaria ⋅ ☀️ 24 °C

    Erinnern wir uns an die bisherigen Probleme:
    - Rechtes Hinterrad rumpelt und quietscht -> gefixt!
    - Tablet lädt nicht mehr -> gefixt!
    - Beifahrergurt lässt sich nicht mehr benutzen -> leider noch aktuell

    Aber war da nicht noch etwas?
    Genau, die Benzinpumpe! Nachdem sie in Rumänien haarscharf ihrer Ersetzung entgangen war, suchte sie sich nun natürlich den unmöglichsten Moment aus, um mal wieder zuzuschlagen: An der bulgarisch-mazedonischen Grenze.

    Wir hatten das Prozedere auf bulgarischer Seite problemlos hinter uns gebracht, konnten die verlangte Quittung für den Vignettenkauf vorweisen und waren vom lustigen Zollbeamten darauf hingewiesen worden, dass die anderen Rallye-Fahrzeuge schon viel früher vorbei gekommen waren. (Jahaaa...)
    In der mazedonischen Einreiseschlange fing dann das Gestotter an, bis Liese schließlich einen halben Meter vorm Passkontroll-Fensterchen ausging und nicht mehr anspringen wollte. Also erledigten wir die Formalitäten, füllten Sprit nach (immer noch einen halben Meter vorm Fensterchen) und, als auch das nichts half, wurde Liese letztenendes von mir nach Mazedonien geschoben - unter freundlicher Mithilfe eines Grenzbeamten.

    Direkt hinter der Grenze mühten wir uns mit dem Starterspray, was auch nichts brachte, bis die zwei Mazedonen, die hinter uns in der Schlange gewesen waren, vorbeikamen und uns den Tipp gaben, die Pumpe mit kaltem Wasser zu übergießen. Der eine prüfte außerdem Ölstand, Kühlwasser und Zündfunken und als Liese kurz darauf plötzlich wieder zum Leben erwachte, lautete seine Diagnose, dass es wirklich an der überhitzten Pumpe liegen würde.

    Er zeigte uns, wie man sie mit einem nassen Lappen kühlt, beschrieb uns den einfachsten Weg zu einem Hotel in Skopje, lud uns zu einem Kaffee an der nächsten Tankstelle ein und erzählte, dass er früher in Deutschland als LKW-Fahrer gearbeitet hat. Und danach wollte er nicht einmal einen unserer Dankes-Schnäpse annehmen, die wir für solche Fälle dabei haben...

    Jedenfalls lief Liese wieder, wir hatten eine neue Theorie bezüglich ihrer sporadischen Aussetzer und mussten in Skopje nicht erst lange nach einer Unterkunft suchen - sehr hilfsbereite Menschen hier!
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