• Rettung in Budva

    June 9, 2025 in Montenegro ⋅ ☀️ 30 °C

    Kurz vor den Ferien hat Zisi ihre Reifen auf «tubeless» umstellen lassen. Sie wollte wie Toto ohne Schläuche im Reifen fahren. Denn im Falle eines kleinen Lochs im Pneu, lässt sich dieses viel einfacher und schneller flicken.

    Leider ist diese Umstellung insbesondere bei der Ténéré nicht ganz einfach. Dort, wo die Speichen sind, muss alles luftdicht verschlossen werden. Am Schluss wird noch ein Gummiband darübergeklebt.

    Zu Beginn der Reise war alles dicht. Doch bereits nach ein paar Tagen stellte Zisi fest, dass der Luftdruck im Reifen immer wieder sinkt. Am vorletzten Tag in Hvar ist Zisi noch mit 0,6 anstelle von 1,7 Bar gefahren (auf der Strasse sollte der Reifen sogar einen Druck von mehr als 2 Bar haben). Zisi hatte sich noch gewundert, warum sie auf den endlosen Schotterpisten auf Hvar so viel Grip hatte. Und warum auf der Strasse dann alles so schwammig wurde. 😅 Zum Glück ist aber nichts passiert. Die letzten Tage haben wir einfach täglich aufgepumpt. Doch für die Weiterreise wäre das nicht ideal, zumal wir morgen wieder in die Berge möchten.

    Somit haben wir uns nach Motorradwerkstätten umgeschaut und tatsächlich eine gefunden. Nur 17 Kilometer von uns entfernt. Kaum angekommen, sehen wir, dass da wohl viel Betrieb herrscht. Es stehen zig Motorräder herum. Als Zisi ihre Venus dazustellt und dem Mechaniker die Situation zu erklären versucht, winkt er uns direkt in die Werkstatt. Er beendet noch die Arbeit von zwei deutschen Touristen, die wohl auch eine Panne hatten. Dann nimmt er sich Zisis Yamaha an.

    Als ein anderer Mann mit Service-Bedarf dazwischenkommt, meint er nur: «Zuerst die Lady.» ☺️

    Da er kaum Englisch spricht und wir kein Wort Serbisch, nimmt er ein Übersetzungsprogramm zur Hand. Nach ein paar Voice-Wechseln hat er das Problem verstanden. Er macht sich sofort an den Ausbau vom Hinterrad. In gefühlten 7 Sekunden hatte es das komplette Rad in der Hand. 😂 Crazy, wie schnell der arbeitet. Leider steht er aber auch etwas unter Strom. Ihm fehlen gute Mechaniker. Darum macht er alles alleine. Für Zisi war es jedenfalls Glück, dass sie einen Profi gefunden hat.

    In der Zwischenzeit geniessen wir einen Kaffee gleich neben der Werkstatt. Die freundliche Service-Frau spendiert dazu gleich eine Packung Kekse. 🥰

    Als wir zurückkommen, steht die Venus schon abfahrbereit. 20 Euro will er dafür. Da geben wir ihm gerne noch Trinkgeld und einen Dirt-Birds-Sticker. Diesen dürfen wir gleich auf seine Werkstatttür kleben.

    Nun geht’s morgen hoffentlich pannenfrei weiter in Montenegro. ☺️🙏
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