• Ankunft auf San Andres 🇨🇴

    Jul 24–25, 2025 in Colombia ⋅ ☁️ 30 °C

    Der Uber-Fahrer raste in einem Tempo zum internationalen Flughafen Tocumen, dass es mir Himmelangst wurde. Dabei war ich gar nicht in Eile und kam viel zu früh an. Die Maschine von Copa Airlines war komplett ausgebucht. Ich erhielt nur noch einen Platz bei den Notausgängen zwischen zwei anderen Passagieren. Zudem musste ich für meinen Koffer zusätzlich USD 58 bezahlen, da ich einen Flug ohne Gepäckoption gebucht hatte und beim Online Check In dachte, dass die verlangten USD 35 zu teuer seien. Des weiteren wurden USD 40 Einreisegebühr fällig. Die Scheine rannen mir nur so durch die Finger und das sollte so weitergehen. Der Flieger landete nach etwas mehr als einer Stunde auf der Karibikinsel San Andres, die zu Kolumbien gehört, jedoch wesentlich näher an der nicaraguanischen Ostküste liegt. Eine verkehrstechnische Verbindung zu Nicaragua besteht aktuell nicht.

    An der Migration ging es hektisch zu. Ich erhielt meinen Einreisestempel und musste meine Touristenkarte abgeben, die man mir noch am Flughafen in Panama ausgehändigt hatte. Mein Sitznachbar, ein junger Argentinier bot mir an, dass mich seine Verwandten, die auf der Insel leben, mit ins Zentrum nehmen könnten. Nachdem er dann aber sein Handy im Flugzeug vergessen hatte, war diese Option hinfällig. Ich ging erstmal zurück ins Flughafengebäude und wechselte meine übrig geblieben USD, bevor ich mir ein Taxi suchte. Ein älterer Insulaner bot mir für 20 000 kolumbianische Pesos (4USD) an, mich zum nächsten Telefonladen zu fahren. Ich kam mit der Verkäuferin ins Gespräch und sie erzählte mir, dass ihre Tochter im Zürcher Oberland lebt. Die Welt ist klein.
    Als ich dann wieder online war, galt es, die gebuchte Unterkunft zu finden. Der Fahrer kannte sie nicht und rief den Besitzer an. Er fuhr aus der Stadt raus und knöpfte mir nach Ankunft nochmals 20 000 für die Weiterfahrt ab. Natürlich ohne Absprache. In dieser Unterkunft gefiel es mir gar nicht. Sie war irgendwo im nirgendwo und irgendwie schmuddelig. Ich war überglücklich, als mir der Typ an der „Rezeption“ mitteilte, er habe keine Buchung von mir. Im Gespräch stellte sich dann heraus, dass ich bei seiner Schwester im Zentrum gebucht hatte. Sein Schwager holte mich mit dem Motorroller ab und brachte mich zur richtigen Unterkunft, die sich in San Andres town in einer Seitengasse befand und dadurch etwas Ruhe bot. Diese Stadt wirkte laut und hektisch auf mich und bot auf den ersten Blick nichts wirklich Schönes. Am Stadtstrand reihte sich ein Markenladen an den nächsten. San Andrés ist Freihandelszone und von den vorwiegend kolumbianischen Touristen wird dieser Vorzug rege genutzt. Ich erreichte nach einiger Zeit den Playa Spratt Bight (Stadtstrand), der sehr touristisch und überlaufen auf mich wirkte, so dass ich mich entschied, einen Taxifahrer, dessen Nummer ich von der Unterkunftsbesitzerin bekam, anzurufen. Neben seinen 4 Söhnen, die alle sehr aufmerksam und überaus freundlich waren, gab es für mich auch noch ein Plätzchen im Auto. Richard nahm mich mit in den Südosten bis zum Playa San Luis. Hier spürte man das karibische Flair viel mehr. Ich gönnte mir ein wenig Schlaf am Strand und mein erstes kolumbianisches Bier in einer Rastafari Bar. So lässt es sich leben.
    Cheers 🍺.
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