• Johnny Cay 🏝️

    Jul 25–26, 2025 in Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    Ich startete mit einem gesunden Frühstück in den Tag. Auf dem Markt kaufte ich gestern eine Papaya, die so groß ist, dass sie sicher für ein paar Tage reicht. Im Supermarkt nebenan gab es zudem griechischen Joghurt der Extraklasse, den ich mir noch mit frischem Limettensaft verfeinere. Ich schätze es sehr, dass ich mich selbst versorgen kann und in meinem Tempo den Tag beginne.

    Am Vormittag lief ich dann entspannt in Richtung des Stadtstrandes „Playa Spott Bight,“ ohne dass ich schon eine konkrete Idee hatte, was ich heute unternehmen wollte. Fast angekommen wurde ich von einem Tourenverkäufer angesprochen, der nicht allzu aufdringlich war. Er verkaufte mir eine Bootsfahrt zur etwa anderthalb Kilometer entfernten Johnny Caye. Als Caye bezeichnet man eine „kleine Insel,“ auch eine Koralleninsel. Nachdem ich meine USD 11 für den Transport und USD 3 für den Eintritt in den Nationalpark losgeworden war, brachte mich ein Mopedtaxi zum Hafen. Hier stieg ich zusammen mit 2 anderen Touristen auf ein Schnellboot auf, welches uns zur Caye fuhr.

    Zuerst dachte ich, es sei ein unberührtes Fleckchen Erde à la Robinson Crusoe, doch dem war gar nicht so. Schon vom Boot aus sah man, dass sich hier Scharen von Touristen tummelten. Es gab auch ein paar Strandrestaurants für die Tagesausflügler auf dem Inselchen. Hmmm🤔. Nachdem die beiden Mitreisenden und ich ausgestiegen waren, empfing uns ein Guide, der während des Inselaufenthaltes ein Auge auf uns haben sollte und auch die Aufgabe hatte, uns später wieder zum richtigen Boot zu bringen. Der Guide trottete raschen Schrittes mit dem spanischsprechenden Paar davon und ich sah ihn nie wieder 🤷‍♀️. Ich dachte mir nichts dabei und frei nach dem Motto: „Go with the flow“ begann ich die Caye zu erkunden. Einmal rundherum lief man etwa 20 Minuten. Ich stoppte immer mal wieder, beobachtete Leguane, die sich in der Sonne aalten, ein Hai näherte sich dem Strand und sorgte für Aufsehen bei den kolumbianischen Touristen und sonst genoss ich das Durchstreifen der Palmenhaine, den Puderzuckersand und den ruhigen Ozean. Die paar Regentropfen, die am frühen Nachmittag vom Himmel fielen, störten keineswegs. Trotz vieler Besucher ließ sich doch ein ruhiges und entspanntes Plätzchen auf der unbewohnten Caye finden.

    Um 15.30 Uhr sollte ich zurück am Strand sein, wo die Boote Touristen nach San Andres zurückfuhren. Ich war bereits 5 Minuten früher da, konnte mein Boot jedoch nicht entdecken. Also fragte ich einen auf mich hektisch wirkenden Mann, der hier die Abfahrten zu managen schien. Er meinte, dass ich nicht meinem Guide gefolgt sei 🤷‍♀️ und mein Boot bereits abgelegt habe. Ich sei zu spät. Ok, das musste ich erstmal verdauen. 5 Minuten später winkte er mir zu und zeigte auf ein Slowboot voller kolumbianischer Tagesausflügler (geschätzt 20-30), welches mich mitnahm. Die Überfahrt war sehr entspannt, bis jemand vorne am Bug die Stimme erhob und zu predigen begann. Alle Touristen sprachen ihm nach. Leider ist mein Spanisch nicht gut genug, um zu verstehen, worum es bei diesem Sprechgesang genau ging.

    Ich war wieder zurück in San Andrés und machte mich gemütlichen Schrittes auf zu meinem Apartment.
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