Durch die Wüste Tabernas’ nach Guadix
Jan 18–19 in Spain ⋅ ☀️ 2 °C
Wir verlassen die langen Sandstrände bei Vera und machen uns auf in die Berge in die Provinz Granada. Die N340a bringt uns durch eine spannende Berglandschaft. Wir haben sonniges klares Wetter und somit tolle Weitblicke. Die schneebedeckte Sierra Nevada immer im Blick, bestaunen wir in Sorbas wieder einmal die Häuserreihe, die ganz nah an der Abbruchkante steht. Wir streifen den Parque National de Sierra Nevada und erreichen schließlich Guadix, unser heutiges Ziel. Die Stadt liegt in 915 m Höhe auf einer Hochebene am Ufer des Rio Guadix und ist vor allem für seine Höhlenviertel bekannt.
Neben Phöniziern, Karthagern und Römern waren es vor allem die aus Nordafrika stammenden Mauren, die bereits im frühen Mittelalter ihre noch heute sichtbaren Spuren hinterließen. Zu dieser Zeit war Guadix als Zentrum der Seidenherstellung bekannt und schon damals wohnte ein Teil ihrer Einwohner in Höhlen, die sie in das hier vorgefundene weiche Tuff- und Lösgestein gegraben hatten.
Heute sind die weiß getünchten Fassaden und Schornsteine der bewohnten Höhlen, die sich vor allem in der Altstadt konzentrieren, weithin sichtbar. Mit ganz unterschiedlicher Ausstattung, sind viele von ihnen noch bewohnt, wobei sich einige der größten sogar als Hotel präsentieren.
Neben seiner Einmaligkeit der insgesamt etwa 2000 Höhlen hat Guadix auch eine sehr attraktive Altstadt zu bieten. Überragt von den Türmen der im 11. Jh. erbauten maurischen Festung Alcazaba. Die Santiago Kirche mit ihrer herrlichen Fassade ist ebenfalls sehenswert.
Die Stadt bietet für Wohnmobilisten einen großen Platz mit Entsorgung am Fuße der Altstadt. Also kurze Wege um in die Vergangenheit einzutauchen.
Also wir ankommen, am Samstag, ist Markt auf dem vorderen Teil der Asphaltfläche. Im hinteren Teil stehen schon einige Wohnmobile, wir stellen uns dazu. Bei frischen 12 ° Grad, aber im Sonnenschein lassen wir uns durch die Gassen treiben, bewundern das Höhlenviertel und laufen durch einige Räume in einem Wohnhaus. Es ist sehr geräumig mit allem was man braucht, aber überall nur künstliches Licht.
Der Besitzer erzählt uns von dem großen Fest, welches an diesem Wochenende in Guadix stattfindet.
Es ist ein Fest zu Ehren des Heiligen Antonius an jedem dritten Wochenende im Januar. Er ist der Schutzpatron der Tiere. Das Fest soll die Gemeinschaft zusammenbringen. Es werden überall Feuer angezündet, man isst und trinkt zusammen und am Sonntag gibt es eine Prozession, bei der die Bewohner all ihre Tiere mitbringen. Wir hören interessiert zu, nicht ahnend was uns blüht als wir zum Stellplatz zurückkehren.
Überall an den Rändern des großen Platzes wird Holz und Baumäste aufgeschichtet. Die PKWs düsen über den Platz und bringen im Kofferraum oder auf dem Dach Reisig und Holzzscheite. An mehreren Stellen werden die Holzhaufen immer höher und die Jugendlichen knallen mit Böllern. Mittlerweile kippt auch ein großer LKW seine Ladung Holz ab.
Wir hätten uns das Spektakel der brennenden Feuer gerne angesehen, das Gewusel auf dem Platz und die Knallerei werden immer mehr.
Der heilige Antonius möge es uns verzeihen, wir ergreifen die Flucht. 😅
Wenige Kilometer weiter in den Bergen in Marchal, finden wir einen kostenfreien und ruhigen Gemeindestellplatz. Heute Morgen sind die spanischen Badlands wunderbar angestrahlt. Eine tolle Kulisse, die sich uns hier bietet.
Mit Mütze und Schal geht unser Morningwalk bei frostigen Temperaturen durch das idyllische Dorf. Hier verläuft auch eine Etappe des Jakobwegs.
Wären wir nicht auf der Durchreise, würden wir noch bleiben.
Unbedingt empfehlenswert sind diese beiden Orte: die Kleinstadt Guadix und das Dorf Marchal.
Guadix: https://park4night.com/lieu/21515/
Marchal: https://park4night.com/lieu/407912/Read more




























Liz und Thomas on tour
Da seid ihr ja direkt an uns vorbeigefahren. Wir waren gestern auch in der Wüste von Tabernas ...
TravelerJa, habe gerade deinen Footprint gelesen….
Traveler
Da stehen wir ja neben euch 🤣
TravelerJa, aber leider nur das Fahrzeug. 🤔🤗